Verbrauchszähler getauscht und entsorgt

21. August 2012 Thema abonnieren
 Von 
daniel2804
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Verbrauchszähler getauscht und entsorgt

In einer Mietwohnung wurde während der Abrechnungsperiode ein Wärmemengenzähler getauscht und entsorgt.

Der besagte Zähler weist aber einen unerklärlich hohen Verbrauch auf, ein vielfaches von dem üblichen Verbrauch.
Das Ableseergebnis wurde entgegen § 6 Abs. 1 HeizKV nicht innerhalb eines Monats mitgeteilt, sondern erst ein Jahr später mit der Betriebskostenabrechnung.

Laut Ableseunternehmen ist eine Überprüfung nun aber nicht mehr möglich, da der getauschte Zähler zwischenzeitlich entsorgt wurde.

Nun kann der VM dem Mieter nicht nachweisen, dass der Zähler fehlerfrei funktionierte. Ebenso kann das Ableseunternehmen auch nicht gegenüber dem VM nachweisen.

Das Ableseunternehmen behauptet lediglich, die Zähler seien geeicht und korrekt abgelesen worden.

Kann der Mieter eine Abrechnung nach Verbrauchsschätzung verlangen und muss das Ableseunternehmen diese in so einem Fall kostenlos erstellen?

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
radfahrer999
Status:
Unparteiischer
(9029 Beiträge, 4883x hilfreich)

quote:
von daniel2804 am 21.08.2012 12:04

In einer Mietwohnung wurde während der Abrechnungsperiode ein Wärmemengenzähler getauscht und entsorgt.

Von wem und warum?

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"Was spricht dagegen den Verstoß zuzugeben und die Knete zu überweisen?"

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#2
 Von 
daniel2804
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Das Ableseunternehmen, bei dem auch die Zähler gemietet sind, tauschte während der laufenden Abrechnungsperiode Wärmezähler aus.
Vermutlich weil die Eichfrist abgelaufen ist oder abgelaufen wäre.

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#3
 Von 
Liane46
Status:
Student
(2979 Beiträge, 1380x hilfreich)

quote:
Vermutlich weil die Eichfrist abgelaufen ist oder abgelaufen wäre.



Aber mit Vermutungen wirst du nicht weiterkommen. Warum sollte bei nur einem Zähler die Frist abgelaufen sein, denn in der Regel werden solche Geräte komplett getauscht. Wird ein Zähler getauscht, dann wird der Wert festgehalten und zum Verbrauch des neuen dazu addiert.

quote:
Das Ableseergebnis wurde entgegen § 6 Abs. 1 HeizKV nicht innerhalb eines Monats mitgeteilt, sondern erst ein Jahr später mit der Betriebskostenabrechnung.


Und das hast du scheinbar falsch verstanden. Diese Mitteilung gilt für die komplette Abrechnung, nicht für den Tausch eines einzelnen Messgerätes.

Beim Tausch des Gerätes warst du doch anwesend. Warum hast du den Wert nicht notiert?



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#4
 Von 
daniel2804
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Haus und Grund München:

quote:
Zeitnahe Mitteilung der Ablesewerte:
Gemäß § 6 Abs. 1 HeizKV soll das Ergebnis der Ablesung dem Nutzer in der Regel innerhalb eines Monats schriftlich mitgeteilt werden. Betroffen von dieser Regelung sind vornehmlich Heizkostenverteiler mit nur einer Verdunsterampulle und elektronische Geräte, die keine Werte speichern.
Die Mitteilungspflicht entfällt dagegen, wenn das Ableseergebnis über einen längeren Zeitraum in den Räumen des Nutzers gespeichert wird und vom Nutzer abgerufen werden kann. Bei Heizkostenverteilern nach dem Verdunstungsprinzip wird die Vorjahresampulle im Gerät aufbewahrt, so dass der Ablesewert verfügbar bleibt.

Die Messergebnisse waren für Mieter nicht abrufbar da Zähler getauscht und für Mieter soweiso nicht zugänglich sind. Ablesedaten wurden ihm nach § 6 Abs. 1 HeizKV auch nicht schriftlich innerhalb eines Monats mitgeteilt!
Mieter kann die Richtigkeit daher nicht nachvollziehen, da er über den Tausch nicht informiert war und erst ein Jahr später in seiner Betriebskostenabrechnung davon erfahren hat. Somit konnte er auch nicht anwesend beim Tausch sein und die abgelesenen Werte überprüfen. Auch ist nicht mehr zu überpfüfen, ob gerät eventuell defekt war und falsch gemessen hat, da entsorgt.

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#6
 Von 
daniel2804
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Wärmezähler für die betreffende Wohnung sitzt nicht in der Wohnung sondern in einem Technikraum vor der Wohnung.

Dieser Wärmemengenzähler wurde während der Abrechnungsperiode ausgetauscht ohne das Wissen des Mieters.
Ablesedaten wurden ihm nach § 6 Abs. 1 HeizKV nicht!!!schriftlich innerhalb eines Monats mitgeteilt!

Der betroffene Zähler hat nur für den Monat Mai die Verbrauswerte erfasst(bevor getauscht wurde [Abrechnungsperiode Mai 2011 - April 2012]) und in diesem Monat die Energiemenge gemessen die sonst in sechs Monaten anfällt.
Nach den Gradtagzahlen Gemäß VDI 2067 werden im Monat Mai 40 ‰ (40/1000) des Jahresenergie verbraucht und nicht 500 ‰ (500/1000)

Da man nun nicht mehr nachweisen kann, dass der Zähler fehlerfrei funktionierte, will Mieter eine Abrechnung nach Verbrauchsschätzung. Die Frage ist ob das Ableseunternehmen die Abrechnung korriegieren muß?

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