Vermieter will Vertragsänderung. Was beinhaltet die Kellerreinigung?

21. September 2023 Thema abonnieren
 Von 
Anke2299
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)
Vermieter will Vertragsänderung. Was beinhaltet die Kellerreinigung?

Guten Tag,

wir wohnen seit 8 Jahren in unserer Wohnung.
Im Mietvertrag ist ein Zusatz vermerkt

„regelmäßige Treppenhausreinigung"

„Kellerreinigung im Wechsel mit den anderen Mietern"

Wir sind ein kleines Haus mit drei Mietparteien.

Unser Vermieter wohnt sehr weit weg und lässt sich 1-2 mal im Jahr blicken.
Grundsätzlich gibt es immer etwas an der Kellerreinigung zu beanstanden.
Mal waren die Fensterschächte nicht ausgefegt, mal nicht frisch gefegt usw.

Nun war der Vermieter aufgrund eines Mieterwechsels nach ca. 1,5 Jahren wieder hier und monierte dass Waschbecken sei nicht gesäubert, der Heizungskeller nicht gefegt und wir Mieter müssen nun für die Lüftung des Waschkellers sorgen, da sich aufgrund falscher Lüftung (wir hatten 8 Jahre lang nichts damit zutun) Schimmel gebildet hat.

Wir sollen jetzt 2-3 Stunden regelmäßig für Durchzug im Keller sorgen.

Das Haus ist Ende der 60er gebaut und es wird kaum etwas gemacht.
Die Verkehrssicherheit wurde bspw. am Parkplatz erst hergestellt nachdem unser Kind gestürzt ist über einen Gullideckel, da sich die ganzen Pflastersteine verschoben haben.

Das besagte Waschbecken ist uralt, es ist rostig und einfach so stark verschmutzt dass man es nicht einfach so sauber bekommt.
Es wird auch äußerst selten genutzt.
Trotzdem sind wir dem nachgekommen.

Nun gipfelt das ganze darin, dass plötzlich eine Reinigungsfirma alle 14 Tage zur Treppenhausreinigung und alle 4 Wochen zur Kellerreinigung kommen soll.
In diesem Rhythmus reinigen wir übrigens auch.

Aufgrund des Zusatzes im Mietvertrag werden sowohl wir als auch eine weitere Partei gegen die Änderung des Vertrages aussprechen.
Wir möchten weiterhin die Reinigung selbst übernehmen.

In der Hausordnung im Mietvertrag ist nur angegeben, dass die Kellerfenster- und Schächte des Mieterkellers gesäubert werden müssen.
Es gibt auch keine weitere Hausordnung oder Schriftstücke auf denen explizit steht was gemacht werden muss.

Wir fegen und wischen feucht durch, dort wo es möglich ist.
Der Großteil des Kellers besteht aus einem alten und kaputten Betonboden ohne Fliesen o.ä, dort ist das feucht wischen so gut wie unmöglich.

Ich frage mich jetzt was gehört zur normalen Kellerreinigung, die ein Mieter übernehmen muss?

Des Weiteren wollen wir jetzt mit der zweiten Partei einen Nachweis anlegen über die Reinigung, sprich Datum und Unterschrift wann gereinigt wurde.
Was anderes fällt uns nicht ein.

Gibt es dazu noch Tipps?

Wir wissen dass unser Vermieter auf unsere „Absage" äußerst pikiert reagieren wird und möchten uns jetzt so gut es geht absichern.

Leider wissen wir noch nicht was die neue Mietpartei bzgl. der Reinigung im Mietvertrag stehen hat.

Ich bedanke mich schon jetzt für die Hilfe!

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27 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121266 Beiträge, 40001x hilfreich)

Zitat (von Anke2299):
gegen die Änderung des Vertrages aussprechen.

Welche Änderung des Vertrages?



Zitat (von Anke2299):
Der Großteil des Kellers besteht aus einem alten und kaputten Betonboden ohne Fliesen o.ä, dort ist das feucht wischen so gut wie unmöglich.

Dann wäre dort logischerweise kehren angesagt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Anke2299
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Vertragsänderung würde ja nun darin bestehen, dass wir von unserem Recht und unserer Pflicht der Reinigung „entbunden" werden und eine Firma beauftragt wird.
Vertraglich ist ja geregelt dass wir es reinigen.

Fegen tun wir natürlich.

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#3
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2348 Beiträge, 365x hilfreich)

Wenn er moniert, dass nicht gereinigt ist, dann möchte der Vermieter zunächst mal darlegen, wen er konkret zu der Reinigung beauftragt hat, die nicht stattgefunden hat.

Wenn der Vermieter(!) da keinen Reinigungsplan gemacht hat, dann hat er effektiv niemanden konkret mit der Kellerreinigung beauftragt und ihr habt weiterhin den Anspruch darauf, es selbst machen zu dürfen, wenn ihr dran seid. Und dran seid ihr, wenn der Vermieter euch in den Putzplan geschrieben hat...

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#4
 Von 
Anke2299
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Wir haben das immer untereinander geregelt und einen Plan an die Kellertür gepinnt.
Wir haben es „intern" geregelt, dass die Partei welche die Mülltonnen rausstellt auch die Kellerreinigung übernimmt.
Jede Partei einen Monat.

Treppenhaus übernimmt jeder seine Etage.

Bis auf den Zusatz im Mietvertrag gibt es keinerlei Pläne o.ä seitens der Vermietung.

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#5
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32708 Beiträge, 5727x hilfreich)

Zitat (von Anke2299):
Die Vertragsänderung würde ja nun darin bestehen,
Hat er euch schon geschrieben? ... mit will-würde-möchte-könnte-soll... lässt sich hier nicht viel raten.
Zitat (von Anke2299):
Nun gipfelt das ganze darin, ...
Also doch schriftlich? Er braucht eure Zustimmung, damit er die Kosten als kalte BK fordern kann. Er muss also auch mitteilen, wie viel mehr € das p.a. oder mtl. für dich als BK-Vorauszahlung ausmacht.
Nicht unüblich das Ganze als *moderne Arbeitsbeschaffungsmaßnahme* (zumindest bei größeren MFH).

Wenn du nicht unterschreibst/nicht zustimmst und weiterhin selbst den Keller reinigst, wird es evtl. doppelt gemacht. Wenn weder im MV noch in der Hausordnung detailliert beschrieben ist, WIE und WAS zur Kellerreinigung gemacht werden muss, dann wirst du es wie immer machen.
Zitat (von Anke2299):
Ich frage mich jetzt was gehört zur normalen Kellerreinigung, die ein Mieter übernehmen muss?
Nur der Vermieter kann dir das beantworten.
Zitat (von Anke2299):
Des Weiteren wollen wir jetzt mit der zweiten Partei einen Nachweis anlegen über die Reinigung, sprich Datum und Unterschrift wann gereinigt wurde.
Wozu? Ein sog. Reinigungs-Nachweisplan ( wie aufm Clo bei ikea o.s.ä) wird dem VM vermutlich auch nicht genügen.
Zitat (von Anke2299):
Wir wissen dass unser Vermieter auf unsere „Absage" äußerst pikiert reagieren wird
ICH würde nicht *absagen*. Ich würde nicht einfach so zustimmen, aber auch nicht mit ihm diskutieren.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121266 Beiträge, 40001x hilfreich)

Zitat (von Anke2299):
Die Vertragsänderung würde ja nun darin bestehen,

Der würde man als Mieter erstmal zustimmen müssen.

Insofern wäre dem
Zitat (von Anami):
ICH würde nicht *absagen*. Ich würde nicht einfach so zustimmen, aber auch nicht mit ihm diskutieren.

zuzustimmen


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121266 Beiträge, 40001x hilfreich)

Zitat (von Anke2299):
Wir haben das immer untereinander geregelt und einen Plan an die Kellertür gepinnt.
Wir haben es „intern" geregelt, dass die Partei welche die Mülltonnen rausstellt auch die Kellerreinigung übernimmt.
Jede Partei einen Monat.

Das könnte den Vermieter von der Pflicht der Erstellung eines Reinigungsplanes entbunden haben.

Allerdings wird er immer noch konkret abmahnen müssen, welche Reinigung wann konkret nicht erfolgte, warum konkret diese nicht ausreichend gewesen sein sollte und warum konkret diese überhaupt geschuldet sein sollte.


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#8
 Von 
Anke2299
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Wieso sollen wir denn zustimmen?

Im Mietvertrag ist doch geregelt, dass wir die Reinigung selbst übernehmen.
Das läuft jetzt seit 8 Jahren.

Und nun soll eine Firma beauftragt werden, die uns monatlich 60€ mehr Kosten verursacht.

Was wäre denn die schlauste Idee?

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#9
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32708 Beiträge, 5727x hilfreich)

Zitat (von Anke2299):
Und nun soll eine Firma beauftragt werden, die uns monatlich 60€ mehr Kosten verursacht.
Nun soll beauftragt werden? Das darf der VM gern tun. Es geht um BK, die er dann von euch fordern könnte.
Hat er euch geschrieben, dass das 60,- mehr kalte BK ausmacht? Pro Wohnung oder fürs Haus? Oder nur gesagt?
Zitat (von Anke2299):
Wieso sollen wir denn zustimmen?
Ihr müsst nicht zustimmen--- bitte nicht mit Gegenfragen antworten.
Zitat (von Anke2299):
Im Mietvertrag ist doch geregelt, dass wir die Reinigung selbst übernehmen.
Das läuft jetzt seit 8 Jahren.
Den MV und die Hausordnung will er doch ändern. Und? Hat er das schon gemacht? Schriftlich? Euch vorgelegt? Bis wann setzt er die Zustimmungsfrist? Ab wann soll das mit der Reinigungsfirma gelten?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#10
 Von 
Anke2299
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich kann mit dem Handy nicht zitieren, tut mir leid.
Vielleicht übersehe ich auch etwas.

Also der Vermieter hat schriftlich mitgeteilt, dass ab dem 01.11 Firma XY die 14-tägige Treppenhausreinigung und 4-wöchentliche Kellerreinigung übernimmt.
Das sind monatlich gesamt 178,50 brutto, diese Summe wird durch 3 Parteien geteilt.

Er fordert keine Zustimmung, er hat das so festgelegt.

Ich habe mich belesen und herausgefunden, dass der Vermieter die Firma beauftragen kann, die Kosten dann aber nicht auf uns umlegen darf, wenn wir dem nicht zustimmen.
Denn in unserem Mietvertrag ist geregelt, dass wir die Reinigung übernehmen.
Wenn nun eine Reinigungsfirma bestellt wird benötigt er aus rechtlicher Sicht unsere Zustimmung, da der Vertrag nicht einseitig dahingehend geändert werden kann, dass die Reinigung jetzt plötzlich extern vergeben wird.

Ich würde gerne wissen was wir jetzt am besten machen, wie wir vorgehen.

Denn ich bin mir keiner Schuld bewusst und deshalb nicht bereit die Firma zu bezahlen.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121266 Beiträge, 40001x hilfreich)

Zitat (von Anke2299):
Ich habe mich belesen und herausgefunden, dass der Vermieter die Firma beauftragen kann, die Kosten dann aber nicht auf uns umlegen darf, wenn wir dem nicht zustimmen.

Fast richtig, wurde hier ja auch schon geschrieben.
Es sei denn er hat zuvor entsprechend abgemahnt.



Zitat (von Anke2299):
Wenn nun eine Reinigungsfirma bestellt wird benötigt er aus rechtlicher Sicht unsere Zustimmung, da der Vertrag nicht einseitig dahingehend geändert werden kann, dass die Reinigung jetzt plötzlich extern vergeben wird.

Das hingegen ist schlicht falsch, denn er kann so viele Firmen beauftragen sein Eigentum zu pflegen wie er will.


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#12
 Von 
Anke2299
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Stimmt natürlich, da korrigiere ich mich.
Beauftragen kann er wen er will aber dann bitte nicht auf unsere Kosten.

Abgemahnt wurden wir NIE.

Es gibt ja auch keine Hausordnung die besagt wie wir was richtig oder falsch machen.

Für mich beinhaltet die Reinigung fegen und wischen der Böden, Schmutzfangmatten absaugen und über die Lichtschalter putzen.

Ich möchte dem Vermieter nun mitteilen, dass wir nicht damit einverstanden sind die Kosten zu übernehmen da wir unsere vertraglichen Pflichten weiterhin selbstständig ausführen möchten.
Ist das denn keine gute Idee?

Ich bin etwas verunsichert.

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#13
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5566 Beiträge, 2501x hilfreich)

Zitat (von Anke2299):
Ich möchte dem Vermieter nun mitteilen, dass wir nicht damit einverstanden sind die Kosten zu übernehmen da wir unsere vertraglichen Pflichten weiterhin selbstständig ausführen möchten.
Ist das denn keine gute Idee?


Das kann man machen, man gibt dem Vermieter damit halt die Gelegenheit früher zu reagieren.
Wenn man ihm erst bei der nächsten Nebenkostenabrechnung mitteilt, dass man nicht gedenkt, die nicht vereinbarten Kosten zu tragen ist das durchaus früh genug.

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#14
 Von 
Anke2299
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Wäre es denn keine Annahme der Änderung wenn ich jetzt nicht darauf eingehe?

Was genau bedeutet dass der Vermieter Zeit hat zu reagieren, das klingt negativ?

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121266 Beiträge, 40001x hilfreich)

Zitat (von Anke2299):
Für mich beinhaltet die Reinigung fegen und wischen der Böden, Schmutzfangmatten absaugen und über die Lichtschalter putzen.

Ich würde da noch Fensterschächte ausfegten und Fenster reinigen noch mit hinzunehmen.



Zitat (von hiphappy):
Das kann man machen, man gibt dem Vermieter damit halt die Gelegenheit früher zu reagieren.
Wenn man ihm erst bei der nächsten Nebenkostenabrechnung mitteilt, dass man nicht gedenkt, die nicht vereinbarten Kosten zu tragen ist das durchaus früh genug.

Würde ich auch so sehen.

Zusätzlich sollten die Mieter wie zuvor ihre Pflichten erfüllen und auchngenau dokumentieren.


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#16
 Von 
Anke2299
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich bedanke mich für die sachliche und vernünftige Kommunikation.

Was hat es für einen Nachteil wenn ich dem Vermieter jetzt auf sein Schreiben antworte dass wir weiterhin selbst reinigen und den Dienst für uns nicht in Anspruch nehmen möchten?

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121266 Beiträge, 40001x hilfreich)

Zitat (von Anke2299):
Was hat es für einen Nachteil wenn ich dem Vermieter jetzt auf sein Schreiben antworte dass wir weiterhin selbst reinigen und den Dienst für uns nicht in Anspruch nehmen möchten?

Zum einen ist diese Formulierung ist schon mal nachteilig.
Zum anderen, je eher ich jemandem erkläre, das er was nicht bekommt, desto eher geht auch der Ärger (und die damit verbundenen Nachteile / Kosten) los.


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0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Anke2299
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok, Danke.

Ich werde mir dann rechtlichen Beistand holen, leider werde ich aus den Antworten nicht schlau.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32708 Beiträge, 5727x hilfreich)

Zitat (von Anke2299):
Also der Vermieter hat schriftlich mitgeteilt, dass ab dem 01.11 Firma XY die 14-tägige Treppenhausreinigung und 4-wöchentliche Kellerreinigung übernimmt. Das sind monatlich gesamt 178,50 brutto, diese Summe wird durch 3 Parteien geteilt.
Na bitte, geht doch. Er HAT geschrieben, welchen Auftrag diese Firma hat und was sie dafür erhält.
Die 178,50€ bezahlt der VM monatlich oder nach Vereinbarung an diese Firma. Das ist sein Ding!
Aber: Sollen sich denn eure monatlichen BK-Vorauszahlungen ab Nov. um ca 60,- erhöhen? WAS steht denn dazu in dem Schreiben?
Zitat (von Anke2299):
Ich würde gerne wissen was wir jetzt am besten machen, wie wir vorgehen.
Lasst die Firma doch machen und macht ihr weiter wie bisher, wie es der MV und die Hausordnung verlangt. Evtl. etwas mehr lüften...

Für den Gang zum Anwalt ist es noch viel zu früh.
Zitat (von Anke2299):
leider werde ich aus den Antworten nicht schlau.
Das geht nicht nur dir so. :wink:
Das soll heißen, dass du JETZT noch gar nichts anderes tun musst, außer wie bisher putzen... oder eben vielleicht 1x im Jahr mal die Lichtschächte abfegen und ab und zu lüften im Waschkeller.

Davon ab: 60,- mtl. sind vermutlich sittenwidrig oder Wucher, aber noch zahlst du das ja nicht...

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
cruncc1
Status:
Richter
(8109 Beiträge, 4523x hilfreich)

Zitat (von Anke2299):
Also der Vermieter hat schriftlich mitgeteilt, dass ab dem 01.11 Firma XY die 14-tägige Treppenhausreinigung und 4-wöchentliche Kellerreinigung übernimmt.
Das sind monatlich gesamt 178,50 brutto, diese Summe wird durch 3 Parteien geteilt.

Das kann er machen, allerdings müsst ihr euch daran nicht beteiligen.
Zitat:
Er fordert keine Zustimmung, er hat das so festgelegt.

Das kann er gar nicht "festlegen".
Zitat:
Ich habe mich belesen und herausgefunden, dass der Vermieter die Firma beauftragen kann, die Kosten dann aber nicht auf uns umlegen darf, wenn wir dem nicht zustimmen.
Denn in unserem Mietvertrag ist geregelt, dass wir die Reinigung übernehmen.
Wenn nun eine Reinigungsfirma bestellt wird benötigt er aus rechtlicher Sicht unsere Zustimmung, da der Vertrag nicht einseitig dahingehend geändert werden kann, dass die Reinigung jetzt plötzlich extern vergeben wird.

Das ist völlig richtig.
Zitat:
Ich würde gerne wissen was wir jetzt am besten machen, wie wir vorgehen.

Ich würde ihm mitteilen, dass ihr nach wie vor die Treppenhaus- und Kellerreinigung selbst vornehmen werdet.
Zitat:
ich werde mir dann rechtlichen Beistand holen

Das ist m.E. noch gar nicht nötig. Ich würde erst mal abwarten.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121266 Beiträge, 40001x hilfreich)

Zitat (von cruncc1):
Das ist völlig richtig.

Nö, siehe #11 ...


Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Anke2299
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja, er hat geschrieben, dass die Summe von 178,50€ durch uns drei Parteien geteilt wird.
Sprich monatlich ab November 60€ Mehrkosten.

Und da frage ich mich jetzt ob ich dem ganzen nicht zustimme wenn ich mich erst melde wenn im nächsten April die NK-Abrechnung ins Haus flattert.

Mir kommt da das Wort „stillschweigende Zustimmung" in den Sinn.

Ich drücke mich vielleicht auch einfach zu kompliziert aus, tut mir leid.

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2348 Beiträge, 365x hilfreich)

Gegen die "Stillschweigende Zustimmung" gibt es bestimmt so eine Klausel im Mietvertrag, die verlangt, dass sämtliche Änderungen des Vertrages schriftlich und einvernehmlich zu erfolgen haben.

Denn damit das Putzen auf euch umgelegt werden darf, dürft ihr nicht vertraglich dazu verpflichtet sein. Das wäre für euch eine Doppelbelastung und das ist unzulässig.

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32708 Beiträge, 5727x hilfreich)

Zitat (von Anke2299):
Und da frage ich mich jetzt ob ich dem ganzen nicht zustimme wenn ich mich erst melde wenn im nächsten April die NK-Abrechnung ins Haus flattert.
NÖ. Trifft nicht zu.
Du könntest ab 1.11. diese 60,- als Vorauszahlung überweisen. Das wäre als Zustimmung zu werten. Ob laut oder still... egal. Aber so blöd werdet ihr hoffentlich nicht sein.
Zitat (von Anke2299):
Ich drücke mich vielleicht auch einfach zu kompliziert aus, tut mir leid.
Nö, du hättest einfach den Wortlaut dieses (unverschämten) Vermieterschreibens herschreiben und fragen können, was soll ich tun?--- und vermutlich hätten alle kurz geantwortet: NÖ. Da musst du nichts bezahlen. Weder jetzt mtl. im Voraus noch nächstes Jahr.
Zitat (von Anke2299):
Mir kommt da das Wort „stillschweigende Zustimmung" in den Sinn.
Vergiss bitte das Wort.

Außerdem: Einfach jeder Mieter ein Drittel--- wäre uU auch angreifbar, oder habt ihr 3 gleich große Wohnungen? Die Umlage wäre ggfls. auf die m² der Wohnung umlegbar.

Bei uns ist das so. Die Mieter von kleinen Wohnungen zahlen viel weniger als Mieter von großen Wohnungen. Trotzdem reinigt die Firma alles für den Preis X .

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
Anke2299
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe mal den Wortlaut aus der Mail kopiert, da keine detaillierte Angaben vorhanden sind.

Zum 01.11.2023 werde ich für die Reinigung der Gemeinschaftsflächen einen Hausmeisterdienst beauftragen. Alle 2 Wochen wird der komplette Hausflur gereinigt. Einmal im Monat erfolgt die Reinigung des Kellers. Ebenso werden regelmäßig die Türen und Fenster im Hausflur gereinigt.
>
> Die Kosten hierfür werden im Rahmen der jährlichen Betriebskostenabrechnung abgerechnet. Grundlage ist die Betriebskostenverordnung. Es fallen voraussichtlich Kosten in Höhe von 60,- € pro Monat pro Mieterpartei an. Ich empfehle Ihnen, diese Kosten bei der Vorauszahlung der Nebenkosten zu berücksichtigen und diese um 60,- € zu erhöhen und anzupassen.

Und wir warten jetzt quasi einfach ab bis zur NK-Abrechnung?
Wir reinigen weiterhin in unserem Rhythmus.

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32708 Beiträge, 5727x hilfreich)

Zitat (von Anke2299):
Und wir warten jetzt quasi einfach ab bis zur NK-Abrechnung?
ICH würde das jedenfalls so machen.
Zitat (von Anke2299):
Wir reinigen weiterhin in unserem Rhythmus.
Ja. Und ICH würde keine NK-Nachzahlung leisten, die ca. 120,- für die Gebäudereinigung des Jahres 2023 auflistet.
ICH würde uU ab Anfang 2024 Mitglied im Mieterschutzverein für eine moderate Jahresgebühr werden... und dann in Ruhe abwarten, was wird.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
Anke2299
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Besten Dank!

Gibt es Erfahrungen oder Abschätzungen was uns da im schlimmsten Fall passieren kann?

Ich meine, wir reinigen seit 8 Jahren unsere Etage und den Keller wenn wir an der Reihe sind und jetzt sowas.
Es handelt sich ja auch um keinen Kleckerbetrag.
Mich macht das einfach so wütend.

0x Hilfreiche Antwort

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