Soforthilfe Gasheizkosten durch Vermieter erhalten

30. November 2022 Thema abonnieren
 Von 
Kernell
Status:
Praktikant
(705 Beiträge, 114x hilfreich)
Soforthilfe Gasheizkosten durch Vermieter erhalten

Die Bundesregierung hat eine Soforthilfe für Privathaushalte und Unternehmen beschlossen, die mit Gas heizen. Ich heize mit Gas, allerdings zahle ich meine Heizkostenovorausszahlungen in Höhe von 60 Euro monatlich direkt an den Vermieter.

Auf der Webiste der Bundesregierung (https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/entlastung-fuer-deutschland/soforthilfe-dezember-abschlag-2144666) steht dazu folgendes:

"Beziehen Sie Gas im Rahmen des Mietvertrags und wurde die monatliche Vorauszahlung bisher nicht erhöht, zahlen Sie Ihre Vorauszahlung auch im Dezember wie üblich. Entlastet werden Sie bei der Endabrechnung für 2022 im kommenden Jahr."

Das ist eigentlich recht eindeutig. Ich zahle meine Vorausszahlung jetzt, und erhalte dann Ende 2023 mit der Nebenkostenabrechnung (auf der auch die Heizkosten erfasst werden) diese Entlastung. Eigentlich sollte es so laufen. Da ich meine Hausverwaltung bzw. meinen Vermieter ja nun aber schon kenne und weiß, wie verpeilt und chaotisch die sind, weiß ich jetzt schon, dass die sich weigern werden. Also habe ich die schon mal vorsorglich per E-Mail darüber informiert. Antwort: Sie erstatten nichts, weil sie sich damit nicht auskennen und auch nicht wüssten, woher sie die Erstattung nehmen sollen. Ich soll mich doch an denjenigen wenden (also die Bundesregierung), der da eine Erstattung verspricht. Vom Vermieter werde ich nichts bekommen.

An wen kann und muss ich mich denn nun wenden? Oder muss ich echt abwarten, bis die NK-Abrechung irgendwann Ende 2023 oder Anfang 2024 eintrifft (in der Vergangenheit hat die teilweise jahrelang auf sich warten lassen), bis ich dann aktiv werden muss? Und was genau soll ich da machen um die Entlastung auch wirklich zu erhalten? Der Vermieter will sie ja nicht verrechnen, weil er sie von der Bundesregierung auch nicht bekommen und nocht nicht mal etwas davon weiß.

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2587 Beiträge, 1199x hilfreich)

Zitat (von Kernell):
Oder muss ich echt abwarten,
Jetzt ertwas zu unternehmen, oder Aussagen vom "verpeilten" Vermieter zu fordern, halte ich für verfrüht. Wenn keine erhöhten Vorauszahlungenfür Heiz- und Warmwasserkosten gefordert (und bezahlt) wurden, musst Du eh mit einer deutlichen Nachzahlung rechnen. Ergo hat in diesem Fall der Vermieter ein hohes Interesse auf baldige Erstellung der NK-Abrechnung, damit er sein Geld bekommt. Schlampt er damit zu lange, kann es ihm passieren, dass er auf seiner Nachforderung sitzten bleibt.

Bis zum Vorliegen der Abrechnung würde ich grob von einer Verdoppelung der Energiekosten zu 2020 aus gehen. Somit, bei knapper Kassenlage, eine finanzielle Rücklage in dieser Großenordnung ansammeln.


VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#2
 Von 
guest-12324.04.2023 06:27:18
Status:
Lehrling
(1448 Beiträge, 232x hilfreich)

Zitat (von Kernell):
Und was genau soll ich da machen um die Entlastung auch wirklich zu erhalten?

Die Entlastung sieht so aus, dass der Versorger von ihrem Vermieter im Dezember keinen Abschlag abbucht. Stattdessen bekommt er den Abschlag vom Staat.
Darüberhinaus wird es wohl so aussehen (das ist noch kein Gesetz) das die Preise anteilig gedeckelt werden.

Auswirken tut sich das erst bei der Jahresabrechnung die wiederum Bestandteil der Nebenkostenabrechnung sind.

Hier ist dann der Punkt bei dem sie tätig werden können.

Wenn die Abrechnung da ist, am besten im Frühjahr 2024, dann beantragen sie Belegeinsicht und lassen sich die Abrechnung vom Versorger des Vermieters zeigen.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118366 Beiträge, 39557x hilfreich)

Zitat (von Kernell):
weil sie sich damit nicht auskennen und auch nicht wüssten, woher sie die Erstattung nehmen sollen.

Inkompetenz entbindet den Vermieter nicht von seinen (gesetzlichen) Pflichten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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