Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
13.493 Ratgeber, 2.347.261 Forenbeiträge, 254.709 Rechtsberatungen
621.697
Registrierte
Nutzer

Renovieren

25. September 2007 Thema abonnieren
 Von 
Fortuna
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Renovieren

Hallo zusammen,

ich hab da ein Problem, vielleicht hat jemand einen Vorschlag.

Meine Mutter ist im Juli 07 verstorben, sie hat 44 Jahre in einem Haus einer Baugenossenschaft gewohnt. Der Mietvertrag ist von 1963.

Bei der Abnahme durch die Genossenschaft sagte man mir ich muss die ganzen Tapeten, die Holzdecken, die Holzverkleidungen, den Laminatboden im Wohnzimmer und die ganzen Teppichböden entfernen.

Im Mietvertrag steht "besenrein" was auch immer das zu bedeuten hat.

Kann mir hier vielleicht jemand einen Ratschlag geben?

Vielen Dank dafür im Voraus.

Fragen zur Miete?

Fragen zur Miete?

Ein erfahrener Anwalt im Mietrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Mietrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9542 Beiträge, 2329x hilfreich)

Wenn im Mietvertrag "besenrein" steht, dann müssen Sie lediglich die Wohnung ordentlich sauber machen und sonst gar nichts. Tapeten, Teppiche und alles andere bleibt so wie es ist.


Ein Richter hat mal in so einem Verfahren gesagt, bei dem ich dabei war, besenrein bedeute, die Wohnung muß so aussehen, wie wenn die Schwiegermutter zu Besuch kommt. Das bedeutet, die Teppiche sind gesaugt, die Böden gewischt, Küche und Bad sind auch sauber.

Tapeten und Holzverkleidungen bleiben beim Besuch der Schwiergermutter üblicherweise dran. ;)




-- Editiert von justice005 am 25.09.2007 14:07:28

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Michael32
Status:
Schlichter
(7206 Beiträge, 1585x hilfreich)

Wobei die Frage offen bleibt, wie die Wohnung übernommen wurde. Hat die Mutter die Einbauten veranlasst, dann müssten diese auch wieder entfernt werden.

Gruß

Michael

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9542 Beiträge, 2329x hilfreich)

Das ist richtig, gilt aber nicht für Tapeten. Ob es für Teppiche gilt, hängt davon ab, ob vorher auch schon Teppiche da lagen.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 459x hilfreich)

Und wenn vorher auch keine Tapeten da waren ?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9542 Beiträge, 2329x hilfreich)

Nein, auch dann nicht, weil Tapezieren keine bauliche Veränderung darstellt und keine Beschädigung der Mietsache. Es handelt sich vielmehr um ganz normalen vertragsgemäßen Gebrauch...

Im übrigen: Ich will jetzt wirklich keine Vorurteile dreschen: Aber es kommt in der Tat häufig vor, dass bei so alten Wohnungen möglichst viel der fälligen Sanierung noch auf die Mieter abgewälzt wird...

Was vorher war, läßt sich mit Sicherheit ohnehin nicht mehr rekonstruieren. Wer will das denn noch wissen?? Wenn im Mietvertrag staht 'besenrein verlassen', dann ist es doch wirklich nicht geboten, dem Mieter noch irgendwelche Dinge aufdrücken zu wollen.



0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 459x hilfreich)

Gibt es bei einer Genossenschaft nicht mglw. 'Spezialregelungen' ?

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9542 Beiträge, 2329x hilfreich)

keine Ahnung. Aber auch Genossenschaften können nicht das Mietrecht bzw Vertragsrecht aushebeln.

Es kann ja nicht sein, dass 'besenrein' bei einem privaten Vermieter etwas anderes bedeutet als bei einer Genossenschaft.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7944 Beiträge, 2879x hilfreich)

Ich kenne dieses Verhalten auch von der Genossenschaft (meine Schwiegereltern waren sogar 55 Jahre in der Wohnung). Fand das auch ungewöhnlich, dass ich die Tapeten abmachen sollte. Bei der Holzverkleidung an Decke und Wand sowie dem Laminatboden habe ich aber für den Vermieter Verständnis.
Wir hatten damals Schiebetüren eingesetzt weil der Flur so klein ist - mußten wir auch rückgängig machen obwohl es mit Türen unpraktischer ist. Mag ja nicht jeder leiden.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 459x hilfreich)

Nun ja, bei einer Genossenschaft ist man als Mitglied in irgendeiner Form auch 'sein eigener Vermieter'. Von daher würde ich eine mögliche Spezialregelung nicht von vorneherein ausschließen.

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 237.817 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
97.600 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen