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Schadenersatz Laminat

6. Dezember 2012 Thema abonnieren
 Von 
Tina H.
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Schadenersatz Laminat

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zu Schäden am Laminat. Ich wohne seit 3 Jahren in einer Wohnung in der kurz vor meinem Einzug Laminat verlegt wurde. Durch das hin und her schieben eines Instrumentes sind relativ tiefe Kratzer in das Laminat gekommen (ca. 7 Stück). Ich habe den Schaden meinem Vermieter und meiner Versicherung gemeldet. Meine Versicherung will für den Schaden allerdings nicht aufkommen, weil der von ihnen geschickte Gutachter der Meinung ist, dass es sich dabei nicht um einen einmaligen Schaden, sondern um Abnutzung handelt. Jetzt verlangt mein Vermieter von mir,dass ich bis mitte Dezember einen Schadensersatz in Höhe von 556€ (Zimmer ist 18 m²) groß zahle und er droht mir mit Kündigung bzw. juristischen Schritten, wenn ich dies nicht tue.

Nun frage ich mich, ob er überhaupt schon jetzt, vor Auszug, das Geld von mir verlangen darf, vor allen Dingen, wenn der Gutachter der Versicherung die Kratzer als Abnutzung deklariert hat und ob er in einem Verfahren Recht behalten würde.

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anjuli123
Status:
Bachelor
(3595 Beiträge, 1455x hilfreich)

Solche Kratzer sind keine Abnutzung sondern Sachbeschädigung, aber eben tatsächlich nicht durch einen einmaligen Vorgang entstanden, sondern du hast offenbar öfter unachtsam dein Instrument herumgeschoben. Warum tust du keine Filzdinger darunter?

Allerdings kann es dem Vermieter egal sein, was du da während deiner Mietzeit veranstaltest, was jedoch nichts daran ändert, dass du wiederum eine Obhutspflicht über die von dir angemietete Wohnung und allem was darin ist hast.

Spätestens bei Auszug darfst du also neues Laminat verlegen oder Schadensersatz zahlen.

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#2
 Von 
minimalistic
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

also ...wenn der laminat ...3 jahre liegt ...laut aussage ,und jetzt schon gebrauchsspuren hat ..allgemein ..meine ich ..ist es kein hochwertiges produkt gewesen ...also es kommt immer auf den abrieb drauf an ...für was der laminat genutzt werden soll ...hat er bei poco einen gekauft für 2,99 den qm ...da musste garnichts zahlen ....aber mal davon ab was für ein instrument ,wenn ich fragen darf ...????also ...in der regel ist im wohnbereich ...mindestens ac3 zu nehmen...also abriebklasse nennt sich das sowie auch im flur...wenn halt der boden so beanstrucht wird ...aber als vermieter sollte man da schon drauf achten ...desweitern..die geldvorderung die er in anspruch nimmt ...da soll er dir bitte vorher die abriebklasse nennen...denn darauf hin kannst du immer noch einspruch legen ...wenn es ein minderwetiger laminat war...also im abrieb wert ...vom laminat im anbspruchsgebiet wo viel gelaufen wird muss schon ip 2500 abrieb sein also neue norm ac3 ...in anderen räumen wie schlafzimmer oder so brauchste höchstens ac2 also 1800 abrieb....also wenn es hard auf hard kommt...soll er dir den laminat wert den er gekauft aht zeigen ,denn für 18 qm wohnfläche laminat dürfte schon fast gewerblicher laminat sein ...oder auch laminat parkett ....

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#3
 Von 
Anjuli123
Status:
Bachelor
(3595 Beiträge, 1455x hilfreich)

quote:
also ...wenn der laminat ...3 jahre liegt ...laut aussage ,und jetzt schon gebrauchsspuren hat ..allgemein ..meine ich ..ist es kein hochwertiges produkt gewesen


Ja, das ist das Grundargument von Mietern. Wenn das Laminat zerkratzt ist, dann muß es ja Billiglaminat sein. Aber wenn man was drüberschiebt, z.B. ein Klavier, das Schäden verursacht, dann werden die auch bei Parkett verursacht.

Und biite minimalistic, gewöhne dir bitte an so zu schreiben, dass man beim Lesen keinen Augenkrebs kriegt.

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1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
minimalistic
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

wenn du es gelesen hast ..habe ich gefagt,was für ein musik instrument es war ....und wär ein klavier ...darüberschiebt der hat sogar auf fliesen keine Emaille mehr drauf.....so ich hoffe du konntest es lesen...lach

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0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Methadir
Status:
Praktikant
(783 Beiträge, 401x hilfreich)

'...' ist kein geeignetes Mittel zu Textstrukturierung!

Also, entweder ist es Abnutzung, oder es ist ein Schaden. Dazwischen sehe ich eigentlich nur "Mutwillige Abnutzung", also weiteres Verkratzen, obwohl Dir klar war, dass Schäden entstehen.

Was sagt denn die Versicherung, wer das zahlen muss? Du wegen Vorsatz, oder weil es nicht versichert ist? Oder der Vermieter, weil es als übliche Abnutzung deklariert wird?
In letztem Fall: Lass es Dir schriftlich geben und sie den Dingen gelassen entgegen. Die HPV ist auch dafür da, Rechtsschutz gegen ungerechtfertigte Ansprüche zu stellen.

2x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Anjuli123
Status:
Bachelor
(3595 Beiträge, 1455x hilfreich)

quote:
In letztem Fall: Lass es Dir schriftlich geben und sie den Dingen gelassen entgegen.


Wobei wir ignorieren, dass Versicherungen Ansprüche für gewöhnlich erstmal generell ablehnen, um nicht zahlen zu müssen?

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0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Tina H.
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Erstmal danke für die Antwort.

Es war ein E-drum set, dass ich auf einen Teppich gestellt und die Bass drum mit Metalspitzen befestigt habe. Diese ragten aber unten raus und haben den Belag zerkratzt. Als ich das nach einem Tag bemerkt habe, hab ich die Spitzen entfernt.

Die Versicherung hat nur gesagt, dass sie es nicht zahlen muss, weil kein einmaliger Schaden. Der Mieterschutzbund sagt, dass ich ihm keinen Schadensersatz zahlen , da es ja Abnützung ist und die Versicherung meint zu rechtshilfe, dass ich eine Rechtsschutzversicherung abschliessen soll,sonst diese mir keinen Beistand leisten. Ist jemand von euch shcon mal bei einem ähnlichem Fall bei seiner Versicherung in Einspruch gegangen und hat so ein Schreiben verfasst?

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0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Methadir
Status:
Praktikant
(783 Beiträge, 401x hilfreich)

@Anjuli123

Wenn sie ungerechtfertigt ablehnen und der Geschädigte klagt, dann zahlen sie aber auch die entstandenen Kosten. das ist doch gerade der Aspekt der Abwehr unberechtigter Ansprüche.
Wenn sie gerechtfertigt ablehnen, dann gibt es auch kein Problem - außer, die Begründung ist, dass der Scahdensersatzanspruch zwar besteht, aber nciht versichert ist. Eben das soll die Threaderstellerin schwarz auf weiß klären.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Tina H.
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

@Methadir

quote:
Wenn sie ungerechtfertigt ablehnen und der Geschädigte klagt, dann zahlen sie aber auch die entstandenen Kosten.


Ob nun gerecht oder ungerechtfertigt bzw. ob ein Schadenersatzanspruch besteht entscheidet im Zweifelsfall ein Gericht oder?

Die Sache ist ja ,dass die Versicherung einen Gutachter geschickt hat, der der Meinung war, dass es sich hier eben nicht um einen einmaligen Schaden, sondern um Abnutzung/übermaßige Belastung über einen langen Zeitraum hinweg handelt. Wenn die Sache also jetzt vor Gericht geht, ein zweites Gutachten eingeholt wird und der Richter bestimmt, dass Schadensersatzforderungen bestehen, da ein Schaden besteht, kann dann die Versicherung zur Zahlung rangezogen werden? Gibt es über haupt etwas zwischen Abnutzung und eindeutiger Schaden, wofür die Versicherung auch nicht aufkommt?

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0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Chylla
Status:
Student
(2104 Beiträge, 624x hilfreich)

Die Wahrheit ist einfach, daß die Versicherungen sich gerne drücken. Meine Mieterin hat ein Bügeleisen in den Teppich einbrennen lassen und das ist ganz bestimmt keine normale Abnutzung.

Aber da fiel der Versicherung auch was ein: Teppichboden eh schon abgeschrieben.

Eigentlich sollte man für solche Fälle eine Rechtsschutz haben.

Wenn der Schaden gerichtlich festgestellt wird, kann sich die Versicherung nicht mehr drücken. Aber den Ärger hast Du.

Im übrigen ist eine übermäßige Belastung ein Grund, Schadensersatz zu zahlen.

Wenn das ausgestanden ist, dann wechsle die Versicherung ! Die hat Dein Geld nicht verdient.

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"Chylla"

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Methadir
Status:
Praktikant
(783 Beiträge, 401x hilfreich)

@Chylla
Ich habe ja nur theoretische Erfahrung mit sowas. Aber wo soll da eine Rechtsschutzversicherung helfen (auf Mieterseite). Das ist im Wesentlichen ein Streit zwischen Vermieter und Versicherung (außer eben in dem Fall, dass die Versicherung zwar nicht die Schadensersatzpflicht bestreitet, sondern nur die Zuständigkeit - aber da sist in Deinem Beispiel ja nicht der Fall).
Vermieten würde ich ohne RS allerdings auch nicht.

Dem Versicherungswechel ist natürlich zuzustimmen. Man KANN mit Versicherungen durchaus klarkommen. Mein Tip: Seriöses Unternehmen suchen und dann Treu zeigen, sprich: Alle Versicherungen da abschließen. Warum sollen die sich groß um jemanden bemühen, der eh immer nur den günstigsten Anbieter nimmt.
Mir wurde schon eine geliehene Leiter reguliert, die mir umgefallen ist, obwohl geliehene Gegenstände absolut nicht versichert waren (habe ich gerade erst dazuversichert). Rein auf Kulanz.
(Die private KV meiner Eltern bei der gleichen Gesellschaft mag da ein gewisser Hebel sein, schließlich ist das gerne mal das 5-fache von allen anderen Versicherungen, trotzdem fühle ich mich da ganz gut aufgehoben).

0x Hilfreiche Antwort

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