Was bzw. wie lange kann der Vermieter vom Mieter zurückfordern?

14. Dezember 2023 Thema abonnieren
 Von 
kl_diva
Status:
Beginner
(78 Beiträge, 19x hilfreich)
Was bzw. wie lange kann der Vermieter vom Mieter zurückfordern?

Hallo,
folgender Sachverhalt. Vermieter Y (Behörde) hat an Mieter X eine Wohnung in einem Feuerwehrhaus vermietet. Mieter X bekommt seit Einzug monatlich 100,- € Hauswartpauschale unter der Auflage, dass er diverse Tätigkeiten übernimmt (Mülltonnen rausstellen, div. leichte arbeiten am Gebäude etc.). Mieter X wohnt seit 04/2005 in der Wohnung.
Jetzt wurde bekannt, dass der Mieter X seinen Aufgaben nie nachgegangen ist, da in der Feuerwehr 3 Gerätewarte tätig sind, die diese Aufgaben erledigt haben (ohne zu wissen, dass Mieter X dies eigentlich tun hätte sollen).
Durch zufälliges Gespräch mit den Gerätewarten wurde dies bekannt.
Wie lange kann Vermieter Y nun die 100,-€ rückwirkend zurückfordern? Es gibt 3 Zeugen, die bestätigen können, dass Mieter X seiner Tätigkeit nicht nachgekommen ist.

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9942 Beiträge, 4494x hilfreich)

Zitat (von kl_diva):
Wie lange kann Vermieter Y nun die 100,-€ rückwirkend zurückfordern?
Mit Mietrecht hat das wenig zu tun. Meine erste Intuition wäre aber gar nicht.

Es kommt sicherlich auf die genaue Ausformulierung der Vereinbarung an. Der Mieter wird die Vereinbarung so interpretiert haben, dass er bei Bedarf diese Arbeiten verrichten soll. Wenn der Vermieter nie nachfragt und nie ein Bedarf formuliert wird, dann ist das das Problem des Auftraggebers und nicht des Auftragnehmers. Wenn in der Vereinbarung dagegen stünde, dass Arbeiten im Umfang von X Stunden zu erledigen und zu dokumentieren sind, dann sähe es anders aus.

Aber wie gesagt, mit Mietrecht hat das aus meiner Sicht nicht wirklich etwas zu tun.

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#2
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16690 Beiträge, 9355x hilfreich)

Zitat (von kl_diva):
Wie lange kann Vermieter Y nun die 100,-€ rückwirkend zurückfordern?

Theoretisch: Bis zur gesetzlichen Verjährung, also für das laufende Jahr und die drei vergangenen Jahre = bis einschließlich Januar 2020.

Praktisch: Der Mieter wird sagen, dass gar keine Arbeit zu tun war, weil die Feuerwehrleute schon die Arbeit gemacht haben und keine Arbeit für den Mieter übrig gelassen haben. Da wird der Vermieter wahrscheinlich nicht gegen an kommen.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#3
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4819 Beiträge, 578x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Theoretisch: Bis zur gesetzlichen Verjährung, also für das laufende Jahr und die drei vergangenen Jahre = bis einschließlich Januar 2020.


Würde ich auch sagen, und ab dem 01.01.24 fällt 2020 auch hintenüber.

Zitat (von drkabo):
Der Mieter wird sagen, dass gar keine Arbeit zu tun war, weil die Feuerwehrleute schon die Arbeit gemacht haben und keine Arbeit für den Mieter übrig gelassen haben. Da wird der Vermieter wahrscheinlich nicht gegen an kommen.


Da irrst du. Wäre ja genauso als würden die Putzfrauen nicht putzen, weils sauber war. Damit kommt man nicht durch.

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#4
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16690 Beiträge, 9355x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Da irrst du. Wäre ja genauso als würden die Putzfrauen nicht putzen, weils sauber war. Damit kommt man nicht durch.

Doch - denn hier wurde ja nur das Ergebnis (Mülltonne soll rausgestellt sein) vereinbart und keine zeitliche Tätigkeit (z.B. "2h pro Monat die Mülltonnen hin und her schieben.")

Mülltonnen, die schon draußen stehen, muss man sicher nicht nochmal rausstellen.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#5
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4819 Beiträge, 578x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Mülltonnen, die schon draußen stehen, muss man sicher nicht nochmal rausstellen.


Da hast du mit Sicherheit recht, aber es waren ja nicht nur die Mülltonnen

Zitat (von kl_diva):
(Mülltonnen rausstellen, div. leichte arbeiten am Gebäude etc.


Allerdings ist das mMn nicht Mietrecht, sondern eher Arbeitsrecht oder?

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