Vergleichbarkeit Heizkostenverteiler über zwei Jahre

6. Juni 2023 Thema abonnieren
 Von 
headnut99
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Vergleichbarkeit Heizkostenverteiler über zwei Jahre

Hallo zusammen,

ich wohne seit knapp drei Jahren in meiner Wohnung und habe nun zwei Nebenkostenabrechnungen für zwei volle Jahre vorliegen. Bei den Heizkosten bin ich seit Beginn der Meinung, dass mir zu viel berechnet wird.

Kurz zur allgemeinen Aufteilung:
- Ich wohne in der ersten Etage eines Mehrfamilienhauses mit drei Parteien und habe mit 137m² die größte Wohnfläche.
- Bei der Heizung gibt es zwei Nutzergruppen: Heizkörper (NG1) und Fußbodenheizung (NG2). Im Erdgeschoss gibt es sowohl Heizkörper, als auch FBH, sprich es können Verbräuche in beiden NGs vorliegen. Ich habe nur Heizkörper, im Dachgeschoss gibt es nur eine FBH. Die Familie im Erdgeschoss nutzt ausschließlich die FBH, weshalb die Verbräuche in NG1 ausschließlich mir zuzuordnen sind.
- Für die NG2 gibt es einen eigenen Wärmemengenzähler, für NG1 nicht.

Ich habe im letzten Jahr versucht, möglichst viel mit Holz zuzuheizen, was sich auch in den Einheiten an meinen Heizkostenverteilern widerspiegelt. Hier nun meine Frage dazu:
Da sich die Einheiten auf den Heizkostenverteilern zum Vorjahr massiv verringert haben (von 7.032 auf 2.548) wäre ich davon ausgegangen, dass auch der Verbrauch an Heizöl zumindest in ähnlichem Umfang zurückgehen müsste. Tatsächlich ging der Verbrauch an Heizöl nur von 1.350l auf 1.280l zurück. Ist das plausibel?

Vielen Dank vorab für eure Antworten

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47291 Beiträge, 16754x hilfreich)

Zitat (von headnut99):
Tatsächlich ging der Verbrauch an Heizöl nur von 1.350l auf 1.280l zurück.


Für das gesamte Haus? Das hängt dann auch davon ab, wie die anderen geheizt haben.

Oder soll das nur Dein Verbrauchsanteil sein? Dann wäre interessant, wie der ermittelt wurde.

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#2
 Von 
headnut99
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Das ist tatsächlich eben nur mein anteiliger Verbrauch. Der Gesamtverbrauch an Heizöl (Warmwasser und Heizung) lag bei 3.292l.

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#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47291 Beiträge, 16754x hilfreich)

Zitat (von headnut99):
Das ist tatsächlich eben nur mein anteiliger Verbrauch.


Das halte ich für etwas merkwürdig, da die Aufteilung der Heizkosten auf Nutzergruppen in solchen Fällen regelmäßig auf Basis von kWh erfolgt und nicht auf Basis des Heizölverbrauchs.

Um das genau beurteilen zu können, müsste ich mir aber die Heizkostenabrechnungen ansehen.

Zitat (von headnut99):
Die Familie im Erdgeschoss nutzt ausschließlich die FBH, weshalb die Verbräuche in NG1 ausschließlich mir zuzuordnen sind.


Die Familie im EG hat aber auch Heizkostenverteiler an den Heizkörpern, die aber den Zählerstand 0 anzeigen?

Zitat (von headnut99):
Für die NG2 gibt es einen eigenen Wärmemengenzähler, für NG1 nicht.


Das halte ich übrigens für nicht zulässig. Es muss für beide NG einen Wärmemengenzähler geben.

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#4
 Von 
headnut99
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Das halte ich für etwas merkwürdig, da die Aufteilung der Heizkosten auf Nutzergruppen in solchen Fällen regelmäßig auf Basis von kWh erfolgt und nicht auf Basis des Heizölverbrauchs.


Korrekt, wird auch bei mir so gemacht. Allerdings wird auf der Abrechnung ein Umrechnungsfaktor von Liter auf kWh von 10 ausgewiesen. Bei NG1 steht ein Gesamtverbrauch von 12.813,58 kWh, rückwärts gerechnet würde das 1.280l ergeben.

Zitat (von hh):
Die Familie im EG hat aber auch Heizkostenverteiler an den Heizkörpern, die aber den Zählerstand 0 anzeigen?


Nicht ganz. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, dann hat die Familie im EG einen Zählerstand von ca. 1,4 Einheiten.

Zitat (von hh):
Das halte ich übrigens für nicht zulässig. Es muss für beide NG einen Wärmemengenzähler geben.


Darauf habe ich bereits im letzten Jahr hingewiesen und wurde mit der Bemerkung abgewehrt, dass ich ja aus Sicht des Vermieters ohnehin kaum Miete für die Wohnung zahle und deshalb eine gewisse Unschärfe akzeptieren solle. Ich hatte auch noch Kontakt mit der Abrechnungsfirma, diese meinte, dass ein zusätzlicher Zähler nichts bringen würde. Allerdings sollte sich lt. Abrechnungsfirma mein Heizkostenverbrauch analog zu den Zählerständen der Heizkostenverteiler verhalten, was nun definitiv auch nicht der Fall ist. Deshalb wollte ich hier noch einmal nachfragen, ob der Verbrauch entsprechend plausibel sein kann, bevor ich wieder auf den Vermieter zugehe.

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47291 Beiträge, 16754x hilfreich)

Zitat (von headnut99):
Ich hatte auch noch Kontakt mit der Abrechnungsfirma, diese meinte, dass ein zusätzlicher Zähler nichts bringen würde.


Das sehe ich anders. Die Verluste des Heizkessels gehen bei einer Differenzberechnung alleine zu Deinen Lasten. Von dem eingesetzten Heizöl kommt ja nicht die volle Energie bei den beiden NG an. Auch Fehlmessungen beim Tankfüllstand gehen alleine zu Deinen Lasten.

Richtig problematisch wird das, wenn über die Zentralheizung auch noch die Warmwassererwärmung erfolgt.

Zitat (von headnut99):
Deshalb wollte ich hier noch einmal nachfragen, ob der Verbrauch entsprechend plausibel sein kann, bevor ich wieder auf den Vermieter zugehe.


Der Verbrauch ist nicht plausibel. Man kann die Einheiten zwar nicht exakt umrechnen, allerdings hätte ich schon erwartet, dass der Verbrauch auf weniger als die Hälfte sinkt, wenn man nur noch 36% der Einheiten des Vorjahres hat.

Wie hat sich denn der Gesamtverbrauch des Hauses entwickelt?

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#6
 Von 
headnut99
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Das sehe ich anders. Die Verluste des Heizkessels gehen bei einer Differenzberechnung alleine zu Deinen Lasten. Von dem eingesetzten Heizöl kommt ja nicht die volle Energie bei den beiden NG an. Auch Fehlmessungen beim Tankfüllstand gehen alleine zu Deinen Lasten.

Richtig problematisch wird das, wenn über die Zentralheizung auch noch die Warmwassererwärmung erfolgt.


Das sind auch alles meine Bedenken, ich würde bisher aber immer abgewehrt und mangels technischem Verständnis habe ich das bisher auch akzeptiert :-(

Zitat (von hh):
Der Verbrauch ist nicht plausibel. Man kann die Einheiten zwar nicht exakt umrechnen, allerdings hätte ich schon erwartet, dass der Verbrauch auf weniger als die Hälfte sinkt, wenn man nur noch 36% der Einheiten des Vorjahres hat.

Wie hat sich denn der Gesamtverbrauch des Hauses entwickelt?


Der Gesamtverbrauch an Heizöl (Heizung + Warmwasser) ist von 3.551l in 2021 auf 3.292l in 2022 gesunken.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47291 Beiträge, 16754x hilfreich)

Um dazu jetzt noch mehr sagen zu können, müsstest Du die Abrechnungen anonymiert über einen Bilderdienst einstellen und hier verlinken.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16827 Beiträge, 5864x hilfreich)

Idealerweise die aktuelle und die Abrechnung davor. Auch ich bin der Meinung, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmen kann.
Auf der anderen Seite ist der Gesamtverbrauch realistisch und auch, dass die größte Fläche den größten Anteil trägt.
Irgendwie passt das alles nicht so richtig zusammen.

-- Editiert von User am 6. Juni 2023 17:20

Signatur:

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#9
 Von 
headnut99
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke, dass ihr mir eure Hilfe anbietet. Ich bin aktuell schon im Austausch mit dem Vermieter und hoffe noch, dass wir vielleicht eine Lösung finden. Ansonsten würde ich mich noch einmal melden.

Viele Grüße

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