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Zeitwert??

 Von 
fb481022-68
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Zeitwert??

Hallo wir haben vor dem Auszug einen Maler im Haus gehabt weil wir die Tapete stark beschädigt hatten. Wir hatten Kabelkanäle an die Tapete geklebt und beim entfernen dieses Malervliess beschädigt. Die Rechnung war 1300€ für 25m2 da wir nur wenig Zeit hatten haben wir das Angebot angenommen und direkt bezahlt. Unsere Haftpflicht möchte nun für die 3 Jahre alte Wand 320€ bezahlen! Bleiben wir nun auf über 1000€ sitzen und der Vermieter hat ne neue Wand ?? Oder können wir die Differenz von der Nebenkostenabrechnung abziehen diese beträgt 1100€.

Lg Robert

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Vermieter Wand beschädigt Rechnung


25 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11859 Beiträge, 3024x hilfreich)

Zitat (von fb481022-68):
Hallo wir haben vor dem Auszug einen Maler im Haus gehabt weil wir die Tapete stark beschädigt hatten. Wir hatten Kabelkanäle an die Tapete geklebt und beim entfernen dieses Malervliess beschädigt. Die Rechnung war 1300€ für 25m2 da wir nur wenig Zeit hatten haben wir das Angebot angenommen und direkt bezahlt. Unsere Haftpflicht möchte nun für die 3 Jahre alte Wand 320€ bezahlen! Bleiben wir nun auf über 1000€ sitzen und der Vermieter hat ne neue Wand ?? Oder können wir die Differenz von der Nebenkostenabrechnung abziehen diese beträgt 1100€.

Lg Robert

... einen Abzug von der NK-Abrechnung würde ich jetzt nicht empfehlen, sondern hier nochmal Rücksprache mit der Haftpflicht halten warum diese nur 1/4 der Kosten zu tragen gedenkt. Wie war denn der sonstige Zustand der Mietsache? Ohne den Defekt an den Tapeten übergabereif (im Rahmen der vertraglichen Verieinbarungen)?

-- Editiert von AltesHaus am 27.12.2017 12:20

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#2
 Von 
fb481022-68
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antwort. Das Objekt war Neubau erstbzug. Meine Kenntnisse haben nicht ausgereicht das selbst zu reparieren. Und der Vermieter ist sehr penibel wir wollten Ärger vermeiden und haben das machen lassen der Preis erschien uns fair. Haben noch nie was eingereicht der Ablauf war unklar. Die Wand war neuwertig der Maler meinte drüber streichen reicht nicht er muss den ganzen Raum machen damit es gleichmäßig ist. Wir dachten die Rechnung wird dann durch die Versicherung reguliert wenn wir nun aber 1000€ Verlust haben und er eine neue Wand war das kein guter Deal. Die Versicherung meint mehr steht dem Vermieter nicht zu

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#3
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11859 Beiträge, 3024x hilfreich)

Das war jetzt nicht die Frage.

Sie sind also seinerzeit in den Neubau eingezogen, haben dring gewohnt, in dieser Zeit nicht renoviert, sind dann ausgezogen und haben eine Fachfirma beauftragt die von Ihnen verursachten Defeket zu beseitigen.

Was ist mit den anderen Räumen, wurden die auch gestrichen? Wenn nein, warum nicht. Wie lange haben Sie dort gewohnt? Was wurde seinerzeit diesbezüglich im MV vereinbart?

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#4
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4969 Beiträge, 2239x hilfreich)

Zitat (von fb481022-68):
Oder können wir die Differenz von der Nebenkostenabrechnung abziehen diese beträgt 1100€.

Das wäre nicht zu empfehlen, man hat ja den Aufrag selbst erteilt.
Zitat (von fb481022-68):
Die Rechnung war 1300€ für 25m2

Schon ein wenig hoch, so ca 40€ ist üblich, jedoch kann man je nach Zustand den Preis gerade noch akzeptieren. Der Fehler war wohl den Schaden der Versicherung nicht vor dem Auftrag an den Maler zu melden.
Man sollte mit der Versicherung mal reden, klar die wollen in der Regel erst die Möglichkeit den Schaden zu besichtigen, jedoch haben die Versicherungen einen Spielraum, ansonsten kann man eine solche Versicherung in den Wind jagen, denn bei einem richtigen Schaden würde die sich auch weigern.

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#5
 Von 
cauchy
Status:
Schlichter
(7166 Beiträge, 3634x hilfreich)

Zitat (von fb481022-68):
Die Versicherung meint mehr steht dem Vermieter nicht zu
Die Versicherung will auf jeden Fall nicht mehr zahlen. Ob das berechtigt ist, ist eine andere Frage. Das kann man aber unmöglich über ein Forum beurteilen. Nur einige Anhaltspunkte dazu: Ja, auch bei Malerarbeiten gibt es einen Abzug alt-für-neu für die Arbeiten, die "normalerweise" notwendig wären. Also bei euch wohl auf das drüberstreichen. Da wird man bei den üblichen Fristen von 5-7 Jahren einen Abzug von rund um 50% ansetzen können. Für die Ausbesserung der Tapeten ist der Abzug deutlich geringer, denn die sind ja normalerweise nicht alle 5-7 Jahre fällig.

Meiner Meinung nach wird es jedoch recht anspruchsvoll werden, irgendwelche Kosten vom Vermieter einzufordern. Man könnte versuchen, sich irgendwie an diesem Urteil (BGH, 27.05.2009 - VIII ZR 302/07 ) zu orientieren. Der Fall damals lag jedoch deutlich anders, sodass das Urteil nicht direkt anwendbar ist. Ich möchte nicht ausschließen, dass man irgendwie mit einem geschickten Anwalt etwas rausholen kann. Aber die Wahrscheinlichkeit ist meiner Meinung nach eher niedrig und Aufwand bzw. Risiko sind eher hoch. Sprich: Es lohnt sich nicht.

Bleibt eher der Versuch, aus der Versicherung mehr herauszuholen. Das ist aber wie gesagt im Forum und ohne Kenntnis der exakten Rechnungspositionen nicht zu beurteilen.

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#6
 Von 
Akkarin
Status:
Student
(2419 Beiträge, 618x hilfreich)

Es wird bei Haftpflichtfällen immer nur der Zeitwert erstattet. Den Neuwert gibt es regelmäßig nur von der Hausrat.

Nur mal so mal als Frage: ihr habt den Maler beauftragt, der VM weiß von nichts und ihr habt auf die Aussage des Malers er muss den ganzen raum machen , das akzeptiert?

Signatur:If you are going through hell, keep going. - Winston C.
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#7
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11859 Beiträge, 3024x hilfreich)

Zitat (von Akkarin):
Nur mal so mal als Frage: ihr habt den Maler beauftragt, der VM weiß von nichts und ihr habt auf die Aussage des Malers er muss den ganzen raum machen , das akzeptiert?

Dass der ganze Raum gemacht wurde entspringt ja wohl eher diesem hier:

Zitat (von fb481022-68):
Wir hatten Kabelkanäle an die Tapete geklebt und beim entfernen dieses Malervliess beschädigt.

Wenn die Kanäle rundum gelegt wurden und bei Entfernung die Tapete abgeroppt wurde ...., klar dass da mehr gemacht werden musste als nur malern, da war gewiss auch ausbessern angesagt.

Wobei ich davon ausgehe, dass der Mieter den Auftrag gegeben hat und hiervon der VM überhaupt nicht tangiert wird, es wäre ein klassisches Eigentor, wenn man die Mehrkosten jetzt mit der Nachforderung der NK würde verrechnen (wollen).

-- Editiert von AltesHaus am 27.12.2017 20:14

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#8
 Von 
Akkarin
Status:
Student
(2419 Beiträge, 618x hilfreich)

In einem Raum mit 4 Wänden sollten max 2 betroffen sein. Wer dafür 3 Wände braucht, hatte zuviel Kabel. Über 4 Wände möchte ich nicht reden :-)

Signatur:If you are going through hell, keep going. - Winston C.
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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(77518 Beiträge, 33373x hilfreich)

Vielleicht war grade Projektwoche bie Hornbach? :grins:



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#10
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4969 Beiträge, 2239x hilfreich)

Zitat (von Akkarin):
Wer dafür 3 Wände braucht, hatte zuviel Kabel. Über 4 Wände möchte ich nicht reden :-)

Hat man den Eingangspost gelesen?
Zitat (von fb481022-68):
Die Rechnung war 1300€ für 25m2

Na das sind 2 Wände entweder jeweils 5m oder 4 und 6 m ein normales Zimmer mit zufällig dann auch 25 m².
Da reicht es schon aus, wenn man den Fernseher an eine andere Wand stellt, als die Anschlüsse sind, daher ist die Kritik am TE unverständlich, nicht jeder will Freileitungen durch ein Zimmer haben. Als Mieter kann und darf er die Unterputz Installation nicht verändern.
Zitat (von AltesHaus):
Wenn die Kanäle rundum gelegt wurden und bei Entfernung die Tapete abgeroppt wurde ...., klar dass da mehr gemacht werden musste als nur malern, da war gewiss auch ausbessern angesagt.

Klar es war bis auf den Untergrund versaut.
Jedoch ist schlicht, auch wenn es nicht ins Mietrecht passt, wohl hier eine Haftpflichtversicherung vorhanden, welche auf Dauer kaum Wert auf Kunden legt, oder sich daran aufhängt das man erst den Schaden beheben lies. Vor allem das Gepänkel wegen alt für neu, ist im realen Fall oft gar nicht so gegeben, wie man selbst am Miteigentum im Herbst sehen konnte, der Sohn eines Mieter hatte die Hauseingangstür beschädigt, die Versicherung schickte einen GA, der GA meinte Glas tauschen wäre zu aufwendig und die Versicherung zahlte die gesamte Haustüre. Nur war es eben auch eine der großen renommierten Sachversicherer, das macht wohl den Unterschied, für zweieurofünfzig Unterschied beim Beitrag hat weder Mieter noch Eigentümer dann unnötigen Streit.
Rauhfaser oder Glasfasertapeten halten weit über 20 Jahre, wie selbst in Fachkreisen bestätigt wird, da ist der Abzug von der Versicherung für den Versicherungsnehmer nicht zu dulden:
http://www.wicke-barbis.de/Farben_2.htm
Wenn sich die Versicherung weigert, sollte sich der TE an den Versicherungsombudsmann wenden.

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#11
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11859 Beiträge, 3024x hilfreich)

Zitat (von Akkarin):
In einem Raum mit 4 Wänden sollten max 2 betroffen sein. Wer dafür 3 Wände braucht, hatte zuviel Kabel. Über 4 Wände möchte ich nicht reden :-)

Gibt vielerlei Kabel die man verohren kann ;) ...

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#12
 Von 
Akkarin
Status:
Student
(2419 Beiträge, 618x hilfreich)

Zitat (von 0815Frager):
Zitat (von Akkarin):
Wer dafür 3 Wände braucht, hatte zuviel Kabel. Über 4 Wände möchte ich nicht reden :-)

Hat man den Eingangspost gelesen?
Zitat (von fb481022-68):
Die Rechnung war 1300€ für 25m2

5€ auf der TE meint mit 25 qm die Wohnfläche des Zimmers und nicht die einzelne Wand

im übrigen habe ich im Gegensatz zu dir nicht nur den Eingangspost gelesen, sondern sogar den ganzen Thread.

Meine Aussage bezieht sich auf das "rundrum".
Eine Argumentation mit den Kabeln der Rearspeaker würde ich mir übrigens gefallen lassen.

-- Editiert von Akkarin am 27.12.2017 23:12

Signatur:If you are going through hell, keep going. - Winston C.
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#13
 Von 
Lolle
Status:
Bachelor
(3256 Beiträge, 1825x hilfreich)

Eigentlich sind es ja 2 völlig verschiedene Baustellen
1) was die eigene Versicherung zahlen will oder muss = Vertragsverhältnis Mieter und seine Versicherung
2) auf was der Vermieter Anspruch hat = Vertragsverhältnis Mieter und Vermieter
Die Ansprüche des Mieters gegen seine Versicherung müssen sich nicht zwingend mit den Ansprüchen des Vermieters gegen den Mieter decken.

Die Diskusstion über unterschiedliche Ansichten der Begriffsdefinition "Beschädigung" sind wenig zielführend.
Im BGB ist jedenfalls dann die Rede von "Beschädigung", wenn ein Anderer eine nicht vom Eigentümer der "veränderten" Sache ersatzlos hinzunehmende Verschlechterung verursacht hat - z.B. in § 249 Art und Umfang des Schadensersatzes (wegen der Beschädigung).
Reden wir halt einfach von einer Verschlechterung :cheers:

Um den Vermieter bzw. dessen eventuelle Schadenersatzansprüche (in Geld) geht es hier nicht. Ich konnte jedenfalls nichts davon lesen, dass der Vermieter etwa irgendetwas fordert (womöglich weiss der gar nichts von der ganzen Angelegenheit). Seine Verschlechterung hat der Mieter schon direkt selbst beseitigt (beseitigen lassen). Eigentlich gehört damit die ganze Fragestellung eher ins Versicherungsrecht.

1300 Euro für eine "Dekorationswiederherstellung" (Farbe Tapete) von 25m² Wandfläche halte ich für reichlich teuer - aber auch für ein Zimmer von 25m² erscheint mir das noch recht üppig ... es sei denn das Malergewebe war eingeputzt und damit auch Substanzschäden/Putzschäden zu beseitigen.
Aber egal: den Handwerker bezahlt derjenige, der den Handwerker auch beauftragt hat.

Als möglichen Anspruchsgegner hat der Mieter nur seine Versicherung.
Da ist halt die Frage, was der Mieter versichert hat
- hinsichtlich der Höhe ist eine Haftpflichtversicherung immer nur eine Zeitwertversicherung, weil eben Schadenersatzansprüche auch nur Ansprüche auf Zeitwertersatz sind
- ansonsten spielt das Kleingedruckte eine entscheidende Rolle dafür, ob die eigene Versicherung überhaupt zahlungspflichtig ist.
Wenn man Kabelkanäle auf Tapeten/Putz einfach aufklebt, muss ja jeder normalverständige Mensch damit rechnen, dass beim Ablösen der Untergrund beschädigt wird. (meine persönliche Ansicht)
Falls man sich auch für Schäden durch eigene "grobe Fahrlässigkeit" versichert hat, bleibt dann eben noch die Frage: fällt das noch unter "nur" grobe Fahrlässigkeit oder etwa doch schon unter Vorsatz?
z.B. hier die Unterschiede
https://www.haftpflichtversicherung-testsieger.de/fahrlaessigkeit-bei-privathaftpflichtversicherungen/

Wenn man der Meinung ist, die eigene Versicherung zahlt einem weniger, als nach Versicherungsbedingungen geschuldet, dann bleibt einem nur der Rechtsweg - d.h. ein Gericht muss die Preisfrage beantworten > quasi: habe ich die geschuldete Sorgfalt beim Kabelkanal anbringen schlimmer als erlaubt/versichert verletzt?

Signatur:Es hilft nichts,das Recht auf seiner Seite zu haben.Man muss auch m.d. Justiz rechnen - D Hildebrand
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#14
 Von 
Akkarin
Status:
Student
(2419 Beiträge, 618x hilfreich)

Das sehe ich in ein paar Punkten anders.

Zitat (von Lolle):
Eigentlich sind es ja 2 völlig verschiedene Baustellen
1) was die eigene Versicherung zahlen will oder muss = Vertragsverhältnis Mieter und seine Versicherung
2) auf was der Vermieter Anspruch hat = Vertragsverhältnis Mieter und Vermieter

Grundsätzlich richtig, aber in dem Moment wo der Vermieter Ansprüche gegen den Mieter anmeldet, wird die Versicherung sich entweder neben dem Mieter sich positionieren oder sogar als dessen Vertreter auftreten.

Die Art der Beschädigung macht schon einen Unterschied. Wenn man mit der Flex die Fensterbänke zerstört, kann das durchaus eine ersatzpflicht nach 823 BGB unerlaubte Handlung nach sich ziehen. 281 kommt dann nicht zum Tragen.
Bei schlechtem Streichen kann man aber nicht von unerlaubter Handlung sprechen. Und im Kern geht es hier ja um nichts anderes als ob es Schadenersatz neben oder statt der Leistung ist.

Zitat (von Lolle):
Wenn man Kabelkanäle auf Tapeten/Putz einfach aufklebt, muss ja jeder normalverständige Mensch damit rechnen, dass beim Ablösen der Untergrund beschädigt wird. (meine persönliche Ansicht)
Falls man sich auch für Schäden durch eigene "grobe Fahrlässigkeit" versichert hat, bleibt dann eben noch die Frage: fällt das noch unter "nur" grobe Fahrlässigkeit oder etwa doch schon unter Vorsatz?

Ich würde selbstklebende Kabelkanäle als marktüblich bezeichnen, dürfte also zum üblichen Gebrauch zählen und nicht grob fahrlässig.
https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=kabelkanal+selbstklebend

Wenn überhaupt könnte den Mieter hier wohl nur § 812 ungerechtfertige Bereicherung retten. Aber mit den Kosten der Erstberatung zu dem Thema würde es wohl darauf hinauslaufen, dass man gutes Geld schlechtem hinterher wirft.

M.E. bleibt der Mieter hier zu Recht auf den Kosten sitzen.

Signatur:If you are going through hell, keep going. - Winston C.
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#15
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4969 Beiträge, 2239x hilfreich)

Zitat (von Akkarin):
M.E. bleibt der Mieter hier zu Recht auf den Kosten sitzen.

Nö, dafür hätte er eine Versicherung, welche hier zahlen müsste. Das gehört dann wohl ins Versicherungsrecht.

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#16
 Von 
Akkarin
Status:
Student
(2419 Beiträge, 618x hilfreich)

Zitat (von 0815Frager):

Nö, dafür hätte er eine Versicherung, welche hier zahlen müsste. Das gehört dann wohl ins Versicherungsrecht.

Er sitzt doch auf der Differenz zwischen dem was die Versicherung gezahlt hat und was der Maler gekostet hat und da wird er auch im Versicherungsrecht sitzen bleiben.

Signatur:If you are going through hell, keep going. - Winston C.
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#17
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11859 Beiträge, 3024x hilfreich)

Zitat (von Akkarin):
M.E. bleibt der Mieter hier zu Recht auf den Kosten sitzen.

Ja das denke ich auch, so er denn die Handwerker selber beauftragt hat. Den Vermieter wirds freuen, bekommt man doch mal eine Wohnung ordentlich zurück, ist schön so am Ende des Jahres ;)

Zitat (von 0815Frager):
Nö, dafür hätte er eine Versicherung, welche hier zahlen müsste. Das gehört dann wohl ins Versicherungsrecht.

Auch das ist richtig, er wird sich mit seiner Versicherung auseinander setzen müssen. AlsVN würde ich mich nicht so abspeisen lassen. Käme allerdings auf den Ist-Zustand des Raumes vor Beschädigung an. Man weiß es nicht ...

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#18
 Von 
cauchy
Status:
Schlichter
(7166 Beiträge, 3634x hilfreich)

Zitat (von 0815Frager):
Rauhfaser oder Glasfasertapeten halten weit über 20 Jahre, wie selbst in Fachkreisen bestätigt wird, da ist der Abzug von der Versicherung für den Versicherungsnehmer nicht zu dulden.

Warum das? Bei geplanter Nutzungsdauer von 20 Jahren wäre ein Abzug von 3/20=15% möglich. Wobei man natürlich die Diskussion starten könnte, ob das Neu-Tapezieren eines einzelnen Raumes wirklich einen Vermögensvorteil von 15% der Renovierungssumme für den Vermieter bringt. Denn der wird wohl kaum irgendwann in 17 Jahren die anderen Räume neu tapezieren und dann 3 Jahre später diesen einen Raum.

Letztlich hilft das aber alles nicht weiter. Der Teilnehmer hat meiner Meinung nach den Fehler gemacht, dass er selber die Renovierung in Auftrag gegeben hat. Auch wenn hier im Forum von einigen immer wieder dazu geraten wird, so sieht man hier die negativen Folgen. Hätte der Mieter nichts gemacht und nur den Vermieter und die Versicherung frühzeitig vor dem Auszug über die Beschädigung informiert, dann könnte er jetzt entspannt zusehen, wie die Versicherung mit der Forderung des Vermieters umgeht.

Geht jetzt nicht mehr. Ein Anspruch gegenüber dem Vermieter wird schwierig. Gegenüber der Versicherung mag noch was drin sein, aber einfach wird das auch nicht.

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#19
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11859 Beiträge, 3024x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Auch wenn hier im Forum von einigen immer wieder dazu geraten wird, so sieht man hier die negativen Folgen.

Das habe ich hier noch nie gelesen, dass jemand dazu geraten wurde die Arbeiten selber in Auftrag zu geben.

Zitat (von cauchy):
Warum das? Bei geplanter Nutzungsdauer von 20 Jahren wäre ein Abzug von 3/20=15% möglich.

Das ist jetzt ja wohl eher eine Versicherungsfrage, ich meine jedoch, dass man diesen Abzug hier nicht machen kann, die Tapete offensichtlich beschädigt wurde. Der Versicherer muss die Lackeriung eines bescädigten Autos ja auch bezahlen, egal ob "neu für alt" (so würde ich das versicherungstechnisch sehen, ist aber nicht wirklich mein Metier)

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#20
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4969 Beiträge, 2239x hilfreich)

Zitat (von Akkarin):
Er sitzt doch auf der Differenz zwischen dem was die Versicherung gezahlt hat und was der Maler gekostet hat und da wird er auch im Versicherungsrecht sitzen bleiben.

Es gibt für den Mieter zwei Möglichkeiten, da er schon selbst den Auftrag erteilte. Es sein zu lassen sich mit der Versicherung an zu legen, oder einfach vorab das Gespräch suchen. Auch Versicherungen legen Wert auf langjährige Kunden (sofern man das ist).
Zitat (von cauchy):
Hätte der Mieter nichts gemacht und nur den Vermieter und die Versicherung frühzeitig vor dem Auszug über die Beschädigung informiert, dann könnte er jetzt entspannt zusehen, wie die Versicherung mit der Forderung des Vermieters umgeht.

Oder eben auch nicht, wenn die Versicherung erklärt für die Art von Schäden wären sie nicht zuständig.

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#21
 Von 
Akkarin
Status:
Student
(2419 Beiträge, 618x hilfreich)

Zitat (von 0815Frager):
Es sein zu lassen sich mit der Versicherung an zu legen, oder einfach vorab das Gespräch suchen.

50 oder 100€ könnten das tatsächlich mehr werden, insofern Versuch macht klug.

Man sollte aber nicht glauben, da gibt's doch noch den tausender

Signatur:If you are going through hell, keep going. - Winston C.
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#22
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(36699 Beiträge, 13195x hilfreich)

Zitat:
Der Versicherer muss die Lackeriung eines bescädigten Autos ja auch bezahlen, egal ob "neu für alt" (so würde ich das versicherungstechnisch sehen, ist aber nicht wirklich mein Metier)

Das ist nicht das Gleiche.

Ein Abzug "neu für alt" gibt es dann, wenn durch die Reparatur die Nutzungsdauer verlängert wird. Daher gibt bei der Lackierung eines Autos diesen Abzug nicht, bei Schönheitsreparaturen aber schon.

Ich sehe das wie Akkarin. Man kann vielleicht noch etwas bei der Versicherung rausholen, aber auf dem überwiegenden Betrag wird man sitzen bleiben. Vom Vermieter bekommt man das auch nicht erstattet.

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#23
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11859 Beiträge, 3024x hilfreich)

Zitat (von hh):
Ein Abzug "neu für alt" gibt es dann, wenn durch die Reparatur die Nutzungsdauer verlängert wird. Daher gibt bei der Lackierung eines Autos diesen Abzug nicht, bei Schönheitsreparaturen aber schon.

Ich erlaube mir diesbezüglich nach wie vor eine andere Haltung.

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#24
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(36699 Beiträge, 13195x hilfreich)

Zitat:
Ich erlaube mir diesbezüglich nach wie vor eine andere Haltung.

Die Du wie genau begründen kannst?
Oder ist das nur Deine persönliche Meinung ohne Kenntnis der Rechtslage?

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#25
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11859 Beiträge, 3024x hilfreich)

Zitat (von hh):
Oder ist das nur Deine persönliche Meinung ohne Kenntnis der Rechtslage?

Das ist jetzt meine persönliche Einschätzung, schrieb ich ja eigentlich auch. Für mich ist Ihre Erklärung

Zitat:
Ein Abzug "neu für alt" gibt es dann, wenn durch die Reparatur die Nutzungsdauer verlängert wird. Daher gibt bei der Lackierung eines Autos diesen Abzug nicht, bei Schönheitsreparaturen aber schon.

unstimmig mit dem Sachverhalt. Oder aber der Abzug hätte nicht 3/4 betragen dürfen, allerdings wissen wir zu wenig vom genauen Stand der Dinge, um das abschließend diskutieren zu können. Doch für mich, mit Verlaub, ist Ihre Erklärung nicht stimmig.

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