Trinkwasserbrunnen

25. Februar 2024 Thema abonnieren
 Von 
vermieter.1
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)
Trinkwasserbrunnen

Hallo,

wir haben bei uns einen eigenen Trinkwasserbrunnen im Garten (Qualität etc. wird regelmäßig überprüft, darum soll es hier nun nachfolgend aber auch nicht gehen).

Von diesem Brunnen wird ein Mietshaus, eine separate Mietwohnung und unser eigenes Wohnhaus mit Trinkwasser versorgt.

Frischwasser über die Stadt kostet im Beispiel 5€ je qbm.

Ich würde nun diese 5€ je qbm Frischwaser auf die Mieter umlegen. Das ist doch so ja erst einmal korrekt. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Oder kann ich auch bspw. 8€ je qbm umlegen?

Kann ich auch weitere Kosten, wie bspw. Stromkosten für die Pumpe, Enthärtung, Salztabletten, etc. umlegen oder wäre das in den 5€ enthalten?

Vielen Dank vorab.

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29 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(807 Beiträge, 101x hilfreich)

Ich bezweifele sehr stark das du diese Kosten überhaupt so einfach über Nebenkosten auf die Mieter umlegen kannst. Dazu würde es zusätzliche Lieferverträge bedürfen.


Außerhalb des Mietrechts:
Selbst wenn dein Brunnenwasser Trinkqualität besitzt, bist du sicher das du dieses Brunnenwasser auch gewerblich nutzen und verkaufen darfst?

Im übrigen erscheinen 5€ pro m³ Frischwasser ohnehin sehr hoch (deutlich über dem Bundesdurchschnitt). Ich bezahle z.B. ca 1,50€ pro m³ und zusammen mit dem Abwasser knapp 5 m³. Aber natürlich kann es sein das die örtlichen Preise bei euch deutlich höher liegen.

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#2
 Von 
vermieter.1
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Guten Morgen,

mir als Vermiwter entstehen ja Kosten. Auch Grundwasser in Trinkwasserqualität gibt es nicht kostenlos. Ich nutze es ja nicht wirklich gewerblich. Ich lege es auf die Mieter um. Nicht mehr, nicht weniger.

Die 5€ waren extra als Beispiel deklariert und sind ein fiktiver Wert.

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#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38869 Beiträge, 14069x hilfreich)

Was steht denn im Mietvertrag?

wirdwerden

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#4
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3630 Beiträge, 579x hilfreich)

Zitat (von vermieter.1):
ch würde nun diese 5€ je qbm Frischwaser auf die Mieter umlegen


Da könnten sie Ärger bekommen. Etwas kostenloses zu Verkaufen, mag nicht so einfach sein.
Sie können ihre Ausgaben, wie die Wasserkontrolle auf die Mieter umlegen.
Es gibt Kommunen da mussten sie eigenen Trinkwasseranlagen stillgelegt werden, dbzgl. haben sie ja Glück.

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#5
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4972 Beiträge, 588x hilfreich)

Muss man da nicht ein Zertifikat haben, dass es sich tatsächlich um Trinkwasser handelt? Das wird doch regelmäßig geprüft, oder? Wenn man dies hat, sehe ich keinen Grund, der dagegen spricht, dass zu verkaufen. Was sagt denn die eigene Kommune, und der Wasserversorger so zu dem Plan?

Wie das denn bei dir mit der Kostenkalkulation aussieht, das kann man schwer beurteilen. Ich weiß nicht, wie die Kommunen die Kosten von Trinkwasser kalkulieren.

-- Editiert von User am 26. Februar 2024 08:14

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#6
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9989 Beiträge, 4504x hilfreich)

Ich würde mich an den Regelungen zum Solarstrom im Mietrecht orientieren (siehe z.B. hier: https://www.mietrecht.org/nebenkosten/solarstromanlage/). Ähnlich wie auch bei anderen Dingen gilt in der Kurzform, dass nur Wartungs- und Betriebskosten über die Nebenkosten umgelegt werden dürfen. Irgendwelche fiktiven Wasserkosten sind meiner Meinung nach nicht umlegbar.

Sofern der Mietmarkt es hergibt, kann eine höhere Grundmiete vereinbart werden. Auch bei Mieterhöhungen sollte sich so eine Erhöhung der Vergleichsmiete argumentieren lassen.

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#7
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7539 Beiträge, 1566x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Wie das denn bei dir mit der Kostenkalkulation aussieht, das kann man schwer beurteilen. Ich weiß nicht, wie die Kommunen die Kosten von Trinkwasser kalkulieren.


Da fliessen Energiekosten, Abschreibungen für die Wasserleitungen usw. mit ein. Was ist, wenn die Pumpe kaputtgeht? Gibt es zusätzlich die Möglichkeit , dann Wasser über die Stadt zu beziehen?

Man darf auch nicht vergessen, dass die Sommer immer wärmer werden. Dann nehmen die Mieter mehr Wasser ab.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#8
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(807 Beiträge, 101x hilfreich)

Die wasserrechtlichen Aspekt außen vor:

Ein mietrechtlich gangbarer Weg könnte sein die Wasserversorgung nicht über die Nebenkosten sondern über eine Zusatzvereinbarung zum Mietvertrag abzurechnen. Dieser Zusatzvereinbarung müssten die Mietern dann aber zustimmen, im laufenden Mietvertrag geht da nichts.

Das Wasser an sich kostet ja erst einmal nichts, Kosten entstehen durch Erstellung und Betrieb des Brunnen. Am einfachsten könnte man diese Kosten über einen Pauschalpreis, dann spart man geeichte Zähler, wieder einfahren.

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#9
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4972 Beiträge, 588x hilfreich)

Zitat (von Gerd61):
Ein mietrechtlich gangbarer Weg könnte sein die Wasserversorgung nicht über die Nebenkosten sondern über eine Zusatzvereinbarung zum Mietvertrag abzurechnen


Warum Zusatzvereinbarung die handelsüblichen MV sehen die Abrechnung der Kosten vor?

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#10
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32918 Beiträge, 5760x hilfreich)

Zitat (von vermieter.1):
Von diesem Brunnen wird ein Mietshaus, eine separate Mietwohnung und unser eigenes Wohnhaus mit Trinkwasser versorgt.
Und wie gibst du jetzt das Trinkwasser ab?
Wie setzen sich in dieser Kommune die Kaltwasserkosten zusammen? Meist gehen T-Wasser+ Entwässerung+ Gerätemiete+ Verbrauchserfassung als Kostenfaktoren ein.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#11
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(807 Beiträge, 101x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Warum Zusatzvereinbarung die handelsüblichen MV sehen die Abrechnung der Kosten vor?


Abrechnung von Nebenkosten, damit dürfen grundsätzlich aber nur angefallene Betriebskosten und keine Erstellungskosten und Reparaturkosten umgelegt werden.

Der EP will jedoch einen pauschalen m³-Preis einfordern von Wasser das er (bezogen auf die eigentliche Wasserentnahme) kostenfrei aus einem Brunnen entnimmt.

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#12
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4972 Beiträge, 588x hilfreich)

Zitat (von Gerd61):
Der EP will jedoch einen pauschalen m³-Preis einfordern von Wasser das er (bezogen auf die eigentliche Wasserentnahme) kostenfrei aus einem Brunnen entnimmt.


Also nichts anderes machen doch die komunalen Versorger (soweit es noch möglich ist) ? Wenn ich einen Apfelbaum im Garten habe, dann kann ich die Äpfel doch auch verkaufen?

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#13
 Von 
vermieter.1
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen, gerne nehme ich die offenen Punkte einmal auf.

Liefervertrag / Mietvertrag
Einen Liefervertrag haben wir mit den Mietern nicht, laut Mietvertrag werden entsprechend die anfallenden Nebenkosten abgerechnet.

5 Euro je qbm
Hier handelte es sich, wie geschrieben, lediglich um ein Beispiel, die tatsächlichen Kosten für Frisch- und Abwasser sind natürlich geringer.

Kostenloses Gut / Qualität
Das Grundwasser an sich ist sicherlich kostenlos, dann ist es aber noch lange nicht in Trinkwasserqualität im Wasserhahn, hier werden auch laufend Kontrollen durch den Landkreis durchgeführt. Ich habe ja seinerzeit mal die Brunnenbohrung bezahlt, kümmere mich um Enthärtung und Enteisung, ... Da fallen schon einige Kosten für mich an. Ich habe aber keinen getrennten Stromzähler für die Apparaturen im Keller.

Aktuelle Regelung
Ich berechne den Wasserverbrauch nach Statistischem Bundesamt (knapp 48 qbm pro Jahr pro Kopf) und multipliziere diesen Verbrauch mit den Kosten für Frisch- (eigener Brunnen) und Abwasser (eigene Kleinkläranlage) des Landkreises. So nehme ich quasi diese Kosten, die den Mietern mit Stadtwasser entstanden wären, als Vergütung für die laufenden Kosten der Wasserversorgung (Strom für Pumpe, Salztabletten, Kompressor für Enthärtung, Wartungen, Reparaturen ...).

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#14
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9989 Beiträge, 4504x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Also nichts anderes machen doch die komunalen Versorger (soweit es noch möglich ist) ? Wenn ich einen Apfelbaum im Garten habe, dann kann ich die Äpfel doch auch verkaufen?
Ich habe doch einen Artikel zu einem ähnlichen Sachverhalt verlinkt. Lies ihn dir doch einfach durch. Betriebskosten sind laufende Kosten und keine rein fiktiven Phantasiegebühren. Im Gegensatz zum Apfel ist der Mieter verpflichtet, dieses Wasser zu nehmen. Damit unterliegt ein solches Geschäft zwingend dem Mietrecht.

Natürlich kann der Vermieter versuchen, quasi als Versorger Rechnungen an sich selbst als Vermieter zu stellen und diese dann als Betriebstkosten umzulegen. Im Zweifel würde ein Richter entscheiden, ob diese Konstruktion ein Umgehungstatbestand ist oder nicht.

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#15
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(807 Beiträge, 101x hilfreich)

@Solan196

Es ist ja auch nicht grundsätzlich verboten das Mietshaus mit dem Wasser, so es denn eine gesicherte Trinkwasserqualität hat, aus dem Brunnen zu versorgen.

Er muss die Kosten für Bereitstellung des Trinkwassers aber transparent aufschlüsseln und darf im Rahmen der Nebenkosten nur Betriebskosten (also Pumpenstrom, Kosten der notwendigen Wasseranalysen, etc.) umlegen.

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#16
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32918 Beiträge, 5760x hilfreich)

@TE
Wenn du das bereits so machst wie beschrieben---wer beschwert sich jetzt darüber?

Zitat (von vermieter.1):
Ich berechne den Wasserverbrauch nach Statistischem Bundesamt (knapp 48 qbm pro Jahr pro Kopf)
Die Stadtwerke würden den tatsächlichen Wasserverbrauch messen wollen, oder?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4972 Beiträge, 588x hilfreich)

Zitat (von Gerd61):
Er muss die Kosten für Bereitstellung des Trinkwassers aber transparent aufschlüsseln


Das wäre durchaus möglich, er versorgt eben nicht mehr kostenfrei, analog zu dem Versorger. Ich habe Wasser, ich verkaufe für x€/cbm

Zitat (von cauchy):
keine rein fiktiven Phantasiegebühren


Das verstehe ich sehr wohl, aber was spricht dagegen, das Wasser nicht mehr zu verschenken. Der Wasserverbrauch wird ja auch von den Versorgern abgerechnet (und dass nenn ich mal Phantasiekosten, bei den Preisen). Insoweit steht der Vermarktung des Wassers (wenn es denn gesetzlich erlaubt ist) imho nicht entgegen.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(807 Beiträge, 101x hilfreich)

Zitat (von vermieter.1):
Aktuelle Regelung
Ich berechne den Wasserverbrauch nach Statistischem Bundesamt (knapp 48 qbm pro Jahr pro Kopf) und multipliziere diesen Verbrauch mit den Kosten für Frisch- (eigener Brunnen) und Abwasser (eigene Kleinkläranlage) des Landkreises. So nehme ich quasi diese Kosten, die den Mietern mit Stadtwasser entstanden wären, als Vergütung für die laufenden Kosten der Wasserversorgung (Strom für Pumpe, Salztabletten, Kompressor für Enthärtung, Wartungen, Reparaturen ...).


Sofern es mit den Mietern kein explizierte Regelung über diese Vorgehensweise gibt ist das ist von vorne bis hinten nicht mietrechtskonform!


-- Editiert von User am 26. Februar 2024 16:33

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#19
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4972 Beiträge, 588x hilfreich)

Zitat (von Gerd61):
Das ist von vorne bis hinten nicht rechtskonform!


Das sehe ich auch so.

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1316 Beiträge, 222x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Der Wasserverbrauch wird ja auch von den Versorgern abgerechnet

Genau. Und die kalkulueren ihren Preis ja auch aus den ihnen entstandenen Kosten für Aufbereitung, Reinigung, Instandhaltung, Afa usw ...

Wenn der Vermieter jetzt die laufenden Betriebskosten als Nebenkosten umlegt, dann IST das der Preis für das Wasser. Warum sollte er da noch mehr nehmen können?
Lediglich die Frage, ob er auch die Afa mit umlegen könnte als Kalkulationsposten?

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#21
 Von 
vermieter.1
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe keinen separaten Stromzähler, da die Pumpe ja auch bspw für uns privat das Wasser aus dem Boden befördert. Das macht es schwierig.

Ich kann ja sonst die 48 qbm als Grundlage nehmen, hier die Pumpe mit der Förderleistung gegenrechnen (also was die Pumpe an Strom verbraucht für diese 48 qbm), dann die Quittungen von Salztabletten etc.

Dann hätte ich es sauber, korrekt?

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#22
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9989 Beiträge, 4504x hilfreich)

Irgendwie gehen hier im Thread glaube ich Dinge durcheinander. Wenn ich das hier

Zitat (von vermieter.1):
Ich habe ja seinerzeit mal die Brunnenbohrung bezahlt
lese, scheint mir die Rechtslage eigentlich seit Jahrzehnten klar zu sein. Anschaffungskosten können keineswegs als Betriebstkosten umgelegt werden. Auch nicht fiktiv über irgendwelche Vergleiche mit den Stadtwerken. Das ist das gleiche wie bei Anschaffungskosten von Sat-Anlagen, Heizkostenverteilern oder Rauchmeldern. Umlegbar sind nur die konkret anfallenden Betriebs- und Wartungskosten.

Mir ist klar, dass ein Vermieter fiktive Kosten für selbst geleistete Handwerkerarbeiten als Nebenkosten umlegen kann. Aber davon sind wir hier meilenweit entfernt und daher eine weitere Diskussion darüber nicht zielführend.

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(807 Beiträge, 101x hilfreich)

... und kaum mehr nachvollziehbar, da werden einfach mal 48 m³ pro Person als Berechnungsgrundlage angenommen weil die Installation einer einfachen geeichten Wasseruhr scheinbar eine zu große Investition ist.

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32918 Beiträge, 5760x hilfreich)

Zitat (von vermieter.1):
Ich kann ja sonst die 48 qbm als Grundlage nehmen,
Wäre ich dort ein Mieter mit einem sehr viel geringeren tatsächlichen Wasserverbrauch, würde ich mich schon an den 48 m³ stören. Egal, was da noch hinzukäme oder was der VM selbst zahlt.
Zitat (von vermieter.1):
Dann hätte ich es sauber, korrekt?
Nö, ist nicht sauber.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
vermieter.1
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Mit Wasseruhr und reiner Umlage der entstandenen Kosten wäre es sauber, korrekt?

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(807 Beiträge, 101x hilfreich)

Zitat (von vermieter.1):
Mit Wasseruhr und reiner Umlage der entstandenen Kosten wäre es sauber, korrekt?


Mit geeichten Wasseruhren (für Mietshaus und Eigenverbrauch) zur vollständigen Erfassung des entnommenen Brunnenwassers und entsprechender anteiliger Umlage der reinen Betriebskosten könnte es mietrechtlich korrekt berechnet werden.

PS: Außen vor die wasser- und gesundheitsrechtlichen Aspekte um das Brunnenwasser überhaupt Dritten (den Mietern) als Trinkwasser anbieten zu können.

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#27
 Von 
Spezi-2
Status:
Senior-Partner
(6498 Beiträge, 2323x hilfreich)

Lassen wir die Lieferung des Wassers in die Wohnung mal beiseite.
Darf jemand ohne behördliche Genehmigung selbst gepumptes und gefördertes Wasser einfach verkaufen ?
Handelt es sich dabei um aufgefangenes Regenwasser oder einfach um aufbereitetes Grundwasser ?
Wem gehört dieses Grundwasser, etwa dem Eigentümer des Grundstück ? Ich denke nicht.

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

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#28
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8419 Beiträge, 3780x hilfreich)

Zitat:
Lassen wir die Lieferung des Wassers in die Wohnung mal beiseite.
Darf jemand ohne behördliche Genehmigung selbst gepumptes und gefördertes Wasser einfach verkaufen ?
Wem gehört dieses Grundwasser, etwa dem Eigentümer des Grundstück ?


DAS ist auch aus meiner Sicht am ehesten zu klären und ich habe dazu diesen Artikel gefunden:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/jura-kurios-wem-gehoert-eigentlich-das-grundwasser-a-725152.html

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47933 Beiträge, 16936x hilfreich)

Zitat (von Spezi-2):
Darf jemand ohne behördliche Genehmigung selbst gepumptes und gefördertes Wasser einfach verkaufen ?


Nein und damit hat sich der Rest schon erledigt. Es würde sich dann nicht mehr um eine Eigenwasserversorgungsanlage handeln.

Das Wasser darf gefördert werden und auch von den Mietern genutzt werden, es darf aber nicht an die Mieter verkauft werden.

Zitat (von vermieter.1):
Frischwasser über die Stadt kostet im Beispiel 5€ je qbm.

Ich würde nun diese 5€ je qbm Frischwaser auf die Mieter umlegen.


Das ist somit nicht zulässig.

Umlegbar sind die Stromkosten für die Pumpe, Wartungskosten für die Pumpe und die Kosten der Wasseranalyse. Fiktive Kosten darf der Vermieter dagegen nicht umlegen, da er mit der Wasserversorgung keinen Gewinn erzielen darf.

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