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als Vermieter vom Vertrag zurücktreten

20. August 2014 Thema abonnieren
 Von 
Hondosix
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)
als Vermieter vom Vertrag zurücktreten

Hallo,

folgender Fall:

Mieter hat mit Vermieter einen Mietvertrag abgeschlossen zum 1.9..
Die Schlüssel wurden nach Aushändigung der Kaution an den Mieter bereits übergeben.

Nun will der Vermieter von dem Vertrag zurücktreten weil die Nebenkosten (Wasser/Abwasser) nicht vom Mieter direkt mit der Gemeinde abgerechnet werden können.

Im Mietvertrag steht lediglich das "...in der Gemeinde ist es üblich das die Nebenkosten zwischen Mieter und Gemeinde abgerechnet werden..."

Vermieter hat auch bereits die Schlösser austauschen lassen.


Kann der Mieter den Vermieter für die Unkosten belangen?
Farbe und Küchengerät das evtl in eine andere Wohnung nicht passen wurden bereits gekauft.Auch wurden bereits Umzugskosten ausgegeben.


Danke schonmal für eure Antworten...

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20 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anitari
Status:
Bachelor
(3205 Beiträge, 1436x hilfreich)

Von einem Mietvertrag können weder Vermieter noch Mieter zurücktreten.

Sprich der Mieter hat Anspruch auf Überlassung des Wohnraumes.

Aber wenn ich das recht verstehe will Mieter gar nicht mehr einziehen.

Dann sollten sich beide Parteien irgendwie einigen und den Vertrag einvernehmlich beenden.



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0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Hondosix
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

quote:
Aber wenn ich das recht verstehe will Mieter gar nicht mehr einziehen.


Mieter würde zu gerne einziehen aber er weis nicht welche Chancen er hat und außerdem ob es sich lohnt unter Streit einzuziehen...

Mieter fragt sich auch was mit den Kosten ist die bereits aufgelaufen sind.
Arbeitszeit,Renovierung,Material,Möbel (die evtl in eine andere Wohnung nicht passen wegen der Größe)...

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0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Anitari
Status:
Bachelor
(3205 Beiträge, 1436x hilfreich)

quote:
Mieter würde zu gerne einziehen aber er weis nicht welche Chancen er hat


Gute. Wenn der VM am 1.9. die Wohnung nicht zur Verfügung stellt den Vermieter abmahnen, ganz kurze Frist (1 - 2 Tage) setzen, Hotel/Pension beziehen, Möbel/Hausrat einlagern oder gleich eine einstweilige Verfügung beim Amtsgericht beantragen.


quote:
und außerdem ob es sich lohnt unter Streit einzuziehen...


Das würde ich mir auch 3 x überlegen.


Da Wasserversorger mit Mietern keine Verträge abschließen ist eigentlich fast überall so.

Mal davon abgesehen auch kein Grund den Vertrag anzufechten.

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0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Hondosix
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Sprich alle Kosten die der Mieter jetzt hatte und haben wird wenn er sich eine neue Wohnung sucht(Makler,etc....) muss der Vermieter tragen...

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0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Junior-Partner
(5202 Beiträge, 1761x hilfreich)

Nein, erst mal muß der M den VM beweisbar zur Erfüllung des Mietvertrages auffordern.

Oder man geht zum Anwalt und läßt sich beraten, ob ein Austausch der Schlösser schon eine "ernsthafte und endgültige Verweigerung" darstellt, die eine Fristsetzung entbehrlich machen würde.

(IMO nein, denn ein "ich lass dich net rein" ist kein "ich lasse dich niemals rein, auch nicht in 100 Jahren".)

quote:
ob es sich lohnt unter Streit einzuziehen


Das vielleicht nicht, aber wenn man auf Kosten des VM aus der Sache rauswill, wird man erst mal auf den Vertrag bestehen müssen.



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0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Hondosix
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

ok...das beutet der Mieter sollte quasi darauf bestehen um die Kostenf vom schuldnerischen Vermieter erstattet zu bekommen.

Und so wie die Sachlage sich stellt hat der Vermieter keinerlei Handhabe und Recht vom Vertrag zurückzutreten sprich der Mieter ist definitiv im Recht?




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0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
go396358-7
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)

Sie haben sogar das Recht (wenn Sie auf den Mietvertrag bestehen und der Vermieter auch weiterhin den Bezug verweigert) neben den bereits getätigten Kosten für die WHG die ihnen nun doch nicht zur Verfügung gestellt wird und den direkten folgekosten wie Hotel, Lagerraum, erhöhte Lebenshaltungskosten (Kochen im Hotel ist meist ja nicht drin) Auch die Mehrkosten für eine alternative, teurere, Whg über einen längeren Zeitraum vom "jetzt doch nicht" Vermieter zu fordern. Über die genauen Rahmenbedingungen kann Sie ein entspr. Fachanwalt der nach der Verhandlung auch vom Vermieter bezahlt werden muss besser informieren.

Auf jeden fall das ganze durchziehen bis zum, für den Vermieter, bitteren Ende


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1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44085 Beiträge, 15719x hilfreich)

Ja, der Mieter ist definitiv im Recht.

Im Hinblick auf die Wasser und Abwasserkosten wäre es wohl so gewesen, dass der Mieter diese Kosten im Rahmen der Nebenkostenabrechnung an den Vermieter hätte bezahlen müssen.

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0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Hondosix
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Also sind es doch nicht immer die bösen Mieter...




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0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Anitari
Status:
Bachelor
(3205 Beiträge, 1436x hilfreich)

quote:
Also sind es doch nicht immer die bösen Mieter...


Es gibt auf jeder Seite Sone und Solche.



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0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
guest-12321.01.2018 10:47:44
Status:
Student
(2202 Beiträge, 618x hilfreich)

Da fehlt aber wieder ein Stück von der Vorgeschichte.
Selbstauskunft falsch ausgefüllt ???

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0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Hondosix
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

VM hat keine Selbstauskunft verlangt.
Des weiteren wurde dem Mieter von Seiten der Gemeinde erst gesagt das es möglich wäre.
Der offene Posten ist gering und könnte auch sofort ausgeglichen werden aber der VM besteht auf den Rücktritt aus dem Vertrag.

Ansonsten war der Mieter aufrichtig und ehrlich zu VM.

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0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Anjuli123
Status:
Bachelor
(3595 Beiträge, 1455x hilfreich)

Könnte? Und was ist der Hinderungsgrund?

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0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5274 Beiträge, 2420x hilfreich)

Dann liegt es aber in Verantwortungsbereich des Mieters, das der Vertrag nicht wie gewünscht abgeschlossen werden kann.

Also schon mal keinerlei Schadenersatzansprüche.

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0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Hondosix
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

quote:
Könnte? Und was ist der Hinderungsgrund?

gibt es keinen denn der Mieter hat mit der Gemeinde eine Ratenzahlung die in 2 Monaten fertig ist...

quote:
Dann liegt es aber in Verantwortungsbereich des Mieters, das der Vertrag nicht wie gewünscht abgeschlossen werden kann.
Also schon mal keinerlei Schadenersatzansprüche.


Wieso liegt es im Verantwortungsbereich des Mieters?
Der Mieter hat verschiedene Lösungsvorschläge gemacht auf die der VM nicht eingegangen ist weil er es als umständlich ansieht wenn nicht an die Gemeinde direkt gezahlt wir... Der Mieter ist seinen Vertragsbediengungen nachgekommen und erwartet dies vom VM ebenso.

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-- Editiert Hondosix am 20.08.2014 21:33

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105719 Beiträge, 37803x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Von einem Mietvertrag können weder Vermieter noch Mieter zurücktreten. <hr size=1 noshade>

Doch, aber nur einvernehmlich ...



quote:<hr size=1 noshade>Nun will der Vermieter von dem Vertrag zurücktreten weil die Nebenkosten (Wasser/Abwasser) nicht vom Mieter direkt mit der Gemeinde abgerechnet werden können. <hr size=1 noshade>

Das bedeutet, das es grundsätzlich gehen würde, aber die Gemeinde sich weigert mit dem Mieter direkt abzurechnen weil er dort noch Schulden hat? Ist das so korrekt?

Wurde denn die direkte Abrechnung vertraglich festgelegt? Falls ja, mit welchen Worten?



quote:<hr size=1 noshade>Dann liegt es aber in Verantwortungsbereich des Mieters, das der Vertrag nicht wie gewünscht abgeschlossen werden kann. <hr size=1 noshade>

So wie es sich liest: der Vertrag IST bereits abgeschlossen.





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Hondosix
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

quote:
Das bedeutet, das es grundsätzlich gehen würde, aber die Gemeinde sich weigert mit dem Mieter direkt abzurechnen weil er dort noch Schulden hat? Ist das so korrekt?


korrekt

Zitat:
Wurde denn die direkte Abrechnung vertraglich festgelegt? Falls ja, mit welchen Worten?


Meiner Meinung nach wurde laut Vertrag nichts expliziet festgelegt.
Es steht zu den Abschlagszahlungen folgendes drin:

"...Nebenkosten für Wasser und Müll werden in der Gemeinde XXX üblicherweise direkt mit dem Mieter abgerechnet..."

Wie gesagt,der Vertrag wurde von beiden Unterschrieben und die Schlüssel wurden an den Mieter übergeben.

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-- Editiert Hondosix am 21.08.2014 09:13

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Anitari
Status:
Bachelor
(3205 Beiträge, 1436x hilfreich)

Wer hat denn nun Schulden beim Wasserversorger?

Der Vermieter, der Vormieter oder wer?



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" "

-- Editiert Anitari am 21.08.2014 10:28

-- Editiert Anitari am 21.08.2014 10:29

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Hondosix
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Die offenen Schulden hat der Mieter,diese sind aber in 2 Raten erledigt da eine Ratenvereinbahrung besteht und danach wäre es ohne weiteres möglich das der Mieter wieder direkt mit der Gemeinde abrechnet.

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0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105719 Beiträge, 37803x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>"...Nebenkosten für Wasser und Müll werden in der Gemeinde XXX üblicherweise direkt mit dem Mieter abgerechnet..." <hr size=1 noshade>

Dann ist es bei Dir halt unüblich.
Wenn aber das "unübliche" wie hier nicht explizit ausgeschlossen wurde sondern auch möglich ist, dann wird der Vermieter nicht um die Erfüllung des Vertrages oder entsprechenden Schadenersatz herumkommen.





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

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