Vermieterin will Kaution einbehalten wegen unnötigen Anwaltskosten

20. März 2015 Thema abonnieren
 Von 
Nnnn123
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Vermieterin will Kaution einbehalten wegen unnötigen Anwaltskosten

Hallo zusammen, ich hätte eine Frage zum Thema Kaution. Unsere Vermieterin ( ich und meine Mitbewohnerin wohnen zur Untermiete) möchte jetzt kurz vor unserem Auszug die Kaution einbehalten. Grund dafür ist, dass meine Mitbewohnerin unwissentlich auf illegalen Internetseiten verkehrt hatte und unsere Vermieterin dadurch eine Klage zugeschickt bekommen hat( das Internet lief ja auf ihren Namen). Meine Mitbewohnerin hat sofort einen Anwalt eingeschaltet und die volle Verantwortung übernommen, sodass unsere Vermieterin nun eigentlich nichts mehr mit der Sache zu tun hat. Diese hat allerdings ohne vorher mit meiner Mitbewohnerin zu sprechen, vorher selber einen Anwalt eingeschaltet und möchte nun, dass dieser ebenfalls von meiner Mitbewohnerin bezahlt wird ( meine Mitbewohnerin sieht das allerdings nicht ein, da unsere Vermieterin sie a) nicht voher informiert hatte und b) gar keinen Anwalt gebraucht hätte). Jetzt meine Frage: In der Wohnung ist nichts zu schaden gekommen und außer die Anwaltskosten sind keinerlei Kosten zustande gekommen. Hat unsere Vermieterin dann überhaupt ein Recht die Kaution zu behalten? Weiterhin stehen wir beide auf em Mietvertrag und haben die Kaution durch 2 geteilt. Ist sie berechtigt die Kaution als " Ganzes" zu sehen und somit " meinen Teil" auch zu behalten? Man sollte vielleicht auch erwähnen, dass die Anwaltskosten nicht mal die Hälfte der Kaution ausmachen. Ich wäre über jede Antwort dankbar!

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cauchy
Status:
Gelehrter
(10000 Beiträge, 4506x hilfreich)

Zitat:
Weiterhin stehen wir beide auf em Mietvertrag (Mietvertrag ) und haben die Kaution durch 2 geteilt.

Ein einziger Mietvertrag mit euch beiden als Mietern? Dann bildet ihr zusammen die Mietpartei und haftet jeweils einzeln gesamtschuldnerisch für das gesamte Mietverhältnis. Heisst im Klartext: Die Vermieterein muss nicht unterscheiden, wer von euch beiden ihr wieviel schuldet. Sie kann von einem von euch die Gesamtschulden aus dem Mietverhältnis fordern. Ihr müsst dann untereinander regeln, wie ihr das aufteilt. Sie kann selbstverständlich die komplette Kaution zur Sicherung ihrer berechtigten Forderungen verwenden.

Zur Rückzahlung der Kaution gibt es diverse Seiten und auch Foreneinträge. Kurz gesagt: Die Vermieterin hat bis zu 6 Monate Zeit, über die Kaution abzurechnen. Sollten noch Nebenkostenabrechnungen offen sein, kann sie bis zur Fälligkeit dieser Abrechnung einen angemessenen Anteil zurückbehalten. Den Rest kann sie an einen von euch auszahlen.

Was die Forderung der Anwaltskosten angeht: Wenn die Vermieterin unberechtigt verklagt wurde, so kann sie die Anwaltskosten vom Verursacher (sprich dem Kläger) erstattet verlangen. Deine Mitbewohnerin hat diesen Schaden zumindest nicht direkt verursacht, von daher würde ich eine Forderung gegen euch eher kritisch sehen.

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#2
 Von 
Spezi-2
Status:
Senior-Partner
(6507 Beiträge, 2324x hilfreich)

Ich denke, wenn man einen fremden Internetanschluss benutzen darf, schließt diese Erlaubnis keine kostenpflichtige oder anderweitige Seiten ein, welche Kosten oder Strafen nach sich ziehen. Vom daher sehe ich schon eine Haftpflicht gegenüber der Vermieterin.

Zitat:
Meine Mitbewohnerin hat sofort einen Anwalt eingeschaltet und die volle Verantwortung übernommen, sodass unsere Vermieterin nun eigentlich nichts mehr mit der Sache zu tun hat.
Dazu fällt mir auf, dass es keine Info darüber gibt, wie die Mitbewohnerin denn von der Sache erfahren hat.

Ob die Vermieterin vor der Einschaltung eines Anwaltes den Sachverhalt hätte aufklären und Nachfrage halten müssen hängt für mich von den unbekannten Einzelheiten ab.
Vielleicht gab es ja Gespräche welche aber nicht konkret genug waren und die Vermieterin nicht aufgeklärt haben.

2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
JenAn
Status:
Student
(2517 Beiträge, 2552x hilfreich)

Zitat:
Grund dafür ist, dass meine Mitbewohnerin unwissentlich auf illegalen Internetseiten verkehrt hatte und unsere Vermieterin dadurch eine Klage zugeschickt bekommen hat


Äh, wat? Was ist da denn genau passiert?

Was ist eine "illegale Internetseite"? Kinderporno?
Wie "verkehrt" man darauf "unwissentlich"?
Was genau kam da? Unterlassungsforderung/Abmahnung? Klageschrift vom Gericht? Anklageschrift vom Staatsanwalt?

Ansonsten kann man nichts dazu sagen, ob die Anwaltskosten des VM berechtigt auf den tatbegehenden M umgelegt werden können.

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