Neue Wohnung, Katzennetz, Terrasse, Hilfe!

18. Juni 2015 Thema abonnieren
 Von 
Oliver1337
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)
Neue Wohnung, Katzennetz, Terrasse, Hilfe!

Schönen guten Tag,

ich habe ein „Problem" gestern per Post bekommen, was mich total belastet.

Ich bin in Schleswig Holstein umgezogen mit meiner Freundin und unseren beiden 1 Jahr alten Katzen.

In meiner alten Wohnung habe ich bevor wir die Katzen als Kitten gekauft haben unsere Verwaltung gefragt, ob das erlaubt ist, ob wir ein Katzennetz ohne Bohren auf dem Balkon anbringen können.
Diese haben mir auf meine Anfrage ein Schreiben geschickt, wo die Verwaltung uns das Netz und die Katzen erlaubt hat.

Als wir unsere neue Wohnung besichtet haben (Neubau / Erstbezug), wurde uns bei der Besichtigung und beim Gespräch über den Vertrag zugesagt, dass Katzen erlaubt sind und ein Katzennetz kein Problem ist, solang sich keine Nachbarn gestört fühlen. Manche Hunderasse müssen aber besprochen werden. Diese Aussage wurde von einigen Leuten gehört, die mit uns bei der Besichtigung dabei waren. Wir haben einige Nachbarn gefragt, bis jetzt hat keiner irgendein Problem damit.

Nun haben wir vor einiger Zeit ein Verwalterwechsel gehabt und gestern einen Brief im Briefkasten gehabt. Wir wohnen jetzt seit Mitte April in der neuen Wohnung mit kleinem Garten und Terrasse.

Im Brief steht: Bei der Besichtigung des Objektes ist uns Ihr Netz aufgefallen und wir bitten Sie dies bis zum 26.06.2015 komplett zu entfernen. Desweiteren besitzen sie Haustiere von denen uns nichts gemeldet wurde und daher bitten wir um Foto und Rasse der Tiere.

Meine Freundin hat gestern Abend geweint und nun fragen wir uns, was wir jetzt tun können. Ich habe natürlich als ich in der alten Wohnung war schon einiges im Netz gelesen mit verschiedenen Gerichtsurteilen, aber schlau wird man bei denen leider nicht wirklich. Das eine Gericht sagt das und das andere wieder etwas ganz anderes.

Ich bitte um Hilfe für unsere kleine Familie! Ich kann und will die beiden Rassekatzen nicht ohne Netz rauslassen.

Freundlichen Gruß
Oliver Schleger

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anjuli123
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1464x hilfreich)

Zuerst einmal würde ich mich an die alte Verwaltung wenden und sie darum bitten, dass sie euch ein Schreiben schicken, in dem sie bestätigt, dass euch bei Einzug mündlich zugesichert worden war, dass die Katzenhaltung erlaubt ist, ebenso die Anbringung des Netzes.

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#2
 Von 
JenAn
Status:
Student
(2517 Beiträge, 2552x hilfreich)

Zitat:
Das eine Gericht sagt das und das andere wieder etwas ganz anderes.


Die Mehrheit der Gerichte spricht sich jedenfalls gegen solche Netze aus.

Mal aus Neugier, gibt es keine Netze aus durchsichtigem Material, die keine ästhetische Beeinträchtigung des optischen Eindrucks darstellen?

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#3
 Von 
HighSensitive62
Status:
Beginner
(140 Beiträge, 137x hilfreich)

Zitat (von Anjuli123):
Zuerst einmal würde ich mich an die alte Verwaltung wenden und sie darum bitten, dass sie euch ein Schreiben schicken, in dem sie bestätigt, dass euch bei Einzug mündlich zugesichert worden war, dass die Katzenhaltung erlaubt ist, ebenso die Anbringung des Netzes.


Und die würden das auch tun? Schwer vorstellbar ... Ich würde versuchen jemanden zu finden, der bei der Besichtigung dabei war und mir von diesem schriftlich bestätigen zu lassen, dass
Zitat (von Oliver1337):
beim Gespräch über den Vertrag zugesagt (wurde), dass Katzen erlaubt sind und ein Katzennetz kein Problem ist, solang sich keine Nachbarn gestört fühlen.


Wenn Tierhaltung und Netzanbringung nicht auch im Mietvertrag ausdrücklich als erlaubt geregelt ist, würde das im Ernstfall jedoch wenig helfen, fürchte ich. Könnte die Verwaltung aber freundlicher im Sinne einer Einigung stimmen, wenn dort klargestellt ist, dass ihr den Mietvertrag nur unter diesen bestimmten Voraussetzungen eingegangen seid. Je nachdem, wie angespannt der Wohnungsmarkt in eurer Gegend ist ...

Überlegt auch Lösungen wie: Katzen an begleiteten Ausgang (ggf. mit Katzengeschirr) gewöhnen oder ein nicht permanent installiertes Netz zu verwenden. Wenn das nur zwei, drei Stunden am Tag hängt, prägt es den äußeren Eindruck der Immobilie nicht so sehr und die HV kann (oder muss sogar? - bin kein Jurist) sich eher darauf einlassen.

Zitat: gibt es keine Netze aus durchsichtigem Material,

Das wären dann ziemlich üble Fallen für Vögel ...

-- Editiert von HighSensitive62 am 18.06.2015 10:30

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Anjuli123
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1464x hilfreich)

Zitat:
Und die würden das auch tun? Schwer vorstellba


Warum sollten sie nicht? Sie haben doch nichts zu verlieren. Versuchen kann man es ja zumindest.
Bei Zeugen ist immer das Problem, dass da trotzdem die Beweisbarkeit fehlt.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Yogi1
Status:
Student
(2030 Beiträge, 935x hilfreich)

Ich fürchte, Ihr habt da schlechte Karten. Ihr habt die Aussage nicht schriftlich. Und selbst wenn, würde ja ein Nachbar, der sich gestört fühlt, ausreichen. Den wird sich die Verwaltung vielleicht aus dem Ärmel schütteln können, selbst wenn Ihr durch Zeugenaussagen belegen könntet, dass Euch das Netz erlaubt war, solange sich niemand gestört fühlt.

Wie sieht es denn baulich bei Euch aus? Ich habe mir für meine Katzen eine Art "Wand" gebastelt aus Bambusstangen und dazwischen das Katzennetz gespannt. Diese stelle ich auf, wenn ich lüfte oder wenn ich selbst mit Katzen auf dem Balkon sitze. Gehen die Katzen nicht raus (also die meiste Zeit des Tages), klappe ich sie zusammen und stelle sie an die Wand. Ist für mich so auch praktischer, weil ich mit einem festen Netz gar nicht mehr an den Blumenkübel käm.
Wenn das kein extrem pingeliger Verwalter ist, dürfte gegen so eine Lösung eigentlich nichts sprechen.

-- Editiert von Yogi1 am 18.06.2015 16:00

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Oliver1337
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

Ich danke für die vielen Antworten!

Wir rufen jetzt die alte Verwaltung an und hoffen das die uns helfen können. Es gibt drei Gerichtsurteile die ich in Erfahrung bringen konnte. 1. Sollte eine Katze es gewöhnt sein raus zu dürfen, dann kann man es ihr nicht mehr verwehren 2. Eine Katze darf gesichert werden, sollte die Gefahr bestehen das die Katze wegläuft. 3. Sollte das Bild des Gebäudes gestört werden, so muss das Netz weg.

Meine Möglichkeiten wären ein Anwalt ggf. zu nehmen oder eine Unterschriftensammlung.

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Anjuli123
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1464x hilfreich)

Die ersten zwei Urteile klingen aber nicht danach, als hätten sie etwas mit deiner Situation zu tun.

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38875 Beiträge, 14069x hilfreich)

Sehe ich ähnlich. Erst einmal, die Anfrage nach dem/den Tier/en, welche gehalten werden, die ist doch nachvollziehbar. Das weiss man als Vermieter schon ganz gerne. In meiner Nachbarschaft ist z.B. neulich ein kleiner Alligator abgehauen. Irgendwie nicht gerade beruhigend, oder? Dass sich der Vermieter absichern will, das ist doch klar. Und er scheint ja nichts gegen Haustiere zu haben. Sonst würde er nicht so anfragen, sondern anders reagieren. Er will nur wissen, was da ist.

So, und jetzt zum Netz. Da kann ich den Vermieter durchaus verstehen, denn sowas verhunzt ja die ganze Fassade. Aber, eigentlich auch kein Problem. Entweder, man hält die Katzen drinnen, oder aber sie werden Freigänger. Man kann sich trefflich darüber streiten, was katzengerechter ist. Nur auf ebener Erde sehe ich keinen Bedarf für ein Netz.

wirdwerden

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
HighSensitive62
Status:
Beginner
(140 Beiträge, 137x hilfreich)

Zitat (von Oliver1337):
2. Eine Katze darf gesichert werden, sollte die Gefahr bestehen das die Katze wegläuft.


Es handelt sich um Rassekatzen - mal naiv gefragt: wäre da auch eine Art Diebstahlschutz geltend zu machen...?

1x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121830 Beiträge, 40072x hilfreich)

Katzennetz als Diebstahlsicherung? Nicht sehr lebensnah ...



Diebstahlschutz stellen gut gesicherte Fenster und Türen dar, so wie eine ständige Bewachung.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Blumentopp
Status:
Frischling
(38 Beiträge, 35x hilfreich)

Zitat (von JenAn):
Zitat:>Das eine Gericht sagt das und das andere wieder etwas ganz anderes.
Die Mehrheit der Gerichte spricht sich jedenfalls gegen solche Netze aus.
Mal aus Neugier, gibt es keine Netze aus durchsichtigem Material, die keine ästhetische Beeinträchtigung des optischen Eindrucks darstellen?


Das schreibt jmd., der Katennetze nicht schön findet, was er natürlich darf, aber ich frage, ob er eine Statistik über die angebliche Mehrheit der Gerichte hat.
Die würde ich gern sehen.

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8075x hilfreich)

Was steht nochmal im Mietvertrag zur Tierhaltung?

1x Hilfreiche Antwort


#14
 Von 
Blumentopp
Status:
Frischling
(38 Beiträge, 35x hilfreich)

Zitat (von HighSensitive62):
Zitat (von Oliver1337):2. Eine Katze darf gesichert werden, sollte die Gefahr bestehen das die Katze wegläuft.
Es handelt sich um Rassekatzen - mal naiv gefragt: wäre da auch eine Art Diebstahlschutz geltend zu machen...?

:-))))
gar nicht naiv, sondern so spitzfindig gut, wie es auch Juristen sind!


>(...) ich den Vermieter durchaus verstehen, denn sowas verhunzt ja die ganze Fassade.
Das ist eine Geschmacksfrage u. wie man weiß, gibt es verschiedene Geschmäcker, aber das ist kein Grund es strittig werden zu lassen. Besser die Nachbarn alle zu einem kl. Nachmittagsumtrunk einladen, nachträgliches Nachbarschaftskennenlernen oder sucht euch irgendeinen anderen Anlass aus. Denn, wenn man jemand mag, Sympathie gewinnt, (u. wenn NUR 1 oder 2 kommen!!!) ist man deutlich mehr bereit, jemandem etwas zu zugestehen. Diese 2 beeinflussen dann auch wieder mögliche Ablehner. Gut wäre auch, wenn die Katzen unaufdringlich die Eingeladenen beschnuppern und ihnen zugeneigt sind; den meisten freuen sich, wenn ihr Streicheln positiv beantw. wird (schnurren). Mein Vermieter hat mir damals die Hundehaltung schriftlich untersagt u. was ist jetzt? Er liebt den Hund u. spricht ihn jedesmal an u. macht mit ihm irgendwie rum. Sieht er mich mal ohne ihn, ist für ihn schon die "Welt aus dem Lot".

Bei einer Unterschriftensammlung gibt es Menschen, die nicht unterschreiben, obgleich sie nichts gegen eure Katzen u. auch nichts gegens Netz hätten, aber einmal unterschrieben u. wenn sich die Situation ändert, es irgendwelche Probleme geben sollte, dann ... Die wollen sich mit ihrer Unterschrift nicht festlegen; andere wollen sich nicht gegen ihren Vermieter stellen. Besser positiven Kontakt herstellen u. versuchen zu halten, um sie zu gewinnen u. sie möglichst nicht zu verstimmen, schließlich will man was von ihnen, u. wenn es auch erst nächstes Jahr sein sollte, nämlich, dass sie sich nie beschweren mögen.

Maßgeblich ist euer Mietvertrag indem vermutlich nichts Konkretes zu Tierhaltung drin steht u. wenn dann nur sowas, was euch nicht weiterhilft. Aber vermutlich habt ihr es einfacher, als mit einem Hund, der durch Bellen die Ruhe stören könnte, ins Treppenhaus pinkeln könnte, andere anspringt.
Ich habe das alles mit einem Hund hinter mir (alles schwammig, wackelig u. fraglich, weil richterabhängig), diesen Weg mit dem Risiko 50:50 wollte ich nicht gehen. Und ganz ehrlich: Es ist mir nicht verständlich, wie man sich an einem Katzennetz stören kann. Es gucken doch nicht eure Nachbarn durchs Netz nach draußen. Und sie sollten doch auch nicht von ihrem Balkon sich rüberbeugen u. zu euch durch euer Netz zu gucken. Und wenn man auf der Str. lang geht u. es im Vorbeigehen sieht - ja und, man geht doch vorbei? Und die von gegenüber? Bei mir gegenüber sehe ich schön bepflanzte Blumenkästen u. aber auch Wäscheständer u. sonst nichts. Und? Klar, Blumen sind schöner als Wäsche, aber so ist das eben. Verschieden. Punkt.
Satellitenschüsseln finde ich unschön. Und n Balkon voller Bierkisten. Aber das ist mein Geschmack. Unabhängig davon würde es mir im Leben nicht einfallen, deswegen beim Nachbarn um Abhilfe zu bitten oder mich beim Vermieter zu beschweren. Ich finde die Fußmatte meines Nachbarn auch grottenhäßlich, aber das ist sein Ding u. geht mich nichts an. Eine Einmischung in eine Balkongestaltung finde ich etwas anmaßend.
Bevor Ärger beginnen sollte oder gar ein Whgs.wechsel oder die Katzenabgabe überlegt wird würde ich eine Mietrechtsberatung aufsuchen, da bekommt man kompetente Hilfe u. die Mitgliedschaft ist auch erschwinglich.


>Als wir unsere neue Wohnung besichtet haben, wurde uns zugesagt, dass Katzen erlaubt sind und ein Katzennetz kein Problem >ist.
Bei mündlichen Zusagen, die Bestandteil von Verträgen sind, das Zugesagte schriftlich formulieren u. zum Vermieter schicken u. Kopie abheften. Fertig. (Zeugen sind nach Jahren nicht immer greifbar (man verliert den Kontakt, oder sie siedeln ins Ausland, sind krank u. können aus irgendwelchen anderen Gründen das nicht mehr bezeugen oder wollen keinen Ärger u. deswegen nichts bezeugen).

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