Überhöhte Heizkosten-Nachzahlung

25. Juni 2004 Thema abonnieren
 Von 
Rabea79
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Überhöhte Heizkosten-Nachzahlung

Hallo,

meine Mitbeqwohnerin und ich haben einen direktabnehmer-Vertrag mit den Siegener-Versorgungsbetrieben. Die rechnen unsere Heizkosten ab.

Nun haben wir das Problem das wir, zusätzlich zu den 70,00€ monatl., die wir insg. an Heizkosten für unsere 63,00qm Wohnung zahlen, für das Jahr 2003 eine Nachzahlung in Höhe von 611,00€ (!!!) zahlen sollen. Unbegreiflich.

Ein Gutachter, von den SVB, war schon da und hat die Daten bestätigt, erklären kann er sich aber auch nicht warum der Verbrauch so unglaublich hoch ist. Unsere Nachbarn, 8 Parteien-Haus, haben auch nicht so hohe Nachzahlungen.

Beim Mieterverein habe ich mich schon gemeldet, die fühlen sich nicht verantwortlich weil wir Direktabnehmer sind, bzw. die ganze Sache nicht über unseren Vermieter läuft.

Jetzt sind wir ziemlich verzweifelt. Kann mir da jemand sagen was man tun kann? Einen Anwalt einzuschalten ist uns zu teuer.

Viele Grüße,
Rabea

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"Rabea79"




4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(50011 Beiträge, 17522x hilfreich)

Der Betrag erscheint mir auch sehr hoch, obwohl es nicht unmöglich ist, so viel Heizkosten zu verbrauchen. Das geht ganz schnell, wenn man z.B. das Fenster ständig auf Kipp hat.

Da die Zähler geeicht sind, müsst mindestens ein Anhaltspunkt vorliegen, warum hier der Verbrauch falsch gezählt wurde. Dafür habt ihr aber keinen Hinweis gegeben. Seid ihr denn in den Vorjahren mit der Heizkostenvorauszahlung ausgekommen?

Wenn ihr keinen Anhaltspunkt für eine fehlerhafte Abrechnung habt, außer, dass diese sehr hoch ist, dann kann Euch wahrscheinlich auch kein Anwalt weiter helfen. Es hätte sich auch keine andere Situation ergeben, wenn die Heizkosten über den Vermieter abgerechnet würden.

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#2
 Von 
Rabea79
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

vielen Dank für die schnelle Antwort!
Wir wohnen seit Juni 2002 in der Wohnung. Anfang 2003 haben wir sogar 160,00€ Heizkosten zurückbekommen. Vor uns stand die Wohnung 9 Monate leer. Wir heizten 2002 nicht anders als 2003. Das Fenster steht nicht immer auf kipp, wir heizen ganz "normal".
September letzen Jahres wurden die Zähler ausgewechselt. Uns wurde gesagt das die vorigen einen höheren Verbrauch angegeben haben (Verdunstung messen, nicht Verbrauch, also auch im Sommer weiterlaufen).

Selbst die SVB können sich das nicht erklären, wollen aber ihr Geld. Die Zähler haben die von ihren eigenen Leuten prüfen lassen. Ob man denen dann auch trauen kann? Ich glaube eher nicht.

Viele Grüße,
Rabea

-----------------
"Rabea79"

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(50011 Beiträge, 17522x hilfreich)

Ihr seid Direktabnehmer und der Verbrauch wird über Verdunsterröhrchen gemessen? Das finde ich aber ziemlich merkwürdig.

Bei einer Direktabnahme sollte eigentlich ein Gaszähler o.ä. vorhanden sein.

Wenn tatsächlich über Verdunsterröhrchen abgerechnet wird, dann fallen mir folgende Fehlerquellen ein:
- Röhrchen wurden falsch abgelesen (Ist mir selbst schon passiert: 4,0 statt 0,4)
- Ablesewerte wurden falsch in die Rechnung übertragen
- Der letzte Sommer war sehr heiß. Die Röhrchen waren evtl. der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt, in den anderen Wohnungen aber nicht.

Auf mögliche Fehlerursachen stoßt Ihr nur dann, wenn Ihr ganz genaue Vergleiche anstellt, sowohl mit den Werten aus dem Vorjahr, als auch mit den Werten, die die Nachbarn haben.
Nur, wenn sich über diesen Weg offensichtlich nicht plausible Ergebnisse ergeben, abt ihr eine Chance, die Nachzahlung zu vermeiden oder mindestens zu vermindern.

Dass man für die Zeit von Juni bis Dezember eine Rückzahlung bekommt, ist übrigens normal, weil dabei das Verhältnis zwischen Heizmonaten und Monaten, in denen die Heizung aus ist, am günstigsten ist. Obwohl es sich um 58% eines Jahres handelt, fallen in diesem Zeitraum nach DIN 4713 nur 43% der Jahresheizkosten an.

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#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(50011 Beiträge, 17522x hilfreich)

Ihr seid Direktabnehmer und der Verbrauch wird über Verdunsterröhrchen gemessen? Das finde ich aber ziemlich merkwürdig.

Bei einer Direktabnahme sollte eigentlich ein Gaszähler o.ä. vorhanden sein.

Wenn tatsächlich über Verdunsterröhrchen abgerechnet wird, dann fallen mir folgende Fehlerquellen ein:
- Röhrchen wurden falsch abgelesen (Ist mir selbst schon passiert: 4,0 statt 0,4)
- Ablesewerte wurden falsch in die Rechnung übertragen
- Der letzte Sommer war sehr heiß. Die Röhrchen waren evtl. der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt, in den anderen Wohnungen aber nicht.

Auf mögliche Fehlerursachen stoßt Ihr nur dann, wenn Ihr ganz genaue Vergleiche anstellt, sowohl mit den Werten aus dem Vorjahr, als auch mit den Werten, die die Nachbarn haben.
Nur, wenn sich über diesen Weg offensichtlich nicht plausible Ergebnisse ergeben, abt ihr eine Chance, die Nachzahlung zu vermeiden oder mindestens zu vermindern.

Dass man für die Zeit von Juni bis Dezember eine Rückzahlung bekommt, ist übrigens normal, weil dabei das Verhältnis zwischen Heizmonaten und Monaten, in denen die Heizung aus ist, am günstigsten ist. Obwohl es sich um 58% eines Jahres handelt, fallen in diesem Zeitraum nach DIN 4713 nur 43% der Jahresheizkosten an.

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