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Vermieter, sein Rechtsanwalt...und die Kosten

17. November 2016 Thema abonnieren
 Von 
go453915-69
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)
Vermieter, sein Rechtsanwalt...und die Kosten

Hallo liebe Experten.

Ich hatte im vergangenen Jahr Probleme mit meinem Ex-Vermieter.
U.a. angefangen mit seinen Maklergebühren bis zur Mietschuld.

Im Endeffekt hatte ich dann eine Pfändung auf meinem Konto, die ich letzte Woche endlich beglichen hab. Yippie.

Heute bekam ich einen Brief, der Anwalt verlangt jetzt eine Kostennote bezüglich der Räumungsangelegenheit. Ich hatte mit dem alten Vermieter ausgemacht es kommt zu keiner Räumungsklage und er nimmt die wieder zurück bzw sein Anwalt soll sie noch nicht rausgeschickt haben.

Jetzt nach einem Jahr verlangt er 360 Euro für eine vorzeitige Beendigung des Auftrags inkl. Mehrwertsteuer u. Pauschale für Post.

Ist das alles so richtig, dass das nach einem Jahr kommt?

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11824 Beiträge, 3163x hilfreich)

Zahlen! Mit 360 EUR kommen SIe noch gut weg, der Streitwert einer Räumungsklage wird berechnet mit dem 12fachen der Nettomiete, daraus errechnen sich dann die Gebühren für den Anwalt.

Nettomiete 200 EUR = Streitwert 2400 EUR = vorgerichtliche Kosten RA 334,75 EUR (Beispiel)

Einfach bezahlen und gut ist, werfen Sie nicht noch gutes Geld aus Trotz oben drauf.

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#2
 Von 
cauchy
Status:
Richter
(8908 Beiträge, 4206x hilfreich)

Zahlen und nochmal zahlen und vielleicht nochmal zahlen ...

Meiner Meinung nach ist das so allgemein ein schlechter Rat. Es ist komplett unbekannt, ob die Forderungen des Ex-Vermieter zu Recht erfolgt sind. Einzig bekannt scheint zu sein, dass irgendwann das Konto gepfändet worden ist. Es wird also irgendwann mal ein vollstreckbarer Titel über irgendwelche Forderungen entstanden sein. Diese wurde nun anscheinend beglichen. Ob jedoch ein Räumungsverfahren wirklich eingeleitet worden ist und ob der Ex-Mieter die Kosten des Anwalts zu tragen hat, ist vollkommen unbekannt. Von daher ist der Rat "Zahlen" meiner Meinung nach deutlich verfrüht. Zumal ja auch nicht klar ist, ob z.B. noch die Rückzahlung der Kaution offen ist. Wenn ja, dann könnte der Ex-Mieter mit dieser möglicherweise inzwischen aufrechnen.

Was genau ist denn damals passiert? Es gab offenbar eine Kündigung des Mietvertrages. Was war das für eine Kündigung und bist nach Beendigung des Mietvertrages sofort ausgezogen?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Spezi-2
Status:
Junior-Partner
(5755 Beiträge, 2230x hilfreich)

Zitat:
bezüglich der Räumungsangelegenheit. Ich hatte mit dem alten Vermieter ausgemacht es kommt zu keiner Räumungsklage und er nimmt die wieder zurück bzw sein Anwalt soll sie noch nicht rausgeschickt haben.

Daraus ergibt sich aber schon:
1,) es geht um einer Räumungsklage
2.) Der Auftrag Räumungsklage zu erheben war erteilt.
3.) Offenbar war sie auch schon fertig gestellt, aber vielleicht noch nicht eingereicht.

Auch mir würde dies langen, um die Zahlung der Kosten zu empfehlen, denn anscheinend wäre die Räumungsklage wegen der Zahlungsrückstande auch erfolgreich gewesen.

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Ver
Status:
Master
(4315 Beiträge, 2266x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Zahlen und nochmal zahlen und vielleicht nochmal zahlen ... Meiner Meinung nach ist das so allgemein ein schlechter Rat.


Klar, dass Du dieser Meinung bist. Wenn der TE diese Forderung nicht zahlt, hat er die nächste Klage am Hals mit zusätzlichen Kosten. Und dann ist das Geschrei groß.


Zitat (von go453915-69):
Heute bekam ich einen Brief, der Anwalt verlangt jetzt eine Kostennote bezüglich der Räumungsangelegenheit. Ich hatte mit dem alten Vermieter ausgemacht es kommt zu keiner Räumungsklage und er nimmt die wieder zurück bzw sein Anwalt soll sie noch nicht rausgeschickt haben.


Das reicht für die Kostenübernahme, der Mieter befand sich ja wohl im Verzug, sonst wäre wegen Mietschulden nicht das Konto gepfändet worden.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Ver
Status:
Master
(4315 Beiträge, 2266x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Zahlen und nochmal zahlen und vielleicht nochmal zahlen ... Meiner Meinung nach ist das so allgemein ein schlechter Rat.


Klar, dass Du dieser Meinung bist. Wenn der TE diese Forderung nicht zahlt, hat er die nächste Klage am Hals mit zusätzlichen Kosten. Und dann ist das Geschrei groß.


Zitat (von go453915-69):
Heute bekam ich einen Brief, der Anwalt verlangt jetzt eine Kostennote bezüglich der Räumungsangelegenheit. Ich hatte mit dem alten Vermieter ausgemacht es kommt zu keiner Räumungsklage und er nimmt die wieder zurück bzw sein Anwalt soll sie noch nicht rausgeschickt haben.


Das reicht für die Kostenübernahme, der Mieter befand sich ja wohl im Verzug, sonst wäre wegen Mietschulden nicht das Konto gepfändet worden.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
cauchy
Status:
Richter
(8908 Beiträge, 4206x hilfreich)

Zitat (von Ver):
Klar, dass Du dieser Meinung bist. Wenn der TE diese Forderung nicht zahlt, hat er die nächste Klage am Hals mit zusätzlichen Kosten.

Klar weil sinnvoll oder warum? Ich habe nirgendwo geschrieben, dass der Teilnehmer die Forderung nicht zahlen soll. Aber es sollte das Mindeste sein zu überprüfen, was er eigentlich schon alles gezahlt hat (bei der Pfändung), welche Forderungen er möglicherweise noch selber gegen den Vermieter hat (Kautionsrückzahlung, NK-Rückzahlung wären denkbar) und ob die Forderung des Anwaltes wirklich notwendige Rechtsverfolgungskosten sind.

Mal abgesehen davon, dass der Anwalt selber eh nichts vom Teilnehmer fordern kann. Das müsste schon der Ex-Vermieter als Auftraggeber des Anwaltes tun. Aber ich vermute mal, dass der Teilnehmer das nur falsch dargestellt hat.

Im Übrigen müsste die Pfändung meiner Meinung nach aufgehoben werden, wenn die zugrunde liegende Forderung getilgt ist. Dann existiert auch ein Anspruch auf Herausgabe des Titels. Zusätzliche oder neue Forderungen des Gläubigers dürfen doch nicht über das Druckmittel "Freigabe der Pfändung" durchgesetzt werden, oder irre ich da?

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9330 Beiträge, 2982x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Zusätzliche oder neue Forderungen des Gläubigers dürfen doch nicht über das Druckmittel "Freigabe der Pfändung" durchgesetzt werden, oder irre ich da?


Du irrst nicht, aber davon steht auch nirgendwo was.

Berry

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14982 Beiträge, 5577x hilfreich)

Ich würde ebenfalls vorschlagen: zahlen!
Meiner Meinung nach kommst du damit sehr gut weg.

Zitat (von go453915-69):
Ich hatte im vergangenen Jahr Probleme mit meinem Ex-Vermieter.
Das ist jetzt aber schlicht weg falsch! Da es einen Pfändungsbeschluss gab muss es ja wohl richtig lauten: "Mein Ex-Vermieter hatte im vergangenen Jahr Probleme mit mir"

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
go453915-69
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von go453915-69):
Ich hatte im vergangenen Jahr Probleme mit meinem Ex-Vermieter.
Das ist jetzt aber schlicht weg falsch! Da es einen Pfändungsbeschluss gab muss es ja wohl richtig lauten: "Mein Ex-Vermieter hatte im vergangenen Jahr Probleme mit mir"

Die Probleme haben schon damals begonnen, als ich eingezogen bin.
Da wollte er Maklerprovision für sich selbst als Vermieter

1x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11824 Beiträge, 3163x hilfreich)

Aus TE:

Zitat:
U.a. angefangen mit seinen Maklergebühren bis zur Mietschuld.
Im Endeffekt hatte ich dann eine Pfändung auf meinem Konto


Titulierten Ärger und es auf eine Pfändung ankommen lassen.

aus TE
Zitat:
Ich hatte mit dem alten Vermieter ausgemacht es kommt zu keiner Räumungsklage und er nimmt die wieder zurück bzw sein Anwalt soll sie noch nicht rausgeschickt haben.


Und ab hier muss man mE nicht mehr diskutieren.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
cauchy
Status:
Richter
(8908 Beiträge, 4206x hilfreich)

Zitat (von AltesHaus):
Zitat:
Ich hatte mit dem alten Vermieter ausgemacht es kommt zu keiner Räumungsklage und er nimmt die wieder zurück bzw sein Anwalt soll sie noch nicht rausgeschickt haben.

Und ab hier muss man mE nicht mehr diskutieren.

Wenn du nicht diskutieren willst, solltest du nicht in einem Diskussionsforum schreiben :devil:

Ich weiß nicht, ob die Forderung berechtigt ist. Aber es wäre durchaus folgendes Szenario möglich: Vermieter kündigt wegen Zahlungsverzug fristlos, gibt eine Ziehfrist und kündigt an, danach räumen zu lassen. Mieter meldet sich, sagt er zieht freiwillig aus, wenn der Vermieter Ziehfrist verlängt, Vermieter stimmt zu und Mieter zieht innerhalb der verlängerten Ziehfrist aus.

Dann wäre mir absolut nicht klar, ob Anwaltskosten des Vermieters in einer Räumungsangelegenheit vom Mieter zu tragen wären. Natürlich ist es möglich, dass es komplett anders war oder dass der Teilnehmer den Begriff Räumungsangelegenheit sehr weit auslegt. Die Diskussion darüber wäre aber in der Tat Kaffeesatzleserei. Wenn der Teilnehmer nicht bereit ist, genauere Details zu liefern, dann darf er hier auch keine wirkliche Hilfe erwarten.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11824 Beiträge, 3163x hilfreich)

@cauchy

... wenn Sie selbst das geschriebene im TE in Frage stellen, dann könnten wir über jedes Wort diskutieren, dafür ist mir meine Zeit zu schade. Der TE hatte eine ernst gemeinte Frage, die nötigen Informationen waren vorhanden, hier gibt es darüber hinaus nichts mehr zu diskutieren, wenn man beim Thema bleiben möchte. Falls man spekuliern möchte, sollte man einen Spekulantenfred aufmachen und schauen, wer da mitmacht.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
cauchy
Status:
Richter
(8908 Beiträge, 4206x hilfreich)

Zitat (von AltesHaus):
wenn Sie selbst das geschriebene im TE in Frage stellen,

??? Habe ich doch gar nicht getan. Der Teilnehmer schreibt "der Anwalt verlangt ...". Ich bezweifle gar nicht, dass der Anwalt etwas getan hat und bezahlt werden will. Nur wenn er vom Vermieter (wie ich zumindest vermute) beauftragt wurde, dann muss der Vermieter ihn auch bezahlen. Und wenn dann der Vermieter das Geld vom Ex-Mieter wiederhaben will, dann muss man sich schon anschauen, ob die Beauftragung des Rechtsanwaltes zur Vorbereitung des Räumungsverfahren zu dem Zeitpunkt notwendig war. Und darüber lässt sich so rein gar nichts aus den Worten des Teilnehmers entnehmen.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11824 Beiträge, 3163x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Zitat (von AltesHaus):
wenn Sie selbst das geschriebene im TE in Frage stellen,

??? Habe ich doch gar nicht getan. Der Teilnehmer schreibt "der Anwalt verlangt ...". Ich bezweifle gar nicht, dass der Anwalt etwas getan hat und bezahlt werden will. Nur wenn er vom Vermieter (wie ich zumindest vermute) beauftragt wurde, dann muss der Vermieter ihn auch bezahlen. Und wenn dann der Vermieter das Geld vom Ex-Mieter wiederhaben will, dann muss man sich schon anschauen, ob die Beauftragung des Rechtsanwaltes zur Vorbereitung des Räumungsverfahren zu dem Zeitpunkt notwendig war. Und darüber lässt sich so rein gar nichts aus den Worten des Teilnehmers entnehmen.


aus TE

Zitat:
Heute bekam ich einen Brief, der Anwalt verlangt jetzt eine Kostennote bezüglich der Räumungsangelegenheit. Ich hatte mit dem alten Vermieter ausgemacht es kommt zu keiner Räumungsklage und er nimmt die wieder zurück bzw sein Anwalt soll sie noch nicht rausgeschickt haben.


Ich setze voraus, dass Ihnen das Procedere bekannt ist. Der VM hat schon einen Titel erwirkt und daraus gepfändet - erfolgreich.

Der Anwalt war im Räumungsverfahren beauftragt, das war dem TS bekannt, es wurde ja dann mit dem VM vereinbart:

aus TE
Zitat:
es kommt zu keiner Räumungsklage und er nimmt die wieder zurück bzw sein Anwalt soll sie noch nicht rausgeschickt haben.


Wo Sie jetzt noch offene Fragen sehen erschließt sich mir nicht, evtl. lesen Sie sich noch mal alles in Ruhe durch. Schönen Abend noch.

0x Hilfreiche Antwort

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