Nebenkosten anteilig seit über einem Jahr vom Vermieter einbehalten

2. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
maiskölbchen
Status:
Beginner
(94 Beiträge, 1x hilfreich)
Nebenkosten anteilig seit über einem Jahr vom Vermieter einbehalten

Guten Tag,
bei meinem ehemaligen Vermieter geht es in die nächste Runde. Ausgezogen sind wir letztes Jahr im Juli und wir haben auch dieses Jahr, nach 7 Monaten, die Kaution bis auf einen Einbehält zurück bekommen.

Nun sind schon 1 Jahr und 3 Monate vergangen und bis heute haben wir keinerlei Nebenkostenabrechnungen und eine Information über die noch fehlenden 250 Euro die einbehalten worden sind.

Ich habe gelesen, dass der Vermieter durchaus Zeit hat bis zum 31.12. abzurechnen, was er eh nicht schaffen wird, aber die Kaution , auch anteilig. maximal ein Jahr einbehalten darf.

Meine Geduld ist auch am Ende und ich habe denen sogar bis Ende letzter Woche Zeit gegeben und auch diese Frist wurde nicht eingehalten. Ich will jetzt die Schritte gehen und der Vermieter zahlt dann eben am Ende die Kosten.

Wie wären meine nächsten empfehlenswerten Schritte ? Klage beim zuständigen AG einreichen oder Mahnbescheid ?

Liebe Grüsse

-- Editiert von User am 2. Oktober 2023 17:14

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118693 Beiträge, 39620x hilfreich)

Zitat (von maiskölbchen):
Wie wären meine nächsten empfehlenswerten Schritte ?

Abwarten bis die Fristen abgelaufen sind.

Und hieran
Zitat (von maiskölbchen):
Meine Geduld ist auch am Ende

mal arbeiten.



Zitat (von maiskölbchen):
Klage beim zuständigen AG einreichen oder Mahnbescheid ?

Wenn man nutzlos Geld verbrennen und sich gegenüber Vermieter und HV lächerlich machen will, kann man das machen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
maiskölbchen
Status:
Beginner
(94 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wenn man nutzlos Geld verbrennen und sich gegenüber Vermieter und HV lächerlich machen will, kann man das machen.


Sorry, aber mir kann keiner erzählen dass Du in jedem Rechtsgebiet erfahren bist, denn du kommentierst ja hier gefühlt hauptsächlich. In Urteilen bisher wurde so entschieden. Nebenkosten abrechnen kann er bis 31.12. aber nicht die Kaution - auch nicht anteilig - einbehalten.

Deine Antworten sind irgendwie zu a) unfreundlich und zu b) pauschal.



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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118693 Beiträge, 39620x hilfreich)

Zitat (von maiskölbchen):
In Urteilen bisher wurde so entschieden. Nebenkosten abrechnen kann er bis 31.12. aber nicht die Kaution - auch nicht anteilig - einbehalten.

Da es nicht mur im Gesetz anders steht, sondern auch der BGH es anders sieht, wäre ich doch mal an der konkreten Nennung solcher Urteile interessiert.

Auch rein logisch passt das hinten und vorne nicht.
Denn ein Vermieter hat es im regelmäßig nicht in der Hand, die Betriebskosten bei einer Beendigung des Mietverhältnisses innerhalb einer laufenden Abrechnungsperiode sogleich abzurechnen. Im Gegenteil, während der noch laufenden Abrechnungsperiode ist er dazu schon wegen der fehlenden Daten von Versorgungsunternehmen gar nicht in der Lage. Zu einer Teilabrechnung der Nebenkosten ist der Vermieter auch nicht verpflichtet. Im ungünstigsten Falle kann die Abrechnungsfrist fast 2 Jahre betragen.
Es würde also überhaupt kein Sinn machen, den Einbehalt der Kaution - also das Sicherungsinteresse des Vermieters - auf ein Jahr zu beschränken und ihn somit in den meisten Fällen der angedachten Sicherung zu berauben.



Zitat (von maiskölbchen):
Sorry, aber mir kann keiner erzählen dass Du in jedem Rechtsgebiet erfahren bist

Zum einen braucht es genau 0,0 Erfahrung in irgendeinem Rechtsgebiet um hier zu kommentieren.
Zum anderen bin ich in diversen Unterforen kaum aktiv.
Kann man im übrigen nachlesen, man ist also auf Erzählungen nicht angewiesen.


Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2591 Beiträge, 1199x hilfreich)

Zitat (von maiskölbchen):
Sorry, aber mir kann keiner erzählen dass Du in jedem Rechtsgebiet erfahren bist,
Ich erdreiste mich mal zu einer Antwort auf Deine Enttäuschung bzg. HvS

Ich erlebe ihn hier seit langem als erstaunlich bewandert in fast allen seinen Posts. Wenn er dann mal welche "raushaut", wo er daneben liegt, melden sich schon andere Foristen, die das monieren - manchmal sogar erfolgreich.

An seine Art muss man sich gewöhnen - mögen muss man sie nicht. Im übrigen hat man hier keinen Anspruch auf mitfühlende Behandlung - auch nicht auf zutreffende Antwortten.

Das Forum und HvS mögen mir für obige Zeilen bitte nachsehen.


Nun der Versuch die Antwort von HvS an Dich zu übersetzten.
Zitat (von maiskölbchen):
Wie wären meine nächsten empfehlenswerten Schritte ? Klage beim zuständigen AG einreichen oder Mahnbescheid ?

Nein - warte ab bis alle Fristen verstrichen sind. Du bringst Dich damit in eine viel bessere Position und verbrennst nicht unnötig Geld.

Zitat (von maiskölbchen):
Meine Geduld ist auch am Ende
Daran kann man und solltest Du in diesem Fall arbeiten.


VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118693 Beiträge, 39620x hilfreich)

Zitat (von Roland-S):
Das Forum und HvS mögen mir für obige Zeilen bitte nachsehen.

Sei versichert, das ich damit keine Probleme habe.



Zitat (von Roland-S):
Nein - warte ab bis alle Fristen verstrichen sind. Du bringst Dich damit in eine viel bessere Position und verbrennst nicht unnötig Geld.

Soweit waren wir eigentlich schon im Vorgänger-Thread - da wollte man sich die Wiedervorlage eigentlich auf den 01.01 setzen ...


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#6
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4360 Beiträge, 517x hilfreich)

Wobei ich finde, dass Harry sich hier sehr löblich verhalten hat, nicht süffisant, nicht nebulös, ganz klar und deutlich.

Wenn du zuviel Geld hast und nicht weißt, wie du es verbrennen kannst, dann würde ich es an deiner Stelle spenden. Irgendwem, irgendwas zu Gute kommen lassen, aber keinesfalls einen Prozess, der nicht zu gewinnen ist, finanzieren.

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