Vermietetes Haus kaufen- Eigenbedarf

17. Oktober 2019 Thema abonnieren
 Von 
YunaMü
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Vermietetes Haus kaufen- Eigenbedarf

Hallo,
Wir haben ein superschönes Doppelhaus gefunden, dass wir gerne kaufen und natürlich auch bewohnen möchten.
Beide Haushälften sind allerdings vermietet und ich kenne mich so garnicht im Mietrecht aus.
Unsere Ausgangssituation ist folgende.
Ich wohne mit meiner Mutter in einer 4 Zimmerwohnung auf Miete, die allerdings keine abgeschlossene Wohneinheit ist, sodass unserer Vermieter durch unseren Flur(inklusive Glasfront mit wunderbarem Blick ins Badezimmer und die Dusche ... ) müssen um in ihre (Ferien-)Wohnung zu kommen.
In das Doppelhaus möchten wir zusammen mit meiner Schwester ( Alleinerziehend, 2 Kinder im Grundschulalter) ziehen , die im Moment in einer viel zu teuren 3 Zimmerwohnung auf Miete lebt.
Der Hauptgrund dass wir zusammen in einem Haus leben möchten ist der, dass meine Schwester Vollzeit arbeiten geht, in Wechselschicht, und somit immer jemand für die Kinder da ist. Die schlafen nämlich im Moment entweder bei ihrer Mutter oder bei uns,je nachdem welche Schicht ihre Mutter hat.
Würde das als Begründung für eine Eigenbedarfskündigung ausreichen oder gehen wir ein hohes Risiko ein dieses Haus zu kaufen?
Das neue Haus liegt zudem viel näher am Arbeitsplatz (6km, statt 20) und hat einen Garten, die Mietwohnungen von uns nicht.

-- Editiert von YunaMü am 17.10.2019 13:22

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anitari
Status:
Bachelor
(3205 Beiträge, 1436x hilfreich)
Signatur:

„Sie hören von meinem Anwalt"
ist die erwachsene Version von „Das sage ich meiner Mama"

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#2
 Von 
cauchy
Status:
Richter
(8992 Beiträge, 4232x hilfreich)

In der Regel sollte es bereits ausreichend sein, dass bisher Miete für die aktuellen Wohnungen gezahlt wird. Alleine der Wunsch aus einer Mietwohnung in das eigene Eigentum zu ziehen, wird normalerweise einen ausreichenden Eigenbedarf begründen.

Das heisst jedoch nicht, dass alles unproblematisch ablaufen wird. Ich würde empfehlen, vor dem Kauf einen Anwalt für Mietrecht aufzusuchen und mit diesem den Plan zu besprechen. Der kann sowohl mögliche Probleme erkennen als auch euch die Fristen erläutern. Hauskauf und dann Eigenbedarfskündigung kann sich nämlich recht lange hinziehen.

Damit der Anwalt überhaupt was zum prüfen hat, bräuchtet ihr vom aktuellen Eigentümer die Mietverträge (bitte komplett kopieren und zum Anwalt mitnehmen) sowie die Information, ob es irgendwelche Nebenabsprachen gibt oder ob dem Vermieter irgendwelche Gründe für einen Härtefall beim Mieter (Behinderung, Gebrechlichkeit oder sowas) bekannt sind. Bitte nehmt einen Anwalt vor Ort und sprecht mit diesem den Preis für seine Leistungen vorher ab. Dann sollte es kein böses Erwachen geben. Eine Erstanfrage im Internet wird euch nicht viel weiterbringen, da hier wirklich die Mietverträge und die Umstände darum herum zu prüfen sind.

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#3
 Von 
philosoph32
Status:
Lehrling
(1266 Beiträge, 146x hilfreich)

Hallo,
die Frage die sich stellt ist ganz einfach:

Wieviel Geld und Nerven habt Ihr um einen mehrere Monate sich hinziehende Eigenbedarfskündigung durchzufechten ? Neben der Abzahlung des Immobilienkredites + jetzige Miete weiterzahlen + Anwalts- und Gerichtskosten, welche Ihr vermutlich auch erst mal vorstrecken müsst.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Anitari
Status:
Bachelor
(3205 Beiträge, 1436x hilfreich)

Zitat (von philosoph32):
Wieviel Geld und Nerven habt Ihr um einen mehrere Monate sich hinziehende Eigenbedarfskündigung durchzufechten ?


Monate? ;)

Signatur:

„Sie hören von meinem Anwalt"
ist die erwachsene Version von „Das sage ich meiner Mama"

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#5
 Von 
drkabo
Status:
Wissender
(14298 Beiträge, 8613x hilfreich)

Zitat:
Würde das als Begründung für eine Eigenbedarfskündigung ausreichen oder gehen wir ein hohes Risiko ein dieses Haus zu kaufen?

Die Gründe reichen.
Das Problem bei Eigenbedarfsfündigungen ist aber meist nicht, dass der Vermieter den Eigenbedarf schlecht begründet, sondern dass der Mieter Gründe vorbringt, weshalb er nicht ausziehen kann.

Oder anders:
Wenn die bisherigen Mieter Euch Steine in den Weg legen wollen und alle Register ziehen, dann hilft auch die beste Begründung nichts.

-- Editiert von drkabo am 17.10.2019 17:41

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17785 Beiträge, 8024x hilfreich)

....oder Jahre. Wenn da z.b. ein ü80-Jähriger drinwohnt, für den ein Umzug gesundheitlich nicht zumutbar wäre, dann könnte das richtig dauern. Cauchys Vorschlag, die Mietverträge prüfen zu lassen, ist da sicher zieführend.

Signatur:

Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(26577 Beiträge, 4935x hilfreich)

Zitat (von YunaMü):
oder gehen wir ein hohes Risiko ein dieses Haus zu kaufen?
Eure Gründe interessieren doch nicht im Detail und im Ausblick.

Was sagt denn der potentielle Verkäufer? Warum will der verkaufen? Was sagt der zu den Mietern? Und es sind 2 unterschiedliche Mieter?
Das Risiko ist nicht, dass ihr es kaufen könnt--- das wird kein Problem sein. Sondern dass die Mieter das schlucken und sich flugs was anderes suchen. Alle beide!

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