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Nebenkostenabrechnung Guthaben Miete durch Heizkosten erhöht!

4. Juli 2022 Thema abonnieren
 Von 
guest-12309.10.2022 19:13:12
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 1x hilfreich)
Nebenkostenabrechnung Guthaben Miete durch Heizkosten erhöht!

Ich habe meine Nebenksostenabrechnung mit einem Guthaben von 356 Euro bekommen.
Inden letzten Jahren war jedes Jahr ein Guthaben zum Teil bei über 800 Euro.
Jetzt habe Ich eben das Guthaben mitgeteilt bekommen und gleichzeitig wollen die 7 Euro mehr für Heizung.

Was mich irritiert ist:
Auszug aus der Nebenkostenabrechnung
Die Abrechnung basiert auf allen uns bisher vorliegenden Rechnungen.
Wir können jedoch nicht ausschließen, dass wir ggf. weitere Rechnungen erhalten.
Die Abrechnung ergeht deshalb unter dem Vorbehalt, dass eine Korrektur bzw. Nachbelastung auch nach gesetzlicher Jahresfrist möglich ist, wenn der Vermieter die Geltendmachung nach der Frist nicht zu vertreten hat (§556 Abs.3 S.3 BGB)
Sollten Sie Einwände gegen diese Betriebskostenabrechnung haben, übermitteln Sie uns diese bitte innerhalb von 4 Wochen ausschließlich in Textform.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht begründete Einwände nicht berücksichtigen.
Beachten Sie bitte dass weitere Verträge bestehen, die in der oben aufgeführten Mietzusammensetzung nicht enthalten sind.

Folgende Recherche hat ergeben da es Fehler gibt!?
Der Anlass bzw. Grund der Mieterhöhung muss detailliert genannt sein.
Das Ausstellungsdatum, der Beginn und der korrekte Betrag der Mieterhöhung dürfen nicht fehlen.

Bitte um Einschätzung!

-- Editiert von AnonymerNutzerBi am 04.07.2022 15:53

-- Editiert von AnonymerNutzerBi am 04.07.2022 15:53

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
AR377
Status:
Praktikant
(699 Beiträge, 166x hilfreich)

Zitat (von AnonymerNutzerBi):
Nebenksostenabrechnung
Zitat (von AnonymerNutzerBi):
gleichzeitig wollen die 7 Euro mehr für Heizung
Wie kommt man angesichts dessen darauf, es wäre hier eine "Mieterhöhung" verlangt.
Tatsächlich ist es wohl eine Erhöhung der Nebenkostenvorauszahlung.

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#2
 Von 
guest-12309.10.2022 19:13:12
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von AR377):
Wie kommt man angesichts dessen darauf, es wäre hier eine "Mieterhöhung" verlangt.
Tatsächlich ist es wohl eine Erhöhung der Nebenkostenvorauszahlung.


Weil "Ihre Gesamtmiete beträgt ab dem 01.08.2022 401 Euro
Betriebs und Heizkostenabrechnung

-- Editiert von AnonymerNutzerBi am 04.07.2022 16:14

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Catslove
Status:
Praktikant
(613 Beiträge, 66x hilfreich)

Es ist lediglich eine Erhöhung der Betriebskosten und keine Mieterhöhung.Aufgrund der gesteigerten Preise für Energie usw, ist die Erhöhung der Vorauszahlung plausibel

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44151 Beiträge, 15745x hilfreich)

Zitat (von AnonymerNutzerBi):
Weil "Ihre Gesamtmiete beträgt ab dem 01.08.2022 401 Euro
Betriebs und Heizkostenabrechnung


Dennoch wurde eine Erhöhung der Nebenkosten verlangt und nicht eine Mieterhöhung.

Nebenkosten können durch eine einfache Erklärung in Textform auf eine angemessene Höhe angepasst werden (§ 560 Abs. 4 BGB). Eigentlich ist die letzte Abrechnung die Grundlage für die Anpassung.

Aktuell sollte man jedoch bedenken, dass die Energiepreise je nach Art des verwendeten Energieträgers explodiert sind, so dass die die Heizkosten für 2022 z.B. bei Verwendung von Heizöl durchaus gegenüber 2021 verdoppeln können. Daher gehe ich davon aus, dass die Erhöhung vor diesem Hintergrund vorgenommen wird.

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#5
 Von 
cauchy
Status:
Richter
(8908 Beiträge, 4207x hilfreich)

Der bisher zitierte Passus aus der Nebenkostenabrechnung ist für den aktuellen Sachverhalt nicht relevant. Bitte schau noch einmal genau die Abrechnung bzw. das Begleitschreiben durch. Irgendwo wird hoffentlich stehen, warum die Nebenkostenvorauszahlungen erhöht werden. Was steht denn da genau?

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest-12309.10.2022 19:13:12
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Bitte schau noch einmal genau die Abrechnung bzw. das Begleitschreiben durch. Irgendwo wird hoffentlich stehen, warum die Nebenkostenvorauszahlungen erhöht werden. Was steht denn da genau?


Nur das was Ich geschrieben habe ansonsten nur das dass Guthaben am 01.08.2022 überwiesen wird und das man bei ALG 2 Empfängern eine Bestätigung benötigt das man das Geld auszahlen darf!

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44151 Beiträge, 15745x hilfreich)

Zitat (von AnonymerNutzerBi):
Nur das was Ich geschrieben habe ansonsten nur das dass Guthaben am 01.08.2022 überwiesen wird und das man bei ALG 2 Empfängern eine Bestätigung benötigt das man das Geld auszahlen darf!


Den mutmaßlichen Grund ahbe ich in Antwort#4 genannt. Allerdings hätte der vermieter diesen Grund auch anführen müssen. Auch die Nebenkosten dürfen nicht ganz ohne Begründung erhöht werden.

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#8
 Von 
Kalanndok
Status:
Lehrling
(1390 Beiträge, 225x hilfreich)

Also die 365 EUR Nachzahlung ist erstmal ein Indikator, dass die Betriebskosten um etwa 30 €/Monat zu sinken haben, da im letzten Jahr nunmal pro Monat 30 € überahlt wurde.

Wenn die jetzt 7 € pro Monat mehr haben wollen, würde das bedeuten, die gehen von einer Steigerung der Betriebskosten um 450 €/Jahr aus. Eine derartige Steigerung sollte man meiner Meinung nach konkret belegen.

Was mir aber bisher noch nicht untergekommen ist, ist eine "Abrechnung unter Vorbehalt". Ginge es um eine Nachzahlung hätte ich kein Problem damit diese zurückzuhalten, bis der Vermieter ausschließen kann, dass weitere Rechnungen kommen.

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#9
 Von 
cauchy
Status:
Richter
(8908 Beiträge, 4207x hilfreich)

Zitat (von hh):
Den mutmaßlichen Grund ahbe ich in Antwort#4 genannt. Allerdings hätte der vermieter diesen Grund auch anführen müssen. Auch die Nebenkosten dürfen nicht ganz ohne Begründung erhöht werden.
Sehe ich genauso. Aufgrund dieses Sachverhaltes
Zitat (von AnonymerNutzerBi):
Inden letzten Jahren war jedes Jahr ein Guthaben zum Teil bei über 800 Euro.
scheint der Vermieter lieber deutlich zu hohe Nebenkostenvorauszahlungen anzusetzen. Rechtlich korrekt ist das natürlich nicht. Die Nebenkostenvorauszahlungen müssen der zu erwartenden Höhe der Nebenkosten entsprechen.

Bleibt für den Mieter jetzt die Wahl: Wenn da wirklich absolut nichts zur Erhöhung der Nebenkostenvorauszahlung steht, dann kann er den Vermieter auffordern, eine entsprechende Begründung vorzulegen und bis dahin die um ca. 30 Euro pro Monat (aktuelle Rückzahlung durch 12) reduzierte Vorauszahlung zu leisten. Allerdings muss der Mieter dann mit einer erheblichen Nachforderung bei der nächsten Abrechnung rechnen. Von daher sollte er selber einen deutlichen Betrag pro Monat zur Seite legen.

Alternativ kann der Mieter die erhöhte Nebenkostenvorauszahlung so wie gefordert zahlen. Es geht kein Geld verloren. Offenbar rechnet der Vermieter ja brav über die Nebenkosten ab. Optimal finde ich solch hohe Rückzahlungssummen (800 Euro) nicht. Das ist letztlich ein kostenloses Darlehen an den Vermieter. Sehe ich nicht wirklich einen Sinn drin.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
guest-12309.10.2022 19:13:12
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Alternativ kann der Mieter die erhöhte Nebenkostenvorauszahlung so wie gefordert zahlen. Es geht kein Geld verloren.


Doch!
Ich stehe aktuell in der Privatinsolvenz und möchte gerne die Schulden bedienen, aber nicht auch noch über zu hohe Nebenkostenabrechnung.
Ich bin ein sehr sparsammer Mieter, der sehr darauf achtet was an Kosten aufkommt.

Mein nächstes Schreiben wäre jetzt die Miete um 50% des Guthabens monatlich zu reduzieren, also statt 401 neue Miete 385 Euro vorzuschlagen.
Es gibt im Haus nur Fernwärme Warmwasser die Waschmaschinen läuft über einen Münzautomat des Vermieters.
So das keine erhöhten Zahlungen entstehen.
Damit wäre immer noch ein Spielraum von 150 Euro im Jahr was man in die Abrechnung einfließen lassen könnte.
Mal schauen!

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25953 Beiträge, 4878x hilfreich)

Zitat (von AnonymerNutzerBi):
nur das dass Guthaben am 01.08.2022 überwiesen wird und das man bei ALG 2 Empfängern eine Bestätigung benötigt das man das Geld auszahlen darf!
Bist du denn ALG2-Bezieher?
Falls ja, ist deine Spar-Überlegung doch obsolet. Denn das Guthaben gehört dem, der übers Jahr die hohen Vorauszahlungen geleistet hat.
Zitat (von AnonymerNutzerBi):
also statt 401 neue Miete 385 Euro vorzuschlagen.
Was soll dein Vermieter darauf antworten? Dass allesalles teurer wird und dein Guthaben wie Schnee in der Sonne schmelzen wird? Du kannst eine Begründung verlangen, warum...

800,- p.a. BK-Guthaben? Alle Achtung.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105987 Beiträge, 37845x hilfreich)

Zitat (von AnonymerNutzerBi):
Es gibt im Haus nur Fernwärme Warmwasser die Waschmaschinen läuft über einen Münzautomat des Vermieters.
So das keine erhöhten Zahlungen entstehen.

Ja genau, weil Fernwärme und Warmwasser mit dem Odem des Heiligen Geistes erzeugt werden und nicht etwa mit Gas oder anderen Brennstoffen deren Kosten aktuell massiv an steigen sind ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Kalanndok
Status:
Lehrling
(1390 Beiträge, 225x hilfreich)

Zitat (von AnonymerNutzerBi):
Mein nächstes Schreiben wäre jetzt die Miete um 50% des Guthabens monatlich zu reduzieren, also statt 401 neue Miete 385 Euro vorzuschlagen.


Ganz grundsätzlicher Fehler in den Gedankengängen.
Löse Dich mal von dem Gedanken, dass Du monatlich eine (als Zahl zu verstehen) Miete zahlst.
Du zahlst einmal Miete und einmal Betriebskostenvorauszahlung.

Was nicht tun solltest ist die Miete zu senken, weil Du dadurch in Mietrückstand gerätst.
Was Du aber tun kannst, ist die Betriebskostenvorauszahlung auf eine angemessene Höhe anzupassen.
Klar, das ist nachher vielleicht nur eine Überweisung (wobei ich da immer drauf geachtet habe beides sogar getrennt voneinander zu überweisen), aber es geht darum, dass Du klar kommunizieren kannst, warum Du jetzt weniger bezahlst.

1x Hilfreiche Antwort

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