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Wer bezahlt Anwaltskosten bei falschen Betriebskostenabrechnung?

24. Juni 2022 Thema abonnieren
 Von 
ToWa
Status:
Beginner
(95 Beiträge, 48x hilfreich)
Wer bezahlt Anwaltskosten bei falschen Betriebskostenabrechnung?

Hallo,

folgender Sachverhalt:
Ein Vermieter rechnet um 54 cbm mehr Wasserverbrauch ab als tatsächlich verbraucht wurde. Nachweise (Bilder von Anfangs-und Endbestand beider Wasserzähler liegen vor)

Der Mieter widerspricht der Betriebskostenabrechnung schriftlich und berechnet darin die tatsächliche Werte. Außerdem bezahlt der Mieter auch die vom Vermieter falsch errechnete Betriebskostenabrechnung, da ein Widerspruch nicht von der Nachzahlung entbindet.

Nun behauptet der Vermieter aber, dass seine Abrechnung richtig ist.

Wer muss im Falle einer korrekten Berechnung des Mieters die Kosten eines Anwalts zahlen?

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103895 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von ToWa):
Wer muss im Falle einer korrekten Berechnung des Mieters die Kosten eines Anwalts zahlen?

Derjenige der dazu verurteilt wird.
Vermutlich also der Vermieter.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2277 Beiträge, 374x hilfreich)

Zitat (von ToWa):
in Vermieter rechnet um 54 cbm mehr Wasserverbrauch ab als tatsächlich verbraucht wurde. Nachweise (Bilder von Anfangs-und Endbestand beider Wasserzähler liegen vor)


Wer hat die Wasserzähler abgelesen? Die Fotos können vorher erfolgt sein und mittlerweile wurde Wasser verbraucht. Somit hat der Vermieter einen anderen Wasserstand.
Ist die Regenwassergebühr eigens aufgeführt, da gibt es doch auch Angaben zur Menge.
Für die Differenz mag es einige Gründe geben.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
ToWa
Status:
Beginner
(95 Beiträge, 48x hilfreich)

Der Vermieter hat den selben Wert wie der Mieter.
Die Betriebskostenabrechnung wird im Zeitraum 1.11. bis 31.10. erstellt. Hier liest der Mieter ab und teilt die Zählerstände mit.

Der Abrechnungsdienst EAD liest im Zeitraum 01.05. bis 30.04. ab.

Aufgrund eines Zählerwechsels am 30.04.20 wurde in der Betriebskostenabrechnung vom 01.11.20 bis 31.10.21 der Verbrauch vom 01.05.20 bis 31.10.21 (18 Monate!) abgerechnet.
Der Verbrauch zwischen 01.05.20 bis 31.10.20 ist jedoch schon in der Betriebskostenabrechnung 01.11.19 bis 31.10.20 enthalten.

Außerdem rechnet der Vermieter den Verbrauch zwischen 01.11.20 und 30.04.21 doppelt ab.

Es hat schon seine Richtigkeit wenn ich ich die Berechnung des Vermieters als falsch angebe. Ich arbeite in einem Beruf in dem Verbrauchsabrechnungen auf der Tagesordnung stehen.


-- Editiert von ToWa am 24.06.2022 20:35

-- Editiert von ToWa am 24.06.2022 20:42

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43554 Beiträge, 15519x hilfreich)

Zitat (von ToWa):
Außerdem bezahlt der Mieter auch die vom Vermieter falsch errechnete Betriebskostenabrechnung, da ein Widerspruch nicht von der Nachzahlung entbindet.


Der Mieter ist keineswegs verpflichtet, die falsch errechnete Betriebskostenabrechnung zu bezahlen. Er muss nur den korrekten Betrag bezahlen.

Jetzt hat der Mieter das Problem, seinem Geld hinterherzulaufen.

Zitat (von ToWa):
Aufgrund eines Zählerwechsels am 30.04.20 wurde in der Betriebskostenabrechnung vom 01.11.20 bis 31.10.21 der Verbrauch vom 01.05.20 bis 31.10.21 (18 Monate!) abgerechnet.


Das ist nicht zulässig und zwar unabhängig davon, ob der Verbrauch vom 01.05.-31.10.2020 bereits in der vorhergehenden Abrechnung abgerechnet wurde oder nicht.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
ToWa
Status:
Beginner
(95 Beiträge, 48x hilfreich)

Zitat (von hh):
Der Mieter ist keineswegs verpflichtet, die falsch errechnete Betriebskostenabrechnung zu bezahlen. Er muss nur den korrekten Betrag bezahlen.

Jetzt hat der Mieter das Problem, seinem Geld hinterherzulaufen.


Nun, der Mieter könnte theoretisch die laufende Nebenkostenvorauszahlungen (Betriebskosten + Heizung) um den zu viel bezahlten Betrag für die Betriebskosten-Nachzahlung kürzen. Der Mieter hat in seinem schriftlichen Widerruf erklärt, die Nachzahlung vorläufig zu leisten und diese nach Prüfung des Vermieters ggfs. mit der nächsten Mietzahlung zu verrechnen. Die monatliche Nebenkostenvorauszahlung deckt die Summe der Nachzahlung ab und greift somit nicht die Kaltmiete an.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25124 Beiträge, 4783x hilfreich)

Zitat (von ToWa):
Nun, der Mieter könnte theoretisch
Da er es dem Vermieter bereits schriftlich erklärt hat, könnte er es auch praktisch tun.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
ToWa
Status:
Beginner
(95 Beiträge, 48x hilfreich)

Der Vermieter hat inzwischen den von mir errechneten Betrag, an den Mieter zurück bezahlt.

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