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Verdacht auf "zeitweilige" häusliche Gewalt einerseits und Ruhestörung andererseits

16. Juni 2022 Thema abonnieren
 Von 
Erdi61
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)
Verdacht auf "zeitweilige" häusliche Gewalt einerseits und Ruhestörung andererseits

Hallo zusammen, bin mal seit sehr langer Zeit wieder hier.

Ich und meine Partnerin sind 2015 endlich zusammengezogen. Wir wohnen in einer mittleren Gemeinde (12.000 Einw.) in einem größeren Doppel-Wohnblock mit 68 Parteien und zwei Eingängen, 34 Parteien je Eingang. Der Block hat 8 Stockwerke, wir wohnen im 6. Stock. Alle Wohnungen in diesem Block sind Eigentumswohnungen. Die Eigentümer haben entweder nur eine oder sogar mehrere Wohnungen. Viele Eigentümer wohnen selbst im Block oder haben Wohnungen vermietet. Quasi hat jeder Mieter in diesem Block einen anderen Vermieter.

Unser Wohnblock hat eigentlich eine schöne und insgesamt eine ruhige Lage. Fast zeitgleich mit uns ist ein Studentenpärchen (eigentlich mehr WG als Pärchen) eingezogen, im großen und ganzen ruhig aber dennoch sind da öfters die sog. "Fetzen" geflogen aber in erträglichem Ausmaße. 2019 ist dieses Pärchen wieder ausgezogen und eine Familie mit 3 Kindern (damals 5, 4 und 2 Jahre alt, heute 8, 7 und 5 Jahre alt). Der Ehemann (mutmaßlich) und (wenn Ähnlichkeiten aussagekräftig sind) und Kindsvater hatte arabischen Migrationshintergrund. Allerdings war es jetzt mit der Ruhe dahin. Die Frau hatte uns damals mal angesprochen, ob wir sie hören würden, was ich bejahte, sagte aber, dass uns Kinderlärm nichts ausmache. Die Frau bedankte sich dann später zwei mal mit Kuchen ("Ha ja, kleine Kinder halt und auch noch drei").

Gut je länger diese Leute über uns wohnten, je mehr hörte man auch, dass er hin- und wieder sehr laute Brüller fahren ließ, wohl gegen seine Frau (Mutmaßung). War aber auch noch erträglich. Die Frau hörte man, wie sie hin- und wieder mit ihren Kindern schimpfte. Gut auch das permanente Türengeballere haben wir noch toleriert. Spielte der Mann mit den Kindern, war dieser oft lauter als die Kinder. Aber das hat uns auch nichts ausgemacht. Allerdings war der Mann nicht immer freundlich und öfters auf Krawall gebürstet, was andere Mitbewohner im Block bestätigten. Aber im großen und ganzen schien der sich nur für seine drei teueren Autos zu interessieren. Allerdings war die Nachbarin, die neben diesen Leuten wohnte nicht so tolerant. Sie gab zu verstehen, dass sie keine Kinder möge und sie extra hier die Wohnung gekauft hätte, weil vorwiegend ältere Leute ohne Kinder hier wohnten und es deswegen ruhig sei. 2022 ist diese Nachbarin ausgezogen, hat aber ihre Wohnung behalten, die z. Zt. leer steht.

Das oben Geschilderte stellt aber noch nicht das Problem dar, ich wollte nur die Vorgeschichte miteinfließen lassen.

Seit ca. Jahresbeginn oder auch seit Ende letzten Jahres, kann ich gar nicht mehr genau sagen, haben wir festgestellt, dass man den Mann aus obiger Wohnung gar nicht mehr sieht. Auch seine drei Autos sieht man nicht mehr, sondern nur noch den Kombi der Frau. Allerdings sieht man schon seit geraumer Zeit einen anderen Mann, dessen Name ebenfalls am Briefkasten (nicht an der Klingel) angebracht ist. Auch dieser Name lässt auf arabischen Migrationshintergrund schließen, aber das nur nebenbei. Das heißt, dieser Mann wohnt mittlerweile in der Wohnung über uns. Sein lautes "Gebelle" habe ich zu Anfang auch noch gedeutet, dass er mit den Kindern spiele. Aber da sich das Gebrülle mit der Zeit immer bedrohlicher anhörte, ziehen wir andere Schlüsse daraus.

Zur Zeit gestaltet sich das so, dass - nicht immer aber oft - der Mann permanent am Brüllen und Schreien ist. Offensichtlich schreit er mit der Frau. Zeitweilig hört man auch die Frau zurückschreien. Die Tages- und Nachzeit ist da mittlerweile egal. Manchmal beruhigt sich die Lage wieder, manchmal haben wir diesen Kerl auch schon den ganzen Vormittag permanent schreien gehört und auch schon mitten in der Nacht. Oftmals wird das Gekreische noch mit Gepoltere umrahmt, so, als ob schwere Gegenstände geworfen oder Möbel umgeschmissen würden. Auch dieses Gepoltere hält dann zuweilen auch schon länger an, so, dass einem Angst und Bange wird. Vor allem hat man dann Angst um Frau und Kinder. Obwohl die Kinder zuweilen auch öfters scheinbar weggebracht werden.

Seit dieser Blödmann über uns wohnt, hat sich unsere Wohnqualität in der unteren Wohnung merklich verschlechtert. Schon wenn ich seine Stimme höre wird mir schon schlecht, auch, wenn er mal normal redet. Ich wundere mich auch, dass die Nachbarn darüber zumindest nicht das Gekreische wahrnehmen oder lassen die es auch über sich ergehen. Seitennachbarn gibt es - wie geschrieben - im Moment keine. Dieser Kerl ist auch noch von optischen Erscheinungsbild sehr groß, schlank, sportlich und kräftig und schätzungsweise Mitte 30. Ich habe mir auch schon öfters überlegt, wenn es wieder soweit ist, mal hochzugehen und zu klingeln, aber wenn man sein Geschreie und sein Gepoltere hört, scheint er doch sehr aggressiv werden zu können. Und da ich schon fast 65 bin und gesundheitlich angeschlagen kann ich es nicht auf eine Konfrontation hinauslaufen lassen, die handgreiflich werden könnte. Ich müsste höchstens mal versuchen, mit der Frau zu reden.

Es war oben auch schon so schlimm, dass wir wirklich drauf an dran waren, die Polizei zu rufen, weil man eben Angst um die Frau hatte. Andererseits traue ich diesem Mann zu, dass er sich vielleicht rächen oder Vergeltungsmaßnahmen treffen könnte. Meine Frau meint dann immer, wir sollten nicht hinhören (wenn das so einfach ginge). Wir wissen auch nicht, ob die Frau und der erste Mann die Wohnung gekauft haben oder ob es auch Mieter sind. Wir wissen auch nicht, wer der Eigentümer obiger Wohnung ist, da müsste man mal andere Eigentümer fragen oder die Hausverwaltung. Unsere Vermieterin - wohnt im Ruhrgebiet - wollen wir da nicht mit reinziehen, die ist ja gänzlich unbedarft.

Andererseits, sieht man mal die Frau und diesen Mann im Hof oder auf dem Parkplatz, dann muss man wieder den Kopf schütteln, wie die beiden turteln und er sich um die Kinder kümmert (obwohls nicht seine sind). Und wenn man sich die Frau so anschaut, sieht man auch nichts, was auf häusliche Gewalt hindeutet. Gut, sie hat immer Sonnenbrille auf, aber die hatte sie schon auf beim Einzug, die ist scheibar festgewachsen. Wenn man die Randale aus obiger Wohnung hört und dann in der Öffentlichkeit dieses "Heile-Welt-Gehabe", dann versteht man eh nicht, was ab geht, ob diese Gehabe echt ist oder gespielt. Im übirgen hat dieser Raudaubruder kein Auto, der lässt sich von der Partnerin chauffieren.

Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Zum Schluss ist es gar keine häusliche Gewalt sondern "nur" Krach und Gepöbele. Und kommt man mit Polizei und Vermieter ist man vielleicht noch der böse Nachbar und der große Buhmann im Block.

Falls sich welche echauffieren, dass ich den arabischen Migrationshintergrund erwähnt habe: Es ist mir egal, welchen Hintergrund jemand hat aber ich wollte es nur mal erwähnen.

Grüße

-- Editiert von Erdi61 am 16.06.2022 12:47

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19 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
TidoZett
Status:
Praktikant
(671 Beiträge, 105x hilfreich)

Ziemlich viel Text für sowas.. rufen Sie doch einfach mal die Polizei..würde aber vermeiden, damit in Zusammenhang gebracht zu werden

2x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
fb522466-71
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 18x hilfreich)

Mit wem die Frau da in welchem Verhältnis lebt, geht euch schlicht nichts an.

Wenn es euch zu laut ist, ruft die Polizei.

Zitat:
Falls sich welche echauffieren, dass ich den arabischen Migrationshintergrund erwähnt habe: Es ist mir egal, welchen Hintergrund jemand hat aber ich wollte es nur mal erwähnen.

Ich habe nichts gegen Migranten, aber ...

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35361 Beiträge, 13324x hilfreich)

Bringen wir es aufs juristisch Relevante: zwei Personen streiten sich häufig lautstark in Wohnung, was sollen wir tun? Das wars. Wenn man das Gefühl hat, eine andauernde laute Unterhaltung wird bedrohlich für eine Person, dann ruft man die Polizei. Ansonsten scheint es ein hellhöriges Haus zu sein, damit muss man leben.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Erdi61
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von fb522466-71):
Mit wem die Frau da in welchem Verhältnis lebt, geht euch schlicht nichts an.


Geht uns auch nichts an. Keiner macht der Frau irgendwelche Vorschriften. Die Frau muss sich auch keine Partner suchen die uns genehm sind, selbst, wenn dieser neue Partner durch sein Gebaren uns auch Wohnqualität nimmt. Die Frau kann sich bis jetzt nicht beklagen, dass wir gegenüber ihr und den Geräuschen aus ihrer Wohnung intolerant gewesen wären, im Gegenteil. Wenn sie sich gerne anschreien lassen will bitte schön. Aber irgendwann ist mal schluss. Gegen die Frau haben wir nix, nur gegen das Verhalten ihres derzeitigen Verhältnisses. Wenn der sich aufführt wie ein Pascha, wenn die Frau nicht spurt und uns damit mit stört wird das auch zu unserer Sache. Und wenn sie verkloppt wird könnte man sogar sagen, sie hat es sich ja so ausgesucht. Dann ist man aber hinterher wieder der böse Nachbar, der was gehört hat aber nix gemacht hat. Es geht uns ja nicht mal in erster Linie ums Laute (natürlich auch um dieses), sondern um das, was in der Wohnung geschieht. Wir sehen es ja nicht, wir hören es ja nur. Gut, Polizei kann man rufen. Wenn die weg ist, geht's dann meistens weiter wie vorher, bis sie wieder kommt. Wendet man sich an den jeweiligen Vermieter kann es passieren, dass der auch der blockt. Ausserdem hat man auch keine Lust Zielscheibe von "Vergeltungsmaßnahmen" zu werden. Agressive Leute können ihr Potential vom Partner auch auf die Nachbarn ausweiten. Und bewaffnen mit Teaser oder Spray soll ja auch nicht erlaubt sein.

Zitat (von fb522466-71):
Ich habe nichts gegen Migranten, aber ...


Ich habe nichts gegen Migranten, ausser sie sind A...löcher. Das gilt aber auch für "Biodeutsche". Es gibt auch Deutsche, gegen die ich was habe und es gibt Leute mit Migrationshindergrund gegen die ich was habe. Mit den allermeisten Migranten und Leuten mit Migrationshintergrund komme ich blendend aus und die mit mir. Viele Nachbarn in diesem Block in dem ich wohne haben Migrationshintergrund und wir verstehen uns wunderbar.

-- Editiert von Erdi61 am 16.06.2022 17:18

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Solan196
Status:
Bachelor
(3248 Beiträge, 357x hilfreich)

Zitat (von Erdi61):
Und kommt man mit Polizei und Vermieter ist man vielleicht noch der böse Nachbar und der große Buhmann im Block.


Das muss dich nicht interessieren, auf was der VM oder Nachbar Bock hat. Beim nächsten Mal Polizei rufen, fertig.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Erdi61
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Bringen wir es aufs juristisch Relevante: zwei Personen streiten sich häufig lautstark in Wohnung, was sollen wir tun? Das wars. Wenn man das Gefühl hat, eine andauernde laute Unterhaltung wird bedrohlich für eine Person, dann ruft man die Polizei. Ansonsten scheint es ein hellhöriges Haus zu sein, damit muss man leben.


Gut Entschuldigung fürs Ausführliche. So wie es sich anhört hört man aber nur sehr lautstark den Mann und lautstark ist noch gelinde ausgedrückt. Und das, wenn es wieder losgeht, zu jeder Tages- und Nachtzeit Sonn- wie Werktags. Und das Gepoltere und die Donnerschläge was sich anhört wie Randale ist für mich kein streiten mehr. Das Haus ist von der Hellhörigkeit würde ich sagen mittel. Und "laute Unterhaltung" ist eigentlich geschmeichelt. Naja, warte noch einige male ab und rufe vielleicht wirklich mal die Polizei. Werde vielleicht versuchen mal mit der Frau zu reden. Kann mir nicht vorstellen dass sie sich nicht vorstellen kann, dass wir sehr viel mitkriegen. Wegen dem Kindertrampeln hat sie uns vor über 2 Jahren noch Kuchen gebracht. Das was jetzt ab geht, ist bei weitem über das, was Kinder an Lärm verursachen. Mir kommt es ja fast wirklich so vor, dass ich der böse Bube bin, obwohl wir diejenigen sind, die aushalten und nicht austeilen.

Es geht mir ja nicht ums Polizeirufen, sondern auch um den Umstand, dass ich oder wir von diesem Typen vielleicht Vergeltungsmaßnahmen zu befürchten haben und wir gesundheitlich und alterlich es eben nicht mit durchtrainierten Mittdreißigern aufnehmen können. Da nützt mir auch die irgendwann gerufene Polizei nix wenn ich im Krankenhaus liege. Das kann man jetzt für feige oder vorsichtig halten. Natürlich kann man auch sagen; Ohren zu. Gäste getraut man sich wegen dem Typen eh nicht mehr einzuladen.

Trotzdem mal Danke. Die Nummer des zuständigen Polizeireviers habe ich eh schon rausgesucht.

-- Editiert von Erdi61 am 16.06.2022 17:34

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104240 Beiträge, 37615x hilfreich)

Zitat (von Erdi61):
Wenn der sich aufführt wie ein Pascha, wenn die Frau nicht spurt und uns damit mit stört wird das auch zu unserer Sache.

Es wird überhaupt nicht eure Sache - das geht euch rein gar nichts an, wie andere ihre Beziehung strukturieren. Wenn die z.B. Bibeltreu leben wollen, ist das deren Entscheidung.
Wenn es euch stört, ist das ganz alleine euer Problem, das müsst ihr dann bei euch intern in eurer Familie lösen.



Zitat (von Erdi61):
Dann ist man aber hinterher wieder der böse Nachbar, der was gehört hat aber nix gemacht hat.

Zitat (von Erdi61):
Ausserdem hat man auch keine Lust Zielscheibe von "Vergeltungsmaßnahmen" zu werden.

Wasch mich aber mach mir den Pelz nicht nass, dass funktioniert in einem Rechtstaat nicht wirklich.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Erdi61
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Es wird überhaupt nicht eure Sache - das geht euch rein gar nichts an, wie andere ihre Beziehung strukturieren. Wenn die z.B. Bibeltreu leben wollen, ist das deren Entscheidung.
Wenn es euch stört, ist das ganz alleine euer Problem, das müsst ihr dann bei euch intern in eurer Familie lösen.


Also wenn jemand mutmaßlich randaliert und schreit dass man meint, er stünde in unserer Wohnung geht mich also nichts an. Dann sind die dünnen Wände dran schuld und ich muss damit leben. Vielleicht leben die nach dem Koran? Wer weiß? Soll ja verschiedene Auslegungen heiliger Bücher geben. Das gleiche könnte ich dann bei jeder Art von Belästigung sagen: es wäre dann auch mein Problem, wenn welche jeden Tag mit lauter Musik laut feiern. Schließlich ist es ja meine Schuld, wenn es mich stört. Wenn jemand nachts hämmert ist es ja auch meine Schuld. Kann ja Kopfhörer aufsetzen. Wenn jemand Möbel umschmeißt und aus der Bude drüber Kleinholz macht geht mich ja auch nichst an. Sind ja deren Möbel. Naja, ist ja auch eine Auffassung :cheers:

Zitat (von Harry van Sell):
Wasch mich aber mach mir den Pelz nicht nass, dass funktioniert in einem Rechtstaat nicht wirklich.


Ich habe schon gesagt, dass ich aufgrund meiner angeschlagenen Gesundheit mich zwar noch verbal aber nicht körperlich auseinandersetzen kann. Es wird zwar empfohlen, zu versuchen, sich mit schwierigen Nachbarn zu unterhalten und zu einigen, aber auch Unterhaltungen mit aggressiven Leuten können eskalieren. Vor 30 Jahren hätte ich es durchaus auch auf handfeste "Unterhaltungen" ankommen lassen, obwohl ich kein aggressives Wesen habe. Ich habe noch keine Möbel umgeschmissen und mir die Stimmbänder heiser gebrüllt, wenn meine Frau mal gegenteiliger Auffassung war. Und auch in Rechtsstaaten funktioniert das Nichtnassenmachen recht gut. Es wird ja so maches empfohlen gegen störende Nachbarn, z. B. ein Lärmprotokoll. Allerdings sind das nur selbstgemacht Aufzeichnungen. Reinschreiben kann man da ja viel. Man muss es beweisen können. Vielleicht doch Polizei rufen und "hoffen", dass, wenn sie kommt, das Szenario noch andauert, wäre ja blöd, die kämen da gerade in einer Schrei- und Polterpause. Da würde ich dann schon, die Polizei erst zu mir bitten um sich das anzuhören und fragen, was die dazu meinen.

Eigenartig, wie für unseren Randalenachbar hier Lanzen gebrochen werden. :engel:

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104240 Beiträge, 37615x hilfreich)

Zitat (von Erdi61):
Also wenn jemand mutmaßlich randaliert und schreit dass man meint, er stünde in unserer Wohnung geht mich also nichts an.

Hat hier niemand behauptet.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Erdi61
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Hat hier niemand behauptet.


Könnte man aber so verstehen, wenn man davon ausgeht, dass Schreien und Gepoltere "Beziehungsgestaltung" ist und mich die Beziehungsgestaltung anderer Leute nichts anginge. Es geht mich auch nichts an, nur würde ich das nicht "Beziehungsgestaltung" nennen. Gut, werde mal mit den Nachbarn ganz oben auch mal reden, was die so hören und was die so meinen und dann werde ich mich mal an die Frau rantasten. Vielleicht auch mal Fragen, ob sie vielleicht Hilfe braucht und auch sagen, dass wir viel hören. Auch mal erwähnen, dass man drauf und dran war, schon die Polizei zu rufen, weil man sich auch Sorgen um sie mache. Dann kann man sehen, wie die reagiert. Entweder kriege ich zu hören, dass ich mich um meinen Sch...ß kümmern solle - wie es auch hier in den Antorten schon angeklungen ist - oder sie sagt eben, dass alles anders ist, wie es sich anhört oder dass sie wirklich Hilfe braucht. Im Prinzip scheint es nur drei legale Mittel zu geben und die heißen Polizei, Anwalt, Vermieter/Hausverwaltung.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Solan196
Status:
Bachelor
(3248 Beiträge, 357x hilfreich)

Zitat (von Erdi61):
Eigenartig, wie für unseren Randalenachbar hier Lanzen gebrochen werden


Was willst du denn hören? Es wird für niemanden eine Lanze gebrochen, hier wurde versucht dir die rechtliche Seite deines Problems zugänglich zu machen.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35361 Beiträge, 13324x hilfreich)

Man kann dieses ganze neue Geschreibe von dem Fragesteller mal wieder auf ganz wenige Sätze zusammen fassen: ich bin gestört durch Krach von oben. Ich will keine Polizei rufen, weil es nichts nutzt. Ich will keinen Vermieter einschalten, weil es nichts nutzt. Mir ist einerlei, ob ich die Störung hinnehmen muss, weil das Haus hellhörig ist. Ja glaubt man denn an eine Zauberfee, die wir hier aktivieren können? Können wir nicht, nicht einmal Harry. So, vielleicht hat ja jemand anderes eine Zauberfee?

wirdwerden

1x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104240 Beiträge, 37615x hilfreich)

Zitat (von Erdi61):
Könnte man aber so verstehen, wenn man davon ausgeht, dass Schreien und Gepoltere "Beziehungsgestaltung" ist

Warum sollte da einer von ausgehen?

"Beziehungsgestaltung" ist nur das mit dem "Pascha-Verhalten".


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Wurstsemmel
Status:
Schüler
(434 Beiträge, 65x hilfreich)

Zitat (von Erdi61):
Trotzdem mal Danke. Die Nummer des zuständigen Polizeireviers habe ich eh schon rausgesucht.


Notruf 110, und nichts anderes. Die disponieren dann schon das passende Fahrzeug raus.

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25310 Beiträge, 4799x hilfreich)

Zitat (von Erdi61):
Es geht mir ja nicht ums Polizeirufen, sondern auch um den Umstand, dass ich oder wir von diesem Typen vielleicht Vergeltungsmaßnahmen zu befürchten haben und wir gesundheitlich und alterlich es eben nicht mit durchtrainierten Mittdreißigern aufnehmen können.
Das ist dann eine ganz andere Thematik.
Diesen Befürchtungen und Ängsten kann man insofern vorbeugen, dass man die unzulässige Lärmbelästigung und mögliche Gewalt gegen die Mieterin dem Vermieter und der Polizei mitteilt.

Dass weder Vermieter noch die Polizei was tun, ist deine reine Befürchtung. Diese ist aber falsch.



Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(13868 Beiträge, 8504x hilfreich)

Man könnte ja auch einen Moment abpassen, wo der Mann außer Haus ist (der geht ja vielleicht auch mal arbeiten, einkaufen usw.) und dann bei der Frau klingeln.
Und man muss ja dann auch keine Vorwürfe / Befürchtungen äußern, sondern kann neutral anbringen, dass der Lärm aus der Wohnung zugenommen hat

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Erdi61
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo zusammen,

ich wollte mich zunächst mal bekanken für Eure Antworten und für Eure Geduld sowie Bemühungen. Nein, wir brauchen auch keine Zauberfee.

Wir wollten Rat - nicht unbedingt juristische Einschätzungen, obwohl es natürlich ohne juristische Betrachtung nicht immer geht - weil wir etwas mit der Situation überfordert sind, weil wir mit so etwas noch nie konfrontiert waren. Da wir - das kann man gut finden oder nicht - größere Konfrontationen mit Nachbarn immer vermieden haben umso mehr. Im Prinzip hatten wir in allen Wohnungen, in denen wir wohnten gute Verhältnisse zu Nachbarn. Dies ist jetzt die erste Wohnung, die wir privat gemietet haben und nicht von einer Gesellschaft.

Wir werden die Sache weiter beobachten und eben auch erdulden und in Zukunft wird Polizei nicht ausgeschlossen sein. Auch, wie anempfohlen, werden wir auch unserer Vermieterin (trotz der räumlichen Entfernung von über 400 km) und/oder Hausverwaltung berichten, dass die sich an deren Vermieter wendet. Wir haben eben auch Hemmungen, da alles, was wir dagegen unternehmen könnten, auch die Frau und die Kinder träfe. Tut man nichts, macht sich eben auch Vorwürfe.

Zitat (von Harry van Sell):
"Beziehungsgestaltung" ist nur das mit dem "Pascha-Verhalten".


Pascha-Verhalten kann aber auch eine recht einseitige Gestaltung sein. Funktioniert nur, wenn sich das der zumeist weibl. Gegenpart gefallen ließe :wink:

Zitat (von Anami):
Dass weder Vermieter noch die Polizei was tun, ist deine reine Befürchtung. Diese ist aber falsch.

Das ist primär nicht meine Befürchtung, ist aber doch oft so, dass nach Polizeibesuchen es oft so weiter geht wie vorher. Es gibt ja Fälle, wo die Polizei mehrmals am Tag oder in der Nacht kommt und es wird nicht besser, auch, wenn die Polizei Maßnahmen ergreift oder androht. Gut, aber besser so einen Schuss vor den Bug als gar nicht. Ich meine, das Wenden an den Vermieter/die Vermieterin wäre da eventuell effektiver. Allerdings könnte es ja sein, dass wir dann bei dem Herrn oben mehr in den Fokus rücken.

Zitat (von drkabo):

Man könnte ja auch einen Moment abpassen, wo der Mann außer Haus ist (der geht ja vielleicht auch mal arbeiten, einkaufen usw.) und dann bei der Frau klingeln.
Und man muss ja dann auch keine Vorwürfe / Befürchtungen äußern, sondern kann neutral anbringen, dass der Lärm aus der Wohnung zugenommen hat


Das wäre auch meine erste Aktion. Nur die Krux ist: der Mann verlässt alleine nicht das Haus, sondern nur mit der Frau. Jedenfalls sehe ich die beiden immer zusammen, nie alleine. Der Mann hat auch kein Auto, die Frau muss (?) ihn fahren. Jedenfalls so, wie man es wahrnimmt. Ich müsste die Frau höchstens mal erwischen, wenn sie alleine im Fahrstuhl ist oder im Auto auf den Mann wartet, was aber auffällig wäre. Die Frau pflegt auch nicht mehr die Kontakte mit anderen Nachbarn mit Kindern, die sie vorher oder am Anfang gepflegt hatte. Das hat mir neulich eine Nachbarin erzählt. Allerdings wurden keine Gründe genannt. Und ich will jetzt auch nicht weiter spekulieren. Aber ich lauere schon länger auf passende Gelegenheiten. Gut, so ein Ansprechen erfordert natürlich auch Überwindung und Feingefühl.

Jetzt will ich nicht mehr in langes "Geschreibe" verfallen - als ich meine Forumskarrieren vor über 22 Jahren begann, war das zumeist noch kein Kritikpunkt (wollte eben nur mal die Entwicklung schildern) - sondern bedanke mich nochmals recht herzlich.


0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25310 Beiträge, 4799x hilfreich)

Zitat (von Erdi61):
Im Prinzip hatten wir in allen Wohnungen, in denen wir wohnten gute Verhältnisse zu Nachbarn. Dies ist jetzt die erste Wohnung, die wir privat gemietet haben und nicht von einer Gesellschaft.
Es hat mit dem jeweiligen Mieter zu tun.
Auch Vermietungsgesellschaften sind nicht vor streitsüchtigen Mietern und Nachbarn gefeit.
Eine schriftliche Mitteilung erreicht einen Vermieter in 400 km Entfernung in 1 Tag.
Zitat (von Erdi61):
ist aber doch oft so, dass nach Polizeibesuchen es oft so weiter geht wie vorher.
Das ist nun deine Befürchtung, aber nichts weiter als reine Behauptung.

Ob es die Vermieter interessiert, ist ebenso ungewiss. Die wohnen ja nicht dort.
Zitat (von Erdi61):
Allerdings könnte es ja sein, dass wir dann bei dem Herrn oben mehr in den Fokus rücken.
Ja, das ist auch deine Befürchtung.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Erdi61
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Es hat mit dem jeweiligen Mieter zu tun.
Auch Vermietungsgesellschaften sind nicht vor streitsüchtigen Mietern und Nachbarn gefeit.


War eine allgemeine Bemerkung. Wollte nur sagen, dass wir das immer nur so kennen, dass da die Gesellschaft ist und auf der einen Seite die Mieter. Hier im Haus ist das so, dass jeder Mieter einen jeweils anderen Vermieter hat. War für uns am Anfang neu und ein Kuriosum.

Zitat:
Eine schriftliche Mitteilung erreicht einen Vermieter in 400 km Entfernung in 1 Tag.


Stimmt. Per E-Mail auch in Sekunden.

Zitat:
Das ist nun deine Befürchtung, aber nichts weiter als reine Behauptung.


Meine gleichaltriger Neffe war Polizist, ist nun im Ruhestand. Der hat schon eingemale aus dem Nähkästchen geplaudert. Der hat auch schon gesagt, dass es Leute (er sprach von Klientel) z. B. bei Ruhestörung oder gar häusl. Gewalt gibt, die sich nicht von Polizei beeindrucken ließen, sogar nicht bei mehrmaligem Auftauchen. Allerdings wohnt mein Neffe weiter weg und ist seit seinem Ruhestand viel mit dem Wohnmobil unterwegs, sonst wäre der mein erster Ansprechpartner gewesen. Allerdings sind persönliche Erfahrungen nicht immer übertragbar, dass weiß ich auch.

Zitat:
Ob es die Vermieter interessiert, ist ebenso ungewiss. Die wohnen ja nicht dort.


Niemand will Ärger, auch und gerade Vermieter nicht. Unsere Vermieterin wohnt nicht im Block. Beim Eigentümer*in oben weiß ich es nicht. Könnte im Block wohnen oder nicht. Genau weiß ich ja nicht, wer die Eigentümer oben sind, habe nur eine vage Vermutung.

Zitat:
Ja, das ist auch deine Befürchtung.


Ist es auch. Gut, das fällt in den Bereich, was wäre wenn... Das sieht man erst, wenn man Maßnahmen ergriffen hat.

Wie gesagt: Wir beobachten und dann entweder Vermieter oder je nach Szenario auch Polizei. Hätte nicht geglaubt, dass ich jemals in solch eine Situation komme oder vor solchen Entscheidungen stehe.

-- Editiert von Erdi61 am 19.06.2022 18:07

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