Räumungsklage, Schimmel und Renovierung

14. Februar 2015 Thema abonnieren
 Von 
bluesky2803
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Räumungsklage, Schimmel und Renovierung

Hallo,

im Wohnungsübergabeprotokoll wurden Mängel wie eine stark beschädigte Badewannenbeschichtung und Schimmel an einer Wand und der Decke im Schlafzimmer aufgeführt, diese sollten behoben werden. Am Tag nach der Wohnungsübergabe wurde noch das angezeigt was wir im halbdunkeln nicht bemerkt hatten und wir sind davon ausgegangen das der Vermieter die Mängel entsprechend beseitigen lässt. Außer dass ein Maler kam und mal kurz was aufgesprüht wurde, alle anderen Mängel wurden ignoriert. Die Badewanne konnte nicht zum Baden genutzt werden, man hätte sich den Hintern aufgerissen bei den tiefen rostigen Kratzern. Das Badezimmer ist innenliegend, ohne Fenster und der Lüfter war monatelang kaputt. Somit hat sich dort auch in den Fugen Schimmel gebildet.
Ca. ein halbes Jahr nach dem Einzug haben wir begonnen die Miete zu mindern, da der Vermieter alles ignorierte. Weitere ca. 3 Monate später haben wir einen Anwalt eingeschaltet, aber auch dieser bekam keine Antwort seitens des Vermieters. Ein Jahr und zwei Monate nach dem Einzug wurde dann die Badewanne ausgetauscht und der Lüfter im Bad repariert. Wir haben ab da dann wieder die volle Miete bezahlt, obwohl der Schimmel und andere Mängel nicht behoben wurden.
Etwa 2 Monate danach erhielten wir die fristlose Kündigung, da innerhalb der Mietminderungszeit von 9 Monaten der Betrag von 2 Monatsmieten aufgelaufen war. Mittels Anwalt haben wir reagiert und der fristlosen Kündigung widersprochen mit Verweis auf die angezeigten Mängel. Dann war Ruhe und wir dachten alles ist erledigt, aber nach ca. 6 Monate erhielten wir eine Räumungsklage zugestellt. In dieser wurden wir als Mietschuldner dargestellt und es tauchte kein Wort über die angezeigten Mängel auf. Ein Termin beim Amtsgericht im Rahmen des Klageverfahren und unseres Widerspruches war bereits aber der Vermieter hat sich auf keinen Vergleich eingelassen. Lt. dem Anwalt des Vermieters wäre im Wohnungsübergabeprotokoll aufgeführte Mängel durch unsere Unterschrift akzeptiert worden. Wer akzeptiert denn Schimmel etc. und der Sinn eines Wohnungsübergabeprotokolls ist doch Mängel festzuhalten damit diese behoben werden? Da man sich nicht auf einen Vergleich einigen konnte wird der Richter entscheiden. Wir können leider überhaupt nicht einschätzen ob die Entscheidung zu unseren Gunsten ausfallen wird oder eher nicht, aber unser Anwalt äußert sich leider nicht dazu.
Obwohl wir angeboten haben einen Teil der geminderten Miete zu zahlen, so dass man noch bei 10 % statt der geminderten 15 % wäre stellt sich der Vermieter weiterhin quer. Seit nun fast drei Monaten weiß der Vermieter, dass nun auch Schimmel an den Decken vom Wohnzimmer, Kinderzimmer und Badezimmer aufgetreten ist und es passiert nichts.
Wir haben nun eine andere Wohnung und wollen zum Monatsende ausziehen. Da der Vermieter sich ja auf keinen Vergleich einlässt, wissen wir nicht ob das Mietverhältnis nun mit unserem Auszug endet und ob wir die Wohnung renovieren, also weiß streichen müssen trotz des Schimmels?


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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
soso55
Status:
Schüler
(206 Beiträge, 239x hilfreich)

Hallo "bluesky2803",

erst nach der Sanierung des Schimmelbefalls kann gestrichen werden!
Ob Sie eine Renovierung, anteilig, tragen müssen, ist fraglich.
Angesichts der unguten Sachlage empfehle ich Ihnen eine entsprechende Frage bei www.frag-einen-anwalt.de zu stellen, damit Sie eine rechtsverbindliche Antwort erhalten können. .

MfG, soso55

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