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nebenkostenabrechnung - die Frist ist doch um ?

14. Mai 2007 Thema abonnieren
 Von 
patricia76
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 0x hilfreich)
nebenkostenabrechnung - die Frist ist doch um ?

am 15.12.2006 wurden unserer mieterin die abrechnungen 2005 sowie 2006 gegeben, daraus ergab sich eine erhöhung der mon. vorauszahlung von 40.- auf 70.- € bei 70m². sie hat nicht bezahlt ( weder die abrechnungen noch die erhöhung), forderte aber am 11.5.07 kopien aller rechnungen an, da sie die abrechnungen nicht verstehe. die frist ist doch um ? würde ihr aber einen einblick in die rechnungen geben. mir wurde geraten sie in verzug zu setzen, wie formuliere ich das richtig? am 1.7. tritt die mieterhöhung laut dem mietspiegel ein, sie hat es schriftlich zur kenntnis genommen. kann ich trotz dem erhöhungsschreiben fristgerecht kündigen? einzug 5.2002 - wären 6 mon. kündigungsschutz. danke für die antworten, auf die ich warte.

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15 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest123-1299
Status:
Student
(2376 Beiträge, 247x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44091 Beiträge, 15722x hilfreich)

Zunächst einmal schließe ich mich an: Wie kann man am 15.12.2006 die Abrechnung 2006 erstellen?

Unabhängig vom Prüfungsrecht der Mieterin, das 12 Monate dauert, sind die Nachzahlungen bereits nach 4 Wochen fällig. Fordere sie nochmals mit Frist zur Zahlung auf.

Eine Mieterhöhung wird nur dann wirksam, wenn die Mieterin zustimmt. Das hat sie bislang nicht gemacht. Insofern tritt zu 01.07. auch keine Mieterhöhung in kraft.

Kündigen kannst Du aufgrund dieser Umstände nicht.

Du hast in Deiner kurzen Frage mind. 4 fehlerhafte rechtliche Einschätzungen vorgenommen. Mich würde es daher insgesamt nicht wundern, wenn sowohl Dein Mieterhöhungsverlangen als auch die Nebenkostenabrechnungen fehlerhaft und damit unwirksam wären. Beide Dinge solltest Du zunächst einmal prüfen. Zur Prüfung müssten beide Dinge allerdings vorliegen.

Deine Mieterin scheint das genau zu wissen und spielt daher auf Zeit.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
patricia76
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 0x hilfreich)

die abrechnung wurde am 15.12.06 überreicht. ich habe das haus im august gekauft ( von der erbgemeinschaft meiner oma) daher wurde der neue mietvertrag auf 15.12.06 datiert und die abrechnung ging ihr am 17.12.06 zu. bis dato hatte sie 40.- € nebenkosten, alles andere wurde von meiner oma bezahlt. nur seh ich nicht ein, warum ich ihren verbrauch bezahlen soll. kabel bw sind schon 13,90 €. ein fehler ist uns unterlaufen, wir hatten die abrechnung auf 30 mon. gerechnet. anfangs sagte sie mündlich, sie würde ihren verbrauch übernehmen. dann legte sie schriftlich einspruch ein, somit wurde die abrechnung neu erstellt auf je 12 monate. so wurde mir das vom haus-und grundbesitzerv. gesagt. sie schrieb mir, sie hätte die mieterhöhung zur kenntnis genommen. da wir weit unter dem für uns geltenden mietspiegel waren wurde das angeglichen. zur kündigung: wir haben ein drei familienhaus zu einem zwei fam.haus umgebaut und bewohnen es selbst, sie ist mieterin der dachwohnung. daher geht eine kündigung doch ohne grund( laut auskunft h&g v.) ich möchte keine fehler machen, aber hätte doch trotzdem gerne das geld, welches wir vorgestreckt haben.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44091 Beiträge, 15722x hilfreich)

daher wurde der neue mietvertrag auf 15.12.06 datiert

Ein neuer Mietvertrag wäre nicht notwendig gewesen. Er wurde aber nunmehr von beiden Seiten unterschrieben und ist daher natürlich auch gültig. Er wirkt aber keinesfalls rückwirkend.

Für die Abrechnungen 2005 und bis zum Abschluss des neuen Mietvertrages in 2006 sind daher die vertraglichen Bestimmungen aus dem Mietvertrag mit der Oma maßgebend.

Aufgrund Deiner eigenen Schilderungen halte ich es für wahrscheinlich (wie schon vermutet), dass Du hier gar keine Nachforderungen stellen kannst. Daher sollte das noch einmal genau geprüft werden.

Da wir weit unter dem für uns geltenden Mietspiegel waren wurde das angeglichen.

In welchem Umfang wurde denn erhöht? Außerdem sei noch einmal darauf hingewiesen, dass ein Mieterhöhungsverlangen nur dann wirksam wird, wenn der Mieter zustimmt. Ohne Zustimmung wird es nicht wirksam, auch wenn es berechtigt ist. Der Vermieter muss dann auf Zustimmung klagen.

Bei einem 2-Familienhaus, bei dem eine Wohnung vom Vermieter bewohnt wird, gibt es die Möglichkeit der erleichterten Kündigung nach § 573a BGB . Dann verlängert sich aber die Kündigungsfrist um 3 Monate und würde somit in diesem Fall 9 Monate betragen. Ob das auch in Deinem Fall nach einer Umwandlung eines 3- in ein 2-Familienhaus gilt, müsste noch einmal im Detail geprüft werden.

Insgesamt sehe ich bei Dir erheblichen Aufklärungsbedarf über Deine rechtlichen Möglichkeiten. Du machst im Moment den Mieter dafür verantwortlich, dass Du Dich nicht mit dem Mietrecht auskennst und solche Dinge wie Nebenkostenabrechnung und Mieterhöhung deswegen schief laufen.

Ich kann bislang nicht erkennen, dass sich die Mieterin irgendwie falsch verhalten hat. Sie besteht nur auf ihrem Recht. Und Du machst es Ihr sehr leicht. Außerdem sind die meisten Dinge hier wohl von Deiner Oma verbockt worden.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
patricia76
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 0x hilfreich)

meine oma verstarb schon anfang 2005, wir haben damals eine wohnung schon bewohnt, somit alle laufenden kosten übernommen. mündlich wurde mit ihr besprochen, daß eine nebenkostenabrechnung erstellt wird, fand sie auch voll in ordnung. die miete wurde von 4,28 € auf 4,90€/m² erhöht. in wie weit kann der umbau maßgebend sein? finanzamt, versicherungen ec. belaufen sich auf ein 2-familienhaus. das meine oma fehler in den abrechnungen gemacht hat, steht ausser frage. aber bin ich jetzt verpflichtet diese kosten auch zu übernehmen. z.b. hat die mieterin sich nie bei kabel bw angemeldet, sie hat erst auf die kosten meiner oma und dann auf unsere kosten denn anschluss benutzt. habe sie darauf aufmerksam gemacht und sie bat mich, sie als zweitnutzer anzumelden. ich bezahle nun seid Januar zwei anschlüsse. das bei 40.-€ nebenkosten. da kann doch was nicht stimmen. was kann ich denn letztendlich tun? kann ich ihr einen termin nenne, wo ich ihr anbiete die rechnungen einzusehen ? oder muß ich noch kopien aushändigen? sie wurde im dezember gebeten, die 40.-€,danach die erhöhung von 70.-€ auf mein konto zu überweisen, was sie auch tun wollte, aber bis heute nicht geschah-kann ich sie da in verzug setzen?

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44091 Beiträge, 15722x hilfreich)

mündlich wurde mit ihr besprochen, daß eine nebenkostenabrechnung erstellt wird, fand sie auch voll in ordnung.

Wenn man das nicht beweisen kann, dann gilt bis zum Abschluss des neuen Mietvertrages der alte weiter.

die miete wurde von 4,28 € auf 4,90€/m² erhöht.

Das ist ok, wenn die Miete im Rahmen des Mietspiegels liegt.

Da Du aber erst zum 15.12.2006 einen neuen Mietvertrag abgeschlossen hast, müsste noch geprüft werden, ob die Mieterhöhung zum 01.07. überhaupt möglich ist oder ob nicht der 12-Monatszeitraum eingehalten werden muss.

z.b. hat die mieterin sich nie bei kabel bw angemeldet, sie hat erst auf die kosten meiner oma und dann auf unsere kosten denn anschluss benutzt.

Auch da gilt, dass eine genaue Prüfung der Vertragslage erforderlich ist. Du Du sie auf ihr bitten als zweitnutzer angemeldet hast, wird sie die Kabelgebühren aber wohl zahlen müssen.

kann ich ihr einen termin nenne, wo ich ihr anbiete die rechnungen einzusehen ?

Ja, Kopien brauchst Du nicht zu erstellen.

Bezüglich der nicht gezahlten Erhöhung der nebenkostenvorauszahlung solltest Du die Mieterin Mahnen. In der Mahnung solltest Du ihr die Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheides androhen, falls sie nicht zahlt. In Verzug ist sie bereits.

Wie schätzt Du den Deine Mieterin ein? Ist sie eher träge, so dass sie das einfach immer wieder vergisst, die Mietzahlungen zu ändern und die Nebenkosten nachzuzahlen?

Oder schätzt Du sie als so gewitzt ein, dass sie eigentlich genau weiß, dass Du viele Fehler gemacht hast und das jetzt ausnutzt und dabei auf Zeit spielt?

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Enduristi
Status:
Lehrling
(1151 Beiträge, 211x hilfreich)

Hier ist wieder eine typischer Fall:

Der VM hat keine Ahnung vom Geschäft und der Mieter muss es ausbaden! So nach dem Motto, Auto fahren ohne Führerschein und dabei einen Fussgänger über den Haufen fahren. Hinterher heisst es dann: Oh sorry wusste nicht was die Bremse ist.

Keine Ahnung aber gleich mal Miete erhöhen, NK erhöhen, NK Nachzahlung und wenn der Mieter nicht mitspielt -> rausschmeissen!

Kleiner Tipp: Suche dir mal professionelle Hilfe damit du den Umgang mit dem Geschäft Vermieten mal richtig lernst!

:devil:

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 459x hilfreich)

@Enduristi

Prinzipiell gebe ich Dir Recht, nur das Ergebnis ist ein anderes.

Im Moment (und wohl auch in Zukunft) 'badet' lediglich Patricia aus (und nicht die Mieterin).

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Enduristi
Status:
Lehrling
(1151 Beiträge, 211x hilfreich)

@Morti: Na hoffentlich, schliesslich kann der Mieter ja nichts dafür.

:grins:

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
patricia76
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 0x hilfreich)

Stop! Miete wurden nach einem infogespräch beim haus-und grundbesitzerverein erhöht. da die rechnungen von 2005 und 2006 eine nachzahlung von fast 700.-€ betragen ist eine nebenkostenerhöhung auf den betrag von 70.-€ wohl angemessen. laut ihren heizkörper zählern und wasseruhren ist das auch ihr verbrauch.
sorry, mietvertrag wurde am 15.12.2005 gemacht. also ist eine anpassung an den mietspiegel o.k.
also kann ich ihr einen termin zur einsicht der unterlagen/rechnungen setzen und die nachzahlzung von der erhöhung (nk) mahnen??
soll ich bei nichteinhaltung der frist einen anwalt hinzusetzen und ihr das auch schreiben?

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44091 Beiträge, 15722x hilfreich)

Die Mieterhöhung ist dann wohl ok. Aber bitte beachten, dass die Zustimmung des Mieters notwendig ist, ansonsten muss man auf Zustimmung klagen.

Wenn der neue Mietvertrag bereits 2005 abgeschlossen wurde, dann ist wohl auch eine Nebenkostenabrechnung 2006 ok, sofern diese Abrechnung auch formell in Ordnung ist.

Der Termin für die Einsicht muss abgesprochen werden. Mahnen mit Fristsetzung kannst Du unabhängig davon. Wenn die Mieterin dann nicht von sich aus um einen Termin bittet, dann ist das ihr Problem.

Die Nichteinhaltung des Termins muss natürlich Konsequenzen haben. Mindestens sollte der gerichtliche Mahnbescheid angedroht werden. Ob man auch mit einem Anwalt droht, ist Geschmackssache.

Die Einschaltung eines Anwaltes, um hier jetzt wieder eine rechtlich saubere Linie hinzubekommen, wäre dann sicher sinnvoll.

Wenn es dann wirklich so weit kommt, stellt sich natürlich schon die Frage, inwieweit man mit dieser Mieterin noch unter einem Dach wohnen will.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
patricia76
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 0x hilfreich)

wir wären nciht sehr traurig über eine trennung: sie hält sich nicht an die regelungen der kehroche oder an die pflege der von ihr mitgemieteten terasse. sie meckert über unseren hund, den wir uns im oktober zugelegt haben, sie meckert über gegenstände im hof von unseren kindern (4 und 7 Jahre). letzte woche war an meiner waschmaschine der ablaufschlauch gezogen und der trocknerschlauch. beweise hab ich nicht, aber nur sie und ich haben zutritt. meinen mann hab ich natürlich gleich abends gefragt.
übrigens arbeitet sie auf einer bank, hätte also die überweisungen leicht ändern können. ich kann sie schlecht einschätzen was sie im schilde führt. wir wollen keine beträge von ihr, die uns nicht zustehen, aber was wir ausgegeben haben und was sie verbraucht hat schon. somit spielen einige gründe zusammen, warum wir über eine kündigung nachdenken.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
patricia76
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 0x hilfreich)

im übrigen hat sie mir gedroht, die miete zu kürzen weil im wohnzimmer der heizkörper gluckert. der wurde aber von einem monteur überprüft und sie machte mich auf den umbau 2005 ( dauer knapp 4 monate) aufmerksam. da würde ihr auch eine mietminderung zustehen. ich find hier nur noch alles zum kotzen und fühl mich daheim nicht mehr wohl. sorry,ist so.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Mortinghale
Status:
Master
(4957 Beiträge, 459x hilfreich)

sie machte mich auf den umbau 2005 ( dauer knapp 4 monate) aufmerksam. da würde ihr auch eine mietminderung zustehen.

Aber nicht vor 2010.

:grins:

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
patricia76
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 0x hilfreich)

Da die Frist auf Einsichtnahme bzw. Kopien von 4 Wochen bereits am 15.01.2007 erloschen ist, bin ich zu keinen Kopien der Rechnungen mehr verpflichtet. Eine Einsicht der Rechnungen auf welche die Nebenkostenabrechnung basieren gewähre ich Ihnen trotzdem gerne. Hierzu bitte ich Sie mir einen Termin am kommenden Wochenende zu nennen.

Ferner möchte ich Sie mit diesem Schreiben in Verzug der monatlichen Vorauszahlungen von 70 € setzen.

Sollte der Differenzbetrag von 90.- € nicht innerhalb einer Woche auf dem von uns schon angegebenen Konto eingehen, sehen wir uns zu der Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheides gezwungen.

Die Überweisungen der monatlichen Nebenkosten von 70 € bitte ich Sie ab 1.6.2007 zum wiederholten Mal auf dasselbige Konto zu überweisen.


geht das so?

0x Hilfreiche Antwort

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