Nebenkostenabrechnung - kein Zähler vorhanden

14. Februar 2024 Thema abonnieren
 Von 
KeinZähler
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)
Nebenkostenabrechnung - kein Zähler vorhanden

Hallo zusammen,

da ich nun bald aus meiner jetzigen Wohnung ausziehen will, habe ich mal im Mietvertrag die Regularien zur Kündigung angesehen. Dabei bin ich aber auf ein pikantes Detail gestoßen: Das Kreuz bei der Nebenkostenabrechnung ist nicht, wie bisher immer angenommen, bei einer pauschalen Zahlung, sondern bei "Vorauszahlung (jährl. Abrechnung)" gesetzt. Eine solche jährliche Abrechnung der Nebenkosten hat in den letzten drei Jahren nicht stattgefunden, wobei ich als juristischer Laie eine Verjährungsfrist von 3 Jahren annehme. Ich habe mich also mit der Hausverwaltung in Kontakt gesetzt und erfahren, dass gar kein Zähler, der eine individuelle Verrechnung erlauben würde, vorliege.
Ich habe in meiner bisherigen Recherche gefunden, dass in diesem Fall eines mangelnden Zählers wohl eine Kürzung der Nebenkosten von 15% geltend gemacht werden kann. Das kommt mir allerdings etwas sehr pauschal vor und ich frage mich, ob da ggf. mehr rauszuholen ist, zumal ich einen geringeren Verbrauch als die vermeintliche Pauschale annehme.

Zusätzlich kam vorletztes Jahr eine Nebenkostenerhöhung um 40% dazu, begründet mit gestiegenen Energiepreisen. Dazu habe ich gelesen, dass das beim Vorauszahlungs-Abrechnungs-Modell eigentlich nur mit bisherigen Abrechnungen begründet werden kann und nicht mit allgemein gestiegenen Nebenkosten im Mehrparteienhaus. Kann sich dadurch eventuell eine (rückwirkende) Unwirksamkeit dieser Nebenkostenerhöhung ergeben?

Ich freue mich auf euren Input und danke schonmal im Voraus, LG :)

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20 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121646 Beiträge, 40048x hilfreich)

Zitat (von KeinZähler):
Ich habe in meiner bisherigen Recherche gefunden, dass in diesem Fall eines mangelnden Zählers wohl eine Kürzung der Nebenkosten von 15% geltend gemacht werden kann.

Keine Ahnung wo man das gelesen hat.
Können kann man das, aber können kann man ja viel. Relevanter als das "können" ist in der Juristerei das "dürfen" - und an letzterem fehlt es hier.



Zitat (von KeinZähler):
Dazu habe ich gelesen, dass das beim Vorauszahlungs-Abrechnungs-Modell eigentlich nur mit bisherigen Abrechnungen begründet werden kann und nicht mit allgemein gestiegenen Nebenkosten im Mehrparteienhaus.

Das ist schlicht falsch.


Da es bisher kein Abrechnungen gab, würde ich mein Zurückbehaltungsrecht an den künftigen Vorauszahlungen ausüben..
Die nicht abgerechneten Vorauszahlungen würde ich gerichtsfest zurückfordern.
Ich würde sogar soweit gehen, die Aufrechnung der nicht abgerechneten Vorauszahlungen mit den künftigen Mieten zu erklären bzw. ein Zurückbehaltungsrecht in Höhe der nicht abgerechneten Vorauszahlungen an den künftigen Mieten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
KeinZähler
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Die nicht abgerechneten Vorauszahlungen würde ich gerichtsfest zurückfordern.


Vollständig? Wie würde man das überhaupt begründen? Am Ende hat der Vermieter doch in irgendeiner Form Recht auf Zahlung entstandener Nebenkosten, wenn auch reduziert, da er versäumt hat, mittels geeigneter Zählvorrichtung verbrauchsabhängig abzurechnen. Ich habe da von einem Kürzungsrecht um 15% gelesen, das der BGH wohl bestätigt habe. Wenn ich meinen Fall damit ungerechtfertigt vergleiche, weiß ich nur nicht, was dann in einer zu erwartenden Abrechnung stehen soll.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121646 Beiträge, 40048x hilfreich)

Zitat (von KeinZähler):
Am Ende hat der Vermieter doch in irgendeiner Form Recht auf Zahlung entstandener Nebenkosten

Richtig.
Nur gibt es ohne rechtskonforme Abrechnung für den Mieter schlicht keine entstandenen Nebenkosten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
KeinZähler
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Nur gibt es ohne rechtskonforme Abrechnung für den Mieter schlicht keine entstandenen Nebenkosten.

Hast du eine Idee, was der Vermieter da rechtskonform abrechnen könnte, wenn er keinerlei individuelle Verbrauchsdaten hat?

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#5
 Von 
GefährlichesHalbwissen
Status:
Beginner
(142 Beiträge, 52x hilfreich)

Von was genau reden wir hier eigentlich? Die Nebenkosten umfassen normalerweise auch Kosten, für die es überhaupt keine Zähler geben kann. Da gehört z.B. die Müllabfuhr zu, Versicherungen, Grundsteuer, etc.

Was genau wird von der Vorauszahlung denn erfasst? Alle Nebenkosten inkl. Strom/Gas/Wasser oder doch was anderes? Und rechnet der Vermieter über gar nichts ab, oder nur nicht über Strom/Gas/Waser? Vielleicht nochmal genau in den Mietvertrag schauen.

Zitat (von KeinZähler):
Ich habe in meiner bisherigen Recherche gefunden, dass in diesem Fall eines mangelnden Zählers wohl eine Kürzung der Nebenkosten von 15% geltend gemacht werden kann.


Nein, so pauschal nicht. Es können von den Heizkosten 15% abgezogen werden, wenn der Vermieter diese nur auf Quadratmeter umlegt. Aber nicht z.B. 15% von der Müllabfuhr.

Wenn der Vermieter zur Abrechnung der Vorauszahlungen verpflichtet ist und das gar nicht macht, dann gilt das hier:

Zitat (von Harry van Sell):
Nur gibt es ohne rechtskonforme Abrechnung für den Mieter schlicht keine entstandenen Nebenkosten.


Wenn das der Fall ist, zahlt der Mieter in einem laufenden Mietverhältnis die Nebenkostenvorauszahlung nicht mehr, bis die Abrechnung gekommen ist, und zahlt dann die einbehaltenen und berechtigten Nebenkosten nach und ab dem Zeitpunkt des Erhalts der Abrechnung auch ganz regulär wieder die monatliche Nebenkostenvorauszahlung (meist 1/12 des Gesamtbetrags des letzten Abrechnungszeitraums).

Zitat (von KeinZähler):
Hast du eine Idee, was der Vermieter da rechtskonform abrechnen könnte, wenn er keinerlei individuelle Verbrauchsdaten hat?


Dann rechnet er eben so ab, wie er kann, und er Mieter kürzt die berechneten Heizkosten um 15%.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
KeinZähler
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von GefährlichesHalbwissen):
Was genau wird von der Vorauszahlung denn erfasst? Alle Nebenkosten inkl. Strom/Gas/Wasser oder doch was anderes? Und rechnet der Vermieter über gar nichts ab, oder nur nicht über Strom/Gas/Waser? Vielleicht nochmal genau in den Mietvertrag schauen.

Es wird alles denkbare bis auf Strom und Internet erfasst.

Nun habe ich im Vertrag nochmal nachgeschlagen und muss feststellen, dass an keinem Punkt die Höhe der Nebenkostenvorauszahlung beziffert wird. Es ist immer nur von (fiktiver Wert) 1000€ "Miete einschl. Mietnebenkosten" die Rede (genau so auch im Verwendungszweck des Kontoauszugs). Das wirft für mich das Problem auf, dass selbst wenn nun unter Schätzung durchschnittliche Nebenkosten ermittelt würden, völlig unklar ist, welcher Teil der Miete die Nebenkostenvorauszahlung darstellt und wovon etwas zurückgefordert bzw. nachgezahlt werden könnte.
Ich nahm immer 150€ an, da diese damals im Online-Wohnungsinserat aufgeführt waren, das allerdings von den Vormietern und nicht der Vermietern selbst erstellt wurde.

Zitat (von GefährlichesHalbwissen):
Wenn das der Fall ist, zahlt der Mieter in einem laufenden Mietverhältnis die Nebenkostenvorauszahlung nicht mehr, bis die Abrechnung gekommen ist, und zahlt dann die einbehaltenen und berechtigten Nebenkosten nach und ab dem Zeitpunkt des Erhalts der Abrechnung auch ganz regulär wieder die monatliche Nebenkostenvorauszahlung (meist 1/12 des Gesamtbetrags des letzten Abrechnungszeitraums).

Im Mietvertrag ist explizit erwähnt, dass die Miete durch das Lastschriftverfahren eingezogen wird. Habe ich dennoch das Recht, das Lastschriftmandat zu widerrufen und nur noch die Miete exkl. Mietnebenkosten zu überweisen? Wobei da wieder das Problem greift, dass ich die reine Miete ohne Nebenkosten ja gar nicht kenne.

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#7
 Von 
vacantum
Status:
Lehrling
(1183 Beiträge, 203x hilfreich)

Zitat (von KeinZähler):
Miete einschl. Mietnebenkosten
Ist für mich eindeutig eine Pauschalmiete, egal was da sonst noch angekreuzt ist.

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#8
 Von 
Spezi-2
Status:
Senior-Partner
(6484 Beiträge, 2322x hilfreich)

Bisher sind alle Angaben zum Sachverhalt unvollständig.
Allein die Angabe, daß für Nebenkosten Vorauszahlungen vereinbart sind ist doch unzureichend.
Für welche Nebenkosten man Vorauszahlungen geleistet hat sollte man schon konkret im Mietvertrag lesen können.
Außerdem gibt es die sogen. Betriebskosten und dann die Heizungkosten. Worum es sich hier handel soll ist unklar.
Sinnvoll ist auch den Wortlaut der Vereinbarungen nicht mit eigenen Worten zu beschreiben, sondern (natürlich fiktive) Texte zu zitieren. Wie lautet der volle Text des Absatzes mit der Angabe "Vorauszahlung (jährl. Abrechnung)" genau.

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Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

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#9
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32849 Beiträge, 5750x hilfreich)

Zitat (von KeinZähler):
Es ist immer nur von (fiktiver Wert) 1000€ "Miete einschl. Mietnebenkosten" die Rede (genau so auch im Verwendungszweck des Kontoauszugs).
Dann hast du bisher monatlich 1000,- als gesamte Mietkosten überwiesen.
Das ist mE eine Pauschalmiete. Der Vermieter rechnet nie ab, zählt nie irgendwas, stellt dir keine Betriebskosten in Rechnung.
Zitat (von KeinZähler):
zumal ich einen geringeren Verbrauch als die vermeintliche Pauschale annehme.
Evtl. nimmt der Vermieter auch an, dass du einen höheren Verbrauch hättest.
Bei Pauschalmieten ist das irrelevant.

Zitat (von KeinZähler):
Wobei da wieder das Problem greift, dass ich die reine Miete ohne Nebenkosten ja gar nicht kenne.
Eben. Du zahlt eine Summe, all incl.
Zitat (von KeinZähler):
Zusätzlich kam vorletztes Jahr eine Nebenkostenerhöhung um 40% dazu, begründet mit gestiegenen Energiepreisen.
Das passt NICHT zur Pauschalmiete. Hast du denn mehr gezahlt?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#10
 Von 
KeinZähler
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Dann hast du bisher monatlich 1000,- als gesamte Mietkosten überwiesen.
Das ist mE eine Pauschalmiete. Der Vermieter rechnet nie ab, zählt nie irgendwas, stellt dir keine Betriebskosten in Rechnung.


Aber gilt das auch, wenn im Mietvertrag ausdrücklich diese Aussage einer Vorauszahlung mit Jahresabrechnung und eben nicht die darunterstehende, die eine Pauschale angibt, angekreuzt ist?

Zitat (von Anami):
Das passt NICHT zur Pauschalmiete. Hast du denn mehr gezahlt?


40% waren von den fiktiven Nebenkosten, die ich angenommen habe. Aber ja, die Erhöhung der Gesamtmiete wurde eingezogen.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
KeinZähler
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Spezi-2):
Sinnvoll ist auch den Wortlaut der Vereinbarungen nicht mit eigenen Worten zu beschreiben, sondern (natürlich fiktive) Texte zu zitieren. Wie lautet der volle Text des Absatzes mit der Angabe "Vorauszahlung (jährl. Abrechnung)" genau

Gerne, hier wörtliches Zitat aus meinem fiktiven Vertrag:
"§ 4 Miete, Betriebskosten und weitere Nebenkosten
1. Die Miete beträgt monatlich beliebigezahlinworten einschl. Nebenkosten EUR (Zahl in Ziffern)
• Davon für die Wohnräume: nicht ausgefüllt
2. Neben der Miete gemäß Ziff. 1 werden anteilig sämtliche nachstehenden Betriebskosten i. S. d.
Betriebskostenverordnung umgelegt, auch wenn eine besondere Kennzeichnung der Umlage nicht erfolgt.
Solange und soweit die Wohnung mietpreisgebunden ist, ist der Vermieter berechtigt, auf die auf den
Mietgegenstand entfallenden Betriebskosten ein Umlageausfallwagnis von 2% jährlich zu erheben.
Wohnungsstrom und -gas bezieht der Mieter auf eigene Kosten.
Art der Betriebskosten, monatlicher Betrag, Verteilungsschlüssel
Zwischen den Vertragsparteien gelten folgende Verteilungsschlüssel als vereinbart: Positionen 2.1 und 2.4.1
anteilig nach Verbrauch, soweit alle Nutzungseinheiten mit Einzelzählern versehen sind. Wegen der Kosten
und der Verteilung der Kosten der Zentralheizung/Lieferung der Wärme durch Dritte und der zentralen
Warmwasserversorgung wird auf § 24 verwiesen. Alle übrigen Betriebskosten werden anteilig nach qm Wohn-
und Nutzfläche gemäß der Flächenangabe in § 1 Ziffer 1 verteilt.
(Achtung: Hiervon abweichende Verteilerschlüssel nebst Kostenart unten im freien Raum einfügen.)

Bei Vermietung einer Eigentumswohnung gilt abweichend:
Alle übrigen Betriebskosten werden anteilig nach Miteigentumsanteilen verteilt, die Position 2.6 nach dem für
die Eigentumswohnung maßgeblichen Abgabenbescheid. (Achtung: Prüfen Sie hier die von der
Wohnungseigentümergemeinschaft bestimmten Verteilerschlüssel. Soweit diese von den oben angegebenen
Verteilerschlüsseln abweichen, tragen Sie die abweichenden Schlüssel nebst Kostenart im nachfolgenden
freien Raum ein oder fügen eine Anlage bei).
Abweichend von den vorstehenden Regelungen wird vereinbart:

Freier ungenutzter Platz

[x] ²) Vorauszahlung (jährl. Abrechnung)
[ ] ²) Pauschale z. Z. des Vertragsabschlusses (keine jährliche Abrechnung)
2.1 Wasserversorgung
2.2.1 Warmwasserkosten
[… alles mögliche andere]
2.7.1 Kosten der Zentralheizung
Summe der monatlichen Vorauszahlung/Pauschale z. Z. des Vertragsabschlusses [händisch dazugeschrieben: „einschließlich"] monatliche Heizkostenvorauszahlung EUR [Gesamtmiete, die bisher abgebucht wurde]

[...]
2) Zutreffendes ankreuzen, falls nichts angekreuzt wurde, gilt eine Vorauszahlung als vereinbart"
[...]



-- Editiert von User am 15. Februar 2024 13:59

-- Editiert von User am 15. Februar 2024 14:01

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Spezi-2
Status:
Senior-Partner
(6484 Beiträge, 2322x hilfreich)

[Quote9"§ 4 Miete, Betriebskosten und weitere Nebenkosten
1. Die Miete beträgt monatlich beliebigezahlinworten einschl. Nebenkosten EUR (Zahl in Ziffern)

Ich lese da nichts von Vorauszahlungen !!
Die Informationen sind leider zu dünn. Ist/war es eine mit öffenlt. Mitteln geförderte Wohnung. Ist die Bindung inzwischen entfallen (keine Kostenmiete mehr) ?
Was ist beim Wegfall der Förderung passiert ? Erklärungen des Vermieters, neue Vereinbarungen ?
Ich denke da muß sich ein Fachmann (Mieterbund) alles ansehen und erstmal die anzuwendenen Grundlagen ermitteln.

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32849 Beiträge, 5750x hilfreich)

Zitat (von KeinZähler):
40% waren von den fiktiven Nebenkosten, die ich angenommen habe. Aber ja, die Erhöhung der Gesamtmiete wurde eingezogen.
Du hast 150,- als fiktive NK (eine Zahl von irgendwem?) angenommen und davon wurden 40% mehr per LS eingezogen? Bist du sicher?

Ich meine immer noch, Punkt1 nennt eine Pauschalmiete.
Zitat (von KeinZähler):
Zwischen den Vertragsparteien gelten folgende Verteilungsschlüssel als vereinbart: Positionen 2.1 und 2.4.1 anteilig nach Verbrauch, soweit alle Nutzungseinheiten mit Einzelzählern versehen sind.
DIe HV hat dir erklärt, dass es gar keine Zähleinrichtungen für indiv. Verbräuche gibt.

Du hast eigene Verträge für Haushaltsenergie, Gas und Internet/Telefon. Die Energiepreiserhöhung betraf ja vor allem Gas und Strom---> das zahlst du selbst über deine eigenen Verträge, NICHT aber an den Vermieter.

Zitat (von KeinZähler):
da ich nun bald aus meiner jetzigen Wohnung ausziehen will,
Dann meine Empfehlung:
Kündige fristgerecht und warte ab, was dein Vermieter dann später irgendwann evtl. fordert.
Bevor keine *Abrechnung* kommt, kannst du weder mit 15% punkten noch etwas *rausholen*.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2357 Beiträge, 366x hilfreich)

Zitat (von Spezi-2):
Ich lese da nichts von Vorauszahlungen !!

Ich schon, aber woanders und sogar unter direkter Bezugnahme auf eine Abweichung von der von Dir zitierten vorherigen Regelung:

Zitat (von KeinZähler):
Abweichend von den vorstehenden Regelungen wird vereinbart:

Freier ungenutzter Platz

[x] ²) Vorauszahlung (jährl. Abrechnung)
[ ] ²) Pauschale z. Z. des Vertragsabschlusses (keine jährliche Abrechnung)
[...]
2) Zutreffendes ankreuzen, falls nichts angekreuzt wurde, gilt eine Vorauszahlung als vereinbart"


-- Editiert von User am 15. Februar 2024 16:16

1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
vacantum
Status:
Lehrling
(1183 Beiträge, 203x hilfreich)

Zitat (von Kalanndok):
Ich schon, aber woanders und sogar unter direkter Bezugnahme auf eine Abweichung von der von Dir zitierten vorherigen Regelung:
Aber es ist keine Kaltmiete definiert ...

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
KeinZähler
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Spezi-2):
Die Informationen sind leider zu dünn. Ist/war es eine mit öffenlt. Mitteln geförderte Wohnung. Ist die Bindung inzwischen entfallen (keine Kostenmiete mehr) ?
Was ist beim Wegfall der Förderung passiert ? Erklärungen des Vermieters, neue Vereinbarungen ?

Die Wohnung war und ist nicht mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Zitat (von Anami):
Du hast 150,- als fiktive NK (eine Zahl von irgendwem?) angenommen und davon wurden 40% mehr per LS eingezogen? Bist du sicher?

Ich meine immer noch, Punkt1 nennt eine Pauschalmiete.

Ich habe 150 als fiktive Nebenkosten angenommen, weil das damals in dem Wohnungsinserat stand. Dass es im Vertrag gar nicht vorkommt, war mir nicht klar.

Zitat (von Anami):
Du hast eigene Verträge für Haushaltsenergie, Gas und Internet/Telefon. Die Energiepreiserhöhung betraf ja vor allem Gas und Strom---> das zahlst du selbst über deine eigenen Verträge, NICHT aber an den Vermieter.

Ich habe - wie bereits ausgeführt - lediglich eigene Strom- und Internetverträge, von Haushaltsenergie und Gas kann nicht die Rede sein.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121646 Beiträge, 40048x hilfreich)
Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32849 Beiträge, 5750x hilfreich)

Zitat (von KeinZähler):
Ich habe 150 als fiktive Nebenkosten angenommen,
Beim Vormieter kann das mit 150,- durchaus gestimmt haben--- und bei dir?
Zitat (von KeinZähler):
von Haushaltsenergie
Was ist denn bei dir Haushaltsenergie?---> Bei mir ist das der Haushaltsstrom, dafür habe ich mit einem Stromversorger einen eigenen Vertrag.

Es bleibt bei meiner Empfehlung in #13.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
KeinZähler
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Beim Vormieter kann das mit 150,- durchaus gestimmt haben--- und bei dir?


Woher soll ich das wissen, wenn das nirgends im Vertrag steht oder abgerechnet wurde?

Zitat (von Anami):
Was ist denn bei dir Haushaltsenergie?---> Bei mir ist das der Haushaltsstrom, dafür habe ich mit einem Stromversorger einen eigenen Vertrag.


Strom war in dem ganzen Thread kein Thema und ist es jetzt auch nicht, weil ich da ganz normal mit meinem Versorger abrechne. Es geht vorwiegend um die Heizkosten, für die ich keinen Vertrag habe und hatte.

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32849 Beiträge, 5750x hilfreich)

Zitat (von KeinZähler):
Woher soll ich das wissen, wenn das nirgends im Vertrag steht oder abgerechnet wurde?
Eben. DU hast das nur angenommen, warum auch immer. DU hast dich auch nicht gewehrt, nachdem 40% mehr von x abgebucht wurden. DU hast dich erst jetzt mit diesem seltsamen MV beschäftigt, weil du ausziehen willst...und wissen willst, *ob da was für dich vorteilhaftes rauszuholen ist*.

Zitat (von KeinZähler):
Strom war in dem ganzen Thread kein Thema und ist es jetzt auch nicht, weil ich da ganz normal mit meinem Versorger abrechne. Es geht vorwiegend um die Heizkosten, für die ich keinen Vertrag habe und hatte.
Wie war das mit dem Widerspruch in den Aussagen?
Zitat (von KeinZähler):
Ich habe - wie bereits ausgeführt - lediglich eigene Strom- und Internetverträge, von Haushaltsenergie und Gas kann nicht die Rede sein.
Ich entnehme daraus: Die Heizkosten (aus Gas) werden wie die übrigen BK abgebucht. Dein Verbrauch wird aber nicht gezählt, deshalb nicht abgerechnet.

Ich bleibe dabei. Dein MV ist mind. *undurchsichtig*.
ICH würde trotzdem (noch) keinen Anwalt fragen, denn bisher fordert niemand was von dir.

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