Rechtslage Hunde Betreuung

20. Februar 2020 Thema abonnieren
 Von 
Ratsam94
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)
Rechtslage Hunde Betreuung

Hallo,

zum Thema Hundehaltung in einer Mietwohnung gibt es schon viele Beiträge. Für meinen konkreten Fall konnte ich noch keine Antwort finden.

Ich ziehe demnächst aus der Wohnung meiner Mutter aus. Zwei kleine Hunde bleiben in der Wohnung meiner Mutter. Da wir beide berufstätig sind, haben wir die Hunde bis jetzt immer abwechselnd betreut. Da ich montags und freitags von Zuhause aus arbeiten kann und Samstags frei habe, wollte ich für diese Zeit die Hunde stundenweise zu mir nehmen. Meine Mutter geht in Schichten arbeiten und hat an unterschiedlichen Tagen frei. Man kann also nicht sagen, dass die Hunde immer 3 Tage in der Woche bei mir wären und auch die Zeit der Betreuung schwankt zwischen 3 und 7 Stunden - also je nach Schichtplan meiner Mutter. Mir selbst ist es berufsbedingt nur möglich, die Hunde an genau diesen drei Tagen zu betreuen - also keinesfalls eine ganze Woche. Es kann also auch vorkommen, dass ich die Hunde nur einmal in der Woche zu mir nehmen muss oder auch mal gar nicht. Im Mietvertrag steht nach "Vereinbarung". Was ich mittlerweile in Erfahrung bringen konnte, ist, dass der Vermieter nicht einfach in dem Mietvertrag eine Hundehaltung verbieten darf, aber die Entscheidung bei ihm liegt. Nun ist mein Hausverwalter (Vermieter) davon nicht angetan. Er fürchtet, dass andere Mieter dann auch einen Hund halten möchten und dass die Grünanlagen beschmutzt werden. Für mich selbstverständlich, dass ich auch das kleine Geschäft den Hunden vor dem Haus unterbiete. Für ihn jedenfalls ist das schon eine Hundehaltung und keine Betreuung. Einmal im Monat für wenige Stunden wäre kein Problem für ihn. Nun zu den Hunden: klein (max 30cm) und gut erzogen.

Für Ratschläge wäre ich sehr dankbar!

Vielen Dank!

-- Editiert von Ratsam94 am 20.02.2020 13:08

-- Editiert von Ratsam94 am 20.02.2020 13:11

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9810 Beiträge, 4456x hilfreich)

Zitat (von Ratsam94):
Ich ziehe demnächst aus der Wohnung meiner Mutter aus.
Hast du bereits einen beidseitig unterschriebenen Mietvertrag? Wurde vor Anmietung nach Haustieren gefragt und wenn ja wie?

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#2
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11821 Beiträge, 3201x hilfreich)

Alternativ könnten sie die Hunde doch auch in der Wohnung ihrer Mutter betreuen?

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#3
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16827 Beiträge, 5864x hilfreich)

Zitat (von Ratsam94):
Für Ratschläge wäre ich sehr dankbar!
Eine andere Wohnung suchen in der Hunde erlaubt sind?

Zitat (von Ratsam94):
Für ihn jedenfalls ist das schon eine Hundehaltung
Für mich auch

Zitat (von Ratsam94):
Er fürchtet, dass andere Mieter dann auch einen Hund halten möchten und dass die Grünanlagen beschmutzt werden.
Das ist kein haltbarer Grund eine Hundehaltung verbieten zu können.

Signatur:

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#4
 Von 
Ratsam94
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Zitat (von Ratsam94):
Ich ziehe demnächst aus der Wohnung meiner Mutter aus.
Hast du bereits einen beidseitig unterschriebenen Mietvertrag? Wurde vor Anmietung nach Haustieren gefragt und wenn ja wie?


Ja, der Vertrag wurde beidseitig unterschrieben. Nach Haustieren hat weder er noch ich gefragt. Das wäre natürlich etwas anderes, wenn ich die Hunde wirklich bei mir halten müsste. Dann hätte ich gleich am Anfang fragen müssen. Ich wusste nur, es ist nach Vereinbarung.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Ratsam94
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von AltesHaus):
Alternativ könnten sie die Hunde doch auch in der Wohnung ihrer Mutter betreuen?


Ja, das ist natürlich auch möglich und das werde ich auch tun, wenn der Standpunkt gleich bleibt. Da ich zweimal die Woche von Zuhause arbeite, wäre es dann natürlich besser, wenn die Hunde bei mir wären. Ich habe mich aber nicht darauf verlassen, dass das so klappt.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Ratsam94
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Zitat (von Ratsam94):
Für Ratschläge wäre ich sehr dankbar!
Eine andere Wohnung suchen in der Hunde erlaubt sind?

Zitat (von Ratsam94):
Für ihn jedenfalls ist das schon eine Hundehaltung
Für mich auch

Zitat (von Ratsam94):
Er fürchtet, dass andere Mieter dann auch einen Hund halten möchten und dass die Grünanlagen beschmutzt werden.
Das ist kein haltbarer Grund eine Hundehaltung verbieten zu können.


Das war oder ist das Problem - eine Wohnungsanzeige, in der von Anfang an Hundehaltung bejaht wird, ist mir noch nicht untergekommen. Das "nach Vereinbarung" oft nein heißt, wusste ich so damals noch nicht, aber auf ein Ja habe ich mich auch nicht verlassen. Ganz ehrlich, ich habe gepokert, weil ich mit der Zeit mitbekommen habe, dass selbst Besuchshunde nicht gern gesehen sind und daraufhin war schnell Funkstille. Meine Mutter wollte auch nicht, dass ich wegen den Hunden bei der Wohnungssuche eingeschränkt bin. Also war dies das Risiko.

Ja, das mit den Grünanlagen oder dem befürchteten Hundeboom war für mich auch keine Begründung. Soweit ich weiß, muss der Vermieter nicht automatisch wegen einem genehmigten Hund andere genehmigen. Bei Schäden muss der Mieter aufkommen.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31597 Beiträge, 5576x hilfreich)
0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9810 Beiträge, 4456x hilfreich)

Zitat (von Ratsam94):
Ja, der Vertrag wurde beidseitig unterschrieben. Nach Haustieren hat weder er noch ich gefragt.
Halten wir mal fest, dass es einen Mietvertrag bereits gibt.
Zitat (von Ratsam94):
Im Mietvertrag steht nach "Vereinbarung".
In diesem Mietvertrag gibt es offenbar eine Klausel zur Hundehaltung.

Die Situation ist etwas schwierig. Bereits vor Abschluss des Mietvertrages war vermutlich der Wunsch der teilweisen Unterbringung des Hundes in dieser Wohnung vorhanden. Da nicht danach gefragt wurde, gab es meiner Meinung nach auch nicht die Pflicht, dies mitzuteilen. Dennoch wird der Vermieter nicht begeistert sein. Es ist wenig sinnvoll, nun gleich zu Beginn des Mietvertrages Stress anzufangen.

Rein rechtlich wird es jedoch so sein, dass eine Interessenabwägung im Einzelfall erfolgen muss. Du hast ja schon erkannt, dass die bisher vorgetragenen Interessen des Vermieters sehr schwach sind. Wenn da nicht deutlich mehr kommt, werden die Interessen des Mieters an einem zeitweisen Aufenthalt des Hundes in der Wohnung überwiegen. Zumindest solange, wie von dem Hund keine Einschränkungen für Nachbarn ausgehen.

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3452 Beiträge, 549x hilfreich)

Ich verbiete Hundehaltung aus mehreren Gründung.

Hundehaarallergie, immer mehr Mieter sind davon betroffen.
Hunde verursachen mehr Schmutz im Treppenhaus, gerade bei schlechtem Wetter.
Gebell in der Wohnung, Störung der Nachbarn und auch die Wohnung kann unter Hunden leiden.
Sah mal eine Wohnung, da waren nicht nur die Türen, sondern auch die Wände verkratzt.

Kann ihren Vermieter verstehen, werden bei ihnen Hunde geduldet, kann er es anderen Mietern nicht verbieten.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9810 Beiträge, 4456x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Ich verbiete Hundehaltung aus mehreren Gründung.
Das ist zwar inzwischen im Forum bekannt, aber von keinerlei Bedeutung. Insbesondere entspricht es bei bestehenden Mietverhältnissen nicht der Rechtslage. Man kann die natürlich als Vermieter ignorieren und hoffen, dass der Mieter einlenkt. Nur hat sowas in einem Rechtsforum nichts zu suchen. Keine der genannten Gründe entsprechen den Anforderungen an eine individuelle Interessenabwägung, welche der BGH vorgeschrieben hat.

Zitat (von Loni12):
Kann ihren Vermieter verstehen, werden bei ihnen Hunde geduldet, kann er es anderen Mietern nicht verbieten.
Das ist schlicht falsch.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Ratsam94
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Zitat (von Ratsam94):
Ja, der Vertrag wurde beidseitig unterschrieben. Nach Haustieren hat weder er noch ich gefragt.
Halten wir mal fest, dass es einen Mietvertrag bereits gibt.
Zitat (von Ratsam94):
Im Mietvertrag steht nach "Vereinbarung".
In diesem Mietvertrag gibt es offenbar eine Klausel zur Hundehaltung.

Die Situation ist etwas schwierig. Bereits vor Abschluss des Mietvertrages war vermutlich der Wunsch der teilweisen Unterbringung des Hundes in dieser Wohnung vorhanden. Da nicht danach gefragt wurde, gab es meiner Meinung nach auch nicht die Pflicht, dies mitzuteilen. Dennoch wird der Vermieter nicht begeistert sein. Es ist wenig sinnvoll, nun gleich zu Beginn des Mietvertrages Stress anzufangen.

Rein rechtlich wird es jedoch so sein, dass eine Interessenabwägung im Einzelfall erfolgen muss. Du hast ja schon erkannt, dass die bisher vorgetragenen Interessen des Vermieters sehr schwach sind. Wenn da nicht deutlich mehr kommt, werden die Interessen des Mieters an einem zeitweisen Aufenthalt des Hundes in der Wohnung überwiegen. Zumindest solange, wie von dem Hund keine Einschränkungen für Nachbarn ausgehen.


Ungefähr so hat eine meiner Bekannten auch argumentiert, die selbst mal eine Wohnung vermietet hatte. Trotzdem sehe auch ich es so, dass man jetzt ganz am Anfang keine Konflikte schüren sollte. Die Hunde werden jetzt erstmal lange kein Thema sein.

Vielen Dank. Das hat mir sehr weitergeholfen!

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Ratsam94
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Ich verbiete Hundehaltung aus mehreren Gründung.

Hundehaarallergie, immer mehr Mieter sind davon betroffen.
Hunde verursachen mehr Schmutz im Treppenhaus, gerade bei schlechtem Wetter.
Gebell in der Wohnung, Störung der Nachbarn und auch die Wohnung kann unter Hunden leiden.
Sah mal eine Wohnung, da waren nicht nur die Türen, sondern auch die Wände verkratzt.

Kann ihren Vermieter verstehen, werden bei ihnen Hunde geduldet, kann er es anderen Mietern nicht verbieten.


Das ist natürlich auch eine Einstellungssache. Bei Allergien wird es natürlich schwierig, aber das Problem kann bei mir ausgeschlossen werden, da die Wohnung über einen separaten Eingang verfügt, was auch kein Dreck im Treppenhaus bedeutet. Für mich aber auch selbstverständlich, sollte es doch mal nach einem Regentag dazu kommen, den verdreckten Treppenflur zu reinigen. Wobei ich schon öfter den Flur wegen meiner verdreckten Schuhe reinigen musste als wegen den Hunden.

Wenn ein Hund oft bellt, würde mich das ebenfalls sehr stören. Bei meinen Hunden toleriere ich das nicht. Habe ein starkes Ruhebedürfnis. Da ist man wieder beim Thema Erziehung.

Und Schäden, die nach dem Einzug durch den Mieter entstanden sind, sind natürlich auch von diesem wieder zu beseitigen. Muss auch nicht immer zwangsläufig durch einen Hund oder eine Katze entstanden sein :) .

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