Trittschall Parkett

22. März 2007 Thema abonnieren
 Von 
Gast21
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Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)
Trittschall Parkett

Ich wohne in einem Haus, was in 1950 wieder aufgebaut wurde.

Leider habe ich nur eine 1-Zimmerwohnung und somit keine Möglichkeit, mich in ein ruhigeres Zimmer zurückzuziehen.

Ich höre das Laufen auf dem nackten Parkett der Mieter über mir und unter mir höre ich 2 Fernseher.

Soviel ich weiss, ist das Parkett über mir mal erneuert worden. Aber es hat keine wesentliche Verbesserung gegeben.

Ist es überhaupt möglich, diesen Lärm in einem Haus diesen Bauhahrs überhaupt zu beseitigen?

Für eine Antwort wäre ich dankbar.

Gitte

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28 Antworten
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#1
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guest123-1047
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Praktikant
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#2
 Von 
Gast21
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Antwort. Ich bin damals aus dem Mieterverein ausgetreten, weil es hiess, dass man bei einem Haus diesen Baujahrs solche Mängel in Kauf nehmen müsse und kein Anspruch auf Mietminderung bestünde.
Allerdings wird alle 3 Jahre kräftig die Miete erhöht und dieses Jahr steigt der Mietspiegel wieder um 10 %.

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#3
 Von 
guest123-1047
Status:
Praktikant
(986 Beiträge, 571x hilfreich)

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#4
 Von 
guest123-1299
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Student
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#5
 Von 
Gast21
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Parkett-Boden in der Wohnung oberhalb von mir wurde bei Mieterwechsel seitens der Hausverwaltung erneuert und repariert. Dabei reduzierte sich zwar der Auftritt-Schall nach unten, aber unwesentlich.

Wie erwähnt, höre ich die Fernseher der unteren Mieter.

Das Haus ist so hellhörig, dass man die unteren Mieter sogar reden hört.

Aus diesem Grunde legte ich mir schon Kopfhörer zu, wenn ich TV schaue.

Die schlechte Wohnqualität entspricht wegen dieses hohen Geräuschpegels nicht dem Mietpreis. Ansonsten ist die Wohnung sehr schön und hell.

Es hat seitens der Hausbewohner wegen der Lärmbelästigung schon gegenseitige Verstimmungen gegeben.

Die Tatsache ist, dass in den meisten Fällen die Mieter gar nicht wissen, wie sich die Geräusche in der Decke vervielfachen.

Vermutlich wird dieses Problem nur durch Umzug beseitigt werden können. Bislang kam niemand dagegen an.







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#6
 Von 
guest123-1299
Status:
Student
(2376 Beiträge, 252x hilfreich)

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#7
 Von 
Gast
Status:
Praktikant
(533 Beiträge, 144x hilfreich)

Sie müssen mal überlegen wann das Haus gebaut wurde.

Das war 1950, das sind 5 Jahre nach Kriegsende.
Baustoffe hatten zu dieser Zeit eine Qualität, die für heutige Verhältnisse, mehr als mangelhaft wäre. Zumindest zum großen Teil. Es musste gespart werden.

Mit dem heutigen Qualitätsstandards nicht zu vergleichen.

Da auch mit Behelfsmaßnahmen keine wesentliche Besserung eintreten wird, würde ich auch eine andere Wohnung suchen.

Gruss Gast

-- Editiert von Gast am 22.03.2007 18:29:41

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#8
 Von 
Gast21
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Wenn man dann noch in einer Stadt Deutschlands wohnt, wo über 50 % des Einkommens die Miete auffrisst und Freizeitmöglichkeiten nicht in Anspruch genommen werden können, tut es besonders weh, wenn obendrein die Wohnqualität wegen des nervigen Lärms dem Mietpreis nicht entspricht.

Da hilft nur eins: Sparen und Nebenjob, um irgendwo in Deutschland einen ruhigeren Fleck zu finden, wo sich Preis und Leistung näherkommen.





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#9
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 466x hilfreich)

Liebe Gitte,
ein Teil des Problems (wenn nicht sogar das Hauptproblem) wird sein (siehe "die anderen Mieter hören nichts, ich benutze für das TV einen Kopfhörer), daß Du selbst viel zu leise bist.

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#10
 Von 
Gast21
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Lieber Mortinghale,
von den vorigen Mietern über mir, weiss ich, dass sie mein Radio auch gehört haben. Bei einer schlecht isolierten Decke können Laufschritte eines Hundes zum Elefanten werden. Ein Nachbar durfte seinen Hund abends nichts mehr ins Wohnzimmer lassen, weil die Mieter unter ihm nicht schlafen konnten. Das Schlimme ist, dass die Mieten denen einer gut isolierten Neubauwohnung gleichen.

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#11
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 466x hilfreich)

Liebe Gitte,
was ich damit sagen wollte, war, daß ich es oft genug erlebt habe, daß sich nach Einbau von Isolier-/Schallschutzfenstern die Mieter plötzlich anfingen, sich gegenseitig übereinander zu beschweren.
Vorher gab es quasi eine Art "weißes Rauschen", in dem die Geräusche aus dem Haus untergingen.
Mehr als irgendwelche Trittschalldämmungen bringen abgehängte Decken (natürlich nur, wo das möglich ist).
Was ist jetzt eigentlich das wirklich Schlimme, der Krach oder die Miete ?

-- Editiert von Mortinghale am 22.03.2007 22:45:49

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#12
 Von 
Gast21
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Lieber Mortinghale,
wahrscheinlich Beides. Krach und überzogene Mieten in einem alten hellhörigen Haus, wo man einen Kaffeelöffel hört, wenn er runterfällt. Wer sehnt sich nicht danach, am Feierabend oder am Wochenende in einem Zimmer zu entspannen, wo man nicht unentwegtes Laufen über sich hören oder die Fernseher der Nachbarn hören muss.Ganz einfach stimmt Preis-Leistungsverhältnis nicht. Ich finde, dass solche hellhörige Wohnungen aus dem Jahr 1950 nicht dem aktuellen Mietspiegel angepasst werden dürfen. Fast 500 Euro für eine 1-Zimmerwohnung ist zu teuer.

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#13
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 466x hilfreich)

Liebe Gitte,
das kommt darauf an, wie groß die Wohnung ist (und nicht, wieviel Zimmer sie hat) und wo sie sich befindet.
Der Mietspiegel bildet sich aus der Sammlung und Auswertung von tatsächlich gezahlten Mieten. Der Mietwert Deiner Wohnung ergibt sich also aus dem Vergleich mit anderen gleichen oder zumindest ähnlichen Wohnungen (also auch Baujahr).
Der Vermieter kann sich bei einer Mieterhöhung nicht an höherwertigen Wohnungen orientieren; und wenn, wird er dies nur einmal machen, da das verlorene Gerichtsverfahren ihm Kosten beschert, die leicht das Dreifache von dem ausmachen, was er pro Jahr eigentlich an Mehrmiete haben wollte.
Grundsätzlich gibt es eigentlich gar keine zu hohen Mieten; auch diese Preise bestimmen sich aus Angebot und Nachfrage.
Wenn es für eine Wohnung keine Nachfrage mehr gibt, muß entweder die Miete herabgesetzt oder (besser) die Wohnung aufgerüstet werden.
Für ein van Gogh - Bild mehrere Millionen Euro auszugeben, ist auch eigentlich Blödsinn (für ein Stück Leinwand und ein wenig Ölfarbe im Materialwert von vielleicht 10 Euro).
Im Gegensatz zum Eigentümer hat es ein Mieter viel leichter, eine Wohnung zu nehmen oder eben nicht zu nehmen, bzw. wenn sie ihm nicht mehr gefällt, sie wieder aufzugeben.
Leider befindest Du Dich vermutlich in dem bekannten Teufelskreis: Da Du mittlerweile für die Geräusche so sensibilisiert bist, hast Du quasi Deine Unbefangenheit verloren. Kein anderer im Haus wird Geräusche so hören und aufnehmen wie Du, und damit die Problematik auch nicht nachvollziehen können.
Letztlich wird es darauf hinauslaufen: Neues Spiel - Neues Glück (in einem anderen Haus).
(wirklich perfekt ist allerdings keines).

-- Editiert von Mortinghale am 23.03.2007 13:58:51

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#14
 Von 
Gast21
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Lieber Mortinghale,

Du bist ja nicht nur mietrechtlich versiert sondern auch noch miet-psychologisch geschult. Vielleicht könntest Du noch nebenberuflich als Haus-Psychologe tätig werden und die geschädigten Gemüter beruhigen.

Natürlich geht einem der Lärm noch mehr auf den Senkel, wenn man dünnhäutig und schlecht drauf ist. Aber Wegdenken ist nicht möglich. Es ist die Realität.

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#15
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 466x hilfreich)

Liebe Gitte,
da das seit etlichen Jahren mein Business ist, hast Du in beiden Punkten recht. Nichts ist schlimmer, als zwei miteinander streitende Mietparteien wieder friedlich zu bekommen.
Vielleicht hilft Dir ein Beispiel aus meiner Praxis, das allerdings in dem Fall der Mieterin nicht weitergeholfen hat, weiter.
Vor einigen Jahren beschwerte sich eine ältere Mieterin über die lautstarken allnächtigen geschlechtlichen Aktivitäten der über ihr wohnenden jüngeren Mieterin. Diese, behutsam darauf angesprochen, meinte nur, ihr neuer Freund sei halt tierisch gut drauf. Ich habe der älteren Mieterin daraufhin einen Cassettenrecorder zur Verfügung gestellt, um der jüngeren Mieterin anschließend demonstrieren zu können, wie sich ihr Liebesleben in der unteren Wohnung artikuliert.
Obwohl sich die ältere Mieterin vorher wochenlang fast täglich bei mir beschwert hatte, ergab sich nach Aufstellung des Cassettenrecorders, von der die jüngere Mieterin natürlich nichts wußte, kein einziger Vorfall mehr.
Daraus ließen sich in dem konkreten Fall natürlich durchaus Rückschlüsse auf die Qualität der früheren Beschwerden ziehen.
Da es eine allgemein gültige Realität aber nun einmal nicht gibt (jeder lebt in seiner eigenen subjektiven Welt), können sich Deine Mitmieter vermutlich auch garnicht vorstellen, wie sich die von ihnen verursachten Geräusche in Deiner Wohnung anhören.
Also: Schneide mit einem Cassettenrecorder den Geräuschpegel mit.
Solltest Du verwertbare Ergebnisse erhalten, führe sie Deinen Nachbarn vor.
Bei mangelnder Einsicht ist Dein nächstes Publikum eben der Vermieter. So etwas wirkt deutlicher als ein reines Lärmprotokoll (daß man sich ja schließlich auch komplett ausgedacht haben könnte).

-- Editiert von Mortinghale am 23.03.2007 17:33:37

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#16
 Von 
Gast21
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Lieber Mortinghale,

Deine Einschätzungen und Beurteilungen Mietern gegenüber mögen zwar auf Deinen Erfahrungen beruhen, aber Du solltest sie nicht verallgemeinern, ohne Dir ein reales Bild über die reale Situation gemacht zu haben.

Ich kann eine Situation und die Handlung von Menschen nicht beurteilen oder gar bewerten, wenn ich nicht alle Beteiligte gehört habe.

Ausserdem habe ich in meinem Beitrag nicht erwähnt, dass ich zwischenmenschliche Probleme mit den Nachbarn habe sondern wollte lediglich einen sachlichen mietrechtlichen Tip hinsichtlich einer hellhörigen Wohnung älteren Baujahrs.

Auch hat eine sachliche Problematik nichts damit zu tun, ob es sich um "jüngere" oder "ältere" Mieter handelt, wie Du es bestimmt 5mal in Deinem Beitrag hervorgehoben hast.

Solltest Dich mal Fragen, ob Du hier aufrichtige Hilfestellung geben möchtest oder eine psychologische Aburteilung.

Für mich scheint es so, dass hier jemand schreibt, der schlechte Erfahrungen mit Mieter oder Nachbar gemacht hat.

Dies solltest Du nicht verallgemeinern bzw. auf andere Menschen projezieren.

Ich mag vielleicht falsch liegen, aber das waren so meine Empfindungen.

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#17
 Von 
SueCologne
Status:
Lehrling
(1910 Beiträge, 428x hilfreich)

Und nicht zu vergessen: ein Mikrofon, dass der Empfindlichkeit des menschlichen Ohres entspricht, findet man nur im Tonstudio.

-----------------
"MfG
Susanne"

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#18
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 466x hilfreich)

Liebe Gitte,
wie soll ich mir ein reales Bild über eine reale Situation machen, wenn eine allgemein gültige Realität garnicht existiert ?
Deine Reaktion ist hierfür doch das beste Beispiel: Du liest meine Worte anders als ich sie schreibe.
Wie soll man alle Beteiligten hören, wenn Du im Moment die einzige Beteiligte bist ?
Deine Nachbarn haben doch offensichtlich kein Problem mit der jetzigen Situation und sind deshalb im Moment (in ihrer eigenen subjektiven Welt) keine Beteiligten.
Mit dem vorgeschlagenen Tonbandmitschnitt könntest Du sie an Deiner Welt teilhaben lassen und Ihnen so die Problematik vor Augen (bzw. vor Ohren) führen.
Da in meinem geschilderten Fall (in dem es nicht um einen Generationenkonflikt ging und in dem die Mieter ansonsten keineswegs irgendwelche zwischenmenschliche Probleme untereinander hatten) das Tonband letztendlich nicht zum Einsatz kam, kann ich den Hinweis von Susanne nicht beurteilen.
Allerdings, wenn Du laute Geräusche sogar auf dem Tonband hast, würde das bedeuten (unter Hinweis auf das menschliche Gehör), das Du umso schlimmer durch den Lärmpegel behelligt wirst.
Mietrechtlich wird Dir auch ein Gericht entgegenhalten, daß der vorhandene (oder eben nicht vorhandene) Schallschutz bauart- und baujahrstypisch ist.
Wirklich bringen würden nur abgehängte Decken etwas (nicht nur in Deiner Wohnung, sondern auch in der darunter). Wenn das Haus 1950 wiederaufgebaut wurde, dürfte es ausreichend hohe Räume haben.
Das kannst Du Deinem Vermieter vorschlagen, aber nicht erzwingen.
Ich habe übrigens keineswegs nur schlechte Erfahrungen mit Mietern gemacht; ich habe vielmehr schon alle möglichen Erfahrungen gemacht und daraus gelernt, daß die Dinge oft (wenn nicht sogar meist) etwas anders sind als sie scheinen. Ua deshalb wurde im Mietrecht ja auch die Mediation eingeführt.

-- Editiert von Mortinghale am 24.03.2007 18:19:12

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#19
 Von 
Gast21
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Lieber Mortinghale,

es hat im Haus schon mehrfach Ärger wegen der Hohldecke gegeben.

Als die betroffenen Mieter dann gegenseitig die Nachbarwohnung betraten, waren sie über den Geräuschpegel erschrocken, der schon durch einfaches Laufen verursacht wird. Der Lärm gleitet ja auch die Wände entlang. Es liegt definitiv an der Bauweise und nicht an den Mietern.

Gruss Gitte





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#20
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 466x hilfreich)

Liebe Gitte,
Hohldecke hört sich ja schon richtig nach Klangkörper an.
Ich habe das vor einem Jahr in einem Haus (Baujahr vor dem I. Weltkrieg) mal durchgezogen. Decke heruntergezogen und den Zwischenraum mit doppelter Lage Steinwolle (jetzt groß im Kommen: Schafwolle) gedämmt. Jetzt können die oberen Mieter Sirtaki tanzen, ohne das der untere Mieter davon etwas mitbekommt (Kein Spruch, wurde ausprobiert).
Vielleicht wurde bei Dir lediglich eine Zwischendecke ohne Dämmung eingezogen. Diese Dämmung müßte sich eigentlich noch nachholen lassen (natürlich nicht ohne ein wenig Klopperei, Staub und Dreck). Darüber würde ich mal mit dem Vermieter sprechen.
Nach dem vermuteten Baujahr dürfte Dein Haus keinen Stahlbetonkörper haben; eine nennenswerte Schallweiterleitung über die Wände halte ich deshalb für extrem unwahrscheinlich.

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#21
 Von 
SueCologne
Status:
Lehrling
(1910 Beiträge, 428x hilfreich)

Also grundsaetzlich ist ein durchschnittlicher "Kassettenrecorder" aus den 70ern überhaupt nicht geeignet nachbarlichen Laerm aufzunehmen, wobei man auch gar nicht befugt ist, Aeusserungen von Nachbarn auf Tonband mitzuschneiden, dies ist naemlich verboten.
Der Laermschall wird von einem Fachmann gemessen, wobei auch zu bedenken ist, dass die Hoehe des erlaubten Laermpegels Tag und Nacht verschieden sind.
Eine Moeglichkeit ist auf jeden Fall, den VM auf Unterlassung zu verklagen.
Ich habe die gleichen Probleme und meine Frage an meinen Fachanwalt lautete: Muss ich das hinnehmen, wenn ich von dem Laerm vor 6 Uhr wach werde?
Offenbar muss man das nicht hinnehmen und es gibt auch diverse Urteile, dass Paerchen sich beim Sex halt leiser verhalten muessen und das hat alles nichts mit dem Baujahr des Hauses zu tun.
Vorerst wuerde ich erst mal raten, ein Laermprotokoll zu fuehren. Datum, Uhrzeit und Art des Laerms ueber einen laengeren Zeitraum dokumentieren.

-----------------
"MfG
Susanne"

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#22
 Von 
guest123-1047
Status:
Praktikant
(986 Beiträge, 571x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#23
 Von 
Gast21
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Man kann sich eher an eine laute, verkehrsreiche Strasse gewöhnen, da der Lärm gleichbleibend ist.

Ein schwerhöriger Nachbar muss entweder seinen Fernseher lauter drehen oder sein Hörgerät justieren lassen. Bei der heutigen Gesundheitsreform ist das aber alles mit Kosten verbunden.

Ich habe das Glück, dass meine oberen Nachbarn ihren Geschlechtsakt in den Abendstunden durchführen. Anfangs bin ich über einen lauten Schrei des Mannes erschrocken, weil ich nicht wusste, ob er sich in körperlicher Not befindet oder Hilfe braucht.

Mit ein bisschen Toleranz und gegenseitiger Rücksichtsnahme wird die Hellhörigkeit erträglicher.

Entweder Kopf hoch und durch oder räumliche Veränderung.



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#24
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 466x hilfreich)

@Susanne
Es geht nicht darum, die Nachbarn konspirativ abzuhören. Ich kann in meiner Wohnung jederzeit einen Cassettenrecorder laufen lassen, ohne das mir deswegen irgendjemand Vorwürfe machen könnte.
Und die über den normalen Lebensgeräuschpegel hinausgehenden spontanen Sondergeräusche (und um die geht es hier ja) nimmt ein Cassettenrecorder (gleich welchen Baujahrs) schon auf.
Natürlich kann man den harten Weg (Messung durch Fachmann, Klage etc.) gehen. Ich hatte Gitte allerdings so verstanden, daß sie Ruhe und nicht zusätzlichen Stress, Ärger und Kosten haben möchte. Möglicherweise ahnen die anderen Mieter ja noch nicht einmal, wie sich ihr Leben in der Wohnung von Gitte anhört. Deshalb sollte hier erst einmal entsprechendes Bewußtsein und Sensibilität geschaffen werden (nicht nur ein Bild sagt mehr als tausend Worte).

@§§
Keineswegs. Das ganze ist über fünf Jahre her und beide erfreuen sich bester Gesundheit. Es sollte nur dokumentieren, daß es Geräusche gibt, die für einige Leute zum normalen Teil ihres Lebens gehören, während sie von anderen Leuten, denen diese Geräusche fremd (oder fremd geworden) sind, als störend empfunden werden.

-- Editiert von Mortinghale am 25.03.2007 18:24:24

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#25
 Von 
Gast21
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

@ Mortinghale

Vielleicht ist es auch manchmal hilfreich, sich einen neuen Lebenspartner zuzulegen, wenn tierische Liebesakt-Geräusche des Nachbarn zur Schlaflosigkeit führen. Das fördert die Durchblutung.

Das Haus hat noch das Fundament aus dem 2. Weltkrieg. Es war komplett zerstört und wurde in der Nachkriegszeit wieder aufgebaut, sodass da nicht allzuviel zu erwarten ist. Allerdings befürchten die Mieter im Haus, dass die Mieten irgendwann nicht mehr bezahlbar sind. So alle 3 Jahre sind es 30 % Mieterhöhung.


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#26
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 466x hilfreich)

Liebe Gitte,
das ist technisch (bzw. rechtlich) nicht möglich.
Die Miete kann innerhalb von drei Jahren um maximal 20 % erhöht werden.
Absolute Obergrenze ist auf jeden Fall der Mittelwert des örtlichen Mietspiegels (mehr läßt sich Gericht nicht durchsetzen).

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#27
 Von 
Gast21
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe nochmals über den Tip Mieterbund nachgedacht, falls es demnächst zu einer weiteren drastischen Mieterhöhung kommt.

Vor Jahren wäre noch eine Gutachten für Trittschallmessung seitens des Mieterbundes finanziert worden, was dann später eingestellt wurde. Ich habe es nicht machen lassen.

In dem Haus, Baujahr 1954, gibt es 6 Mietparteien mit Drei-Zimmer-Wohnungen, wo deren Schlafzimmer nach hinten hinaus liegen.

Ich liege als einzige mit meiner Ein-Zimmerwohnung direkt in der Mitte, sodass ich den regelmässigen Gehlärm von 4 Personen auf dem nackten Parkett von deren Wohnzimmer über mir und die beiden Fernseher unter mir höre. Die Lauferei geht bis Mitternacht und ich habe aufgrund der nur 1-Zimmer-Wohnung keine Ausweichmöglichkeit nach hinten.

Neulich war ich krank und hatte starke Schmerzen. Es ist wirklich nervig, nicht zur Ruhe kommen zu können.

Meinerseits hat das nichts mit Überempfindlichkeit zu tun sondern es ist die Realität, dass man auf dem Parkett einen Kaffeelöffel hört, wenn er auf die Erde fällt. Wir haben das ausprobiert. So ist die Bauweise.

Werde irgendwann ausziehen müssen. Der Umzug muss aber erst finanziert werden.
Gruss
Gitte

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
guest123-1047
Status:
Praktikant
(986 Beiträge, 571x hilfreich)

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