Probleme Betriebskostenabrechnung

10. Oktober 2016 Thema abonnieren
 Von 
Sunshine 2013
Status:
Beginner
(134 Beiträge, 68x hilfreich)
Probleme Betriebskostenabrechnung

Hallo,
Ich habe ein Problem:
Im Januar sollte eine Firma zu mir in die Wohnung kommen zwecks Heizung u Wasser ablesen.
Da ich aber beruflich unterwegs wsr einigte ich mich mit der Hausverwaltung darauf bilder der Zählerstände zu machen und diese per Mail zu schicken. Dies machte ich auch.
Da ich von der Hausverwaltung nix mehr hörte ging ich davon aus das alles ok ist. Anfang Septmeber dann dann der Schock mein Verbrauch wurde geschätzt. Ich habe mich mit der Verwaltung in Verbindung gesetzt und diese sagte mir soll es per Mail erläutern u die Bilder nochmal mit schicken. Gesagt getan. Am Samstag bekomm ich ein Schreiben das noch mal der Server durchsucht wurde u im Januar keine Bilder angekommen sind u damit mein Widerspruch abgelehnt ist. Heute rief ich die zuständige Bearbeiterin an u fragte ob die Bilder im September nicht angekommen sind da sagte sie doch aber das wäre zu spät weil ja die Abrechnung schon durch ist u ich hätte somit Pech. Ich sagte ihr noch das es um mindestens200€ geht u ich die Bilder noch auf dem HandY habe u somit Nachweisen kann das diese auch im Januar gemacht wurden. Sie ließ nicht mit sich reden. Hab ich wirklich nun Pech gehabt?

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
3113
Status:
Praktikant
(558 Beiträge, 122x hilfreich)

Tja, Du wirst nicht gerichtsfest nachweisen können, dass die Bilder angekommen sind. Vielleicht auch nicht das es diesen Vorschlag der Verwaltung gab.
Den Aufwand die Abrechnung neu zu machen will die Verwaltung nicht.
Wenn Deine Werte für 2015 zu hoch geschätzt worden sind, wirst du 2016 eine entsprechenden geringeren Verbrauch haben, dann gleicht sich alles wieder aus.

Signatur:

3113

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118553 Beiträge, 39596x hilfreich)

Zitat (von Sunshine 2013):
Da ich von der Hausverwaltung nix mehr hörte ging ich davon aus das alles ok ist.

Eigentlich sollte man dann davon ausgehen, das nichts angekommen ist.
Idealerweise nimmt man in die Schreiben mit auf, das um Eingangsbestätigung gebeten wird. Die Bestätigung ist zwar für den Empfänger nicht verpflichtend, aber viele machen es denn doch.



Zitat (von Sunshine 2013):
Hab ich wirklich nun Pech gehabt?

Ja, vorerst schon. Mit der nächsten Abrechung gleicht sich das dann aber wieder aus.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#3
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9809 Beiträge, 4456x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Sunshine 2013):
Hab ich wirklich nun Pech gehabt?


Ja, vorerst schon.

Eine Schätzung muss doch realistisch sein. Wenn der Mieter hier noch die Fotos hat, so kann er ja beweisen, dass die Schätzung falsch ist. Warum muss dann die Schätzung nicht angepasst werden?

Klar, die Fotos könnten manipuliert sein. Aber dazu würde schon ein bischen was an krimineller Energie gehören. Immerhin zeigen die Fotos kleinere Ablesewerte, als in einer Schätzung von Januar angenommen. Der Mieter hätte also entweder vorsorglich die Fotos schon deutlich vor dem eigentlich Ablesetermin machen müssen oder er hätte per Bildbearbeitung an den Fotos herummanipulieren müssen. Letzteres wäre aber sicherlich zu sehen bzw. notfalls durch einen Gutachter zu überprüfen.

Und der Sinn einer solchen Manipulation erschließt sich mir nicht wirklich, die Kosten fallen dann ja nur später an. Von daher würde ich ich davon ausgehen, dass die Fotos einigen Beweiswert haben. Meiner Meinung nach macht es sich der Vermieter hier ein wenig zu einfach. Der Mieter hat begründet dargelegt, dass die Schätzung überhöht ist. Dies einfach zu ignorieren, ist nicht korrekt.

Wobei ich natürlich auch überlegen würde, ob sich der Aufwand lohnt. Oder sind die Preise für Heizung/Wasser in letzter Zeit deutlich gefallen? Nur dann würde es einen Unterschied machen, ob der Verbrauch 2015 oder 2016 abgerechnet wird.

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#4
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9326 Beiträge, 2996x hilfreich)

Zitat (von Sunshine 2013):
Hab ich wirklich nun Pech gehabt?


Nein.

Da die Werte nachweisbar falsch sind, greift der Widerspruch gegen den Teil der Betriebskostenabrechnung.

Wobei ich jetzt allerdings auch wegen des Eigenverschuldens kein Fass aufmachen würde, denn das könnte sich die Verwaltung merken :augenroll:

Wie von den anderen schon erwähnt, ist es ja nur eine Überzahlung - und bis zur nächsten Ablesung ist es ja nun auch nicht mehr so weit.

Berry

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Sunshine 2013
Status:
Beginner
(134 Beiträge, 68x hilfreich)

Aber muss sich bei einer Schätzung nicht an der letzen Abrechnung orientiert werden? Ich habe für 2014 321€ wieder bekommen für 2015 lediglich55€. Bei ungefährem gleichen Vebrauch kann da ja irgendwas nicht stimmen.
U wie ist das gemeint mit ich bekomme das Geld nächstes Jahr wieder?

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#6
 Von 
3113
Status:
Praktikant
(558 Beiträge, 122x hilfreich)

Wenn nun im Januar 2017 wieder abgelesen wird, wird die Abrechnung 2016 nach Verbrauch gefertigt.
Da 2015 zu hoch geschätzt wurde verringert sich Rechnung 16 entsprechend.

LEgen Sie Abrechnung 16 auf die 15er und Sie haben eine Verbrauchsabrechnung über einen Zeitraum von 2 Jahren vorliegen.

Signatur:

3113

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#7
 Von 
Lolle
Status:
Bachelor
(3431 Beiträge, 1946x hilfreich)

Im Gegensatz zu anderen Meinungen bin ich der Ansicht, dass kein Anspruch auf Änderung der Abrechnung besteht, weil (nach der Schilderung) nicht nachgewiesen werden kann, dass die Zählerstände rechtzeitig übermittelt wurden.

Bei der Frage, ob sich das in der Abrechnung 2016 wieder ausgleicht (dadurch dass die zu hoch geschätzten Endstände 2015 als Anfangsstände in die Abrechnung 2016 übertragen werden), kommt es darauf an wie die Zähler funktionieren - ob also mit Anfangs- und Endständen gearbeitet wird oder ob die Messgeräte bei jedem Stichtag wieder mit 0 (Null) anfangen zu zählen.

Wenn man eine Abrechnungsänderung mit der Argumentation "zu hohe Schätzung" durchsetzen möchte, dann sollte man sich das sehr gut überlegen:
a) das bedeutet, dass alle Abrechnungen für die gesamte Wirtschaftseinheit neu erstellt werden müssen
b) geht es dann um die Frage, wer diese Kosten bezahlen muss - ggf. sogar um die Frage, wer für die Differenzen einstehen muss, die sich ergeben, weil/falls Abrechnungen anderer Mieter nicht mehr zu deren Nachteil korrigiert werden dürfen > d.h. es dürfte hierbei um erheblich mehr als nur 200 € gehen
c) kann man nicht alleine aufgrund von Beträgen (darauf schließen, dass die Schätzung überhaupt zu hoch war - da müsste man die "Schätz-Abrechnung" schon genauer betrachten - z.B. die Veränderung der Gesamtkosten zum Vorjahr und/oder die Veränderung der tatsächlichen Verbrauchswerte Vorjahr im Vergleich zu den geschätzten Verbrauchswerten des betreffenden Jahres

Zitat (von Sunshine 2013):
Aber muss sich bei einer Schätzung nicht an der letzen Abrechnung orientiert werden? Ich habe für 2014 321€ wieder bekommen für 2015 lediglich55€. Bei ungefährem gleichen Vebrauch kann da ja irgendwas nicht stimmen.

Nee, da stimmt der Grundansatz nicht und die Schlussfolgerung ist völlig wertlos.
Wenn man einfach nur den Erstattungsbetrag vom Vorjahr mit dem Erstattungsbetrag von 2015 vergleicht, dann sagt das absolut nichts über Qualität der Schätzung aus.
Ungefähr gleicher Verbrauch > das deutet eher darauf hin, dass die Verbrauchsschätzung korrekt ist (z.B. Verbrauchswerte des Vorjahres - zur Schätzung entsprechend der Verbrauchsveränderung zum Vorjahr im ganzen Haus relativiert = "Verbrauchstendenz" berücksichtigt), aber die zu verteilenden Kosten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind.


Wie haben sich denn die zu verteilenden Kosten geändert?
Wurde gleich hohe Vorauszahlungssumme geleistet?

-- Editiert von Lolle am 10.10.2016 20:35

Signatur:

Es hilft nichts,das Recht auf seiner Seite zu haben.Man muss auch m.d. Justiz rechnen - D Hildebrand

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