Überhöhte Heizkosten

24. März 2003 Thema abonnieren
 Von 
Elaine
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Überhöhte Heizkosten

ich habe eine Heizkostenabrechnung bekommen, die in etwa über 300% zu vergleichbaren Heizkosten liegt und von der Heizungsfirma so abgelesen wurde (erste Abrechnung seit Einzug).
Was kann ich tun, um den Fehler aufzuspüren? Kann mangelnde Wohnungsisolation einen solchen Unterschied ausmachen und was kann ich tun? Bin für jeden Tipp dankbar.

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Elaine
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

mir fallen noch 2 Fragen ein:
ist es korrekt, dass fast ein Jahr nach der Ablesung der Heizkosten erst der Betrag in Rechnung gestellt wird?

In welchem Umfang ist die Wohnungsisolation Sache des Mieters und des Vermieters?
Kann man bei Einzug eine normal isolierte Wohnung verlangen?

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#2
 Von 
araebay
Status:
Frischling
(47 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo Elaine,
wir haben ein ähnliches Problem, das sogar im Bereich 300 bis 400 % höher liegt und das bei einem Haus von 1998 - man sollte davon ausgehen können, dass die Isolierung in Ordnung ist. Unser Verbrauch entspricht in etwa dem eines Hauses aus der Jahrhundertwende ... und ich meine 1900.

Unser Vermieter hat im letzten Jahr (ca. 11 Monate her) eine Riesennachforderung für 2 Jahre verlangt, wir haben zunächst normal weitergezahlt und um Klärung der Ursache gebeten. Bis heute hat er sich immer noch nicht dazu geäußert. Da ergibt sich vielleicht irgendwann die Frage, ob wir aufgrund der Nichtreaktion überhaupt noch irgendwann zahlen müssen. Er hat wohl viel um die Ohren und wohnt weit weg ...

Meine Gespräche mit allen möglichen Leuten (örtliche Gasbetriebe, Ingenieure, Verbände ...) haben ergeben, "das kann eigentlich nicht sein, da müssten sie bei offenem Fenster im Winter auf 25 Grad Raumtemperatur heizen!". Und das tut man ja nun nicht. Allerdings bezeichnet auch jeder sein eigenes Heizverhalten als "normal". Objektiv lässt sich das natürlich kaum beweisen und man wird gerne mitleidig belächelt und alle halten einen für einen Idioten, der 24 Stunden am Tag bei offenen Fenstern volle Pulle heizt. Sie können es nicht beweisen.

Eine Ursache für Fehlwerte kann eine falsche Programmierung oder Fehlfunktion der Heizungsröhrchen (elektronisch) sein, was laut Aussage des Herstellers aber fast nicht vorkommt. Man kann die Dinger auf Funktion prüfen lassen (über den Hersteller und irgendeine Technische Hochschule), das kostet dann allerdings ein paar EURO (lt. Aussage dieser Firma ca. 200-250 EURO). Die Programmierung - welches Heizungsröhrchen an welchem speziellen Heizkörper - müsste dieser Hersteller nachweisen können (die Fima, die ihre Röhrchen letztendlich abliest).

Interessant wäre mal zu wissen, wo sie wohnen. Soll ich raten? Es ist eine Eckwohnung im Souterrain oder zumindest im Erdgeschoss. Unter dem Dach kann es auch teuer werden.

Und wenn Sie weiter oben wohnen, heizen Ihre Nachbarn unten und/oder oben vielleicht nicht? Dann heizen Sie dort mit!

Wieviel heizen Sie denn überhaupt? Hier können Sie online selbst checken, ob es zuviel ist: http://195.30.254.79/meta-app2/index.jsp?partner-id=dmb.portal

Übrigens gibt es keine "Vergleichswohnungen" - jede Wohnung ist anders.

Es gibt Ingenieurbüros, die sich mit dem Aufspüren von Fehlerquellen beschäftigen, das kostet alles nur leider Geld. Die spüren mit Wärmebildkameras Lecks auf und können anhand der verbauten Materialen eine Art "Dämmwert" für Ihre Wohnung berechnen.

Das Problem: Man hat selbst kaum eine Chance, vergangenes Verhalten zu beweisen. Das Messverfahren mit den Röhrchen ist gar keines, es ist nur ein Messhilfsverfahren. D. h. wenn ich heute 50 Punkte auf den Dingern verbrauche, kann ich nicht sagen, wieviel Kubikmeter Gas das entspricht.

So, das war etwas durcheinander, aber ich hoffe Ihnen Anregung gegeben zu haben. Wenden Sie sich doch auch an einen Mieterverein in Ihrer Nähe und an eine Verbraucherzentrale.

Da fällt mir noch ein, dass einige Städte mal sowas wie einen kostenlosen Heizcheck geboten haben, dann kommt jemand raus und prüft ... was weiß ich ... ob das allerdings bei der derzeitigen Haushaltslage von Bund, Ländern und Gemeinden noch gemacht wird, weiß ich nicht. Einfach mal im Internet recherchieren.

Es wäre schön, wenn Sie von sich hören lassen und uns Ihre weiteren Erfahrungen mitteilen, weil wir ja ein ähnliches Problem haben. Notieren Sie sich doch einfach mal meine E-Mail: postfachnummer1@compuserve.de

Viele Grüße
Andreas

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Dekron
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Elaine,
ich beschäftige mich als Sachverständiger täglich mit mangel- oder fehlerhaften Abrechnungen.

Andreas hat das bereits sehr gut wiedergegeben.

Zwei Problembereiche sind denkbar:

a) Entweder ist die Messausstattung und/oder die anteilige Ermittlung des Verbrauchs fehlerhaft.

b) Oder die Wohnung ist energetisch so ungünstig, dass Ihnen eine Menge der eingebrachten Wärme verlorengeht.

Bei a) und b) sind alle möglichen Prüfungen, die Andreas bereits beschrieben hat, denkbar. Das Problem ist halt immer, dem eigentlichen Fehler auf die Spur zu kommen.

Wenn Sie möchten, schaue ich mir Ihre Abrechnung mal an. Meist genügt schon ein Blick, um eine tendenzielle Aussage zur Aussicht auf Erfolg zu treffen.

MfG FFDekron
www.dekron.de (mit vielen Infos zu HKA und BKA)

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
dhaen
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

hallo elaine, wir haben eine neue wohnung bezogen und für einen monat Nov. ca.170€ an Heizugskosten. Grund:schlechte Isolierung, Fensterfugen außen unverputzt, teils nicht ausgeschäumt. Reaktion des Vermieters, er hätte uns nicht eine wohnung mit ausgeschäumten Fenstern vermietet. Unsere Reaktion wie werden die Miete kürzen um 20 %. Leider ist schlechte >Isolierung noch nicht bei den gerichten anerkannt, jedoch die wirtschaftliche energiesparsame Verordnung spricht dagegen. Also kämpfen fürs eigene Wohl und porte monnaie

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"dh"

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