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Verjährung von Ansprüchen

3. Oktober 2007 Thema abonnieren
 Von 
Sumse66
Status:
Schüler
(439 Beiträge, 67x hilfreich)
Verjährung von Ansprüchen

Hallo, zusammen,

hab mal wieder ein Problem.

Eigentlich werde ich vom Mieterverein (MV) vertreten und das IST mein Problem.

Ganz kurz zum Sachverhalt:

Wir sind im Herbst 2005 aus unserer Mietwohnung ausgezogen. Beim Auszug haben wir eine 'vorläufige Nebenkostenabrechnung aufgrund eines Wirtschaftsplanes' bekommen. Eine tatsächliche NK-Abr. nach Verbrauch wurde nicht erstellt.

Die Anwältin vom MV hat unsere ehemalige Vermieterin ich weiß nicht mehr, wie oft aufgefordert, eine NK-Abr. nach den tatsächliche Verhältnissen zu erstellen, da die vorgelegte Abr. nicht die Voraussetzungen einer NK-Abr. erfüllt. Außerdem wurde die Vermieterin aufgefordert, die einbehaltene Kaution, bzw. den verbleibenden Restbetrag zu erstatten. Wenn sie nicht reagieren würde, würden wir Klage einreichen.

Die Vermieterin hat natürlich nicht reagiert. Seitens des MV wurde ihr so 5 oder 6 oder mehr Mal mit Klage gedroht, wenn sie sich nicht endlich regen würde.

Nun, Madame spielt tot.

Ich muss dazu erwähnen, dass unsere ehem. Vermieterin ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt hat. Die Adresse ist bekannt.

Da sie auf die Schreiben nicht reagiert, geht man nun seitens des MV davon aus, dass sie unter der bekannten Anschrift nicht mehr wohnt und dass man derzeit keine Möglichkeit sähe, unsere Ansprüche durchzusetzen.

Ich bin etwas ratlos, fühle mich schlecht bzw. gar nicht vertreten für meine Mitgliedsbeiträge. Aufgrund des Berufes unserer ehem. Vermieterin gehen wir durchaus davon aus, dass sie noch unter der uns bekannten Anschrift zu erreichen ist. Ich glaube einfach, dass die Anwältin vom MV keine 'Lust' hat, ein Klageverfahren im Ausland anzustreben. Aber für uns geht es um ne ganze Menge Geld. Zumal die Ansprüche unserer Vermieterin auf Zahlung der NK aus 2005 zwischenzeitlich verjährt sein dürften.

Aber, wann verjähren unsere Ansprüche, wenn sie nicht weiter anderweitig geltend gemacht werden? Ich hab keine Lust, der Dame auch nur einen einzigen Cent zu überlassen, auf den sie keinen Anspruch hat.

Herzlichen Dank für Eure Hilfe.

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"Was Du nicht willst das Dir getan, das tu auch keinem anderen an!"

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18 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 459x hilfreich)

ein Klageverfahren im Ausland anzustreben. ?

Geklagt wird dort, wo die Bude sich befindet.

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#2
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 1992x hilfreich)

*...wurde ihr so 5 oder 6 oder mehr Mal mit Klage gedroht..*

>> ich würde auch 'tot spielen', wenn einer nur droht und nicht zur tat schreitet.

... und wieso klage im ausland? der gerichtsstand wäre m.e. deutschland. die klage wäre doch zustellbar.

nk-abrechnungen 05 sind perdü. forderungen verjähren nach 3 jahren, wenn man nichts unternimmt.

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#3
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 459x hilfreich)

nk-abrechnungen 05 sind perdü

Wer weiß ?

Das

wie oft aufgefordert, eine NK-Abr. nach den tatsächliche Verhältnissen zu erstellen, da die vorgelegte Abr. nicht die Voraussetzungen einer NK-Abr. erfüllt. Außerdem wurde die Vermieterin aufgefordert, die einbehaltene Kaution, bzw. den verbleibenden Restbetrag zu erstatten

ist auf jeden Fall noch ziemlich unausgegoren.

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#4
 Von 
Sumse66
Status:
Schüler
(439 Beiträge, 67x hilfreich)

Ja, blaubär, da stimme ich Dir voll und ganz zu. Aber, wie beschrieben, die Anwältin vom MV hat immer nur gedroht und nochmal geschrieben und gedroht und nochmal...

Also, 3 Jahre. Da werd ich wohl den MV verlassen und unsere Ansprüche mit nem anderen Anwalt durchsetzen. Dass Gerichtsstand D ist, hat die Anwältin auch gesagt. Und ich bin auch der Meinung, dass die Klage zustellbar wäre. Ist ihr wohl zu viel Arbeit, ne Klageschrift zu verfassen.

Dass die Abr. von 2005 hinfällig ist, denke ich auch. Außerdem müsste Madame nach der Rechtsprechung sämtliche vorausgezahlte NK für das Jahr erstatten. Da steht also ne Menge Kohle hinter.

Dankeschön...

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"Was Du nicht willst das Dir getan, das tu auch keinem anderen an!"

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#5
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 459x hilfreich)

Außerdem müsste Madame nach der Rechtsprechung sämtliche vorausgezahlte NK für das Jahr erstatten.

Nach der deutschen ?

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Sumse66
Status:
Schüler
(439 Beiträge, 67x hilfreich)

Ja, wenn sie KEINE NK-Abr. erstellt. WENN sie noch eine nachträgliche Abr. erstellt, hat sie nur Anspruch Erstattung in Höhe der geleisteten Vorauszahlung. War letztens als Urteil in der Mieterzeitung. Frag mich aber nicht, in welcher...

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#7
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 459x hilfreich)

WENN sie noch eine nachträgliche Abr. erstellt

Das wird sie dann ja wohl machen; deshalb würde ich überlegen, ob dieser Teil nicht unnötig den Streitwert in die Höhe treibt.

Das

bzw. den verbleibenden Restbetrag zu erstatten

irritiert mich nach wie vor.

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#8
 Von 
Sumse66
Status:
Schüler
(439 Beiträge, 67x hilfreich)

Also: Madame hat x EUR Kaution von mir erhalten. Die NK belaufen sich aber auf wesentlich weniger, sodass sich eine gute Differenz ergibt, die noch an mich zu erstatten ist. Wenn sie keine NK-Abr. macht (ich gehe davon aus, dass sie noch eine nachträgliche nachreichen würde...), müsste sie die ganze Kaution + der geleisteten Vorauszahlungen an mich zurückzahlen.

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#9
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44085 Beiträge, 15719x hilfreich)

Da Du ausgezogen bist, kannst Du die gesamten Nebenkostenvorauszahlungen für 2005 zurückfordern. Wenn auf Basis des Wirtschaftsplanes abgerechnet wurde, dann ist das natürlich nicht zulässig.

Wenn die Anwältin des MV nicht klagen, dann würde ich Dir auch empfehlen, einen anderen Anwalt einzuschalten.

Die Höhe der Prozesskosten dürften doch wohl das alleinige Problem der Vermieterin darstellen.

Alternativ kann man natürlich auch einen gerichtlichen Mahnbescheid erstellen lassen und über diesen Weg die aktuellen Mieteinnahmen der Vermieterin pfänden lassen.

Sowohl Klage als auch gerichtlicher Mahnbescheid können bei unbekannter Anschrift des Vermieters im Zweifel auch öffentlich zugestellt werden.

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#10
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 459x hilfreich)

Die Höhe der Prozesskosten dürften doch wohl das alleinige Problem der Vermieterin darstellen.

Wenn sie verliert und wenn sie sich bei ihr beitreiben lassen.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Sumse66
Status:
Schüler
(439 Beiträge, 67x hilfreich)

hh, danke für die superpräzisen Ausführungen. Öffentliche Zustellung geht auch im Ausland? Wäre ja toll. Werd ich der Anwältin mal vorschlagen. Aktuelle Mieteinnahmen gibts leider nicht (mehr). Wie wir erfahren haben -von ehemaligen Nachbarn- hat sie die Wohnung verkauft.

P.S. Wir haben ne Familienrechtsschutz, die auch Mietrecht mit abdeckt... Wenn die Anwältin vom MV nicht in die Puschen kommt, wechseln wir den Anwalt.

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#12
 Von 
guest123-2125
Status:
Junior-Partner
(5337 Beiträge, 1970x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#13
 Von 
Sumse66
Status:
Schüler
(439 Beiträge, 67x hilfreich)

Sie hat noch die ganze Kaution....

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#14
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 459x hilfreich)

Öffentliche Zustellung geht auch im Ausland?

Die öffentliche Zustellung findet natürlich hier statt.
Ist halt Pech für die VM, wenn sie nicht mal vorbeischaut.

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#15
 Von 
Sumse66
Status:
Schüler
(439 Beiträge, 67x hilfreich)

Ist sie dann auch rechtsgültig? Ich mein, die kommt garantiert nicht nochmal hier vorbei. Die dürfte froh sein, ihre Bude losgekriegt zu haben. Wie geht es denn dann weiter?

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0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 459x hilfreich)

Ist sie dann auch rechtsgültig?

Natürlich, das ist ja das Auffangnetz, falls nichts anderes mehr geht.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Sumse66
Status:
Schüler
(439 Beiträge, 67x hilfreich)

Naja, aber davon hab ich mein Geld dann immer noch nicht wieder, das zahlt ja keiner, außer ihr. Und dafür muss sie denn erst mal gefunden werden, so sie nicht mehr dort wohnt. Oder seh ich das falsch?

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#18
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 459x hilfreich)

Das siehst Du genau richtig.

Deshalb ist es ja auch wichtig, die Kosten im Auge zu behalten.

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