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Unzumutbar Trittschall wegen Pfusch - Wie Nachbesserung erwirken?

5.1.2022 Thema abonnieren
 Von 
Miriamx
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Unzumutbar Trittschall wegen Pfusch - Wie Nachbesserung erwirken?

Liebes Forum,

in dem Altbau-Mietshaus, in der ich seit 2003 wohne, wurde wenige Jahre davor in allen Wohnungen Laminat verlegt, dies aber augenscheinlich nicht fachmännisch (falsche Richtung, viele Klebespuren, ohne Abstand zu Heizungsrohren, partiell federnde / nachgebende Bereiche). Als ich das störende Laminat in meiner Wohnung vor einigen Jahren mit Parkett austauschte, fand ich zwischen dem Laminat und dem Unterboden (tlw. Dielen, tlw. Estrich) nur eine 1 mm dünne Folie, die weder zum Ausgleich von Unebenheiten noch als Trittschall geeignet ist. Das wird im gesamten Haus in der gleichen Weise gemacht worden sein.

Aus der Wohnung über mir spürte ich schon immer ab und zu erheblichen Trittschall, jedoch war der bisherige Mieter selten zu Hause, so dass ich die sporadische Störung hinnahm. Sogar an das Herumlaufen seiner Katze gewöhnte ich mich. Vor zwei Monaten ist jedoch eine neue Mieterin mit einem Kleinkind eingezogen und ich leide seitdem extrem unter dem Lärm und den Erschütterungen, die durch sehr starken Trittschall (Rumpeln, Klappern, Rennen, Springen, Trampeln, Poltern) über viele Stunden täglich in meine Wohnung übergehen. Die Erschütterungen gehen durch Decke, Wände und Möbel, dringen regelrecht durch Mark und Bein und mein Herz schlägt jedes Mal sofort schneller, wenn es dazu kommt. Am schlimmsten ist das stundenlange Springen und Rennen des Kindes. Der Stress macht mich nervlich und körperlich mittlerweile kaputt. Ich schlafe nur noch mit Oropax und habe mir sogar „Noise Cancelling" Kopfhörer gekauft, aber diese halten die Erschütterungen nicht von mir ab und sind auf Dauer unbequem. Letztendlich versuche ich bereits, so oft wie möglich bis zum Abend nicht in meiner Wohnung sein zu müssen, was aber bei Home Office auch nicht geht. Es versöhnt mich auch nicht, dass es ab 20 / 21 Uhr ruhig ist, denn da liegen meine Nerven schon blank.

Die Mieterin zeigt zwar grundsätzliches Verständnis, möchte aber nicht auf Hauschuhe für sie und das Kind zurückgreifen und auch das (vorübergehende) Verlegen von Teppich lehnt sie ab, obwohl ich ihr 1.000 EUR dafür als Ausgleich für die Unannehmlichkeit angeboten habe. Sie sagt, das Kind habe einen starken Bewegungsdrang, und bot lediglich an, dass wir eine halbe Stunde am Tag vereinbaren könnten, in der das Kind ruhig ist ("damit du wenigstens mal in Ruhe Abendessen kannst"). Sie sagt, sie könne sonst ihre Wohnung nicht normal benutzen. Aber im Moment kann ich meine Wohnung, in die ich auch sehr viel Geld für Renovierungen gesteckt habe, nicht normal benutzen und sitze wirklich fast täglich heulend darin.

Die Rechtsprechung, dass Kinderlärm allgemein bis zu einer gewissen Grenze hinzunehmen ist, ist mir durchaus bekannt; auf eine Verhaltensänderung kann ich wohl kaum abzielen, wohl aber auf eine bauliche Nachbesserung wegen der sich aufdrängenden fehlenden Trittsschalldämmung. Es knallt regelrecht wie ein Pistolenschuss, wenn ein Gegenstand auf den Boden trifft. Man hört punktgenau, wo gerade Aktivitäten in der Wohnung stattfinden. Ich gehe von partiellen Hohlräumen zwischen Laminat und dem (sicherlich unebenen) Unterboden aus sowie von Bereichen, wo das Laminat den Unterboden direkt berührt.

Die Hausverwaltung hat mich erst einmal damit vertröstet, dass man mit der Mieterin sprechen würde. Man war verwundert, dass ich mich in der Vergangenheit nie beschwert hätte – was aber insofern nicht richtig ist, als dass ich bereits nach dem Einzug dermaßen schockiert war über den Trittschall, dass ich seinerzeit eine Auflösung des Mietvertrags angeboten bekam, sobald ich eine neue Wohnung gefunden habe. Zum Glück war jedoch der damalige Mieter über mir vorher ausgezogen und die Störungen wurden danach weniger. Die „normalen" Geräusche in einem Altbau (ich höre mitunter Telefonate, Schnarchen, Musik, TV etc. von Nachbarn) toleriere ich, da diese immer noch irgendwie gedämpft klingen, während der Trittschall von oben fast einem Erdbeben in meiner Wohnung gleichkommt. Selbst mein Besuch ist schockiert über diese Ausmaße; jeder hat mir bisher bestätigt, dass das unzumutbar sei.

Wie kann ich am besten vorgehen, um eine wenigstens „aushaltbare" Wohnqualität zu bekommen? Eine andere Wohnung zu finden, ist für mich schier unbezahlbar, ich müsste das Doppelte einkalkulieren und würde wohl in ein Neubaugebiet an den Stadtrand verdrängt werden. Ein paar Euro Mietminderung nützen mir nichts. Kopfhörer bringen auch nichts und das Trinken von Alkohol zum „Gleichgültigwerden" (soweit bin ich bereits) ist natürlich auch keine Dauerlösung. Es geht nur bauliche Abhilfe. Dass in dem Haus seinerzeit vermutlich keine Fachfirma mit dem Laminat beauftragt worden ist, sondern die Arbeit inoffiziell und nach dem Prinzip „billigste Lösung" (= Pfusch) durchgeführt wurde, ist anzunehmen, weil das bei der Hausverwaltung Usus ist, wie ich z.B. auch nach einem Wasserschaden in meiner Wohnung erfahren musste. Ich danke im Voraus für hilfreiche Tipps, wie ich die HV davon überzeugen kann, dass in der Wohnung über mir der Boden fachmännisch erneuert wird. Die Mieterin über mir würde eine solche Maßnahme begrüßen, da ihr der Gehschall des Laminats selbst in der eigenen Wohnung zu laut ist.
Miriam


-- Editiert von Miriamx am 05.01.2022 01:29

-- Editiert von Miriamx am 05.01.2022 01:31

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
charlyt4
Status:
Bachelor
(3476 Beiträge, 796x hilfreich)

Zitat (von Miriamx):
Als ich das störende Laminat in meiner Wohnung vor einigen Jahren mit Parkett austauschte,


Aus Neugierde; wie sieht deine verbaute Trittschalldämung aus?

Zitat (von Miriamx):
Sogar an das Herumlaufen seiner Katze gewöhnte ich mich.


Sei mir nicht böse, aber entweder du übertreibst oder das Problem liegt wo anders.

Signatur:

Gruß Charly

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#2
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8010 Beiträge, 3570x hilfreich)

Eine Übertreibung sehe ich hier nur in der allzu detailreichen Schilderung :wink:

Die Mieterin über dir hat hier keinen Handlungszwang, solange sie ihre Wohnung in der üblichen Weise nutzt, ist sie nicht für die Belästigung verantwortlich.

Um die HV in die Gänge zu bekommen, sind verschieden Faktoren wichtig: Wie alt ist das Haus? Wurde modernisiert oder nur renoviert? Welche Ansprüche sind an eine Trittschalldämmung zu stellen usw.

Lies dich hier mal rein:


https://www.mietminderung.org/mietminderung-schlechter-trittschallschutz/

https://www.mieterbund.de/mietrecht/mietrecht-a-z/stichworte-zum-mietrecht-s/trittschall.html

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#3
 Von 
charlyt4
Status:
Bachelor
(3476 Beiträge, 796x hilfreich)

Zitat (von HeHe):
Eine Übertreibung sehe ich hier nur in der allzu detailreichen Schilderung


Ich nicht wenn es so ist wie der TE schreibt. :wink:

Zitat (von HeHe):
Um die HV in die Gänge zu bekommen, sind verschieden Faktoren wichtig:


Wenn jemand eine Katze in der Wohnung darüber laufen hört, helfen dem auch keine Vorgaben, Vorschriften, DIN etc.. :wink:

(Ausnahme: Die Decke besteht aus Papier)

Signatur:

Gruß Charly

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#4
 Von 
Miriamx
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Aus Neugierde; wie sieht deine verbaute Trittschalldämung aus?


Ich habe 5 mm starke Polystyrolplatten verlegt. Auch das Parkett selbst hat wegen dem Material (Holz, gemasert) angeblich bereits einen etwas geringeren Trittschall als Laminat. Es ist jetzt ein deutlich geringerer Gehschall in meiner Wohnung. Dazu kommt, dass ich mich recht leise bewege, nicht mit dem Hacken auftrete, nicht renne, keine Gegenstände unachtsam auf den Boden fallen lasse und nie Schuhe in der Wohnung trage. Das ist eine Angewohnheit, seitdem ich weiß, wie störend das sein kann. Natürlich kann man das nicht von jedem erwarten, schon gar nicht von einem Kleinkind.

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#5
 Von 
Miriamx
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Sei mir nicht böse, aber entweder du übertreibst oder das Problem liegt wo anders.


Ich übertreibe nicht und was mit dem anderen Problem gemeint ist, müsstest du bitte näher erklären. Mein Problem ist wirklich, dass der Trittschall nicht stundenlang am Stück auszuhalten ist. Aber vielleicht wäre es besser gewesen zu schreiben, dass ich das Spielen / Herumtollen der Katze hörte. Wer schon mal eine Katze erlebt hat, die aufgeregt durch die Wohnung herumflitzt, weiß, was ich meine. Es ist in der Tat aber nicht das langsame Laufen gemeint. Danke für den Hinweis.

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#6
 Von 
Miriamx
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von HeHe):
Um die HV in die Gänge zu bekommen, sind verschieden Faktoren wichtig: Wie alt ist das Haus? Wurde modernisiert oder nur renoviert? Welche Ansprüche sind an eine Trittschalldämmung zu stellen usw.



Es ist ein Altbau aus der Jahrhundertwende in Ost-Berlin, aber wann das Haus grundlegend umgebaut und modernisiert worden ist, weiß ich leider nicht. Für die Schallschutznormen ist ja bekanntlich das Baujahr bzw. der Zeitpunkt eines "Quasi-Neubaus" maßgeblich. Dies ist ein schwieriges Thema in einem Altbau. Dessen ungeachtet ist es m. E. aber so, dass im Falle eines späteren Einbaus von Laminat stets eine zeitgemäße, also den aktuellen Standards entsprechende Trittschalldämmung einzubauen ist. Da kann man sicherlich nicht einfach sagen, nur weil ein Altbau sowieso von Hause aus eher schlecht gedämmt ist, muss man gar nicht erst eine Trittschalldämmung unter das Laminat legen. Die Frage ist, welche einschlägigen technischen Normen beim Einbau des Laminats hätten beachtet werden müssen und wie man eine entsprechende Nachbesserung durch die HV erwirken kann. Ein Lärmgutachten von schätzungsweise 2.500,- Euro wäre ganz schön heftig und womöglich ohne weiterführende Aussage, sofern es nicht auf die Einhaltung von Richtwerten ankommt. Dafür könnte man ja schon den Boden erneuern (ca. 60 m²).

Danke für die Links, ich werde mir das durchlesen.


-- Editiert von Miriamx am 05.01.2022 16:00

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#7
 Von 
Miriamx
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Wenn jemand eine Katze in der Wohnung darüber laufen hört, helfen dem auch keine Vorgaben, Vorschriften, DIN etc..


Könnte ein Korkboden helfen? Aber den darf man dann sicherlich nicht über das Laminat legen, sondern das Laminat vorher beseitigen, richtig?
Die Anwendung von Normen und Vorschriften kommt wahrscheinlich nur im Falle eines Rechtsstreits zum Tragen. Das möchte ich eigentlich vermeiden, aber ich möchte auch nicht hinnehmen, dass nicht einmal versucht worden ist, eine Trittschalldämmung einzubauen. Das ist doch Pfusch.

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#8
 Von 
Miriamx
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von HeHe):
Lies dich hier mal rein:


https://www.mietminderung.org/mietminderung-schlechter-trittschallschutz/

https://www.mieterbund.de/mietrecht/mietrecht-a-z/stichworte-zum-mietrecht-s/trittschall.html


Das sind sehr hilfreiche Links! So etwas habe ich gesucht. Jetzt gilt es, das bei der HV verständlich zu machen. Wenn alle an einem Strang ziehen und am Ende doch dasselbe wollen - Hausfrieden und vertragsgemäße Nutzbarkeit beider Wohnungen - dann sollte es doch eine Einigung geben. Ich würde sogar anbieten, mich an den Kosten zu beteiligen...

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#9
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(21652 Beiträge, 4377x hilfreich)

Zitat (von Miriamx):
Ich würde sogar anbieten, mich an den Kosten zu beteiligen...
Echt? Ich würde als betroffener Mieter über eine Mietminderung nachdenken.
Die neue Mieterin mit Kind ist grad 2 Monate drin, du kannst also keine schnellen Wunder erwarten.

Der ganze fachliche Diskurs ist nicht Sache des Mieters und auch nicht der HV.
Vielleicht hilft auch erst ---klagen---, je nachdem, wie hartleibig der Vermieter ist.
------------------------------------
Mir ist eine Wohnung einer Genossenschaft mit ca 200 WE aus den 30er Jahren bekannt, die ihre Laminat-Modernisierung in 2010 erfuhr. Nach dem Versterben der Vormieterin und nachfolgende Modernisierung zog, was sonst, eine junge Frau mit 6 jährigem Kind ein.
Die Mieterin darunter erlebte ähnliches wie du.
Nach viel Schriftverkehr und Mietminderung mit sukzessiver Steigerung (ich meine, zuletzt 20%) und weiteren Beschwerden von anderen Mietern in anderen soeben modernisierten WE handelte die Vermieterin. Mit Gutachter und Neuverlegung, alles innerhalb 6 Wochen erledigt.
Aber eben erst in 2015.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#10
 Von 
Miriamx
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Nach viel Schriftverkehr und Mietminderung mit sukzessiver Steigerung (ich meine, zuletzt 20%) und weiteren Beschwerden von anderen Mietern in anderen soeben modernisierten WE handelte die Vermieterin. Mit Gutachter und Neuverlegung, alles innerhalb 6 Wochen erledigt.
Aber eben erst in 2015.


Nun ja, eine Mietminderung von 20 % hieße vielleicht 1 x schick Essen gehen im Monat. Das brauche ich wirklich nicht, aber ich brauche etwas Entspannung in meiner Wohnung am Feierabend. Wenn, dann wäre die Mietminderung nur der Einstieg in ein Verfahren, um am Ende eine bauliche Lösung zu erwirken. Der von dir geschilderte Fall macht mir ein klein wenig Mut.

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#11
 Von 
Loni12
Status:
Lehrling
(1638 Beiträge, 289x hilfreich)

Ich kann die TE verstehen, war mal zur Reha und dort wurden wg. Allergien Laminatböden verlegt.

Im Zimmer ober mir, meinte eine Dame sie muss immer mit Strassenschuhen laufen, tagsüber war es mir egal. Sie kam Abends immer spät heim und absolvierte dann einen Marathon durch die 2 Zimmer und Bad.
Nach einigen Tagen ging ich hoch, bat sie andere Schuhe anzuziehen, ansonsten müsste ich die Klinikleitung einschalten. Selbiges wollte sie nicht.
Mit Hausschuhen war es dann leise.
Wenn Katzen irgendwo runterhüpfen könnte ich mir schon vorstellen, dass man dieses hört.

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#12
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(21652 Beiträge, 4377x hilfreich)

Zitat (von Miriamx):
Nun ja, eine Mietminderung von 20 % hieße vielleicht 1 x schick Essen gehen im Monat.
Ich hatte dir nur geschrieben, was mir in einem ähnlichen Fall bekannt ist. Keinesfalls habe ich dir geschrieben, dass du eine MM von 20% vornehmen sollst.
Vielleicht betreibst du zu viel Überlegungen/Wünsche aus deiner eigenen Sicht? Es gibt ja mehrere Beteiligte.

Übrigens: Die eigentliche Ursache ist häufig nicht (nur) das glatte Laminat oder die zu dünne Trittschalldämmung. Deswegen würde uU auch nicht der Ersatz in Kork viel helfen.
Zitat (von Miriamx):
Der von dir geschilderte Fall macht mir ein klein wenig Mut.
Meinetwegen gerne. Dann noch zur Ergänzung: Dieser Fall spielte nicht in Berlin, der Mieter hatte sich zunächst selbst und laienhaft schriftlich mit der Vermieterin gehakelt.
Erst, als andere Mieter sich auch und unabhängig von ihm beschwerten, kam die Vermieterin in die Gänge. Stritt sich mit der Sanierungsfirma, die natürlich die fachlich einwandfreie Ausführung *beschwor* und auch nicht im mindesten kompromissbereit war, zumindest mal nach Mängeln zu suchen.
Nachdem der Mieter dann selbst einen Bau-SV beauftragte und zeitnah die Vermieterin auch einen--- fanden beide Gutachter die gleichen Ursachen und fast gleichen Beseitigungsaufwand und -Kosten. Das kommt nicht häufig vor. Hier ersparte es zumindest die gerichtliche Auseinandersetzung.
Aber beachte: Ca. 5 Jahre hat der ganze Streit gedauert. Und irrelevant ist, ob der Mieter sich ständig grämt und schlaflos ist oder ob er einige Monate im Jahr gar nicht in der Wohnung war, sondern im warmen Südsüden.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#13
 Von 
Miriamx
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Fortschreibung:
Meine Hausverwaltung zeigt sich durchaus verständnisvoll und sie hat angeboten, dass auf das vorhandene Laminat vielleicht ein Korkboden verlegt werden könnte. Sie findet es aber zu aufwendig, das alte Laminat rauszunehmen. Ist das nicht aber das Prinzip "außen hui, innen pfui"? Wird dadurch der (mutmaßliche) Mangel fachmännisch beseitigt? Oder bleibt die Körperschallübertragung durch die fehlende Trittschalldämmung nicht weiter bestehen? Das Argument der HV ist, dass es zu aufwendig und kostspielig sei, in einem bewohnten Zustand das alte Laminat zu beseitigen. Hier wären baufachliche Argumente wünschenswert, inwieweit die Verlegung von Korkboden auf dem Laminat (wodurch Hohlräume zwischen Laminat und Unterboden und das teilweise direkte Aufliegen des Laminats auf dem Unterboden ja bestehen blieben) nur eine halbherzige Lösung ist, die aber nicht des Übels Wurzel anpackt.

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#14
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(21652 Beiträge, 4377x hilfreich)

Zitat (von Miriamx):
Oder bleibt die Körperschallübertragung durch die fehlende Trittschalldämmung nicht weiter bestehen?
Ohne die Ursache festzustellen, könnte es guter Wille ohne gutes Ergebnis werden. Es können noch andere Schallbrücken die Ursache sein.
Zitat (von Miriamx):
die aber nicht des Übels Wurzel anpackt.
Körperschall minus Trittschall =Körperschall. Wahrscheinlich dämpft ein Kork auf Laminat den Trittschall.
Zitat (von Miriamx):
Die Erschütterungen gehen durch Decke, Wände und Möbel,
...deutet nicht nur auf mangelhafteTrittschalldämmung hin.
Zitat (von Miriamx):
Das Argument der HV ist, dass es zu aufwendig und kostspielig sei, in einem bewohnten Zustand das alte Laminat zu beseitigen.
Hmm, um Korkboden zu verlegen, muss man auch nicht ausziehen, aber eben die Zimmer kurzfristig ausräumen bzw. Möbelschieborgien organisieren...
Das Laminat entfernen ist für versierte Handwerker bei guter Baufreiheit an einem Tag erledigt und entsorgt. Den Kosten-und Zeitfaktor für diese Aktion sehe ich hier nicht. Aber Zimmer ausräumen ist wohl notwendig.

Auf Laien hört oft keiner. Einer sagt: Keiner gibt ne Gewährleistung, falls nach der Korkbodenauflage zwar ein Laminat-Klack-Klack nicht mehr hörbar ist, die beschriebenen Erschütterungen aber zum *dumpftönenden Erlebnis* werden. Denn schlecht verlegtes Laminat bleibt schlecht verlegt.
Durchaus kann man dadurch eine Art Schwingboden einbauen. Doch wer will das schon in der eigenen Wohnung, geschweige denn für den unteren Mieter...?

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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