Probleme nach Einzug in Mietwohnung / Verdeckte Schäde

29. März 2024 Thema abonnieren
 Von 
Scheldon
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Probleme nach Einzug in Mietwohnung / Verdeckte Schäde

Guten Tag Forum,

vor zwei Monaten (1. Feb. 2024) bin ich in eine Mietwohnung eingezogen.

Beim Einzug stellte ich fest, dass die Satelitenanlage nicht funktionierte, dies wurde erst nach mehrmaligen anmahnen repariert.

Im Wohnzimmer "glimmt" die Deckenleuchte obwohl das Licht über den üblichen Lichtschalter ausgeschaltet ist. Mein Vermieter lehnt es ab hier etwas zu unternehmen, da das Problem vorher nicht bestand. Überprüfen kann ich das nicht, der Vormieter ist mir nicht bekannt.

Das Schlimmste aber ist, dass der Elektroherd nicht in Betrieb genommen werden kann. Die Küche habe ich kostenfrei inkl. Elektrogeräte übernommen. Der übernommene Herd war so verschlissen dass ich ihn gegen einen anderen gebrauchten Herd ausgetauscht habe. Sobald man den Backofen anstellte flog der Schutzschalter (FI) raus. Einen Falschanschluss kann ich ausschließen, das wurde von einem Elektomeister durchgeführt. Das Problem vermuteten wir am Herd selbst.

Durch Zufall konnte ich einen anderen gebrauchten Herd bekommen. Den habe ich beim Anbieter vor Ort einmal durchgeschaltet, alles funktionierte einwandfrei.

Nachdem wir dann den zweiten gebrauchten Herd angeschlossen hatten, haben wir den Backofen angestellt und wieder flog der Schutzschalter raus. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass auch der zweite Herd defekt ist - ausprobieren an anderer Stelle kann ich das leider nicht.

Mein Vermieter will auch hier nichts unternehmen - ich vermute einen grundlegenden Fehler in der Elektrik. Kann der Vermieter die Überprüfung und Instandsetzung ablehnen?

In dem Zusammenhang: Im MIetvertrag steht über den Zusatnd der Mieträume:
"Der Mieter übernimmt den Mietgegenstand im gegenwärtigen Zustand"
Ist der Vermieter mit dieser Klausel von Reparaturen oder Prüfungen wie der hier beschriebenen befreit?


Von Mitbewohnern bin ich "gewarnt" worden vor immens hohen Nebenkosten. Scheinbar wird die Nebenkostenabrechnung nicht ausgehändigt, sondern nur zur "Einsicht" bereitgestellt. Ist das zulässig? WIe kann ich dann die NKA überprüfen oder überprüfen lassen? Ein Grund der Höhe der NKA soll sein, dass mein Vermieter vom Grundversorger Erdgas erhält - und dafür auch Provision erhält. Darf der Vermieter untersagen einen eigenen Versorger auszuwählen?

Viele Grüße

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32176 Beiträge, 5655x hilfreich)

Zitat (von Scheldon):
Kann der Vermieter die Überprüfung und Instandsetzung ablehnen?
Offenbar hat er es schon getan, oder? WIE hat er es getan?
Zitat (von Scheldon):
Von Mitbewohnern bin ich "gewarnt" worden vor immens hohen Nebenkosten.
Könnte es sein, dass du Nachbar dieses Fragestellers bist?
https://www.123recht.de/forum/mietrecht/Neue-Mietwohnung,-viele-kleine-Maengel-was-tun-__f618853.html

Zitat (von Scheldon):
Wie kann ich dann die NKA überprüfen oder überprüfen lassen?
zB bei Einsicht. Dort die paar Seiten fotografieren.
Zitat (von Scheldon):
Darf der Vermieter untersagen einen eigenen Versorger auszuwählen?
Vermutlich nicht, aber es gibt wohl für ihn keine Pflicht, dass er dich als einzigen Mieter aus der Gasversorgung fürs gesamte Haus *entlässt*. Doppelt zahlen möchtest du sicher nicht.
Dass er irgendeine Provision bekommt, muss mit den Heizkosten nichts zu tun haben.
Zitat (von Scheldon):
Scheinbar wird die Nebenkostenabrechnung nicht ausgehändigt,
Was steht zur Betriebskostenabrechnung im Mietvertrag?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
ReBo123
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 2x hilfreich)

Ich bin kein Elektriker, deshalb nur ein Gedanke aus Laiensicht: Kann es sein, dass die neuen gebrauchten Backöfen mehr Leistung ziehen als der alte und damit die Grenzen dessen sprengen, wofür die Elektrik in der Wohnung ausgelegt ist?

Signatur:

Ich bin juristischer Laie, meine Beiträge verstehen sich als Denkanstöße.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120112 Beiträge, 39830x hilfreich)

Zitat (von Scheldon):
Kann der Vermieter die Überprüfung und Instandsetzung ablehnen?

Eine erwas merkwürdige Frage, denn offenbar tat er es ja schon ...
Zitat (von Scheldon):
Mein Vermieter will auch hier nichts unternehmen




Zitat (von Scheldon):
Ist der Vermieter mit dieser Klausel von Reparaturen oder Prüfungen wie der hier beschriebenen befreit?

Nö.
Aber der Mieter wird wohl beweisen müssen, dass der Fehler nicht an seinen Geräten liegt.



Zitat (von Scheldon):
WIe kann ich dann die NKA überprüfen oder überprüfen lassen?

Durch Belegeinsicht - und die Belege muss er in der Tat nicht aushändigen.



Zitat (von Scheldon):
Darf der Vermieter untersagen einen eigenen Versorger auszuwählen?

Ja, das darf er.
Macht er es denn? Und wenn ja, mit welchem Wortlaut?

Hat man denn überhaupt einen eigenen Zähler?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
Scheldon
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Offenbar hat er es schon getan, oder? WIE hat er es getan?

Die ständig glimmende Deckenbeleuchtung hat er sich nur optisch angesehen und abgewunken. Da war das Problem mit dem Herd / Elektrik der Küche mir noch nicht bekannt
Zitat:
Was steht zur Betriebskostenabrechnung im Mietvertrag?

Der MV listet den Verteilerschlüssel der einzelnen Kostenarten auf, also "Verbrauch", "Wohneineheites" oder "Personen". Es ist nichts erwähnt ob und wie die Gesamtkosten mitgeteilt werden und ob überhaupt welche entstanden sind.

Ohne die Kosten bspw. für Hauswart oder Versicherungen zu kennen, kann ich nicht überprüfen, ob der mir berechnete Anteil überhaupt korrekt ermittelt wurde.

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#5
 Von 
Scheldon
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von ReBo123):
Ich bin kein Elektriker, deshalb nur ein Gedanke aus Laiensicht: Kann es sein, dass die neuen gebrauchten Backöfen mehr Leistung ziehen als der alte und damit die Grenzen dessen sprengen, wofür die Elektrik in der Wohnung ausgelegt ist?


Ja, das wäre denkbar

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32176 Beiträge, 5655x hilfreich)

Zitat (von Scheldon):
Der MV listet den Verteilerschlüssel...
Was steht dort im Wortlaut ?
Zitat (von Scheldon):
und ob überhaupt welche entstanden sind.
Das steht NICHT im Mietvertrag. Das erkennt man uU aus der BK-Abrechnung.

Zitat (von Scheldon):
Ohne die Kosten bspw. für Hauswart oder Versicherungen zu kennen, kann ich nicht überprüfen, ob der mir berechnete Anteil überhaupt korrekt ermittelt wurde.
Ja. Die Verbrauchskosten auch nicht. Deshalb darfst du beim Vermieter Einsicht in die Originalbelege nehmen, wenn er eine Nachzahlung von dir will. Dort darfst du die Belege abfotografieren, dann prüfen bzw. prüfen lassen.
-Meinst du mit Mitbewohner deine Nachbarn in ihren Wohnungen?
-Wie viele Wohnungen gibts in dem Haus?
-Wohnt der Vermieter auch dort?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Scheldon
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Aber der Mieter wird wohl beweisen müssen, dass der Fehler nicht an seinen Geräten liegt.

Für mich ein Grund den zweiten gebrauchten Herd zu kaufen war (auch), dass ich ihn selbst noch habe ausprobieren können bevor ich das Gerät gekauft habe. Für mich ist damit die Fehlerfreiheit erwiesen. Das Problem wird wohl sein das glaubhaft zu machen, denn ich habe kein Bildmaterial vom Test und Kauf und auch keine andere Möglichkeit mal eben woanders den Herd im Beisein meines Vermieters anzuschließen.

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#8
 Von 
Linolada
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 1x hilfreich)

Es gibt Herde die brauchen starkstrom hat man den nicht wird vermutlich die Sicherung rausfliegen. Dasselbe aber ein Elektriker wissen.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16512 Beiträge, 9303x hilfreich)

Zitat (von ReBo123):
Ich bin kein Elektriker, deshalb nur ein Gedanke aus Laiensicht: Kann es sein, dass die neuen gebrauchten Backöfen mehr Leistung ziehen als der alte und damit die Grenzen dessen sprengen, wofür die Elektrik in der Wohnung ausgelegt ist?

Dann würde aber die Sicherung und nicht der FI-Schutzschalter auslösen.

Zitat (von Scheldon):
Mein Vermieter will auch hier nichts unternehmen - ich vermute einen grundlegenden Fehler in der Elektrik.

Ja - das würde ich auch vermuten.

Zitat (von Scheldon):
Im Wohnzimmer "glimmt" die Deckenleuchte obwohl das Licht über den üblichen Lichtschalter ausgeschaltet ist.

Sehr seltsam. Klingt aber nach einem grundlegenden Problem.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2331 Beiträge, 363x hilfreich)

Zunächst mal: Sieh zu, dass das von einem Elektriker geprüft wird. Nicht alleine machen.

Die glimmende Lampe könnte evtl. ein HInweis auf eine falsche Verpolung von L und N sein, entweder in der Lampe selbst oder im Sicherungskasten. Da müsste man mal die Lampe abklemmen und mit dem Multimeter die Spannungspotenziale zwischen den einzelnen Leitungen in ausgeschaltetem Zustand messen.

Wenn zwischen L und N in eingeschaltetem Zustand 230 V anliegen und in ausgeschaltetem Zustand 0 V anliegen, ist von daher erstmal alles in Ordnung. Wenn bei letzterem eine Spannung anliegt, dann stimmt irgendwas mit dem Schalter nicht.

Andere Ursache für die glimmende Lampe könnte auch ein Spannungspotenzial zwischen PE und N sein (manche Schalter trennen beispielsweise nur L so dass zwischen PE und N Strom fiießen kann sofern eben Spannungspotenzial besteht). Und das wäre dann ein größeres Problem in der Elektrik. Zwischen PE und N sollte kein Spannungspozenzial sein. Wenn da eins ist, kann das ein Auslösekriterium für den FI-Schalter sein.

Das könnte sogar in direktem Zusammenhang mit dem Herd oder der Herdanschlussdose stehen in dem Sinne, dass da ein permanenter Fehler besteht, der aber für den FI-Schalter noch unter der Auslöseschwelle ist und erst mit dem Herd zusammen wird die Auslöseschwelle überschritten.

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