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Teilkündigung wurde nicht vollständig bestätigt

2.12.2019 Thema abonnieren
 Von 
Isabelle1234
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Teilkündigung wurde nicht vollständig bestätigt

Hallo liebe Community,

ich habe eine Frage, entschuldigt den langen Text:

Mein Freund und ich haben uns im August getrennt. Da wir einen gemeinsamen Mietvertrag haben und unsere Vermieterin ziemlich "schwierig" ist, habe ich meinen Teil der Wohnung zum 31.12.2019 gekündigt (sie hat auf eine Frist von 3 Monaten bestanden). Mein Freund hat der Kündigung schriftlich zugestimmt und meine Vermieterin hat mir folgendes bestätigt:

"hiermit bestätigen wir Ihnen Ihre Teilkündigung (… ;) zum 31.01.2021. Gerne versuchen wir Ihrem Wunsch nachzukommen, Sie zum 31.12.2019 aus dem Vertrag zu entlassen, vorausgesetzt, Herr XXX erfüllt die Kriterien zur alleinigen Anmietung. (… ;) "

Ich habe meinen Freund dann gefragt, was mit ihm besprochen wurde und ob er die Voraussetzungen erfülle.
Er meinte, dass es erst schwierig war, weil die Miete höher ist, als 1/3 seines Nettoeinkommens, aber die Vermieterin dann doch zugestimmt habe und zu ihm sagte, er solle meinen Namen mit einem Lineal aus dem Vertrag streichen. Es wurde also weder ein neuer Vertrag aufgesetzt, noch wurde unterschrieben oder mir bestätigt, dass ich aus dem Vertrag raus bin.
Auf E-Mails und Anrufe meinerseits wird nicht reagiert. Ich wollte jetzt einen Brief aufsetzen, wo ich so etwas schreibe wie:
"Sehr geehrte Frau XXX, wenn Sie bis zum 16.12.2019 nichts gegenteiliges äußern, gehe ich davon aus, dass meine Kündigung zum 31.12.2019 bestätigt ist." Und das als Einschreiben.

Geht das? Habt ihr andere Vorschläge oder könnt mir bei der Formulierung helfen?

Danke für eure Hilfe!!!!

LG Isa

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Leo4
Status:
Beginner
(79 Beiträge, 14x hilfreich)

Zitat (von Isabelle1234):
"Sehr geehrte Frau XXX, wenn Sie bis zum 16.12.2019 nichts gegenteiliges äußern, gehe ich davon aus, dass meine Kündigung zum 31.12.2019 bestätigt ist." Und das als Einschreiben.

Ein Mietaufhebungsvertrag wäre sinnvoller.

https://www.mieterbund.de/mietrecht/mietrecht-a-z/stichworte-zum-mietrecht-m/mietaufhebungsvertrag.html


-- Editiert von Leo4 am 02.12.2019 12:18

Signatur:Meine persönliche Meinung.
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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(35380 Beiträge, 12692x hilfreich)

Zitat:
"Sehr geehrte Frau XXX, wenn Sie bis zum 16.12.2019 nichts gegenteiliges äußern, gehe ich davon aus, dass meine Kündigung zum 31.12.2019 bestätigt ist." Und das als Einschreiben.

Das kannst Du gerne machen, nur hat es keine rechtliche Wirkung.

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#3
 Von 
Anitari
Status:
Student
(2802 Beiträge, 1331x hilfreich)

Zitat (von Isabelle1234):
"Sehr geehrte Frau XXX, wenn Sie bis zum 16.12.2019 nichts gegenteiliges äußern, gehe ich davon aus, dass meine Kündigung zum 31.12.2019 bestätigt ist." Und das als Einschreiben.

Geht das?

Schreiben geht. Nur muß die Vermieterin überhaupt nicht darauf reagieren.

Signatur: „Sie hören von meinem Anwalt" ist die erwachsene Version von „Das sage ich meiner Mama"
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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71883 Beiträge, 32495x hilfreich)

Man könnte das auch einfach laufen lassen, sie hat ja zugestimmt.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#5
 Von 
AltesHaus
Status:
Gelehrter
(10926 Beiträge, 2878x hilfreich)

Ja und da die Hoffnung zuletzt stirbt, könnte man immer hoffen, dass die Vermieterin sich daran erinnert .

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
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#6
 Von 
Sunrabbit
Status:
Beginner
(123 Beiträge, 17x hilfreich)

Zitat:
und zu ihm sagte, er solle meinen Namen mit einem Lineal aus dem Vertrag streichen.

Er kann natürlich beliegig auf seiner Vertragskopie rumkritzeln. Auch Blumen malen. Bringen tut das aber genau nix (bis auf die Folge das er irgendwann keine lesbare Kopie des Vertrages mehr hat).

Das Problem wird eher sein, das der Vermieter dein Gesuch auf Teilkündigung nicht nachgeben muss. An deiner Stelle würde ich ohne eine schriftliche Bestätigung aber auch nicht warten wollen bis in 10 Jahren eine Räumungsklage etc. eintrifft und du über Nacht 5000 Euro ärmer bist.

Euch bleibt eigentlich nur, die Wohnung dann gemeinsam zu kündigen. Darauf hast du einen Anspruch gegenüber deinem Expartner. Daher würde ich auch einen Expartner mit einbeziehen. Es liegt in seinem Interesse einen neuen Mietvertrag über seinen Namen zu erhalten.

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#7
 Von 
cauchy
Status:
Senior-Partner
(6721 Beiträge, 3481x hilfreich)

Eine Mietvertragsänderung bedarf nicht der Schriftform. Momentan ist für den Teilnehmer nicht wirklich erkennbar, ob eine Mietvertragsänderung stattgefunden hat oder nicht. Die Aussagen des Ex deuten darauf hin, aber eindeutig ist das nicht.

Meiner Meinung nach hat die Teilnehmerin jedoch einen Anspruch darauf zu erfahren, ob sie nun aus dem Mietvertrag entlassen wurde oder nicht. Daher macht ein Schreiben an den Vermieter schon Sinn, wo sie genau diese Information bekommt. Also z.B. eine Aufforderung innerhalb von 2 Wochen mitzuteilen, ob sie noch Mietpartei ist oder ob sie aus dem Mietvertrag entlassen wurde.

Ich würde das auch nicht so einfach laufenlassen. Klar, wenn alles klappt, hört die Teilnehmerin nie wieder was vom Vermieter. Wenn sie Pech hat, haben wir in einigen Jahren einen Thread der Art "Hilfe, mein Ex hat Mietschulden und ich muss sie bezahlen".

Eine gemeinsame Kündigung mit dem Ex wäre die rechtlich haltbare Lösung ohne Zustimmung des Vermieters gewesen. Nur kann die Teilnehmerin das nicht mehr verlangen, wenn sie bereits nicht mehr Mietpartei wäre. Und genau das kann durchaus passiert sein. Sie hat klargemacht, dass sie das will. Der Vermieter und der Ex haben möglicherweise ja gesagt und damit wäre die Mietvertragsänderung fertig.

Ohne die entsprechende Information kann die Teilnehmerin aktuell also nichts sinnvolles machen. Aber wie gesagt hat sie ein Recht auf diese Information. Notfalls würde man dieses auch einklagen können.

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