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Wieviel Mietminderung bei mangelhafter Heizung?

12. Dezember 2014 Thema abonnieren
 Von 
nonamavailable
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 4x hilfreich)
Wieviel Mietminderung bei mangelhafter Heizung?

Der Mieter hat in einem Haus zwei Einheiten angemietet.

Die Heizungen in beiden Einheiten bringen seit über 1 Woch keine ausreichende Leistung mehr und sie auch mehrmals stundenweise ganz aus gewesen. Bei voll aufgedrehten Heizungen wird seitdem keine ausreichende Heizleistung mehr erzeugt.

Duchschnittliche Temperaturen in den beiden Einheiten:

A) Wohnung

Wohnzimmer und Küche tagsüber 17 - 18°
Schlafzimmer 1 16° - 17°
Schlafzimmer 2 15° - 16°
Bad und WC 14° - 16°

Nachts sinken die Temperaturen um 2 bis 3 Grad unter diese Werte.

B) Gewerbliche Räume

Büroraum 17 - 18°
Arbeitsraum, in dem Pakete Versandfertig gemacht werden 16 - 18°
Nebenraum mit Kochstelle 15° bis 18°
WC 13° bis 15°Lageräume, in den Lüftung nötig ist: ohne Lüftung 16° bis 17°
In den Lagerräumen müssen sich aufgrund der Arbeitsabläufe Mitarbeiter auch länger aufhalten.
Die nötige Lüftung der Lageräume sorgt für einen weiteren Temperaturabfall, so dass in allen Räumen oft nur noch 15 oder 16 Grad erreicht werden.

Um ausreichende Temperaturen in beiden Einheiten sicherzustellen heizt der Mieter inzischen zusätzlich mit Heizlüftern. Dafür mussten auch neue Heizlüfter beschafft werden. Ich nehme an, die kan man nicht in eine Mietminderung einbeziehen.

Um tagsüber eine ausreichende Temperatur in den Wohnräumen (Wohnzimmer, Küche und Bad/WC sicherzustellen) ist der Betrieb von Heizlüftern in zwei von diesen drei Räumen bis zu acht Stunden pro Tag nötig.

In den gewerblichen Räumen müssen ebenfalls Heizlüfter für mindestens vier Stunden pro Tag betrieben werden. Aufgrund der Raumgrößen ist hier jedoch die Verbesserung der Temperatur kaum sicher zu stellen.

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Liane46
Status:
Student
(2979 Beiträge, 1353x hilfreich)

Ist sicher gestellt, das sich in den Heizkörpern keine Luft befindet.

Hier ist eine Aufstellung über Mietminderungen. Die Fälle betreffen aber immer nur den einen bestimmten Fall. Als ungefähre Hausnummer ist die Tabelle aber zu gebrauchen:

http://www.hanhoerster.de/html/mietminderung.htm

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""

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105843 Beiträge, 37828x hilfreich)

Im übrigen sollte man ein deatailliertes Temeraturprotokoll erstellen.





-----------------
"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
nonamavailable
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 4x hilfreich)

Danke,

dieses Liste

http://www.hanhoerster.de/html/mietminderung.htm

kannte ich noch nicht.

Luft in den Heizköpern kann man als Ursache völlig ausschließen.

Der Heizkeller ist nicht verschlossen. Man also sehen, dass die Heizung zwischendurch völlig abschaltet.

Die Heizung läuft mit einer Einstellung, die für die Übergangszeit bei Herbstanfang sinnvoll ist.

Es ist auch nicht auszuschleßen, dass die Heizung manipuliert wurde. An den beiden ersten Tagen fiel die Heizung mehrmals pro Tag für ca. 1 bis 4 Stunden aus. Gesamtausfal pro Tag also zwischen 4 bis 8 Stunden).

Danach schaltete ein Mieter die Heizung auf Winterbetrieb um.

Am zweiten Tag wurde gesehen, dass der Mann, der für den Vermieter im Haus kleine Arbeiten durchführt,im Heizungskeller war.

Seitdem kann die Heizung nicht mehr auf Stufe II gestellt werden und sobald Einstellungen geändert werden, geht sie aus. Sie funktioniert nur noch mit Einstellungen für Energiesparmodus und nächtliches Abschalten.

AusführlichesTemperaturprotokoll:

Das halte ich für überflüssig, da die Temperaturen alle unterhalt der als nötig anerkannten Temperaturen oder im Grenzbereich liegen.

Um ein Temperaturprotokoll zu erstellen, müsste der Mieter die Heizlüfter dauerhaft abstellen. Wozu? Die Angegeben Temperaturen werden ja nur noch dann erreicht, wenn die Heizlüfter laufen. Ohne die Heizlüfter fallen die von mir genannten Temperaturen binnen einer Stunde um weiter 1 - 2 Grad, für meisten Räuzme also auf ca. 15 - 16°.


1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105843 Beiträge, 37828x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Das halte ich für überflüssig, da die Temperaturen alle unterhalt der als nötig anerkannten Temperaturen oder im Grenzbereich liegen. <hr size=1 noshade>

Könnte sich ändern falls mal ein Gericht aus Gründen des Beweises danach fragt ...





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
nonamavailable
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 4x hilfreich)

quote:
Könnte sich ändern falls mal ein Gericht aus Gründen des Beweises danach fragt ...


Dem Mieter ist wohl kaum zuzumuten, dass er tagelang in einigen Wohnräumen nur noch 14 - 16 Grad hat, nur um ein Protokoll anzufertigen. Und baubedingt sind ausgerechnet im Bad un den WC die Temperaturen noch niedriger.

Der Mieter könnte genausogut jede Stunde einmal in den Heizkeller gehen und das Display der Heizung fotografieren. Daraus ergibt sich eigentlich auch sehr deutlich, dass die Heizung bei ca 18 °abregelt und jeder Installateur könnte dem Richter vorrechnen, dass diese Einstellung für Dezembermonate nicht mehr geeignet ist. Vor allem würde daraus auch hervorgehen, dass die Heizung bei plötzlichen Frosteinbrüchen oder Nachtfrösten keine ausreichende Leistung liefern kann. Mit beidem dürfte um diese Jahreszeit zu rechnen sein.

Es gibt diverse Urteile, nach denen der Mieter tagsüeber 20° in Wohnräumen erwarten darf. Wenn in WC und BAD diese Temperaturen schon tagsüber um bis zu sechs Grad unterschritten werden, dürfte das ein ausreichender Beleg sein, dass die Heizleistung mangelhaft ist.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9330 Beiträge, 2982x hilfreich)

quote:
Es gibt diverse Urteile, nach denen der Mieter tagsüeber 20° in Wohnräumen erwarten darf. Wenn in WC und BAD diese Temperaturen schon tagsüber um bis zu sechs Grad unterschritten werden, dürfte das ein ausreichender Beleg sein, dass die Heizleistung mangelhaft ist.


Ja, sicher.

Nur was hat das mit obigem richtigen Hinweis
quote:
Könnte sich ändern falls mal ein Gericht aus Gründen des Beweises danach fragt
zu tun?

Wurde der Vermieter überhaupt informiert?

SG

Berry

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
nonamavailable
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 4x hilfreich)

quote:
Wurde der Vermieter überhaupt informiert?


Natürlich wurde der Vermieter informiert. U.a. postalisch per Einschreiben. Oder würden Sie Ihren Vermieter nicht umgehend infomieren, wenn es in Ihrer Wohnung so kalt wie auf einer Parkbank ist?

Ich verstehe allerdings langsam einige Gegenfragen nicht mehr.

Ausgangsfrage war einfach, wie hoch die Mietminderung sein kann, wenn über eine Woche lang nicht mehr die als Standard geltenden Temperaturen erreicht werden.

Und um vielleicht weitere überflüssige Gegenfragen zu vermeiden:

Dem Vermieter und allen Mietern ist seit Jahren bekannt, dass die Heizanlage inzwischen betagt ist und im Winter Ausfälle hat. Sie hat jeden Winter Ausfälle.

Nur war das bisher kein Problem, denn bis Sommer 2014 wohnte noch ein Sohn des Vermieters im gleichen Haus und so lange der dort wohnte, dauerte es keinen halben Tag, bis der Installateur vor der Tür stand.

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Liane46
Status:
Student
(2979 Beiträge, 1353x hilfreich)

quote:
Ausgangsfrage war einfach, wie hoch die Mietminderung sein kann, wenn über eine Woche lang nicht mehr die als Standard geltenden Temperaturen erreicht werden.


Und die Antwort noch einmal: Orientiere dich an Urteile zum Thema im Internet. Hier im Forum wird kein Recht gesprochen, also bekommst du auch keine verbindliche Antwort auf deine Frage nach der Höhe der Minderung.

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