Wohnungsabnahme - Wer hätte dann nachher das Problem mit dem fehlenden Protokoll?

16. April 2007 Thema abonnieren
 Von 
famax
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Wohnungsabnahme - Wer hätte dann nachher das Problem mit dem fehlenden Protokoll?

Hallo Forianer,

ziehe nächste Woche aus und hab gerade über die Abnahme nachgedacht. Was passiert eigentlich, wenn sich Vermieter und Mieter nicht über den Zustand der Wohnung einigen können? Beispiel: Habe vor 2 Jahren alle Fenster gestrichen und die sind heute noch top i.O. Angenommen der Vermieter sagt aber, kannste vergessen, müssen alle neu gestrichen werden. Soll ich dann das Abnahmeprotokoll nicht unterschreiben? Wer hätte dann nachher das Problem mit dem fehlenden Protokoll?

Fragen zur Miete?

Fragen zur Miete?

Ein erfahrener Anwalt im Mietrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Mietrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär49
Status:
Schlichter
(7434 Beiträge, 2005x hilfreich)

... ich würde auf jeden fall einen fotoapparat mitnehmen. ein protokoll kann ja auch festhalten, dass man sich über die einschätzung von dem und jenem nicht einig ist.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
SueCologne
Status:
Lehrling
(1910 Beiträge, 429x hilfreich)

Ein Protokoll ist rein rechtlich nicht zwingend erforderlich. Forderungen des Vermieters muss der auch belegen können und die Beweislast liegt bei ihm. Mängel kann der Vm ohne Protokoll noch bis 6 Monate nach Mietende geltend machen. Aber i.d.R. Unterschreibt man ein Protokoll zwecks Kenntnisnahme.

-----------------
"MfG
Susanne"

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48124 Beiträge, 16998x hilfreich)

Ein Abnahmeprotokoll muss nicht ein zwischen Mieter und Vermieter übereinstimmendes Ergebnis enthalten.

Man kann dort auch z.B. aufnehmen:
Der Vermieter fordert einen Neuanstrich der Fenster, weil...
Der Mieter hält einen Neuanstrich nicht für erforderlich, weil...


Man kann also auch direkt dokumentieren, dass man sich nicht geeinigt hat und warum man sich nicht geeinigt hat.

So etwas können beide Seiten dann auch unterschreiben und wissen auch gleich, wo die Meinungsverschiedenheiten liegen. Den eigentlichen Streit kann man dann später ausfechten.

In erster Linie soll so ein Protokoll auch den objektiven Zustand der Wohnung widergeben, wie z.B.:
Farbe am Küchenfenster unten rechts ca. 1cm² abgeplatzt
Das ist der wichtige Teil und der sollte so präzise wie möglich formuliert werden.

Auf pauschale und wertende Formulierungen (z.B. Anstrich ist schlecht) sollte man sich nicht einlassen. So etwas sollte konkretisiert werden (Laufnasen, nicht deckend, falsche Farbe o.ä.). Auch hier gilt, dass der Mieter gleich eine Gegendarstellung aufnehmen sollte, falls er mit der Einschätzung des Vermieters nicht einverstanden ist.

Die eventuell daraus getroffenen Vereinbarungen (z.B. Neuanstrich durch Mieter) können dann auch aufgenommen werden, soweit man sich darüber einig ist.

Am Besten ist es natürlich, wenn man sich über die Abnahme einig ist. Am Schlechtesten ist es, wenn die Abnahme gar nicht protokolliert wird.

Das Protokoll unterschreibt man im Übrigen nicht nur zwecks Kenntnisnahme. Man erklärt sich auch mit dem Inhalt einverstanden.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
SueCologne
Status:
Lehrling
(1910 Beiträge, 429x hilfreich)

Lieber hh,

Ein Protokoll wird lediglich kenntnisnehmend unterschrieben, weil ein Protokoll sachlich den tatsächlichen Zustand widergeben sollte. (davon nehmen dann alle Parteien Kenntnis) Das ist Sinn und Zweck eines Protokolls und Ursache der Namensgebung!!!
Es darf keine Wertung enthalten, keine Forderung etc. dann ist es kein Protokoll mehr.
Mag ja im Mietrecht anders sein und Deine Beschreibung halte ich für sehr sinnvoll, allerdings ist das dann kein Protokoll mehr, wenn Forderungen und Übereinkünfte eingetragen werden, hat das ja schon wieder Vertragscharacter (und hier ist die Unterschrift zur Willenserklärung).
Braucht ja nur zu stehen: Vermieter fordert xy und Vermieter stimmt zu!

-----------------
"MfG
Susanne"

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 273.586 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
110.521 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen