Wird die Nebenkostenabrechnung ab Tag des Einzugs berechnen oder doch andere Reglung?

14. Januar 2024 Thema abonnieren
 Von 
Susanne123456
Status:
Beginner
(144 Beiträge, 0x hilfreich)
Wird die Nebenkostenabrechnung ab Tag des Einzugs berechnen oder doch andere Reglung?

Guten Abend,

wenn man im März 2022 eingezogen ist und die Nebenkostenabrechnung kommt in 2023, dann müsste doch eigentlich von März 2022 bis Dezember 2022 abgerechnet werden, richtig?

Weil die ganzen Rechnungen der Vermieter sind von Januar 2022 bis Dezember 2022

Aber man rechnet doch nicht von März 2022 bis März 2023, wenn alle Rechnungen aus 2022 sind ( Versicherung, Mülltonnen … Ect)
Und die Rechnungen von Januar 2023 bis Februar 2023 gibt es ja noch gar nicht….

Wäre sehr dankbar für eine Antwort.


-- Editiert von User am 14. Januar 2024 22:28

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20 Antworten
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#1
 Von 
ph_ntm
Status:
Beginner
(75 Beiträge, 13x hilfreich)

Zitat (von Susanne123456):
müsste doch eigentlich von März 2022 bis Dezember 2022 abgerechnet werden, richtig?

Der Abrechnungszeitraum läuft regelmäßig vom 1.1. bis 31.12. eines Jahres.
Ziehen Mieter innerhalb des Jahres ein oder aus, werden die verbrauchsunabhängigen Kosten des Abrechnungszeitraums anteilig umgelegt - also hier zu 10/12.
Die Aufstellung der Kosten erfolgt also auf das gesamte Jahr, die Abrechnung richtigerweise nur anteilig von März bis Dezember.

Der Vermieter ist verpflichtet, die Abrechnung bis spätestens ein Jahr nach dem Abrechnungszeitraum zu erstellen und zuzustellen, hier also für das Jahr 2022 bis 31.12.2023.
Die Monate Februar und Januar fallen in den neuen Zeitraum für das Jahr 2023 und werden entsprechend mit der Nebenkostenabrechnung für 2023 bis Ende diesen Jahres zugestellt.

-- Editiert von User am 14. Januar 2024 22:44

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121033 Beiträge, 39978x hilfreich)

Zitat (von ph_ntm):
Der Abrechnungszeitraum läuft regelmäßig vom 1.1. bis 31.12. eines Jahres.

Das ist schlicht falsch.



Zitat (von Susanne123456):
dann müsste doch eigentlich von März 2022 bis Dezember 2022 abgerechnet werden,

Nö, abgerechnet wird immer so, wie der Abrechnungszeitraum ist.
Es wäre zwar durchaus zweckmäßig, den Abrechnungszeitraum vom 1.1. bis 31.12. eines Jahres zu wählen, aber der Vermieter kann auch andere Zeiträume wählen.



Zitat (von Susanne123456):
Aber man rechnet doch nicht von März 2022 bis März 2023, wenn alle Rechnungen aus 2022 sind ( Versicherung, Mülltonnen … Ect)

Eigentlich nicht.
Man kann das zwar machen, dann schenkt man den Mieter aber die Kosten, für die es keine Belege gibt.
Ansonsten wartet man einfach, bis auch die Rechnungen aus 2023 vorhanden sind. Kann dann zum Zeitproblem werden.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47743 Beiträge, 16866x hilfreich)

Zitat (von Susanne123456):
Weil die ganzen Rechnungen der Vermieter sind von Januar 2022 bis Dezember 2022


Was auch richtig ist, wenn das Kalenderjahr 2022 der Abrechnungszeitraumes ist.

Zitat (von Susanne123456):
Aber man rechnet doch nicht von März 2022 bis März 2023, wenn alle Rechnungen aus 2022 sind ( Versicherung, Mülltonnen … Ect)
Und die Rechnungen von Januar 2023 bis Februar 2023 gibt es ja noch gar nicht….


Die Rechnungen von Januar und Februar 2023 gehören auch in die 2023.

Wenn der Mieter am 01.03. eingezogen ist, dann muss er von allen Rechnungen des Abrechnungszeitraumes 10/12 bezahlen unabhängig davon, ob die Rechnungen aus der Zeit vor oder nach seinem Einzug stammen.

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#5
 Von 
Susanne123456
Status:
Beginner
(144 Beiträge, 0x hilfreich)

Also zahlt der Mieter nur seine Nebenkosten für 10 Monate in 2022.

Und der Vermieter kann nicht einfach 2 Monate aus 2023 dranhängen, obwohl es dafür nicht einmal die Rechnungsbelege hat.

Denn 10 Monate aus 2022 und 2 Monate aus 2023 wird ja immer ein durcheinander geben.

Kann ich dem Vermieter das so mitteilen

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#6
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47743 Beiträge, 16866x hilfreich)

Der Vermieter kann auch den Abrechnungszeitraum jeweils vom 01.03.-28.02. festlegen. Dann darf er aber in 2022 die Rechnungen aus Kanuar und Februar nicht berücksichtigen.

Wenn der Abrechnungszeitraum dagegen das Kalenderjahr ist, dann darf er von jeder Rechnung aus 2022 10/12 berechnen.

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#7
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3598 Beiträge, 574x hilfreich)

Auf der Abrechnung muss doch der Abrechnungszeitraum stehen und danach geht es.
Ich habe z.B. 01.10. bis 30.09 und 01.11. bis 31.10.
Ein Mieter zieht jetzt aus und selbiger bekommt seine Endabrechnung für 22/23 und Januar 24 im Jahr 2025.

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#8
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3598 Beiträge, 574x hilfreich)

Zitat (von hh):
Der Vermieter kann auch den Abrechnungszeitraum jeweils vom 01.03.-28.02. festlegen.

Bei uns kann der Vermieter das nicht veranlassen, die Versorger z.B. Gas legt das fest.

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#9
 Von 
Susanne123456
Status:
Beginner
(144 Beiträge, 0x hilfreich)

Für hh
Du antwortest:
Der Vermieter kann auch den Abrechnungszeitraum jeweils vom 01.03.-28.02. festlegen. Dann darf er aber in 2022 die Rechnungen aus Kanuar und Februar nicht berücksichtigen.

Anstrengend:-((
Also, er kann vom 1.3.2022-28.2.2023 die Abrechnung erstellen,. Aber nur, wenn auch die ganzen Rechnungsbelwgen von März-Dezember 2022 und Januar+ Februar 2023 vorhanden sind, richtig?

Hat er keine Rechnung von Januar und Februar 2023 und verrechnet diese aber trotzdem mit meinen Nebenkosten, das ist dann ja nicht erlaubt, richtig?

Sorry, ich muss das so fragen, sonst verstehe ich das nicht .

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#10
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9939 Beiträge, 4493x hilfreich)

Zitat (von Susanne123456):
Anstrengend:-((
Es ist theoretisch sogar noch anstrengender. hh hat schon vereinfacht. Wenn man es genau nimmt, muss man noch das sogenannte Abflussprinzip vom Leistungsprinzip unterscheiden. Je nachdem kommt es dann darauf an, wann eine Rechnung bezahlt wurde oder wann die Leistung, für die die Rechnung gestellt wurde, bezogen wurde. Ich befürchte, das macht es für dich aber nicht einfacher.

Eine Möglichkeit für dich, die Abrechnung besser zu verstehen, wäre sie einzuscannen, zu anonymisieren, irgendwo hochzuladen und hier den Link dazu einzustellen. Dann kann man hoffentlich präziser für deine Abrechnung antworten.

Wenn du das nicht willst, dann suche bitte auf der Abrechnung. Irgendwo dort müsste sich eine Information finden, wie genau die Abrechnungsperiode bei dir ausschaut. Die Abrechnungsperiode muss immer zwingend 12 Monate lang sein, aber nicht unbedingt Januar bis Dezember gehen. Irgendwie muss sich aus der Abrechnung ergeben, was dein Vermieter als Abrechnungsperiode verwendet. Wenn da z.B. steht "Nebenkostenabrechnung 2022", dann würde das darauf hindeuten, dass die Abrechnungsperiode vom 1.Januar bis 31.Dezember jeden Jahres geht. Aber eigentlich sollte sich diese Angabe irgendwo finden. Notfalls frage deinen Vermieter noch einmal nach der Abrechnungsperiode.

Wenn du das weißt, dann schreib das bitte hier in den Thread. Dann kann man von dem Punkt an weiterdiskutieren.



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#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121033 Beiträge, 39978x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Bei uns kann der Vermieter das nicht veranlassen

Selbstverständlich kann er das veranlassen, denn er ist der einzige der darüber entscheidet.



Zitat (von Loni12):
die Versorger z.B. Gas legt das fest.

Völliger Unfug.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3598 Beiträge, 574x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
elbstverständlich kann er das veranlassen, denn er ist der einzige der darüber entscheidet.

Harry, dass hatten wir doch schon öfters, bei uns entscheidet eben nicht der Eigentümer, ein Teil unserer Straße hat den gleiche Abrechnungsperiode. Der Rest einen Monat später.

Somit ist es eben kein Unfug. Muss doch nicht überall gleich sein.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9939 Beiträge, 4493x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Somit ist es eben kein Unfug.
Doch. Der Gasversorger kann seinen Abrechnungsmodus festlegen. Es kann sinnvoll sein, diesen Modus auch für die Abrechnungsperiode der Nebenkosten zu verwenden. Notwendig ist es jedoch nicht. Der Vermieter kann - wenn er denn will - auch eine andere Abrechnungsperiode verwenden und dafür dann zwei Abrechnungen des Gasversorgers kombinieren. Wird dadurch nicht einfacher, aber verboten ist es nicht.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Susanne123456
Status:
Beginner
(144 Beiträge, 0x hilfreich)

Kann ich meinem Vermieter jetzt folgendes mitteilen?
- auf die Nebenkostenabrechnung muss das Datum stehen von wann bis wann die Abrechnung ist

- es dürfen nur 10 Monate in 2022 abgerechnet werden, weil für Janaur und Februar keine Abrechnungen vorhanden sind


Ist das so richtig?

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Susanne123456
Status:
Beginner
(144 Beiträge, 0x hilfreich)

Um hier noch etwas richtig zu stellen:

- es geht hier nicht um Gas/Heizung/ Wasser sondern um

- Grundsteuer
- Immobimienversicherung
- Müll
-Straßenreinigung
- Winterdienst
-ect.

Ich kann die Rechnung nicht hochladen, wäre mir unangenehm wenn die Vermieter das sehen würden.





0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9939 Beiträge, 4493x hilfreich)

Zitat (von Susanne123456):
Ist das so richtig?
Eine Rechtsberatung im Einzelfall dürfen nur Anwälte vornehmen. Das hier ist ein Laienforum.

Aber versuchen wir es mal so: Warum denn gleich belehrend? Du bist dir doch selber nicht sicher. Vielleicht ist ja auch alles in Ordnung. Frag' doch erstmal freundlich und höflich nach, auf welchen Abrechnungszeitraum und welchen Mietzeitraum sich die Abrechnung bezieht.

Zitat (von Susanne123456):
Ich kann die Rechnung nicht hochladen, wäre mir unangenehm wenn die Vermieter das sehen würden.
Mach was du meinst. Ich habe den Eindruck, dass du auch mit den Antworten hier im Thread nicht so wirklich weiterkommst. Eine Alternative wäre, wenn du in einer Mietervereinigung vor Ort eintrittst. Klar, das kostet Geld und nicht jede Mietervereinigung ist übermäßig kompetent. Aber Nebenkostenabrechnungen sind deren täglich Brot. Jede Mietervereinigung sollte eine solche überprüfen und dir erklären können.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Susanne123456
Status:
Beginner
(144 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Abrechnung ist falsch, egal ob die für 12 Monate ist oder für 10.

Ich hatte auch eine Firma damit beauftragt, die das aber falsch berechnet haben und eine Bekannter hat auch drüber geschaut, die stimmt vorne und hinten nicht.

Ich bin hier mot dem Forum sehr zufrieden und ich möchte keineswegs belehrend rüberkommen.

Ich frag lieber doppelt nach, weil ich unsicher bin und nicht weiß ob ich das richtig verstanden habe.

Mal schauen wie ich das jetzt mache.

Die Vermieter mussten schon dreimal was nachbessern, weil etwas fehlte.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121033 Beiträge, 39978x hilfreich)

Zitat (von Susanne123456):
Ich hatte auch eine Firma damit beauftragt, die das aber falsch berechnet haben

Wie ernüchternd ...



Zitat (von Susanne123456):
und eine Bekannter hat auch drüber geschaut, die stimmt vorne und hinten nicht.

Dann würde ich mal eine komplette Mängelliste erstellen (lassen) und dann den Vermieter gerichtsfest damit konfrontieren.


Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Leo4
Status:
Lehrling
(1714 Beiträge, 272x hilfreich)

Nach Mietrecht ist der Abrechnungszeitraum immer 12 Monate. Zieht ein Mieter innerhalb der Abrechnungsperiode ein oder aus, wird der Nutzungszeitraum berechnet. Ganz einfach.

Signatur:

Meine persönliche Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Susanne123456
Status:
Beginner
(144 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich danke euch, super.

0x Hilfreiche Antwort

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