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Nebenkostenabrechnung Kürzung durch den Mieter

5. November 2018 Thema abonnieren
 Von 
repa75
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Nebenkostenabrechnung Kürzung durch den Mieter

Hallo, ich habe folgende Frage zu meiner Nebenkostenabrechnung 2017. Erstbezug der Wohnung war am 27.04.2017. Meines Erachtens war die vertraglich vereinbarte Nebenkostenvorauszahlung sehr hoch angesetzt. Jetzt bekam ich die Nebenkostenabrechnung mit einer Erstattung i.H. von 367,-€ für die acht Monate im Jahr 2017. Jetzt schrieb ich dem Vermieter, dass ich ab dem 01.01.2019 die Nebenkostenvorauszahlung um monatlich 20,-€ kürzen werde, da ich diesen Betrag als absolut angemessen erachte. Der Vermieter lehnt dieses ab und bezieht sich auf den Mietvertrag, in dem steht, dass ich als Mieter nicht einseitig kürzen darf. Weitere Begründung: wir haben nur acht Monate abgerechnet. Kann ich trotzdem kürzen? Eine Überzahlung von 46,-€ monatlich, auch wenn vier Monate (Jan.-April 2017) nicht mit kalkuliert wurden, scheint mir doch in der Summe einiges zu hoch, sodass ich durchaus einen Grund sehe angemessen um monatlich 20,-€ zu kürzen. Wie kann ich weiter verfahren? Ich bitte um Hilfe. Vielen Dank im Voraus

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44085 Beiträge, 15718x hilfreich)

Zitat:
Der Vermieter lehnt dieses ab und bezieht sich auf den Mietvertrag, in dem steht, dass ich als Mieter nicht einseitig kürzen darf.


Da täuscht sich der Vermieter. Er möge daher einen Blick in den § 560 Abs. 4 BGB werfen.

Zitat:
Eine Überzahlung von 46,-€ monatlich, auch wenn vier Monate (Jan.-April 2017) nicht mit kalkuliert wurden, scheint mir doch in der Summe einiges zu hoch, sodass ich durchaus einen Grund sehe angemessen um monatlich 20,-€ zu kürzen.


Gerade die Monate Jan-Apr. sind die stärksten Heizmonate. In diesen 4 Monate fallen statistisch gesehen 53% der jährlichen Heizkosten an, während mit den Vorauszahlungen nur 33% abgedeckt werden.

Wenn Du die Vorauszahlungen kürzen möchtest, dann musst Du das schon plausibel begründen. Dazu gehört eine Hochrechnung der Heizkosten anhand der Gradzahltagstabelle auf das gesamte Jahr. Eine grobe Schätzung aus dem Bauch heraus reicht da nicht.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11824 Beiträge, 3162x hilfreich)

Zitat (von hh):
Gerade die Monate Jan-Apr. sind die stärksten Heizmonate. In diesen 4 Monate fallen statistisch gesehen 53% der jährlichen Heizkosten an, während mit den Vorauszahlungen nur 33% abgedeckt werden.


Eben und da der Einzug erst Anfang Mai war, würde ich hier die nächste Abrechnung noch abwarten.

2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Anitari
Status:
Bachelor
(3205 Beiträge, 1436x hilfreich)

Zitat (von repa75):
Der Vermieter lehnt dieses ab und bezieht sich auf den Mietvertrag, in dem steht, dass ich als Mieter nicht einseitig kürzen darf.


Da hat der Vermieter die Rechnung ohne das BGB gemacht.

§ 560 Veränderungen von Betriebskosten Abs. 4

(4) Sind Betriebskostenvorauszahlungen vereinbart worden, so kann jede Vertragspartei nach einer Abrechnung durch Erklärung in Textform eine Anpassung auf eine angemessene Höhe vornehmen.

Allerdings wäre ich da vorsichtig weil eben bei der ersten Abrechnung die heizkostenintensivsten Monate, Januar - April, nicht enthalten waren.

In den 4 Monaten fallen 50 - 60 % der Jahresheizkosten an.

Signatur:

„Sie hören von meinem Anwalt"
ist die erwachsene Version von „Das sage ich meiner Mama"

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