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Widerspruch Nebenkostenabrechnung - muss Mieterhöhung nachträglich gezahlt werden

16. Juni 2022 Thema abonnieren
 Von 
AvantGarden74
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Widerspruch Nebenkostenabrechnung - muss Mieterhöhung nachträglich gezahlt werden

Hallo zusammen,

folgender Fall:
Die Mieterin hat gegen die Abrechnungen für 2019 und 2020 Widerspruch eingelegt.

Bei der 2019-Abrechnung (eingegangen am 31.12.2020) wurde wegen des Nachzahlungsbetrag die Miete ab dem 01.01.21 erhöht (Nebenkostenabschlag). Aufgrund des Widerspruchs hat die Mieterin diese erhöhte Miete natürlich nicht gezahlt.

Nun hat die Mietern 1,5 Jahr nach dem Widerspruch die angeforderten Belege von der Vermieterin erhalten und akzeptiert zähneknirschend die Nachzahlung.
Muss sie auch den Differenzbetrag zwischen neuer und alter Miete für den kompletten Zeitraum seit Widerspruch nachbezahlen? Oder kann sie darauf bestehen, bei der nächsten Abrechnung ggfls. nochmal eine Nachzahlung zu haben?

Die Abrechnung 2020 ist übrigens noch nicht geklärt.

Vielen Dank für eine Antwort.

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105719 Beiträge, 37803x hilfreich)

Zitat (von AvantGarden74):
Muss sie auch den Differenzbetrag zwischen neuer und alter Miete für den kompletten Zeitraum seit Widerspruch nachbezahlen?

Würde ich so sehen. Immerhin ist der Grund Verweigerung ja ersatzlos weggefallen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Toxic_GER
Status:
Schüler
(297 Beiträge, 15x hilfreich)

Und wenn der Rückstand mehr als 2 Monatskaltmieten erreicht, kann VM sogar ordentlich und außerordentlich fristlos kündigen.

Wenn die Belege hedoch verspätet > 1 jahr eingegangen sind, sind die Forderungen vom Vermieter ggf. verjährt und man könnte die vollständige Rückzahlung der Nebenkostenvorauszahlung verlangen für den Zeitraum. Wobei ich mir nicht sicher bin ob das stimmt.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105719 Beiträge, 37803x hilfreich)

Zitat (von Toxic_GER):
Und wenn der Rückstand mehr als 2 Monatskaltmieten erreicht, kann VM sogar ordentlich und außerordentlich fristlos kündigen.

Das wäre fraglich, da der VM ja der Grund war.
Zumindest wenn jetzt sofort nachgezahlt würde.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Toxic_GER
Status:
Schüler
(297 Beiträge, 15x hilfreich)

Ok, ich dachte nur, dass man Belegeinsicht hat und wenn der Vermieter die Belege erst 1,5 Jahre später liefert, seine eigene Schuld ist, wenn die Frist dann auch abgelaufen wäre.

Ich dachte einfach mal, dass die Ansprüche des Vermieters für den Abrechnungszeitraum ggf. verjährt sind, weil man ohne Belege auch nichts akzeptieren muss. Und da der NK-Abrechnung widersprochen wurde und die Belege zu lange fehlten, wäre es ggf. ein Eigentor des VM.

Aber ist nur Spinnerei, vielleicht...

0x Hilfreiche Antwort

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