Untermietvertrag/Hauptmietvertrag

6. Juli 2016 Thema abonnieren
 Von 
frusciante90
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Untermietvertrag/Hauptmietvertrag

Hallo zusammen!
Also ich bin Hauptmieter einer Zweizimmerwohnung. Im Vertrag habe ich die Erlaubnis, ein Zimmer unterzuvermieten, was ich auch getan habe.
Nach etwa einem halben Jahr nun meint mein Mitbewohner (der Untermieter), er zahle zu viel, da er das kleinere Zimmer hat und er laut Hauptmietvertrag (den er vom Vermieter zu Gesicht bekommen hat) verhältnismäßig mehr zahle als ich mit dem größeren Zimmer (er zahlt mit allem insgesamt genausoviel wie ich, hat aber ein viel kleineres Zimmer).
Kann er nun Geld von mir zurückverlangen? Oder handelt es sich um einen separaten (Untermiet-)Vertrag, der mit dem Hauptmietvertrag nichts zu tun hat, und ich die Preise selbst bestimmen darf? Was soll ich tun?
MfG
Tim

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Spezi-2
Status:
Senior-Partner
(6498 Beiträge, 2323x hilfreich)

Zitat:
Oder handelt es sich um einen separaten (Untermiet-)Vertrag, der mit dem Hauptmietvertrag nichts zu tun hat, und ich die Preise selbst bestimmen darf?

Richtig, der Hauptmieter kann mit dem Untermieter eine Miete vereinbaren, die völlig unabhängig vom Mietzins des Hauptmieters ist.
Anders wäre es nur, wenn eine Preisbindung besteht.

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121805 Beiträge, 40066x hilfreich)

Zitat:
Kann er nun Geld von mir zurückverlangen?

Klar.

Viel interessanter ist aber doch, ob er auch einen Rechtsanspruch darauf hätte.



Zitat:
Oder handelt es sich um einen separaten (Untermiet-)Vertrag, der mit dem Hauptmietvertrag nichts zu tun hat, und ich die Preise selbst bestimmen darf?

Kommt darauf an, was genau zu dem Thema im Mietvertrag steht.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#3
 Von 
frusciante90
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hätte er denn einen Rechtsanspruch darauf?

Also im Hauptmietvertrag steht nichts zu dem Thema Untermietvertrag nur, dass einem Untermietvertrag zugestimmt wird.

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat:
Kann er nun Geld von mir zurückverlangen?

Klar.

Viel interessanter ist aber doch, ob er auch einen Rechtsanspruch darauf hätte.



Zitat:
Oder handelt es sich um einen separaten (Untermiet-)Vertrag, der mit dem Hauptmietvertrag nichts zu tun hat, und ich die Preise selbst bestimmen darf?

Kommt darauf an, was genau zu dem Thema im Mietvertrag steht.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121805 Beiträge, 40066x hilfreich)

Zitat:
Also im Hauptmietvertrag steht nichts zu dem Thema Untermietvertrag

Und in dem anderen Mietvertrag?



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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
Spezi-2
Status:
Senior-Partner
(6498 Beiträge, 2323x hilfreich)

Zitat:
Und in dem anderen Mietvertrag?


Wäre doch völlig unrealistisch in den Untermietvertrag was darüber zu schreiben wie die Untermiete berechnet wird.
Etwa:

Die Höhe der Untermiete richtet sich nach der Hauptmiete.
Sie ist entsprechend der Wohnfläche der vom Hauptmieter bzw. des Untermieters bewohnten Räume zu berechnen.

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

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#6
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9989 Beiträge, 4504x hilfreich)

Zitat (von Spezi-2):
Richtig, der Hauptmieter kann mit dem Untermieter eine Miete vereinbaren, die völlig unabhängig vom Mietzins des Hauptmieters ist. Anders wäre es nur, wenn eine Preisbindung besteht.

Dem stimme ich zu. Wobei ich keine Ahnung habe, ob und wie in Gebieten mit Mietpreisbremse diese auf Untermieter umgerechnet wird.

Zitat (von frusciante90):
er zahlt mit allem insgesamt genausoviel wie ich, hat aber ein viel kleineres Zimmer

Das könnte maximal bei den Nebenkosten relevant werden. Da könnte ich mir durchaus vorstellen, dass diese nach den wirklichen Mietflächen aufgeteilt werden müssen. Wobei natürlich die Gemeinschaftsflächen mit einberechnet werden müssen. Das reine Verhältnis der Zimmergrößen zueinander ist sicher nicht der korrekte Maßstab zur Aufteilung der Nebenkosten.

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#7
 Von 
Lolle
Status:
Bachelor
(3431 Beiträge, 1952x hilfreich)

Wenn im Unter-Mietvertrag keine Formel zur Miet-/Nebenkosten-Berechnung mit Verweis auf den Haupt-Mietvertrag enthalten ist, dann gilt (soweit auch keine Mietpreisbindung/Mietpreisbremse gilt - das sind unterschiedliche Dinge):
Der Unter-Mietvertrag, hat mit dem Haupt-Mietvertrag nichts zu tun. Die Kalkulation bleibt dem Unter-Vermieter überlassen.

Der Unter-Vermieter trägt schliesslich auch das Ausfallrisiko (Untermieter zahlt nicht) bzw. das Leerstandsrisiko (Untermieter kündigt, es findet sich kein neuer Untermieter) und je nach Vertrag auch die Kosten der vertragsgemäßen Abnutzung sowie das Risiko für nicht-vertragsgemäße Abnutzung/Beschädigungen gegenüber dem Vermieter.

Auch bei den Betriebskosten gibt es keine allgemeingültige, einzig korrekte oder einzig gerechte Berechnungsformel. Die Berechnungsweise legen Untervermieter und Untermieter eben in ihrem Vertrag einvernehmlich fest.

Zitat (von cauchy):
Das reine Verhältnis der Zimmergrößen zueinander ist sicher nicht der korrekte Maßstab zur Aufteilung der Nebenkosten.

Doch - das wäre eine von vielen möglichen Aufteilungsweisen, d.h. gesamte Betriebskosten lt. Vermieterabrechnung geteilt durch Gesamt-persönliche m² mal jeweilige persönliche m² ... oder irgendeine andere Aufteilungsvariante, wobei komplizierter nicht automatisch gerechter oder korrekter sein wird ... zumal ein Untermieterwechsel eher selten genau zum Abrechnungsstichtag erfolgt und dann die viel größeren Unwägbarkeiten durch Auszug/Untermieterwechsel vor/während/nach der Heizperiode eine Rolle spielen.

Signatur:

Es hilft nichts,das Recht auf seiner Seite zu haben.Man muss auch m.d. Justiz rechnen - D Hildebrand

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