miete rückwirkend verlangt von2006

25. November 2013 Thema abonnieren
 Von 
bulgu
Status:
Beginner
(72 Beiträge, 2x hilfreich)
miete rückwirkend verlangt von2006

guten tag
der VM verlangt rückwirkend miete von jahr 2006 was angeblich offen ist
(die wohnung wurde verkauft und die alte geselschaft hat es den neuen verwalter mit geteilt das eine miete offen stünde)
dürfen die das :( ? wen nicht mit welchen § kann ich gegen kontern :D
danke im voraus

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Liane46
Status:
Student
(2979 Beiträge, 1355x hilfreich)
0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
bulgu
Status:
Beginner
(72 Beiträge, 2x hilfreich)

danke liane aber grade da ist mein problem
es handelt sich um die wohnung von mein vater der letztes jahr gestorben ist und die wohnung wurde gekündigt
daher auch die frage nach dem §

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0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Liane46
Status:
Student
(2979 Beiträge, 1355x hilfreich)

Den anderen Thread schon durchgelesen?

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0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
bulgu
Status:
Beginner
(72 Beiträge, 2x hilfreich)

ja hab ich fast so ähnlich
ist verjährt :D dan ist es bei uns uach schon so :D

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0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
bulgu
Status:
Beginner
(72 Beiträge, 2x hilfreich)

danke hab was im net gefunden :D
Grundsätzlich unterliegt der Anspruch auf Mietzins der regelmäßigen Verjährung von drei Jahren gem. § 195 BGB .

Gem. § 199 BGB beginnt die Verjährung mit Ablauf des Jahres zu laufen, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger Kenntnis davon so wie von der Person des Schuldners erlangt hat.

Hierzu ein Beispiel:

Eine fällige Mietforderung aus dem Monat März 2009 löst den Verjährungslauf

ab dem 31.12.2009 aus.

Die Verjährung wäre dann schließlich drei Jahre später, also am 31.12.12 0.00 Uhr eingetreten.

Dieses bezieht sich aber natürlich nur auf eine Forderung, die noch offen ist.

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0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2068x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Die Verjährung wäre dann schließlich drei Jahre später, also am 31.12.12 0.00 Uhr eingetreten. <hr size=1 noshade>



Den § 215 BGB gibt es aber auch noch.

D.h. falls es eine Kaution gibt, kann damit auch noch nach der Verjährung aufgerechnet werden.

Dann müsste man überlegen, ob die schon recht alte Forderung aus 2006 verwirkt ist. Die Voraussetzungen sind aber recht eng.

Einfacher, sicherer wäre es schon, wenn man die Zahlung per Bankbeleg nachweisen kann. Wenn dafür Bankgebühren anfallen, muss sie der Vermieter erstatten.

Falls es keine Kaution gibt genügt es aber, sich auf die Verjährung zu berufen, dann lohnt der Aufwand nicht die Zahlung mühsam nachzuweisen.

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#7
 Von 
RMHV
Status:
Lehrling
(1184 Beiträge, 471x hilfreich)

quote:
Grundsätzlich unterliegt der Anspruch auf Mietzins der regelmäßigen Verjährung von drei Jahren...

Das ist grundsätzlich selbstverständlich richtig, aber nur die halbe Geschichte. Man wird sich für einen konkreten Fall auch Gedanken über die Tilgungsverrechnung machen müssen. Ohne Tilgungsbestimmung durch den Schuldner wird - stark vereinfacht - jede Zahlung des Schuldners auf die jeweils aelteste Schuld angerechnet. Das führt dazu, dass eine unbezahlte Miete aus z.B. 2006 nach wie vor nicht verjährt wäre.




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0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2068x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Das führt dazu, dass eine unbezahlte Miete aus z.B. 2006 nach wie vor nicht verjährt wäre. <hr size=1 noshade>



Das hatten wir eigentlich sehr mühsam in dem anderen thread herausgearbeitet.

Wenn nur eine Miete ausbleibt, in den meisten Fällen wohl weil der Dauerauftrag mangels Deckung nicht ausgeführt wird, kann man davon nicht ausgehen.

Wenn die nächste Miete wie üblich, gesetzlich und vertraglich vorgesehen kurz vor der Fälligkeit der nächsten Miete kommt, liegt darin eine konkludente Tilgungsbestimmung, § 366 II BGB ist dann nicht anwendbar.

Erst wenn mehrere Monatsmieten offen sind, ist das anders. Ich konnte jedenfalls trotz heftigem Suchen kein einziges Urteil finden, das § 366 II angewendet hätte, wenn nur eine Miete offen war.

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0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
icecycle
Status:
Junior-Partner
(5311 Beiträge, 1990x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Wenn nur eine Miete ausbleibt, in den meisten Fällen wohl weil der Dauerauftrag mangels Deckung nicht ausgeführt wird, kann man davon nicht ausgehen.

Wenn die nächste Miete wie üblich, gesetzlich und vertraglich vorgesehen kurz vor der Fälligkeit der nächsten Miete kommt, liegt darin eine konkludente Tilgungsbestimmung, § 366 II BGB ist dann nicht anwendbar. <hr size=1 noshade>


Geschuldet ist geschuldet. Zahlung ist Zahlung, ob Dauerauftrag, Überweisung oder Barzahlung, und wann die
nächste Zahlung geleistet wird, spielt gar keine Rolle. Ausschlaggebend ist, ob und für welche Zahlung bestimmt wird.


quote:<hr size=1 noshade>Erst wenn mehrere Monatsmieten offen sind, ist das anders. Ich konnte jedenfalls trotz heftigem Suchen kein einziges Urteil finden, das § 366 II angewendet hätte, wenn nur eine Miete offen war. <hr size=1 noshade>


So verstehen zu wollen macht wenig Sinn.
Das animiert nur den Mißbrauch, indem jeder Monat nur ein
kleiner Teil geschuldet wird.
In §367 BGB wird sogar die Tilgung zuerst von Kosten und Zinsen als die Hauptleistung bestimmt; zudem kann der Gläubiger/Vermieter die Leistungsannahme ablehnen, wenn
der Mieter eine andere Anrechnung bestimmen will.
Damit hat letzlich der Gläubiger die Zahlungszweck zu bestimmen. Ist auch richtig und gut so. Wenn der Schuldner ehrlich ist, braucht er nicht mal hierüber zu streiten.

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