gebundener Mietvertrag

5. November 2016 Thema abonnieren
 Von 
pe-ko84
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
gebundener Mietvertrag

Hallo,
wir haben einen gebundenen Mietvertrag von 2 Jahren, sind vor einem Monat eingezogen. Jetzt haben wir festgestellt das wir Silberfische in der gesamten Wohnung haben, weil die Luftfeuchtkeit zu hoch ist. Unteranderem sind daran wahrscheinlich die zu dichten Fenster mit Schuld, jeden früh sind sie nass und wir müssen ständig stosslüften. Dazu haben wir im Kinderzimmer Schimmel an der Wand und können den Raum nicht nutzen. Die haben wir 2 Tage vor Einzug festgestellt. Gibt es Härtefallgründe wie wir aus dem gebundenen Mietvertrag wieder rauskommen? Wir haben 2 kleine Kinder und die Situation ist nicht mehr auszuhalten!
LG Peggy

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9943 Beiträge, 4494x hilfreich)

Nach einem Monat bereits Schimmel? Keine Gute Sache. Egal aus welchen Gründen die hohe Luftfeuchtigkeit entsteht, ihr solltet die Probleme unverzüglich und nachweisbar dem Vermieter melden. Am besten als Einschreiben und mit Fristsetzung zur Beseitigung möglicher Baumängel.

Es ist in einem Forum nicht einzuschätzen, ob es am Lüftungsverhalten, an baulichen Mängeln oder an Feuchtigkeit wegen vorheriger Baumaßnahmen liegt. Letztlich muss aber natürlich sowohl der Schimmel aus auch die Ursachen beseitig werden. Wenn ihr bereits jetzt mehrmals täglich stosslüftet, dann wird meiner Meinung nach nur ein Experte vor Ort helfen können. Es ist eigentlich die Aufgabe des Vermieters den zu beauftragen und die Probleme abzustellen.

Hoffen wir mal, dass der Vermieter die Probleme ernst nimmt und reagiert. Wenn nicht, dann kann man immernoch diskutieren, ob eine fristlose Kündigung möglich ist. Damit würdet ihr nämlich aus dem Mietvertrag rauskommen. Aktuell sollte jedoch die Ursachenforschung und die Mängelbeseitigung im Fordergrund stehen.

PS: Es gibt elektrische Luftentfeuchtungsgeräte. Du brauchen einigermaßen viel Strom, sind laut und kosten natürlich auch Geld. Aber damit kann man kurzfristig vermutlich die Probleme etwas eindämmen. Langfristig ist das sicher keine Lösung.

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#2
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11821 Beiträge, 3207x hilfreich)

Mängel müssen unverzüglich gemeldet werden, dem Vermieter muss die Möglichkeit der Behebung gegeben werden.
Im geschilderten Fall empfehle ich die Hinzuziehung eines Anwaltes.

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#3
 Von 
pe-ko84
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Schimmel ist bereits beim Vormieter entstanden.Wir haben ihn gemeldet beim Vermieteer und er hat mittlerweile Handlung angekündigt .Jetzt taucht halt das Problem mit den Silberfischen auf,ja wir haben uns über so ein Gerät informiert. Das Problem ist nur das es keine langfristige Lösung ist. Wir sind nicht Schuld an der Problematik und diese Silberfische scheinen durch den Vormieter entstanden zu sein. Es war ja ein fließender Übergang der Wohnung.Der Vormieter zog aus, wir zogen ein. Können wir dewegen gegen den Mietvertrag vorgehen und ihn vorzeitig auflösen?

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121246 Beiträge, 40001x hilfreich)

Zitat (von pe-ko84):
Gibt es Härtefallgründe wie wir aus dem gebundenen Mietvertrag wieder rauskommen?

Für eine frsitlose Kündigung müsste eine objektive Unzumutbarkeit vorliegen.



Zitat (von pe-ko84):
die Situation ist nicht mehr auszuhalten!

Inwiefern?

Es gibt der Schilderung nach etwas Schimmel, ein paar Sliberfische und der Vermieter wird zwecks Mänglebeseitigung tätig.
Da sehe ich derzeit keinen Anspruch auf eine fristlose Kündigung.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9943 Beiträge, 4494x hilfreich)

Zitat (von pe-ko84):
Der Schimmel ist bereits beim Vormieter entstanden.

Soll das heissen, dass bei Übergabe der Wohnung an euch der Schimmel schon zu sehen war? Oder war der irgendwie versteckt?

Hintergrund der Frage ist § 536b BGB .

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#6
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8075x hilfreich)

Sie haben den Schimmel dem Vermieter gemeldet und er hat Handlung angekündigt. Das haben Sie schriftlich?
Cauchy hat nicht ohne Grund erwähnt, dass Sie die Meldung sinnvollerweise per Einschreiben mit Fristsetzung machen sollten.

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