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Stromkosten Nachmieter

7. April 2018 Thema abonnieren
 Von 
juranoob
Status:
Beginner
(74 Beiträge, 9x hilfreich)
Stromkosten Nachmieter

Fiktiver Fall:

Person A zieht aus einer Mietwohnung und meldet sich nicht rechtzeitig beim Stromanbieter ab.
Person B zieht in die Wohnung ein und meldet sich ebenfalls nicht beim Stromanbieter.
Nach einigen Monaten bekommt A das raus, und kriegt den großteil (Abschläge) vom Versorger zurück erstattet.
Ein kleiner Betrag bleibt gegenüber B noch offen (anteilige Grundkosten von < 50 €).

Person A hat mit B ein sehr schlechtes Verhältnis und würde gerne den Betrag ohne Anwalt(kosten) einfordern, ist das möglich?
Grundsätzlich besteht eine Forderung nach § 812, ich gehe aber davon aus das nach einen Brief und 14 Tagesfrist A das Geld NICHT von B erhalten wird, deswegen gleich meine Frage: wie gehe ich ab dann weiter?

Der geforderte Betrag ist gering, gibt es eine kostenlose Möglichkeit diese einzufordern, also danach z.b. direkt zu Gericht zu gehen?
In diesen Fall geht es A hier klar um das Prinzip, da der Geldbetrag nicht hoch ist, die Frage ist, welche Form bietet der Rechtsstaat um sein Recht ohne Kosten zu erreichen.
Wenn der geforderte Betrag 50 € ist, aber die günstige Form der Rechtsklage 100 € ist, dann ist das wirtschaflich natürlich nicht plausibel, außer B müsste die Gesamtkosten übernehmen.

Vielen Dank!

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9330 Beiträge, 2982x hilfreich)

Wenn A glaubt gegen B einen Anspruch zu haben, kann er B verklagen.

Bekommt A Recht, kann er auch die notwendigen Kosten der Rechtsverfolgung gegenüber B geltend machen.

Um das Ganze anzuleiern muss aber aber zunächst die Kosten vorstrecken.

Kostenlos ist nicht, denn die am Verfahren Beteiligten wollen für Ihre Arbeit ja auch Geld sehen - arbeiten also nicht kostenlos.

Berry

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11824 Beiträge, 3162x hilfreich)

Wegen 50 €? Nö, da wäre mir der Aufwand zu groß, lohnt nicht.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
juranoob
Status:
Beginner
(74 Beiträge, 9x hilfreich)

Grundsätzlich ist eine Klage wegen dieser Höhe unwirtschaftlich, bei A geht es aber um das Prinzip, da er von B mehrmals um die Nase geführt wurde. Der emotionale Schaden wäre für A eher bei 500 € wenn er den Fall nicht machen würde.

Die Vorgehensweise wäre dann 1. Summe einfordern, 14 Tage warten, dann zu einen Anwalt (wird sicherlich im Großraum Frankfurt abgewiesen) oder gleich zum Amtsgericht? Die Kosten kann A Problemlos vorstrecken wenn man den RA weglässt.

Gibt es hier einen Musterweg ohne RA?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2437 Beiträge, 1169x hilfreich)

Zitat (von juranoob):
Gibt es hier einen Musterweg ohne RA?
Gockel mal nach "forderung eintreiben privat" da kommen Anbieter, die (angeblich?) für den Gläubiger kostenlos Forderungen eintreiben.


VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11824 Beiträge, 3162x hilfreich)

Zitat (von Roland-S):
Zitat (von juranoob):
Gibt es hier einen Musterweg ohne RA?
Gockel mal nach "forderung eintreiben privat" da kommen Anbieter, die (angeblich?) für den Gläubiger kostenlos Forderungen eintreiben.


VG
Roland


Na ja, dann würde ich mal lieber 32 Euronen in einen Mahnbescheid investieren. Das kann man auch online beantragen, mit etwas Glück wehrt sich der Gegner nicht, und man kann dann den Vollstreckungsbescheid beantragen und den Gerichtsvollzieher losschicken.

Würde ich niemals machen wegen 50 EUR, und schon gar nicht aus Prinzipgründen, lohnt einfach nicht der Aufwand für eine Privatperson.

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