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Schlüsselübergabe vor Mietende

 Von 
msn506836-31
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Schlüsselübergabe vor Mietende

Hallo zusammen,

ich habe aus gutem Willen einen meiner Schlüssel schon vor Mietende übergeben (am 04.01.) seit dem war ich nicht mehr in der Wohnung und in der Wohnung war alles in Ordnung.

Am Donnerstag den 10.01. übergibt die Eigentümerin der Wohnung den Schlüssel frühs an den Hausverwalter, da dieser eine Besichtigung geplant hat. Heute am 11.01. bekomme ich eine Mail mit Bild, dass in der Küche ein Wasserschaden entstanden sei, weil der Hahn nicht ganz zugedreht war.

Die Küche wurde am 29.12. von einem Käufer abgebaut ich war seit dem am 30.12. und eben am 04.01. in der Wohnung und kein Wasserfleck oder auch nur ein Tropfen war zu sehen, was zeugen auch bestätigen können. Ab dem 04.01. hatten nur die Eigentümerin und ich Zutritt zu der Wohnung. Nun erwartet die Eigentümerin, dass ich den Schaden möglichst schnell begleiche. Ich bin aber der Meinung das ich das nicht muss, da sich der Hahn ja unmöglich von selbst geöffnet haben kann und ich nicht in der Wohnung war. Ich habe die Vermutung das die Eigentümerin den Hahn selbst manipuliert hat bevor sie am Donnerstag den Schlüssel an die Hausverwaltung übergeben hat. Könntet ihr mir helfen wo da meine Chancen liegen. Würde evtl. ein Anwaltliches schreiben bereits helfen?

Viele Grüße und Danke im Voraus Chris

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Schlüssel übergeben Wohnung Helfen


18 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
msn506836-31
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Was ich noch vergessen hatte. Laut Aussage der Hauserwaltung war der nicht richtig zugedreht.

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#2
 Von 
AltesHaus
Status:
Unparteiischer
(9592 Beiträge, 2620x hilfreich)

Schaden beheben.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
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#3
 Von 
msn506836-31
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielleicht kann man die Antworten etwas ausführlicher schreiben.

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#4
 Von 
AltesHaus
Status:
Unparteiischer
(9592 Beiträge, 2620x hilfreich)

Zitat (von msn506836-31):
Vielleicht kann man die Antworten etwas ausführlicher schreiben.

Wie das, ich weiß ja nicht welcher Schaden nun genau entstanden ist?

Die Aussage, dass bei Ihrem Weggang "alles in Ordnung" war ist nicht ausreichend. Scheinbar hatten sie dann doch noch einen Schlüssel, oder wie soll ich

Zitat (von msn506836-31):
Ab dem 04.01. hatten nur die Eigentümerin und ich Zutritt zu der Wohnung.

das sonst interpretieren? MV lief noch, Sie hatten einen Schlüssel und sind dementsprechend auch verantwortlich.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
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#5
 Von 
cauchy
Status:
Senior-Partner
(6264 Beiträge, 3290x hilfreich)

Die Grundproblematik: Solange, wie der Mieter die Wohnung noch nicht endgültig dem Vermieter zurückgegeben haben, ist der Mieter der Besitzer der Wohnung. Er haftet dann erstmal dem Vermieter gegenüber für alle Schäden, die durch unsachgemäße Benutzung der Wohnung während der Zeit seines Besitzes entstehen.

Der Vermieter muss also erstmal nur nachweisen,
1) dass der Schaden zu einer Zeit entstanden ist, in der der Mieter Besitzer der Wohnung war
2) dass der Schaden nicht durch sachgemäße Benutzung entstanden ist.

Ersteres scheint problemlos der Fall zu sein, weil der Mieter noch Schlüssel hatte. Damit hat er die Wohnung in aller Regel noch nicht dem Vermieter zurückgegeben. Wenn der Wasserhahn nicht zu war, so wäre zweiteres auch erfüllt. Wobei der Mieter natürlich versuchen könnte, einen Richter zu überzeugen, dass ein Einbrecher den Hahn aufgedreht hat.

Nun kommt nämlich das Problem: Der Mieter haftet auch für Schäden seiner Besucher. Und da er einen Schlüssel rausgegeben hat, würde er erstmal dem Vermieter gegenüber haften, wenn jemand mit diesem Schlüssel einen Schaden verursacht. Von diesem jemand könnte der Mieter sich vielleicht den Schaden wiederholen. Aber dann muss er beweisen, dass dieser jemand wirklich den Schaden verursacht hat und das wird sicherlich nicht einfach.

Zum Schluß kommt auch noch dazu, dass der Mieter die Obhutspflicht für die Wohnung hat. Er muss eigentlich regelmäßig in die Wohnung gehen um sicherzustellen, dass bei Schäden zügig reagiert wird. Auch das hat er zumindest eine Woche lang nicht gemacht und auch das kann ein Problem darstellen.

Von daher steht der Mieter vor einigen Beweisproblemen. Wobei ich nicht empfehlen würde, den Schaden selber reparieren zu lassen. Und natürlich muss man die Rechnung prüfen. Wenn der Küchenboden uralt war, muss der Mieter keinen neuen Küchenboden zahlen. Aber an der grundsätzlichen Haftung des Mieters wird man nur mit sehr viel Aufwand und guten Beweisen etwas drehen können.

Nachtrag: Es kann auch darauf ankommen, was zwischen Vermieter und Mieter bei Abgabe des einen Schlüssels besprochen wurde. Wenn der Vermieter da z.B. die Haftung übernommen hat, dann dreht sich das Blatt. Aber das müsste der Mieter dann auch beweisen.

-- Editiert von cauchy am 11.01.2019 18:29

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#6
 Von 
AltesHaus
Status:
Unparteiischer
(9592 Beiträge, 2620x hilfreich)

Man könnte auch in Erwägung ziehen den Schaden seiner Haftpflichtversicherung zu melden.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
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#7
 Von 
msn506836-31
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antworten. Also es ist doch aber so das sich so ein Hahn nicht von alleine aufdreht. Wenn am 04.01. noch nichts nass war, was auch viele bestätigen können ist doch nicht davon auszugehen das der Hahn von mir nicht zugedreht war oder?

Ja meiner Haftpflicht habe ich das schon gemeldet aber der Vorwurf ist meiner Meinung nach albern und falsch.

Nachtrag: ich habe den Schlüssel ja nicht irgendwem gegeben sondern dem Eigentümer.

-- Editiert von msn506836-31 am 11.01.2019 19:26

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#8
 Von 
AltesHaus
Status:
Unparteiischer
(9592 Beiträge, 2620x hilfreich)

Zitat (von msn506836-31):
Danke für die Antworten. Also es ist doch aber so das sich so ein Hahn nicht von alleine aufdreht. Wenn am 04.01. noch nichts nass war, was auch viele bestätigen können ist doch nicht davon auszugehen das der Hahn von mir nicht zugedreht war oder?

Ist gar nicht so selten, dass die Wasserhähne tropfen md Zeit.

Zitat (von msn506836-31):
Ja meiner Haftpflicht habe ich das schon gemeldet aber der Vorwurf ist meiner Meinung nach albern und falsch.

Offensichtlich gibt es einen Wasserschaden, so dass ich Ihren Post nicht nachvollziehen kann.

Zitat (von msn506836-31):
Nachtrag: ich habe den Schlüssel ja nicht irgendwem gegeben sondern dem Eigentümer.

Das ändert nichts an Ihren Pflichten.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
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#9
 Von 
Spezi-2
Status:
Master
(4040 Beiträge, 1966x hilfreich)

Zitat:
Danke für die Antworten. Also es ist doch aber so das sich so ein Hahn nicht von alleine aufdreht

Dies ist aber doch nicht der entscheidende Punkt.
Entscheident ist dass die Wohnung noch nicht übergeben war und die Obhutspflicht noch bei dem Mieter lag.

Wenn der Mieter noch wohnhaft gewesen wäre, würde doch solch ein Mangel zunächst in seine Zuständigkeit fallen. Nach der Schilderung war es ja kein schadhafter Wasserhahn.

Also liegt der Nachweis der Schadensursache zunächst beim Mieter. Die blose Vermutung dass der Vermieter da am Hahn gedreht haben könnte bleibt ohne Beweis eine Vermutung.
Sachverhalt ist zunächst, dass der Mieter kein mangelfreie Wohnung zurückgeben kann.

Signatur:Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.
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#10
 Von 
msn506836-31
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Okay also für mich ist das alles nicht so stimmig es kommt mir eher so vor als hätte der Besitzer den Hahn etwas aufgedreht um die Kaution einzubehalten und eine ordentliche Summe meiner Haftpflicht zu bekommen. Es handelt sich bei dem Boden immerhin um Parkettboden.

Ich bin ja kein klemptner aber ich sehe es irgendwie nicht wirklich ein das ein Hahn 1 Woche lange dich und richtig abgestellt ist und dann plötzlich wie der Hausverwalter am Telefon sagte nicht ganz abgedreht ist.

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#11
 Von 
msn506836-31
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Spezi-2):
Zitat:
Danke für die Antworten. Also es ist doch aber so das sich so ein Hahn nicht von alleine aufdreht

Dies ist aber doch nicht der entscheidende Punkt.
Entscheident ist dass die Wohnung noch nicht übergeben war und die Obhutspflicht noch bei dem Mieter lag.

Wenn der Mieter noch wohnhaft gewesen wäre, würde doch solch ein Mangel zunächst in seine Zuständigkeit fallen. Nach der Schilderung war es ja kein schadhafter Wasserhahn.

Also liegt der Nachweis der Schadensursache zunächst beim Mieter. Die blose Vermutung dass der Vermieter da am Hahn gedreht haben könnte bleibt ohne Beweis eine Vermutung.
Sachverhalt ist zunächst, dass der Mieter kein mangelfreie Wohnung zurückgeben kann.

Also spielt es keine Rolle das etliche Leute bestätigen können, dass beim verlassen der Wohnung kein Fleck war? Ich verstehe da die Rechtslage wirklich nicht. Also ich verstehe schon das ich, weil ich noch der Mieter bin für die Wohnung verantwortlich bin aber was kann ich denn für einen nehmen wir an defekten Hahn.

Wenn ich noch ganz normal drinne gewohnt hätte und wäre eine Woche auf Montage gewesen und der selbe Hahn wäre defekt gewesen wäre das auch alleine meine Schuld gewesen?

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#12
 Von 
AltesHaus
Status:
Unparteiischer
(9592 Beiträge, 2620x hilfreich)

Zitat (von msn506836-31):
Okay also für mich ist das alles nicht so stimmig es kommt mir eher so vor als hätte der Besitzer den Hahn etwas aufgedreht um die Kaution einzubehalten

Das macht doch keinen Sinn sein Eigentum zu zerstören um ein wenig Kaution dafür aufzuwenden das Eigentum wieder herzurichten.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
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#13
 Von 
msn506836-31
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Schade das man kein Bild anhängen kann. Es ist ja nicht so als müsste der Boden komplett ausgetauscht werden. Meiner Meinung nach kann das so gelassen werden, weil an der Stelle eh wieder ein Teil der Küche steht.

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#14
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(65109 Beiträge, 31168x hilfreich)

Zitat (von msn506836-31):
in der Wohnung und kein Wasserfleck oder auch nur ein Tropfen war zu sehen, was zeugen auch bestätigen können.

Dann sollte man dies der Haftpflicht unter Benennung der Zeugen mitteilen. Schließlich ist deren Job auch unberechtigte Forderungen ab zu wehren.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#15
 Von 
msn506836-31
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von msn506836-31):
in der Wohnung und kein Wasserfleck oder auch nur ein Tropfen war zu sehen, was zeugen auch bestätigen können.

Dann sollte man dies der Haftpflicht unter Benennung der Zeugen mitteilen. Schließlich ist deren Job auch unberechtigte Forderungen ab zu wehren.

Das ist ein guter Tipp das werde ich machen.

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#16
 Von 
fb367463-2
Status:
Junior-Partner
(5133 Beiträge, 2407x hilfreich)

Zitat (von msn506836-31):
Schade das man kein Bild anhängen kann. Es ist ja nicht so als müsste der Boden komplett ausgetauscht werden. Meiner Meinung nach kann das so gelassen werden, weil an der Stelle eh wieder ein Teil der Küche steht.
Das wiederum spielt keine Rolle. Der Vermieter darf Schäden natürlich beheben lassen, abgesehen davon, dass die Gefahr besteht, dass der Boden schimmelt.

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#17
 Von 
cauchy
Status:
Senior-Partner
(6264 Beiträge, 3290x hilfreich)

Mal abgesehen davon, dass es ebenfalls legal ist alleine nach Kostenvoranschlag Schadensersatz zu verlangen und gar nicht zu reparieren. Dennoch kann es bei der Schadenshöhe schon eine Rolle spielen, ob man den beschädigten Bodenteil nach Aufstellen einer Küche noch sieht oder nicht.

Aber dem Thema sollte sich die Haftpflicht annehmen, wenn sie denn überhaupt einstandspflichtig ist. Denn Schäden an der selbstgenutzen Mietwohnung sind bei einigen Versicherern nicht umfasst.

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#18
 Von 
AltesHaus
Status:
Unparteiischer
(9592 Beiträge, 2620x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Dennoch kann es bei der Schadenshöhe schon eine Rolle spielen, ob man den beschädigten Bodenteil nach Aufstellen einer Küche noch sieht oder nicht.

Wenn der Boden bei Anmietung unbeschädigt war, dann ist es wursch, ob man ihn sehen kann oder nicht, zumal wir nicht wissen, was der Nachmieter zu stellen gedenkt und wie.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
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