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Nebenkosten - Wasserkosten extrem hoch weil Hauszähler ungleich Summe der Wohnungszähler

20.12.2021 Thema abonnieren
 Von 
mpunktmayer
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Nebenkosten - Wasserkosten extrem hoch weil Hauszähler ungleich Summe der Wohnungszähler

Schönen guten Tag zusammen,

leider haben sich bei der aktuellen Nebenkostenabrechnung meine Wasserkosten um fast 400% erhöht. Die Zählerstände (mein Verbrauch) war allerdings sehr ähnlich der Vorjahre. Nun hat sich rausgestellt, dass der Versorger dem Vermieter scheinbar "gemeldet" hat, dass das gesamte Gebäude (10 Parteien) 3700 Kubik geliefert bekommen hat.

Da die Zählerstände der einzelnen Wohnungen das allerdings nicht im Ansatz hergaben (in Summe waren das ca. 640 Kubik) hat der Vermieter scheinbar die Gesamtkosten der 3700 Kubik vom Wasserversorger anteilig auf die einzelnen Parteien umgelegt. Ein Kubik Kaltwasser kostet mich dadurch nun ca. 4,80 EUR + 3,70 EUR Abwasser was selbstredend utopisch ist.

Meine Frage:
1. Wodurch kann diese erhebliche Abweichung zwischen einzelnen Zählern (die plausibel wirken) und der Rechnung vom Wasserversorger entstehen? Es gab hier mal einen (kleinen) Wasserrohrbruch aber ich denke wenn das 3000 Kubik verursacht hätte, hätten wir hier ein anderes Problem gehabt :)
2. Darf der Vermieter in einem wie oben geschildertem Fall die Kosten umlegen und damit die Kosten pro Kubikmeter massiv in die Höhe schrauben (deutlich abweichend von den tatsächlichen Kubik-Kosten auf Seiten des Versorgers)
3. Wie sollte man in so einem Fall vorgehen ?


-- Editiert von mpunktmayer am 20.12.2021 10:28

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(42532 Beiträge, 15206x hilfreich)

Zitat (von mpunktmayer):
Wodurch kann diese erhebliche Abweichung zwischen einzelnen Zählern (die plausibel wirken) und der Rechnung vom Wasserversorger entstehen?


Da aber 3.000m³ weitaus mehr sein dürften als für die komplette Flutung des Kellers erforderlich sind ist ein normaler Wasserrohrbruch keine nachvollziehbare Erklärung. So viel Wasser kann nur dann unbemerkt verschwinden, wenn es irgendwo direkt in den Abfluss läuft. Gibt es dafür außerhalb der Wohnungen überhaupt Möglichkeiten? Innerhalb von Wohnungen würde mir sofort die Toilettenspülung einfallen, jedoch müsste dann der Wohnungswasserzähler auch einen so hohen Verbrauch anzeigen.

Daneben kann natürlich auch ein Defekt des Hauptzählers oder ein Ablesefehler vorliegen.

Zitat (von mpunktmayer):
Es gab hier mal einen (kleinen) Wasserrohrbruch aber ich denke wenn das 3000 Kubik verursacht hätte, hätten wir hier ein anderes Problem gehabt


Richtig, dann wären die Nachbarhäuser wohl auch dadurch geflutet worden.

Zitat (von mpunktmayer):
Darf der Vermieter in einem wie oben geschildertem Fall die Kosten umlegen und damit die Kosten pro Kubikmeter massiv in die Höhe schrauben (deutlich abweichend von den tatsächlichen Kubik-Kosten auf Seiten des Versorgers)


Nein

Zitat (von mpunktmayer):
Wie sollte man in so einem Fall vorgehen ?


Einspruch gegen die Nebenkostenabrechnung einlegen mit der Begründung, dass die Wasserkosten und der Verbrauch des Hauses unerklärlich hoch sind.

Sollte sich unter Berücksichtigung der üblichen Wasserkosten auch eine Nachzahlung ergeben, so ist diese trotz des Einspruchs zu zahlen.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2262 Beiträge, 1154x hilfreich)

Zitat (von mpunktmayer):
Nun hat sich rausgestellt, dass der Versorger dem Vermieter scheinbar "gemeldet" hat, dass das gesamte Gebäude (10 Parteien) 3700 Kubik geliefert bekommen hat.
Kann ein Ablesefehler des Hauptwasserzählers ausgeschlossen werden?

Denn, mehr als 3.000m³ Wasser verschwinden kaum unbemerkt irgendwo. Oder habt ihr eine außenliegende Zapfstelle, durch die (oder derzen Zuleitung) das irgendwo verschwunden sein könnte?


Zitat (von mpunktmayer):
Da die Zählerstände der einzelnen Wohnungen das allerdings nicht im Ansatz hergaben (in Summe waren das ca. 640 Kubik) hat der Vermieter scheinbar die Gesamtkosten der 3700 Kubik vom Wasserversorger anteilig auf die einzelnen Parteien umgelegt.
3700m³ sind 578% mehr als die Summe der Zählanlage.


Zitat (von mpunktmayer):
Ein Kubik Kaltwasser kostet mich dadurch nun ca. 4,80 EUR + 3,70 EUR Abwasser was selbstredend utopisch ist.
Für mich sind das nachvollziehbare Preise. Ohne den Aufschlag von 578% würden der m³ Wasser und m³ Abwasser lediglich 0,83€ und 0,64€ gekostet haben. Preise, die für mich schwer vorstellbar sind.


VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(23375 Beiträge, 4593x hilfreich)

Zitat (von mpunktmayer):
Ein Kubik Kaltwasser kostet mich dadurch nun ca. 4,80 EUR + 3,70 EUR Abwasser was selbstredend utopisch ist.
So utopisch ist das nicht. Darin sind noch Gerätemiete f. KW-Zähler und Ablesedienstkosten enthalten.
Diese Wasser-Kosten liegen hier bei ca. 6,50€ (hier ist das TW mit ca. 2,50€/m³ relativ preiswert)
Zitat (von mpunktmayer):
Es gab hier mal einen (kleinen) Wasserrohrbruch
Wann war der und was hätte das mit 3700m³ Lieferung fürs Jahr zu tun?
Zitat (von mpunktmayer):
Wie sollte man in so einem Fall vorgehen
ICH würde beim Vermieter zunächst schriftlich Einspruch erheben und fragen, woher die Angabe 3700m³ TW stammen. Er möge beim Versorger nachfragen. Dein Zählerstand erkläre die abgerechneten Kosten nicht.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100176 Beiträge, 37039x hilfreich)

Zitat (von Anami):
ICH würde beim Vermieter zunächst schriftlich Einspruch erheben und fragen, woher die Angabe 3700m³ TW stammen.

Jemand der Ahnung hätte, wüsste, das der Vermieter da nicht antworten muss.
Weshalb man den rechtlich sicheren Weg nehmen soll, also erst mal Belegeinsicht nimmt und schaut was sich dazu in den Belegen findet um das dann substantiiert anzugreifen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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