Vermieter verweigert plötzlich Wohnungsübergabe!! Dringend!!

25. April 2018 Thema abonnieren
 Von 
MichaelGretch
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Vermieter verweigert plötzlich Wohnungsübergabe!! Dringend!!

Hallo liebes Forum,

meine Situation ist etwas verzwickt. Ende des Monats ziehe ich aus meiner Wohnung aus, habe fristgerecht gekündigt. Grund hierzu war, dass der Vermieter mich zuvor selbst versucht hat zu kündigen, erst wegen Vertrauensbruch, was vollkommen haltlos war, dann 1 Woche später wegen angeblichen Eigengebrauch.

Beide Kündigungen waren völlig falsch aufgesetzt, ohne Frist, Erklärung, Hinweis auf Widerruf, daraufhin habe ich selbst gekündigt. Zudem wurde der Vermieter immer sehr laut, brüllte mich an wenn ich anderer Meinung war usw.

Nachdem hat sich das Verhältnis soweit geregelt, gestern sprach ich das Thema bezüglich Übergabe und Kaution an, angedacht war der 30.04.2018 für die Übergabe. Plötzlich meinte er dass er aber nur zu zweit die Übergabe möchte, nicht unter Zeugen. Jedoch wollte ich zumindest meine Mutter dabei haben. Daraufhin meinte er sehr laut dass er dann die Übernahme verweigert, verweigerte jeden weiteren Kontakt und flüchtete in seine Wohnung. ( er wohnt direkt über mir)

Wie soll ich jetzt die Übernahme vollziehen? Zeugen habe ich zur Verfügung, eigenes Protokoll wurde auch besorgt. Was passiert mit dem Schlüssel, da mein Vermieter mit Sicherheit den direkten Kontakt verweigert.

Schäden die vor meinen Einzug vorhanden waren, sind im Mietvertrag hinterlegt.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich etwas verzweifelt bin :o

Danke schon mal für die Antworten,

liebe Grüße,

Michael Gretch

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9004 Beiträge, 4239x hilfreich)

Der Mieter ist verpflichtet, die Mietsache nach Beendigung des Mietverhältnisses zurückzugeben. Der Vermieter ist verpflichtet, die Mietsache anzunehmen. Zu einer Übergabe mit Wohnungsbesichtigung ist keiner von beiden verpflichtet.

Ich würde dir empfehlen, den Zustand der Wohnung zu dokumentieren. Zudem solltest du den Vermieter nochmal schriftlich darauf hinweisen, dass du ihm am 30.4. um XX Uhr (der 2.5. morgens würde vermutlich auch noch reichen) alle Schlüssel zurückgeben möchtest. Dann gehst du mit Zeugen hin und versuchst die Schlüssel loszuwerden. Wenn er sie nicht annimmst, steckst du sie unter Zeugen in einen stabilen Briefumschlag und wirfst diesen zusammen mit einem kurzen Schreiben in den Briefkasten des Vermieters. Im Schreiben sollte stehen, dass du damit pflichtgemäß die Mietsache zurückgibst.

Die Briefkastenlösung ist nicht optimal, aber meiner Meinung nach immernoch besser, als die Schlüssel zu behalten. Wichtig wäre allerdings, dass nur der Vermieter selber den Briefkasten benutzen kann. Wenn jemand anderes die Schlüssel klaut, wird's schwierig.

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#2
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11824 Beiträge, 3169x hilfreich)

Dies ist einer der wenigen Fälle, wo ich cauchy uneingeschränkt zustimme. Wichtig ist die Dokumentation, weiterhin sollten Sie - neben Ihrer Mutter - noch einen neutralen Zeugen haben (Freund, Bekannter oä), welcher a) bei der Dokumentation dabei ist und b) auch den Einwurf der Schlüssel begleitet. Die Schlüssel sollten Sie nicht wortlos in den BK werfen, sondern - wie cauchy schon schrieb - ein kleines Schreiben sollte schon dabei sein mit

a) Auflistung der Schlüssel
b) Bekanntgabe der neuen Anschrift
c) ich wüde nochmals die Zählerstände festhalten (auch wenn ich die vorher fotografiert habe)

Sehen Sie zu, dass die Aufnahmen ordentlich sind, damit sie auch ggfls. vor Gericht verwertbar sind. Und nicht vergessen, Strom und (evtl) Gas, Tel etc. abzumelden, die ersten beiden mit Bekanntgabe der Zählerstände bei Auszug.

-- Editiert von AltesHaus am 25.04.2018 08:50

3x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
MichaelGretch
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank erst mal für die raschen Antworten.

Bezüglich der Zeugen war meine Mutter einfach als Unterstützung gedacht, jetzt werde ich auf meine Freundin und 3 Kumpels zurück greifen, da diese mit mir nicht verwand oder verschwägert sind.

Leider muss ich auch sagen, dass ich die gesamte Situation mehr als unschön finde, bloß was soll ich tun wenn mein Vermieter ein kompletter Koleriker ist, welcher sofort an die Decke geht wenn man eigene Meinungen äußert. Auch meinte er ich hätte gar keine Rechte, ebenso darf ich keine Zeugen dabei haben.

Ich habe Ihn bereits eine Message in Whatsapp zukommen lassen, wo ich meinte dass ich an dem Tag die Übergabe vollziehen will, jedoch denke ich werde ich noch eine Mail mit Lesebestätigung schicken.

Natürlich werde ich viele Bilder machen, gut ausgelichtet, alles Dokumentiert. Die vorhandenen Schäden welche damals im Vertrag hinterlegt waren, werde ich auch dort vermerken.
Wegen Gas, Strom, Wasser, werde ich keine Probleme haben. Ich hatte eine Pauschalmiete, also ein Fixbetrag für alles.

Ich habe jetzt vielleicht doch noch eine Frage, meine Eingangstür ist aus Holz, bei der hat sich über dem Winter entlang einer Faser ein Riss gebildet, sprich das Holz hat sich verzogen. Denkt Ihr dass Vermieter mir das in Rechnung stellen kann?

Also, alles in einem, mit Zeugen alles anschauen, gut dokumentieren, stabiler Umschlag, kurzes Schreiben mit Erklärung , dann am besten noch den Durchschlag des Protokolls mit in den Umschlag und alles abgeben?

Denn andere Möglichkeiten habe ich ja nicht, wenn dann würde ich es anders machen, jedoch ist jeder Kontakt mit dieser Person unmöglich.

Liebe Grüße,

Michael Gretch

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11824 Beiträge, 3169x hilfreich)

Dass mit der Tür kann man von hier aus nicht beantworten, einfach fotografieren und abwarten, was der VM dazu meint.

Lassen SIe das mit den WhatsApp, damit gießen Sie nur Öl ins Feuer, tut ja nicht Not. Ich würde vorab außerdem nochmals - diesmal "echter Brief" - dem VM mitteilen, dass die Übergabe für den 30.04.2018 soundsoviel Uhr angedacht ist, und dann auch mit den Zeugen dort ca. 20 Min warten, um dann entweder den Brief persönlicht dem VM in die Hand zu drücken, oder aber gemeinsam mit den Zeugen in den BK zu werfen. Ihre Dokumentation sollten SIe allerdings von vorher machen (ich würde das am 29. erledigen). Da Ihr Vertragswerk hier nicht bekannt ist, sollte die Wohnung zumindest besenrein zurück gegeben werden.

Sollte der VM dann doch erscheinen, ruhig Blut. Lassen Sie ihn reden, sagen SIe nichts. Falls er ein Protokoll macht und dort stehen Dinge drin, denen SIe nicht zustimmen, können Sie das handschriftlich neben/unter dem entsprechenden Passus bemerken.

-- Editiert von AltesHaus am 25.04.2018 09:18

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#5
 Von 
MichaelGretch
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Alles klar, dann werde ich das so machen.

Wenn ich die Dokumentation der Wohnung am 29ten mache, alles Fotografiere, dann alleine? Denn am nächsten Tag bin ja dann mit meinen Zeugen dort. Habe jetzt 4 Personen aufgetrieben die mir dabei helfen würden.

Gibt es eine Tipp was meine Zeugen auf einen Blatt schreiben sollen? Denn ich denke dass dies ja schriftlich festgehalten sein muss, dass meine Leute dabei waren.
Dann werde ich heute gleich einen Brief zukommen lassen, am besten auch als Einwurfeinschreiben mit Zeugen, das hab ich damals auch so gemacht als es um meine Kündigung ging.

Ich bin ja sehr gespannt ob mein Vermieter dann auftauchen wird zur Übergaben, ansonsten werde ich wie beschrieben den Brief auch im Beisein von Zeugen einwerfen.

Gott ich bin euch wirklich sehr sehr Dankbar!!

Liebe Grüße Michael

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11824 Beiträge, 3169x hilfreich)

Zitat (von MichaelGretch):
Wenn ich die Dokumentation der Wohnung am 29ten mache, alles Fotografiere, dann alleine?


Ich würde da schon die Zeugen mitnehmen, dann können die im Fall der Fälle auch das bestätigen und Sie haben Zeit und Ruhe, am 30. könnte es ja sein, dass der VM früher kommt und dann ist es nicht mehr so entspannt.

Es gibt Protokolle im WWW, das können SIe eins ausdrucken, alles dokumentieren und die Zeugen können das gegenzeichnen mit Namen, Anschrift, Datum und Uhrzeit.

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
MichaelGretch
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Denken Sie , dass es eventuell zu Probleme kommt wenn ich am 29ten die Dokumentation mache, dies auch auf dem Protokoll eintrage und vom Zeugen gegenzeichnen lasse? Denn dann steht ja auch 29.04.2018 drauf, der offizielle Termin ist ja aber für den 30ten deklariert.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11824 Beiträge, 3169x hilfreich)

Nein, ich würde es halt einen Tag früher machen, weil es entspannter für alle ist. Wenn der VM nicht so entspannt sein sollte am Tag der Übergabe, dann können Sie das ganz gelassen angehen, da Sie alles schon in der Tasche haben ;)



-- Editiert von AltesHaus am 25.04.2018 10:16

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#9
 Von 
quiddje
Status:
Master
(4127 Beiträge, 2367x hilfreich)

Es sollte der Tag dokumentiert werden, an dem die Schlüssel übergeben werden. Wenn die Zeugen den 30ten unterschreiben und der Vermieter hat die Schlüssel schon am 29., dann stehen die Leute ganz dumm da.
Es spricht auch nichts dagegen, die Verfügungsgewalt über die Wohnung bereits etwas eher aufzugeben. Außerdem dürfen die Zeugen für ihre private Sammlung mit deiner Zustimmung auch ein paar eigene Fotos machen.

Übrigens gibt es noch den Begriff der Annahmeverweigerung: wenn du ernsthaft versuchst, dem Vermieter auf jedem dir einfallenden Weg (also direkte Übergabe oder Briefkasten) die Schlüssel zukommen zu lassen und er das alles blockiert, dann gilt das als abgegeben. Beachte: auch dafür brauchst du Zeugen.

1x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
MichaelGretch
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja das hört sich sehr vernünftig an!! Die Protokolle dann mit dem 29ten datieren? Denn einen Durchschlag werde ich ja dem VM mit in dem Umschlag geben wo auch die Schlüssel sein werden.

Finden Sie, dass ich in dem Anschreiben bezüglich des Termines mit vermerken soll, dass wenn er nicht auftaucht ich die Abnahme selbst vollziehen werde?

LG Michael ;)

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
MichaelGretch
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von quiddje):
Es sollte der Tag dokumentiert werden, an dem die Schlüssel übergeben werden. Wenn die Zeugen den 30ten unterschreiben und der Vermieter hat die Schlüssel schon am 29., dann stehen die Leute ganz dumm da.

Dann werde ich am 29.04 für mich mit Zeugen die Dokumentation machen, jedoch noch nicht unterschreiben, dient ja nur als Vorarbeit für den 30.04. Dann am finalen Tag werde ich die bereits gesammelten Daten auf dem Protokoll unterzeichnen lassen, von mir , genauso von meinen Zeugen die dabei waren und auch erst an dem Tag den Schlüssel abgeben, ich denke das ist dann korrekt.

Zu der Zustellung, wenn ich versucht habe mit VM persönlich zu sprechen, schaute er aus dem Fenster heraus und scheuchte mich weg wie einen Hund. Klingt lustig, aber eigentlich finde ich es eher traurig dass er meint sich so unprofessionell verhalten zu müssen. Daher muss ich den Weg gehen mit dem Einwurf unter Zeugen.

-- Editiert von MichaelGretch am 25.04.2018 11:12

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