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Nebenkostenabrechnung 2019 fristgerecht?

14.1.2021 Thema abonnieren
 Von 
Alexandra30
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Nebenkostenabrechnung 2019 fristgerecht?

Hallo,
Ich bin zum 31.07.2019 aus der Mietwohnung ausgezogen (Hausbesitzer = Vermieter und arbeitet mit einer Hausverwaltung zusammen. Ich habe der Hausverwaltung meine Kontaktdaten und die neue Adresse der bei Schlüsselübergabe mitgeteilt. Zum 01.06.2020 bin ich erneut umgezogen, Handynummer ist aber gleich geblieben. Heute 14.01.2021 ruft mich die Hausverwaltung an und teilt mir mit, dass sie mir die Nebenkostenabrechnung für 2019 zusenden wollen, aber meine neue Adresse nicht haben. In der Nebenkostenabrechnung wurde für die Heizkosten keine Vorauszahlung getätigt um derer Nachzahlung es jetzt vermutlich gehen wird. Hätte sich die Hausverwaltung im Voraus um eine fristgerechte Zusendung der Nebenkostenabrechnung bemühen müssen, sodass ich diese nicht zahlen muss oder wäre ich in der Pflicht über einen erneuten Adresswechsel zu informieren? Oder dürften diese Heozkosten auch grundsätzlich noch nach Ablauf der 12 Monate eingefordert werden?
Vielen Dank Vorab
Alexandra

-- Editiert von Alexandra30 am 14.01.2021 15:14

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1406 Beiträge, 139x hilfreich)

Zitat (von Alexandra30):
Hätte sich die Hausverwaltung im Voraus um eine fristgerechte Zusendung der Nebenkostenabrechnung bemühen müssen, sodass ich diese nicht zahlen muss

Hat sie doch, ist noch nix verjährt, wir halt nun komplett abgerechnet.

Zitat (von Alexandra30):
wäre ich in der Pflicht über einen erneuten Adresswechsel zu informieren?

Ja.

Zitat (von Alexandra30):
Oder dürften diese Heozkosten auch grundsätzlich noch nach Ablauf der 12 Monate eingefordert werden?

Die Vorauszahlung ja, in deinem Fall auch die Abrechnung nach Ablauf der 12 Monate, da du verpflichtet gewesen wärst deine neue Adresse dem VM mitzuteilen.

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#2
 Von 
cauchy
Status:
Schlichter
(7735 Beiträge, 3820x hilfreich)

Ich gehe davon aus, dass pro Kalenderjahr abgerechnet wurde.

Der Vermieter müsste beweisen, dass er die Verzögerung nicht zu verschulden hat. Er müsste also beweisen, dass er rechtzeitig versucht hat die Abrechnung an dich zuzustellen, wie und wann er von der nicht erfolgreichen Zustellung erfahren hat und dass er dann unverzüglich sich um eine neue Adresse bemüht hat (sprich dich angerufen hat).

Ob er das kann oder ob irgendwo dann doch eine schuldhafte Verzögerung des Vermieters zu sehen ist, kann aus den bisherigen Informationen nicht geschlossen werden.

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#3
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1406 Beiträge, 139x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Ob er das kann oder ob irgendwo dann doch eine schuldhafte Verzögerung des Vermieters zu sehen ist, kann aus den bisherigen Informationen nicht geschlossen werden.

... nicht dein Ernst?

Zitat (von Alexandra30):
Ich habe der Hausverwaltung meine Kontaktdaten und die neue Adresse der bei Schlüsselübergabe mitgeteilt. Zum 01.06.2020 bin ich erneut umgezogen

Zitat (von Alexandra30):
Heute 14.01.2021 ruft mich die Hausverwaltung an und teilt mir mit, dass sie mir die Nebenkostenabrechnung für 2019 zusenden wollen, aber meine neue Adresse nicht haben. I

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#4
 Von 
cauchy
Status:
Schlichter
(7735 Beiträge, 3820x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
.. nicht dein Ernst?
Absolut mein Ernst. Wenn der Vermieter am 14.1.2021 erstmalig versucht hat, die Abrechnung zuzusenden, war eine Nebenkostenabrechnung zum Kalenderjahr 2019 verfristet. Egal ob der Vermieter die Adresse nun hatte oder nicht.

Wenn der Vermieter es vorher schonmal probiert hat, wird's wie oben geschrieben auf die Abläufe ankommen. Einfach mal abwarten darf der Vermieter nicht. Er muss sich um die Zustellung ausreichend bemühen.

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#5
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1406 Beiträge, 139x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Absolut mein Ernst. Wenn der Vermieter am 14.1.2021 erstmalig versucht hat, die Abrechnung zuzusenden, war eine Nebenkostenabrechnung zum Kalenderjahr 2019 verfristet

Ich vermute eher, dass der VM - die HV - nach dem Weihnachtsurlaub die Postrückläufer durchgesehen hat und dabei war dann auch die ursprünglich fristgerecht versandte Abrechnung.

Wenn der VM erst am 14.01. versucht hat die NK abzusenden hast du bezügl. der Abrechnung Recht. Bezgl. der Zahlung der Vorauszahlung bleibt es bei dem was ich geschrieben habe.

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#6
 Von 
cauchy
Status:
Schlichter
(7735 Beiträge, 3820x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Bezgl. der Zahlung der Vorauszahlung bleibt es bei dem was ich geschrieben habe.
Was auch immer du damit meinst. Der Teilnehmer zumindest hat nichts davon geschrieben, dass er einen Teil von geforderten Nebenkostenvorauszahlungen nicht geleistet hätte. Aber vielleicht klärt der Teilnehmer ja nochmal auf, warum keine Heizkostenvorauszahlungen geleistet wurden. Wenn der Vermieter einfach keine gefordert hat, dann sind auch keine (unverjährten) Mietschulden vorhanden.

Zitat (von Solan196):
Ich vermute eher, dass der VM - die HV - nach dem Weihnachtsurlaub die Postrückläufer durchgesehen hat und dabei war dann auch die ursprünglich fristgerecht versandte Abrechnung
Möglich. Wann sie versendet wurde, spielt allerdings keine Rolle. Relevant wäre nur, wann ein möglicher Zustellversuch war. Selbst wenn ein gescheiterter Zustellversuch im Jahr 2020 lag, wäre noch relevant, wann der Postrückläufer wieder beim Vermieter war und wann der oder seine beauftragte Verwaltung dann erstmalig den Telefonhörer ergriffen hat. Wenn der Rückläufer monatelang bei der Verwaltung rumlag, ist es wiederum Essig mit einer Nachforderung.

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#7
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1406 Beiträge, 139x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Was auch immer du damit meinst. Der Teilnehmer zumindest hat nichts davon geschrieben, dass er einen Teil von geforderten Nebenkostenvorauszahlungen nicht geleistet hätte.

Zitat (von Alexandra30):
In der Nebenkostenabrechnung wurde für die Heizkosten keine Vorauszahlung getätigt

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#8
 Von 
Alexandra30
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antworten. Ich warte jetzt das Schreiben ab.

Alle geforderten Vorauszahlungen wurden von mir pünktlich mit der Miete gezahlt. Für einen Teil der Heizkosten (Warmwasser) wurde nie eine Vorauszahlung verlangt.

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#9
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1406 Beiträge, 139x hilfreich)

Zitat (von Alexandra30):
Für einen Teil der Heizkosten (Warmwasser) wurde nie eine Vorauszahlung verlangt.

War diese Vorauszahlung denn vertraglich vereinbart?

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