Probleme mit dem VM, was nun?

23. Januar 2021 Thema abonnieren
 Von 
Daniel711
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Probleme mit dem VM, was nun?

Nabend,

Ich versuche den Sachverhalt zu schildern und habe am Ende des Textes noch unsere offenen Fragen dazu.

Folgendes: Meine Partnerin ist nach dem Studium am 01.04.2020 in eine 3 Zimmerwohnung (EG, 65qm² / Zweifamilienhaus) gezogen.
Die zweite Wohnung stand leer und nach ungefähr einem Monat, zog eine kleine Familie über uns ein.
Im Haus selber gibt es eine Waschküche im Keller, diese gehört nur zur unseren EG Wohnung, laut Aussage damals der Vormieter im Beisein des Vermieters. Wieso, weshalb, warum - war zu dem Zeitpunkt nicht ersichtlich.
Als die neue Familie einzog, stellten diese auch Ihre Waschmaschine und Trockner dazu (beides Altgeräte, BJ. 2002 - 2004). Alles kein Problem, da man ja ein gutes Miteinander pflegen wollte. Nach etwa einem Monat, erkannte meine Partnerin durch einen Zufall - das der gesamte Hausstrom, auf den eigenen Stromzähler lief. Daraufhin wurde der VM gefragt ob das gerate Tatsache ist oder durch Unwissenheit vl. auch etwas falsch erkannt hat.
Der VM wusste angeblich nichts davon. Daraufhin hatten wir dann auch die Nutzung im Waschkeller untersagt, da wir das Problem gelöst haben wollten und die Geräte der Nachbarn leider Stromschlucker sind.
Die Nachbarin selber weigerte sich aber die Geräte in Ihre Wohnung zu stellen (diese hat extra in der Wohnung einen kleinen Waschraum mit den nötigen Anschlüssen) mit der Begründung: "Der VM hatte ihr die Nutzung bei der Besichtigung zugesprochen". Wir baten trotzdem darum es zu regeln, da es nicht unser Problem sei .. sondern die der Nachbarin und des VM. Der VM sollte nämlich die Regelung im Bezug auf den Strom, umbauen lassen.

Die Nachbarin teilte uns mit, mit dem VM im engen Kontakt zu stehen, da dieser einen Elektriker bestellen muss. Vereinbar wurde, über die Gespräche in Kenntnis gesetzt zu werden, was nie geschah. Diese hin und her zog sich um weitere 4 Wochen. Wir hatten zwar dem VM und der Nachbarin die Nutzung untersagt, aber es wurde immer ignoriert, trotzdem blieben wir aber ruhig um keine Angriffsfläche zu bieten. Durch Zufall (wie immer) sagte mir dann die Nachbarin das der VM vorhin da war und ihr eine Art "Zwischenzähler" vorbeigebracht hatte für die Steckdose im Waschkeller (erst später erkannten wir, das es sich hierbei um ein Stromkostenmessgerät für 12 Euro - handelte). Da ist uns dann endgültig der Kragen geplatzt und wir sprachen die Nachbarin nochmals darauf an, das wir eine Nutzung seit 4 Wochen untersagt haben und wir von beiden Seiten ignoriert werden. Diesmal noch klarer, aber ohne Geschrei oder sonstigen Kindergarten.

Die Nachbarin verwies da aber auf den VM und dieser schrieb uns "Die Sache wäre doch jetzt geklärt mit dem Zwischenzähler". Wir baten ihn also um ein persönliches Gespräch mit der Nachbarin. Nach einer Woche kam dieser und sein erster Satz an meine Partnerin war sinngemäß "Hallo, dann klären wir das jetzt mal .. aber du (meine Partnerin) bist hier das Problem, du musst Lösungen bringen und die arme XXX in Ruhe lassen."

Als das Gespräch schon so Anfing, war uns klar was hier Sache ist. Erst wollte er den Stromvertrag von uns übernehmen, was nicht ging. Dann erzählte er uns das der Zwischenzähler alles genau aufnimmt und wir dann eine Rechnung stellen sollen, aber nur an ihn damit die "arme" XXX nicht damit belästigt wird.

Zum Thema mit dem Allgemein Strom sagte er "Er kann es umbauen lassen, aber dann wird das eine Mieterhöhung nach sich ziehen und die Kosten werden am Jahresende wir tragen müssen". Das Gespräch verlief immer aggressiver seitens des VM, so das selbst die Nachbarin sich nicht mehr zu Wort gemeldet hatte und mir dann am Ende der Kragen geplatzt ist und ich ihm auch klar gemacht hatte, das er sich langsam zügeln muss da meine stille Art in dem Zeitpunkt keine Schwäche ist. Daraufhin wurde er auch direkt leiser und lies dann auch von meiner Partnerin ab. Wir aber haben aber dann das Gespräch beendet und wollten nur noch unsere Ruhe.

Nach etwa 6 Wochen stellten wir die erste Rechnung und als Antwort kam dann, wir sollen das mit der Nachbarin klären. Wir wiesen ihn auf die Absprache hin und wollten die Rechnung nur durchgehen, als wer dann Antwortete Sinngemäß "Pass mal gut auf kleines Mädchen, du musst warten bis ich Zeit habe und wenn der ****** dir nicht passt - dann kündige". Rechnung wurde nicht bezahlt und wir haben auch den Kontakt zu der Nachbarin beendet, als diese dann anfing sich für unsere Garage zu interessieren. Nach so viel Dreistigkeit war nur klar für uns - keinen Kontakt mehr.

Wir waren auch schon beim Mieterbund, aber das lief und läuft derzeit sehr schleppend und wir müssen einfach jedes Mal - alles neu erklären. Wir wissen auch das die Damen und Herren gerade in der heutigen Zeit nicht mehr wissen wohin mit den ganzen Fällen, daher wenden wir uns an euch als kleine Hilfestellung.

Wir haben jetzt eine Stromnachzahlung bekommen von über 1500 Euro / 7.500 kWh nach 9 Monaten. Alle Großgeräte von uns sind Neu und mind. A++, auch so sind wir einfach sehr sparsam. Der vorherige Verbrauch lag bei 1.800 kWh nach 12 Monaten. Jetzt haben wir entdeckt, das die Ölofenheizung + Anlage (jeweils 2 mal) im Keller, auch über uns laufen. Die Nachbarin ist seit nem Monat nicht mehr da (Urlaub?) und wir wissen jetzt nicht mehr weiter. Seit 2 Monaten versucht der VM uns auch die Garage zu kündigen mit absurden Lügengeschichten, unser Glück ist aber bisher gewesen, es Schwarz auf weiß zu widerlegen, aber auch da will er einfach keine Ruhe geben.

Unsere Fragen:

- Was machen wir nun der Rechnung (Nachzahlung Strom)? Dem VM geben, selber zahlen vorerst oder gar nicht zahlen?
- Wir wollen die Wohnung verlassen, am besten sofort. Welche Punkte in unserem Fall würden zu einer Fristlosen Kündigung passen?
- Muss ich vorab eine Frist setzten oder reicht das schon?
- Wie bekomme ich den VM dazu, die Rechnung zu übernehmen?


Wie Ihr bestimmt erkennen könnt, haben wir keine Ahnung - aber wollen am besten in einem Monat schon hier ausziehen, damit wenigstens die Räumlichkeiten nicht mehr die gleichen sind.

Über jeden Tipp sind wir sehr Dankbar.

Gruß

-- Editiert von Daniel711 am 23.01.2021 22:59

-- Editiert von Daniel711 am 23.01.2021 23:01

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Solan196
Status:
Junior-Partner
(5067 Beiträge, 611x hilfreich)

Läuft der komplette Strom über euch? Oder nur eure Wohnung und der Allgemeinstrom? Ehrlich gesagt für eine Waschmaschine und einen Trockner sind 1500 EUR Nachzahlung zu viel. Was habt ihr denn an mtl. Vorauszahlungen geleistet?

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#2
 Von 
Daniel711
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Läuft der komplette Strom über euch? Oder nur eure Wohnung und der Allgemeinstrom? Ehrlich gesagt für eine Waschmaschine und einen Trockner sind 1500 EUR Nachzahlung zu viel. Was habt ihr denn an mtl. Vorauszahlungen geleistet?


Über uns läuft alles im Haus, außer die Wohnung über uns. Sprich - Garage, Licht, Klingelanlage, der gesamte Keller (4 Räume), beide Heizanlagen im Keller und alles was man noch so findet.

Wir zahlen 80 Euro Abschlag / Strom.

7.500 kWh sind auch zu viel. Wir schätzen unseren Verbrauch, mit gutem Willen - auf etwa 2500 kWh in 9 Monaten (allg. Strom Anteilig inbegriffen).

-- Editiert von Daniel711 am 23.01.2021 23:21

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Solan196
Status:
Junior-Partner
(5067 Beiträge, 611x hilfreich)

Zitat (von Daniel711):
beide Heizanlagen im Keller


? Was für beide Heizanlagen ?

Das Urteil des Amtsgerichts Erding

Zitat:
Nach Urteil des Amtsgerichts Erding (Az. 5 C 2370/17) hat die Klägerin einen Anspruch auf Trennung der Stromkreisläufe. Die Mietwohnung ist mit separaten Stromzählern auszustatten. Die Klägerin hat aus dem Mietvertrag nach § 535 BGB Anspruch auf Überlassung der Wohnung im mangelfreien Zustand. Bei der bisherigen Beschaffenheit des Stromkreislaufs der gemieteten Wohnung, bei dem der Allgemeinstrom über den Zähler der Klägerin erfasst wird, handelt es sich um einen Mietmangel im Sinne der §§ 535, 536 BGB
.

https://www.rechtsindex.de/mietrecht/6269-urteil-mieter-zahlt-strom-der-allgemeinheit-fehlende-trennung-der-stromkreislaeufe

-- Editiert von Solan196 am 23.01.2021 23:50

3x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122665 Beiträge, 40166x hilfreich)

Was soll dieses lange Gerede eigentlich? Man entfernt nach gerichtsfester Abmahnung die entsprechenden Sicherungen oder lässt die Stromleitungen kappen und fertig ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Daniel711
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Zitat (von Daniel711):
beide Heizanlagen im Keller


? Was für beide Heizanlagen ?

Das Urteil des Amtsgerichts Erding

Zitat:
Nach Urteil des Amtsgerichts Erding (Az. 5 C 2370/17) hat die Klägerin einen Anspruch auf Trennung der Stromkreisläufe. Die Mietwohnung ist mit separaten Stromzählern auszustatten. Die Klägerin hat aus dem Mietvertrag nach § 535 BGB Anspruch auf Überlassung der Wohnung im mangelfreien Zustand. Bei der bisherigen Beschaffenheit des Stromkreislaufs der gemieteten Wohnung, bei dem der Allgemeinstrom über den Zähler der Klägerin erfasst wird, handelt es sich um einen Mietmangel im Sinne der §§ 535, 536 BGB
.

https://www.rechtsindex.de/mietrecht/6269-urteil-mieter-zahlt-strom-der-allgemeinheit-fehlende-trennung-der-stromkreislaeufe

-- Editiert von Solan196 am 23.01.2021 23:50


Jede Wohnung hat im Keller eine Heizanlage mit Heizölfassern, die dann über die jeweilige Wohnung gesteuert wird, das ist damit gemeint.

Das mit dem Mietmangel ist mir aktuell auch bekannt. Kann ich aber in meinem Fall, die kommende Miete komplett einbehalten? Auch die Dauer der gesetzten Frist an den VM, muss die mind. 14 Tage betragen? Da ja das Thema schon seit Monaten besteht.


Zitat (von Harry van Sell):
Was soll dieses lange Gerede eigentlich? Man entfernt nach gerichtsfester Abmahnung die entsprechenden Sicherungen oder lässt die Stromleitungen kappen und fertig ...


Ja, an sich auch logisch.. Aber wenn ich etwas bei mir Kappe (vor einem Umbau, also aktueller Stand), dann Kappe ich auch zeitgleich bei mir etwas. Daher kann ich nicht einfach eine Sicherung still legen ohne eigenen Nachteil.



-- Editiert von Daniel711 am 24.01.2021 00:35

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Leo4
Status:
Lehrling
(1714 Beiträge, 273x hilfreich)

Zitat (von Daniel711):
- Muss ich vorab eine Frist setzten oder reicht das schon?
- Wie bekomme ich den VM dazu, die Rechnung zu übernehmen


Da passt am besten nachfolgend..

Zitat (von Harry van Sell):
Was soll dieses lange Gerede eigentlich? Man entfernt nach gerichtsfester Abmahnung die entsprechenden Sicherungen oder lässt die Stromleitungen kappen und fertig ...

Signatur:

Meine persönliche Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Solan196
Status:
Junior-Partner
(5067 Beiträge, 611x hilfreich)

Zitat (von Daniel711):
Ja, an sich auch logisch.. Aber wenn ich etwas bei mir Kappe (vor einem Umbau, also aktueller Stand), dann Kappe ich auch zeitgleich bei mir etwas. Daher kann ich nicht einfach eine Sicherung still legen ohne eigenen Nachteil.


Leuchtet ein, investier ein paar Euro und beauftrage eine Fachmann die Fremdversorgung abzustellen, so dass nur lediglich deine Wohnung bedient wird.

Hier solltest du allerdings dich von einem Fachmann, zumindest von einem Verein beraten lassen (Anwalt wäre besser), auch wegen der mutmaßlichen Erstattungsansprüche.

Nachtrag, auch für 3 Ölkesselchen und Hausstrom sind 1.500 EUR einfach zuviel, sicher, dass du nicht auch die Nachbarwohnung mit Strom versorgst?

-- Editiert von Solan196 am 24.01.2021 12:26

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Aining
Status:
Beginner
(56 Beiträge, 20x hilfreich)

Da es sich hier doch offensichtlich um einen Mietmangel handelt und der VM auf die Abmahnung mit Fristsetzung nicht reagiert hat, gibts nur eine Lösung. Den Fachmann selbst beauftragen und den Mangel beseitigen lassen.

Dem VM die Rechnung aka "2.Mahnung" mit Fristsetzung von 7 Tagen setzen, ggfs mit Androhung gerichtlicher Schritte und dann per Mahnbescheid durchsetzen, wenn der immernoch nicht reagiert.
Der VM hat sich gefälligst darum zu kümmern, dass seine Wohnungen, die er für Geld anderen überlässt, mängelfrei sind. Schließlich zahlst du auch dafür.

Hier wird es sich wieder nur bequem gemacht seitens des VM und alles auf die Nachbarin abgewälzt. Typisch.
Die VMs kennen immer ihre Rechte, aber nicht ihre Pflichten.

Halt uns auf dem laufenden.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
guest-12318.02.2021 15:37:40
Status:
Schüler
(429 Beiträge, 127x hilfreich)

7.500 kWh im Jahr sind für eine Wohnung mit 65 Quadratmetern/1 Person plus Allgemeinstrom definitiv zu viel, wenn da nicht elektrisch geheizt wird, was offensichtlich der Fall ist.
Auch eine "alte" Ölheizung hat niemals solch einen Bedarf an elektrischer Energie.
Wie viele Zähler gibt es denn generell in der Verteilung? Es müssten dann ja zwei sein?

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Toxic_GER
Status:
Schüler
(491 Beiträge, 36x hilfreich)

Also für 2 Personen max. 2800 kW/h, dann aber eher schon mit einem Durchlauferhitzer.
Wir hatten zu zwei 2300 kW/h ohne Durchlauferhitzer, dafür immer wieder schweres Gerät oder den Backofen häufig eingeschaltet.

Alles was über 2800 kW/h ist, dürfte schon zu viel sein.

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