War der Eigenbedarf nur eine Ausrede?

13. Juni 2007 Thema abonnieren
 Von 
IngoundEla
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
War der Eigenbedarf nur eine Ausrede?

Hallo, ich habe da mal zwei fragen, und zwar:
Wie hatten im Januar eine Ordnungsgemässig Kündigung wegen Eigen bedarf zum 1 Mai bekommen, da der Vater doll krank ist und unsere Vermieterin in mitpflegen wolle und dafür die Räumliche Nähe benötigt, da Ihre Eltern ca 8 km entfernt Wohnen und es Ihr nicht mit Ihren beiden kleinen Kindern möglich sei die Strecke mit dem Auto zu fahren. So weit so gut, am 11 Mai sind wir nun umgezogen und haben erfahren, dass Ihre Eltern Ihr altes Haus, verkauft haben und jetzt das Haus in dem wir wohnten, von der Tochter abgekauft haben. Als ich unsere alte Vermieterin darauf heute ansprach, sagte Sie es wäre doch *******gal und bestätigte mir das alles beim Notar ist. Nun haben wir das Gefühl, das die Krankheit Ihres Vater nur eine Ausrede war, damit Ihre Eltern das Haus kaufen können. Zu erwähnen ist noch, das nach unserem Einzug dort ,vor 2 Jahren, am übernächsten Tag ein Makler ein Verkaufsschild in den Garten stellte. Über die Verkaufsabsicht wurden wir beim unterschreiben des Mietvertrages nicht informiert.
Nun zu meiner zweiten Frage:
Die alte Wohnung ging über zwei Ebenen ( EG und umgebauter Keller), nun haben wir erfahren das es keine Genehmigung für die gewerbliche Nutzung als Woh- bzw Mietfläche gibt, für das Kellergeschoss(1 Bad, 2 Zimmer und zwei abstellräume). Laut Aussage der Vermieterin hat die Wohnung eine Gesammtwohnfläche von ca 150qm (Eg und Kellergeschoss). Da aber keine Gewerbliche Genehmigung seitens des Bauamtes gibt, wären es nur noch ca 75 qm. Bei der Betriebs und Nebenkostenabrechnung gabt sie aber immer 150 qm Wohnfläche an. Auch haben wir Miete für 150qm gezahlt. Ist dieses Rechtens? Das keine Genehmigung fur gewerb. Zwecke nicht vorliegt habe ich vom Vormieter erfahren.

Vielen Dank im voraus.

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 467x hilfreich)

Sind die Eltern nun eingezogen oder nicht ?

Habt Ihr da nun nur gewohnt oder auch ein Gewerbe betrieben ?

Ihr habt doch genau die Fläche bezahlt, die Euch auch tatsächlich zur Verfügung stand, oder habe ich das jetzt falsch verstanden ?

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#2
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 2005x hilfreich)

... die eigenbedarfskündigung war dann wohl unrechtmäßig und ihr könnt schadenersatz verlangen

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#3
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 467x hilfreich)

@Blaubär

Kennst Du die Leute oder hast Du jetzt mehr herausgelesen als ich ?

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#4
 Von 
IngoundEla
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

also, heute hat mir unsere ehemalige Vermieterin gesagt, dass Ihre Eltern dieses Wochenende ganz einziehen wollen. In den letzten Tagen haben sie einen Teil schon dorthin gebracht. Wir hatten dort kein Gewerbe betrieben, sondern in den Kelleraümen haben 2 von unseren 4 Kindern gewohnt. Mit Gewerbe war gemeint, das der untere Kellerbereich/Souterrain vom Bauamt nicht für gewerbliche Nutzung als Wohnraum zugelassen wurde, also dürfte man den Bereich doch nicht Vermieten(als Wohnfläche), denn das wäre doch gewerblich, oder? Unsere Vermieterin hat dieses aber in der Betriebs bzw Nebenkostenabrechnung als Wohnfläche voll angechnet. Im übrigen wurde nach der Absage vom Bauamt der Antrag zurückgezogen und seitdem kein neuer gestellt. Im Schreiben von Ihrem Anwalt( als wir widersruch gegen den Eigenbedarf gestellt haben) stand wir hätten nur eine 3 Zimmer Wohnung mit 150qm, was mich sehr stutzig machte, da die 3 Zimmer nur 75qm haben und mit den Kellerräumen kommt man auf 150qm Wohnfläche. Aber wie gesagt, hat sie keine Genehmigung dafür, diese "gewerblich" zu nutzen als Wohnfläche.

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#5
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 467x hilfreich)

Gewerblich ist etwas vollkommen anderes, nämlich Nutzung durch Büro, Laden oder ähnliches.

Ihr habt für 150 qm bezahlt und Ihr habt 150 qm bewohnt; wo also ist Euer Problem ?

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#6
 Von 
Chylla
Status:
Student
(2107 Beiträge, 626x hilfreich)

So seh ich es auch, 150 qm wurden bewohnt und folglich beheizt usw.

Und das eben NICHT gewerblich, denn meist sind daran auch noch weitere Auflagen wie Stellplätze gebunden.

Klar, man könnte nun den Grundsteuerbescheid ansehen ob der Keller als Wohnfläche besteuert wurde. Ist aber mehr wie kleinlich.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Kündigung wegen Eigenbedarf unrechtmäßig war, denn wenn die Eltern vorab das Haus gekauft hätten, hätten sie gleichfalls wegen Eigenbedarfs kündigen können, da sie beweisen können, dass sie ihre Tochter zur Pflege brauchen ! Das wäre sogar noch ein stärkeres Argument gewesen. Was soll also diese kleinliche Nachkartlerei ?

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#7
 Von 
guest123-1047
Status:
Praktikant
(986 Beiträge, 577x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#8
 Von 
IngoundEla
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Mir wurde zugetragen, das wenn man, so wie hier beschrieben, einen Keller umbaut und vermieten möchte einen Antrag beim Bauamt stellen muss, auf gewerbliche Nutzung als Wohnfläche, da man ja als Vermieter dann ein Gewerbe betreibt. Dieses wurde aber vom Bauamt abgelehnt. Meine Frage ist nun(nicht Problem), ob dieses rechtlich ist, da man ja vorsätzlich gegen die Anordnung vom Bauamt verstösst,indem man den Keller, aus Vermietersicht, ja doch gewerblich als Wohnfläche ausgibt? Wenn das alles so ok ist, bräuchte man ja kein Bauamt mehr. Und wie verhält es sich mit dem vermutlich vorgeschobenen Eigenbedarf (s.o.)? Wie gesagt, wir haben zwar kein Problem aber wir sind halt verwundert über sowas und wollen und wollen nur mal fragen ob solch vorgehen ok sein könnte.

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#9
 Von 
guest123-1047
Status:
Praktikant
(986 Beiträge, 577x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#10
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 467x hilfreich)

da man ja als Vermieter dann ein Gewerbe betreibt

Noch einmal: Vermieten ist kein Gewerbe.

mit dem vermutlich vorgeschobenen Eigenbedarf

Wenn die Leute da tatsächlich eingezogen sind, gab es doch keinen vorgeschobenen Eigenbedarf.

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#11
 Von 
IngoundEla
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich versuche es mal genauer zu definieren. Das wir die 150qm genutzt haben ist ja klar, da man uns sagte das die Wohnung offiziell 150qm haben soll. Von den Vormietern habe ich nun erfahren(mit denen ist unsere ehemalige Vermieterin vor Gericht gewesen), dass sie, nachdem dort 3 mal im Keller Wasserrorbruch war, sowie Schimmelbildung und feuchte Fussböden, sie halt die Miete kürzen wollten, sich herausstellte, das beim Bauamt vor längerer Zeit eine Antrag von den Vermietern gestellt wurde, um den Umgebauten Keller als Miet/Wohnfläche vermieten zu dürfen(gewerbliche Nutzung als Mietraum). Dieses wurde von Bauamt abgelehnt und der Antrag wurde später von Vermieterseite zurückgezogen. Also ist ja folglich der Keller laut Bauamt keine Wohnfläche. Da man die Räume ja beheizt und benutzt hat, ist ja klar das man den Verbrauch bezahlen muss. Meine Frage ist halt, ob man trotzdem 150qm bei den Betriebskosten anrechnen darf, wie zb bei: privater Winterdienst, Grundsteuer, Strassenreinigung, Niederschlagwasser, Winterdienst Stadt, Versicherung? Normalerweise hätte die Wohnung ja nur 75qm, unter Beachtung der Ablehnung des Bauamtes oder irre ich mich da? Etwas wollte ich noch erwähnen. Die Eltern hatten vorher auch ein eigenes Haus und nach der Kündigung für Eigenbedarf stand es beim Makler zum Verkauf. Wie ich hörte haben sie es verkauft, um jetzt unser ehemaliges Haus zu kaufen. Ach ja, das Haus gehörte schon mal Ihren Eltern bevor sie es Ihrer Tochter(ehemalige. Vermieterin) verkauften. Wir haben eher das Gefühl, das die Tochter sich mit dem Haus übernommen hat(hat auf dem Grundstück sich selbst ein Haus mitgebaut). Denn wie oben beschrieben stand 2 Tage nach unserem Einzug ein Makler vor der Tür. Das Grundstück mit Ihrem und unserem Haus hat sie aber nicht verkauft bekommen und sie jammerte nur über die vielen Kosten. Danach versuchte sie nur unser Haus zu verkaufen was aber auch nicht klappte, denn es ist fast 100 Jahre alt und da auch einige Reparaturen anfielen ging ihr wohl das Geld aus, da laut ihrer Aussage sie wieder einen Kredit aufnehmen musste. Da ja ihre Eltern ihr Haus verkaufen wollten um ihr zu helfen wurde die Krankheit ihres Mannes(hat tagesplegeplatz bei der AWo) wohl vorgeschoben, damit sie das haus zurückkaufen können um Ihrer Tochter zu helfen, vielleicht finanziell am Ende? Also musste man uns ja loswerden. Hoffe ich habe es ein bischen verständlich geschrieben.

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#12
 Von 
guest123-1047
Status:
Praktikant
(986 Beiträge, 577x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#13
 Von 
IngoundEla
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Das ist ja eine tolle Antwort! Man möchte nur mal ein paar Dinge genauer wissen und man denkt hier könnte man mal nachfragen und was ist? Von §§ kommen Qualitativ wertlose Antworten. Aber ist wohl halt so, wenn man sich für was interessiert, kommt nichts bei raus. Wie heisst es im Volksmund: Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten(für §§).

-- Editiert von IngoundEla am 13.06.2007 22:10:27

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#14
 Von 
guest123-1047
Status:
Praktikant
(986 Beiträge, 577x hilfreich)

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