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Zeitmietvertrag - auf Wunsch des Mieters Mietvertrag für eine bestimmte Dauer abschliessen?

13. Juli 2006 Thema abonnieren
 Von 
feuerelfe
Status:
Schüler
(438 Beiträge, 56x hilfreich)
Zeitmietvertrag - auf Wunsch des Mieters Mietvertrag für eine bestimmte Dauer abschliessen?

Hab' mal eine Frage an Euch:

Kann man auf Wunsch des Mieters einen gültigen Mietvertrag für eine bestimmte Dauer abschliessen?

Bei Zeitmietverträgen gilt ja § 575 BGB als Grundlage. Sprich als Vermieter muß ich einen Zeitmietvertrag begründen, da der Mieter sonst wohl benachteiligt wird.

Wie ist das aber, wenn der Mieter gerne einen Mietvertrag über z.b.: 3 Jahre abschliessen möchte?
Sachverhalt: Der Mieter studiert. Er weiß, wann er in 3 Jahren wieder ausziehen möchte (z.b.: Studiumende). Er möchte aus diesem Grund den Mietvertrag für 3 Jahre, also einen bestimmten vorgegebenen Zeitraum, abschliessen, damit er z.b. nicht mehr an die Kündigung denken muß.

Wäre das möglich? Was wäre denn zu beachten?

Für Tipps wäre ich echt dankbar.

feuerelfe

-- Editiert von feuerelfe am 13.07.2006 08:36:15

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest123-616
Status:
Lehrling
(1365 Beiträge, 972x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#2
 Von 
wald-hase
Status:
Praktikant
(723 Beiträge, 73x hilfreich)

Die sogenannte 'Befristung auf Wunsch des Mieters' ist in Wahrheit sehr oft eine auf Wunsch des Vermieters, bei der ein angebliches Verlangen des Mieters vorgeschoben wird. Aus gutem Grunde können gesetzliche Schutzvorschriften so nicht umgangen werden.

Ich kann mir auch kaum vorstellen, daß jemand so vergeßlich ist, daß er nicht mehr an die rechtzeitige Kündigung des Vertrages denkt. Außerdem wird wohl kaum jemand sein Studium auf drei Jahre im voraus präzise planen können, so daß das Studienende zu einem bestimmten Zeitpunkt mit 100 Prozent Sicherheit feststeht und ein Wechsel des Studienortes oder ein Studiumsabbruch zwischendurch völlig ausgeschlossen ist.

Also kurz und gut: so geht es nicht.

-----------------
"Mein Name ist Hase, ich wohne im Walde und weiß von nichts..."

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
meharis
Status:
Praktikant
(531 Beiträge, 67x hilfreich)

Ob der Vermieter was vorschiebt oder nicht, lässt sich in der Regel dadurch feststellen, in dem man vertragsmässig das Kündigungsrecht des Vermieters für drei Jahre aussschliesst (anstatt einen Zeitmietvertrag abzuschliessen, der ja sowieso in der Regel ungültig ist - obwohl festgehalten wird, dass der Mieter das unbedingt möchte....).

Im prinzip ändert sich dadurch für den Vermieter nichts, nur der Mieter hat eben die Sicherheit drei Jahre (mindestens) wohnen zu dürfen, und das ist es eigentlich was der Mieter mit einer solchen Klausel bewirken möchte.

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#4
 Von 
feuerelfe
Status:
Schüler
(438 Beiträge, 56x hilfreich)

Die sogenannte 'Befristung auf Wunsch des Mieters' ist in Wahrheit sehr oft eine auf Wunsch des Vermieters, bei der ein angebliches Verlangen des Mieters vorgeschoben wird. Aus gutem Grunde können gesetzliche Schutzvorschriften so nicht umgangen werden.


Mal abgesehen von der weit verbreiteten Meinung als Vermieter will man nur jeden abzocken - ist so ein Zeitmietvertrag wohl nicht möglich. Es wird ja gleich davon ausgegangen, dass es eh mein Wunsch ist, wie ich hier schon merke.

Der Tipp mit dem Kündigungsausschluss löst das (mein) Problem hier auch nicht - bestätigt nur die obige Meinung.

Tja Pech - natürlich für meine Studi's. Dann mach ich halt wieder einen normalen Mietvertrag mit 3 Monatiger Kündigungsfrist.

Wenn dann mal wieder einer vergisst zu kündigen oder auch mal wieder zu spät kündigt (was schon, sage und schreibe 4x passiert ist), werde ich bestimmt nicht mehr so gutmütig sein und die Kündigung rückwirkend annehmen. So verlängert sich die Mietdauer (auch ungewollt) in Zukunft für meine Studenten und ich verrechne es im Zweifelsfall mit der Kaution.
Ach ja, und sollte mal wieder einer fristgerecht kündigen und will dann doch verlängern, werde ich mir das in Zukunft auch gründlich überlegen, ob ich das noch mal so einfach mache.

Schade, dass diese feindliche Haltung, diesmal von Mietern gegenüber Vermietern wohl langsam Tagesordnung wird.
Es geht auch anders. ;)

Trotzdem danke für die Kommentare. Für weitere Anregungen und Tipps wäre ich trotzdem dankbar.

feuerelfe

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
meharis
Status:
Praktikant
(531 Beiträge, 67x hilfreich)

Naja, es ist eben die Regel (sicherlich gibt es Ausnahmen) dass sowohl Mieter als auch Vermieter das was sie versprechen dann letzenendes doch nicht halten möchten...

Was man sicherlich machen kann, ist dem Mieter eine verkürzte Kündigungsfrist zu diesem einen Zeitpunkt in drei Jahren zu gewähren.

D.h. so eine Klausel wie z.B.:

Es gilt stets die gesetzliche Kündigungsfrist, es sei denn den Mieter kündigt zum xx.xx.2009, in diesem Falle beträgt die Kündigungsfrist lediglich zwei Wochen.

Dies ist in keinster Weise eine benachteiligung des Mieters, sodass deine vergesslichen und unbedachten Studis hier eine art Pseudo-mietvertrag hätten.

Wäre das besser ?

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