Welche Gründe für Änderung der Nebenkostenabrechnung

7. Dezember 2022 Thema abonnieren
 Von 
Gehrechtkeit
Status:
Beginner
(100 Beiträge, 6x hilfreich)
Welche Gründe für Änderung der Nebenkostenabrechnung

Ich versuche es noch mal. Ich sehe alle anderen Fragesteller nach mir erhalten eine Antwort. Habe ich zuviel geschrieben?

Welche Gründe für eine nochmalige, geänderte Nebenkostenabrechnung bezüglich des Abrechnungsjahres 2020
gelten als rechtlich korrekt? Die normale Abrechnung habe ich am 26.12.2021 erhalten und eine Nachzahlung unter Vorbehalt geleistet.
Der Widerspruch wird nicht gleich bearbeitet, so die Verwaltung, da sowieso eine neue Abrechnung für2020 kommt zur gleichen Zeit wie die Abrechnung 2021.
Meiner Meinung nach hat der Vermieter kein Recht eine nochmalige Abrechnung zu erstellen und dem Mieter vorzulegen. Oder bin ich da auf dem falschen Weg und es ist bereits üblich geworden?

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31652 Beiträge, 5586x hilfreich)

Zitat (von Gehrechtkeit):
Ich versuche es noch mal.
Du meinst, mit einem neuen, gleichen Beitrag kommst du eher an weitere Antworten? Es brennt doch nichts. :smile:
Es gibt eine 1.BK-Abrechnung---daraufhin dein Widerspruch und mind. 1 Gespräch---evtl. Belegeinsicht und unergiebige Diskussionen--- dann Abbruch--- nun Ankündigung der geänderten BK-Abrechnung 2020 und auch der Abrechnung für 2021.
Zitat (von Gehrechtkeit):
Meiner Meinung nach hat der Vermieter kein Recht eine nochmalige Abrechnung zu erstellen und dem Mieter vorzulegen.
Worauf berufst du dich denn? Wie man lesen kann, wird er seine 1. Abrechnung nun ändern, vermutlich aufgrund deines Widerspruchs.

Zitat (von Gehrechtkeit):
Der Widerspruch wird nicht gleich bearbeitet,
Erst klang das anders, ist aber egal.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47332 Beiträge, 16765x hilfreich)

Zitat (von Gehrechtkeit):
Meiner Meinung nach hat der Vermieter kein Recht eine nochmalige Abrechnung zu erstellen und dem Mieter vorzulegen.


Doch, das darf er. Dabei darf er die Abrechnung aber nur nach unten korrigieren.

Zitat (von Gehrechtkeit):
Oder bin ich da auf dem falschen Weg und es ist bereits üblich geworden?


Üblich ist so etwas nicht.

Außerdem wird es hier nicht gerne gesehen, wenn man zwei Threads zum gleichen Thema aufmacht.

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#3
 Von 
Gehrechtkeit
Status:
Beginner
(100 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Worauf berufst du dich denn? Wie man lesen kann, wird er seine 1. Abrechnung nun ändern, vermutlich aufgrund deines Widerspruchs.

danke zunächst.
Nein, dasGespräch in der Mietwohnung wurde aus Termingründen abgenrochen. So konnten die Betriebskosten nicht besprochen werden. Daher der Widerspruch.
Nein, es ist nicht so, daß nur ich eine geänderte Abrechnung auf Hrund meines Tuns bekomme. Bereits beim Gespräch wurde die Abrechnung für alle angekündigt. Das war im August.
Können Sie nun bitte etwas zu meiner Frage sagen?

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#4
 Von 
Gehrechtkeit
Status:
Beginner
(100 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Worauf berufst du dich denn? Wie man lesen kann, wird er seine 1. Abrechnung nun ändern, vermutlich aufgrund deines Widerspruchs.

danke zunächst.
Nein, dasGespräch in der Mietwohnung wurde aus Termingründen abgenrochen. So konnten die Betriebskosten nicht besprochen werden. Daher der Widerspruch.
Nein, es ist nicht so, daß nur ich eine geänderte Abrechnung auf Hrund meines Tuns bekomme. Bereits beim Gespräch wurde die Abrechnung für alle angekündigt. Das war im August.
Können Sie nun bitte etwas zu meiner Frage sagen?

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#5
 Von 
Gehrechtkeit
Status:
Beginner
(100 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von hh):
Außerdem wird es hier nicht gerne gesehen, wenn man zwei Threads zum gleichen Thema aufmacht.

verstehe ich auch. Es waren aber einfach zuviele vorher und nachher mit einer Antwort versorgt. Gibt es eine gesetzliche Grundlage wo ich nachlesen könnte? Nach 2 Jahren noch eine Abrechnung zu bekommen war mir fremd. Und so wirklich glaube ich nicht daran, daß sich unser Vermieter wegen eines Guthaben soviel Mühe macht eine geänderte Abrechnung zu erstellen. Bitte noch diese eine Antwort

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#6
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31652 Beiträge, 5586x hilfreich)

Zitat (von Gehrechtkeit):
Nein, dasGespräch in der Mietwohnung
In Mietwohnungen solche Gespräche zu führen, ist auch nicht üblich. Aber evtl. könnte es als Entgegenkommen des Vermieters/der Verwaltung zu werten sein?
Zitat (von Gehrechtkeit):
Bereits beim Gespräch wurde die Abrechnung für alle angekündigt. Das war im August.
Für alle Mieter im Hause? Auch dann bleibt abzuwarten, was in der Abrechnung steht.

Zitat (von Gehrechtkeit):
Können Sie nun bitte etwas zu meiner Frage sagen?
Ja.
1. Es ist nicht üblich, kommt aber vor.
2. Ich kenne keine Rechtsgrundlage, die es einem Vermieter verbietet, eine vermutlich oder gar offensichtlich falsche BK-Abrechnung zu prüfen, zu korrigieren und in geänderter Form vorzulegen.
3. Wenn Änderung, dann nicht zum Nachteil des Mieters.
4. Vermutlich greift § 556 (3, 4) BGB

Vielleicht weiß ein Mietrechtsexperte das ganz genau?
Ansonsten wie so oft: Ohne Wortlaut irgendeines Schreibens oder lesbare mietrechtl. Vereinbarung lässt sich ganz schlecht vorab *deuten*, wer hier im Recht ist.

Zur Nachlese und Zuordnung der gefundenen BK-Fehler:
https://www.betriebskostenabrechnung.com/blog/korrektur-nach-abrechnungsfrist/

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#7
 Von 
Spezi-2
Status:
Senior-Partner
(6385 Beiträge, 2310x hilfreich)

Zitat:
Nach 2 Jahren noch eine Abrechnung zu bekommen war mir fremd.

Erstmal erstmal zum Grundsätzlichen:
1.) Pflicht des Vermieters ist immer eine Abrechnung über eine Verbrauchszeit von 12 Monaten.
Das könnte hier die Zeit vom 1.1.2020 - 31.12.2020 sein, aber auch die Zeitvom 1.7.2019 bis 30.6.2020 oder vom 1.10 2019 bis 30.9.2020. Also immer 12 Monate. Wenn es in dem Hause immer die Zeit vom 1.1. - 31.12. eines Jahres war, dann hat derVermieter diesezeit gewählt.
2.) Weiter muß der Vermieter über die Vorauszahlungen spätestens 12 Monate nach Ende der Abrechungsperiode abrechnen. Für die Zeitvom 1.1.2020 - 31.12.2020 war diese Zeit am 1.1.2022 vorbei. Das bedeutet, daß der Vermieter für diese Zeit danach keine Nachzahlungen mehr verlangen kann.
Anders ist es aber für den Mieter, dieser kann weiterhin die Abrechnung verlangen und falls diese ein Guthaben ergibt, die Auszahlung dieses Guthabens.
Wenn es Streit über die Richtigkeit der Abrechnung gibt, kann der Vermieter seine Abrechnung nur bis zum 31.12.2021 berichtigen. Macht er dieses nicht, entfallen die nicht nachgewiesenen Positionen aus der Abrechnung und der Mieter kann eine höhere Rückzahlung verlangen.
Zitat:
Welche Gründe für eine nochmalige, geänderte Nebenkostenabrechnung bezüglich des Abrechnungsjahres 2020

Ab dem 1.1.2022 gibt es keine Gründe mehr die den Vermieter berechtigen eine Betriebskostenabrechnung für 2020 nachträglich zu berichtigen.

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

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#8
 Von 
Gehrechtkeit
Status:
Beginner
(100 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Spezi-2):
Ab dem 1.1.2022 gibt es keine Gründe mehr die den Vermieter berechtigen eine Betriebskostenabrechnung für 2020 nachträglich zu berichtigen.


vielen Dank. Genau so sehe ich das auch.er Vermieter will aber den Widerspruch erst bearbeiten wenn er "seine" neue Abrechnung zugestellt hat. Er schreibt, er habe keine Zeit dafür weil er sich mit der zu ändernden Abrechnung 2020 beschäftigt und diese umfangreich begründen muß. Hinzu kommt auch noch die Erstellung der neuen Abrechnung für 2021 bis zum 31.12.22.

Wer so umfangreich begründet kann nur nachfordern. Das ist leider zu vermuten. Eri st ja nicht mal in der Lage den Mietern seine neue Anschrift bekannt zu geben und weiteres.

Also nochmals vielen Dank. Ich werde den § durchlesen.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Gehrechtkeit
Status:
Beginner
(100 Beiträge, 6x hilfreich)

Zitat (von Spezi-2):
Ab dem 1.1.2022 gibt es keine Gründe mehr die den Vermieter berechtigen eine Betriebskostenabrechnung für 2020 nachträglich zu berichtigen.

Danke, Interessant. Wußte ich auch nicht. Wo kann man das nachlesen?

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118746 Beiträge, 39625x hilfreich)

Zitat (von Gehrechtkeit):
Meiner Meinung nach hat der Vermieter kein Recht eine nochmalige Abrechnung zu erstellen und dem Mieter vorzulegen.

Dummerweise gibt es für diese Meinung aber keine Rechtsgrundlage.
Im Gegenteil ist der Vermieter sogar unter Umständen dazu verpflichtet.



Zitat (von Gehrechtkeit):
Eri st ja nicht mal in der Lage den Mietern seine neue Anschrift bekannt zu geben

Wenn die Schreiben unter der bekannten Anschrift zustellbar sind, dann hat man auch kein Anrecht darauf.



Zitat (von Gehrechtkeit):
Wo kann man das nachlesen?

Nirgendwo, weil es schlicht und ergreifend falsch ist.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47332 Beiträge, 16765x hilfreich)

Zitat (von Spezi-2):
Ab dem 1.1.2022 gibt es keine Gründe mehr die den Vermieter berechtigen eine Betriebskostenabrechnung für 2020 nachträglich zu berichtigen.


Diese Aussage ist leider falsch.

Lediglich eine Korrektur zum Nachteil des Mieters ist nicht zulässig.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31652 Beiträge, 5586x hilfreich)

Zitat (von Gehrechtkeit):
Vermieter will aber den Widerspruch erst bearbeiten wenn er "seine" neue Abrechnung zugestellt hat.
Noch was Neues.
Evtl. ändert er die Abrechnung unter Berücksichtigung deiner Widerspruchspunkte und eine weitere *Bearbeitung* erübrigt sich? Deshalb bitte abwarten, was man dann lesen kann. Dann hier fragen oder gern Rückmeldung zum *Erfolg ohne Nachforderung* geben.

Zitat (von Gehrechtkeit):
Genau so sehe ich das auch
Das siehst du auch falsch. Für dich als Mieter trifft das nicht zu.
Zitat (von Gehrechtkeit):
Wer so umfangreich begründet kann nur nachfordern.
NÖ. Vielmehr ist zu vermuten, dass er für alle Mietparteien im Haus die Abrechnung von 2020 überarbeiten/korrigieren/ändern muss und auch noch die 2021er Abrechnung machen muss. Da hat der verständlicherweise keine Zeit für Diskussionen. Und zum Nachteil eines bzw. aller Mieter darfs nicht werden.---SO ist das. Hier steht es doch:

https://www.betriebskostenabrechnung.com/blog/korrektur-nach-abrechnungsfrist/

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

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