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Ärger mit Nachbarn in DHH

16.2.2021 Thema abonnieren
 Von 
Leyja
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Ärger mit Nachbarn in DHH

Hallo zusammen,
ich hoffe, ihr könnt mir einen Rat geben. Wir (Familie mit 2 Kindern im Kindergartenalter) sind im letzten Jahr in eine DHH gezogen (Kauf). Die DHH ist von 2006 oder 2007, also noch nicht so alt. In der anderen Hälfte wohnt eine Frau, Mitte/Ende 50 schätze ich. Diese ist extrem empfindlich, was Gerüche und Geräusche angeht, sie hat sich im Sommer übers Grillen beschwert (obwohl wir das teilweise gar nicht waren, sondern andere Nachbarn, es ist ein hübsches Neubaugebiet, aber mit doch eher kleinen Grundstücken würde ich sagen), sie beschwerte sich über den Lärm der Kinder etc.
Wir haben im Haus leider einige Mängel, die erst nachträglich aufgefallen sind. In der Mitte des Wohnzimmers ist bspw. ein Riss in den Fliesen durch abgesackten Estrich, so dass es sich dort anhört wie ein großer Resonanzkörper wenn die Kinder dort drüberlaufen (der Fußboden soll natürlich irgendwann ausgebessert werden, aber nach einem Hauskauf und mit Kurzarbeit durch Corona sitzt das Geld eben auch nicht so locker), in der oberen Etage ist zwischen Fußbodenbelag (Korkplatten) und dem Estrich keine Dämmung oder ähnliches verlegt worden (das versuchen wir jetzt nach und nach auszubessern). Wir haben mit ihr auch darüber gesprochen, dass wir natürlich Veränderungen am Haus vornehmen wollen, das aber Zeit braucht. Sie scheint das aber nicht zu akzeptieren, im Herbst kam (nach einem Besuch von Freunden mit gleichaltrigen Kindern, die dann eben auch ein wenig im Wohnzimmer getobt haben) ein böser Brief von ihr, dass wir gefälligst Maßnahmen ergreifen sollen, dass die Kinder nicht im Haus toben dürfen und man mit ihnen rausgehen musss (was wir natürlich auch tun, sofern es Wetter und Laune zulässt, aber auch nach einem Tag im Kiga und anschließendem Spielpatzbesucht haben die beiden noch so viel Energie, das getobt wird und im Herbst/Winter gehe ich bei Regen und Sturm sicher nicht den ganzen Tag am Wochenende raus). Sie könne das alles nicht mehr ertragen und drohte mit einem Anwalt, wenn wir nichts unternehmen würden. Mal abgesehen davon, dass Kinderlärm laut diversen Urteilen zu ertragen ist (unsere Kinder sind sicherlich keine ruhigen Kinder, aber sie machen nun auch nicht absichtlich extrem viel Lärm und wenn es mal etwas länger laut ist, sagen wir natürlich auch, dass sie bitte leiser spielen sollen, aber man hat auch keine Lust, zu einer springenden Schallplatte zu werden, nur weil selbst Treppe rauf und runter nebenan schon zu Ausrastern führt).
Einen Anwalt hat sie nicht eingeschaltet, aber nun wird täglich aufs massivste gegen die Wände geklopft. Das geht inzwischen schon soweit, dass geklopft wird, wenn ich in der Küche mal einen Kürbis schneide (da die Dinger teilweise wirklich hart sind, muss man da doch mal mit Kraft ran und dann rutscht das Messer eben irgendwann mit etwas mehr Schwung durch und knallt auf das Brett) oder ähnliches.

Von allen anderen Nachbarn um uns rum wissen wir, dass sie ähnliche Probleme mit ihr haben. Sie beschwert sich, wenn im Sommer die Leute im Garten sitzen und sich nach 22 Uhr normal unterhalten, bei einer Feier wird direkt die Polizei gerufen nach 22 Uhr, es wird über die Straße gebrüllt, man möge leiser sein, wenn man sich vor der Haustür in normaler Lautstärke unterhält. Alles deutet daraufhin, dass diese Frau in irgendeiner Weise ein Problem hat (sie lebt auch allein und von Nachbarn, die länger hier leben, haben wir gehört, dass selbst die Tochter kein gutes Verhältnis zu ihr hat).
Nun sind wir natürlich direkte Nachbarn. Im Großen und Ganzen ignorieren wir ihr klopfen, aber es gibt Tage, wenn auch wir einfach gestresst sind (Arbeit, Corona, Kinder und und und), dass wir es einfach nicht gut ertragen können. Zumal sie teilweise 5 min durchklopft, dann Pause macht und dann wieder 5 min klopft (ich frag mich immer, womit sie da wohl klopft, dass ihr da nicht der Arm abfällt oder so).
Letztens war ich mit den Kindern auf dem Spielplatz und dort war ein anderes Kind, das auf der Rutsche saß und mit den Füßen auf das Metall getrommelt hat, relativ gleichmäßig und auch nicht extrem schnell. Das hat mich so an das Geklopfe im Haus erinnert, dass ich erst dachte, ich wäre dort und wirw ären wieder zu laut, ich musste mir bewusst machen, dass wir ja draußen sind.

Ein Auszug/Hausverkauf kommt nicht in Frage. Dafür steckt einfach zu viel Geld dadrin.
Gibt es die Möglichkeit, dass wir unsererseits was gegen sie unternehmen können? Unterlassungsklage oder sowas? Oder müssen wir damit leben und darauf hoffen, dass sie irgendwann aufgibt und es akzeptiert?

Viele Grüße
Leyja

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(86194 Beiträge, 34792x hilfreich)

Zitat (von Leyja):
Gibt es die Möglichkeit, dass wir unsererseits was gegen sie unternehmen können? Unterlassungsklage oder sowas?

Am besten die strafbewehrte Unterlassungsklage - wenn es an den Geldbeutel geht, dann werden die meisten einsichtig.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
cirius32832
Status:
Bachelor
(3094 Beiträge, 894x hilfreich)

Es gibt vor Ort Schiedspersonen, die in so einem Fall vielleicht vermitteln können. Dann braucht man keinen Anwalt und wahrt auch noch ein wenig das Nachbarschaftsverhältnis. Ist auf jeden Fall besser als eine Unterlassungserklärung die man vor den Latz geknallt bekommt.

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#3
 Von 
Kalanndok
Status:
Praktikant
(532 Beiträge, 102x hilfreich)

Die klopft aber nicht zufälligerweise sowas wie dreimal kurz, dreimal lang, dreimal kurz?
Das wäre nämlich Morsecode für den Notruf SOS und würde man den ignorieren, dann wären wir im Grenzbereich der unterlassenen Hilfeleistung.

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#4
 Von 
Leyja
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Kalanndok):
Die klopft aber nicht zufälligerweise sowas wie dreimal kurz, dreimal lang, dreimal kurz?
Das wäre nämlich Morsecode für den Notruf SOS und würde man den ignorieren, dann wären wir im Grenzbereich der unterlassenen Hilfeleistung.

Haha, an Morsecode hab ich auch schon gedacht, aber nein, SOS ist es nicht. Wenn dann versucht sie eher jeden Tag ein Kapitel für ihr Buch "Wie terrorisiere ich meine Nachbarn am besten" zu morsen.

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#5
 Von 
Leyja
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):
Es gibt vor Ort Schiedspersonen, die in so einem Fall vielleicht vermitteln können. Dann braucht man keinen Anwalt und wahrt auch noch ein wenig das Nachbarschaftsverhältnis. Ist auf jeden Fall besser als eine Unterlassungserklärung die man vor den Latz geknallt bekommt.

Da werde ich mal recherchieren, ob es hier sowas gibt und wie man da vorgeht. Wobei es schon kein Verhältnis mehr gibt, wir sind inzwischen so wütend auf diese Person, dass wir am liebsten überhaupt keinen Kontakt zu ihr haben wollen. Ich bezweifle auch, dass sich das ändern wird.

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#6
 Von 
AnwaltvomAnwalt
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Anstatt immer die Schuld bei anderen zu suchen, würde ich einfach mal die Mängel beseitigen. Dass das Geld nicht da ist, ist eigentlich nicht das Problem der Nachbarin.

Und auch nach 22 Uhr hat Ruhe zu sein, soll auch Leute geben die arbeiten müssen.

-- Editiert von AnwaltvomAnwalt am 18.02.2021 08:33

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#7
 Von 
guest-12318.02.2021 15:37:40
Status:
Schüler
(429 Beiträge, 114x hilfreich)

Zitat (von AnwaltvomAnwalt):
Anstatt immer die Schuld bei anderen zu suchen, würde ich einfach mal die Mängel beseitigen. Dass das Geld nicht da ist, ist eigentlich nicht das Problem der Nachbarin.

Und auch nach 22 Uhr hat Ruhe zu sein, soll auch Leute geben die arbeiten müssen.

-- Editiert von AnwaltvomAnwalt am 18.02.2021 08:33

Doch, das ist einzig und alleine das Problem der Nachbarin! Die Nachbarin hat auch Schuld, dass sie vor die Wände klopft!

Die Käufer des Hauses können ja jetzt nichts für den vorgefundenen Zustand. Wenn da in der Vergangenheit "gepfuscht" wurde und Maßnahmen zur Trittschalldämmung unterblieben sind, können die Käufer da nichts für.
Die Käufer sind auch nicht verpflichtet, da überhaupt irgendwas zu unternehmen.

Die Kinder laufen und spielen. Daran ist gar nichts auszusetzen! Es gibt auch keine Pflicht, die Kinder bei lauten Spielereien zu maßregeln! Das sind Kinder. Wäre ich in der Situation, hätte die Nachbarin nach den Klopf-Aktionen erhebliche Probleme am Hals (strafbewährte Unterlassungserklärung, Anzeige wegen Ruhestörung etc.)

Darüber hinaus ist es auch erlaubt, sich nach 22 Uhr noch draußen zu unterhalten. Ebenfalls ist es erlaubt, Speisen im eigenen Garten zuzubereiten (der Qualm darf natürlich die Nachbarin nicht belästigen, aber wenn der Grill einige Meter von ihrem Grundstück entfernt steht und man nicht gerade Fett in die heiße Kohle kippt, sollte das auszuschließen sein).






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#8
 Von 
Leyja
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von AnwaltvomAnwalt):
Anstatt immer die Schuld bei anderen zu suchen, würde ich einfach mal die Mängel beseitigen. Dass das Geld nicht da ist, ist eigentlich nicht das Problem der Nachbarin.

Und auch nach 22 Uhr hat Ruhe zu sein, soll auch Leute geben die arbeiten müssen.

-- Editiert von AnwaltvomAnwalt am 18.02.2021 08:33

Puh, das find ich schon etwas happig. Es ist ja nicht so, dass wir nicht bereit sind, die Mängel zu beseitigen. Aber es ist eben gerade einfach finanziell nicht möglich, wie also sollen wir das tun?
Beim Fußboden im Wohnzimmer würden wir gerne dann auch direkt eine Fußbodenheizung mit integrieren, wenn wir sowieso alles aufreißen müssen und das zwei mal zu machen ist einfach dumm und teuer.

Wir hatten im Sommer die Situation, dass sie sich darüber beschwerte, die Kinder wären morgens immer so laut, da standen die beiden noch so zwischen 6 und 7 auf. Nun hat es sich zum Glück eingepegelt, dass die Kinder am Wochenende bis etwa 8 schlafen und dann wirklich noch leise spielen. Die ersten Male hat die Nachbarin noch ganz freudig kundgetan, wie angenehm es ist, dass sie nun in Ruhe ausschlafen kann, jetzt wird, sobal die Kinder dann gegen 9, halb 10 angezogen werden und runterlaufen, direkt wieder geklopft. Es ist also nicht so, dass sie weiterhin zufrieden ist, dass wir uns ihr angepasst haben, sondern es wird wieder alles als störend empfunden.
Daher gehe ich stark davon aus, dass selbst nach Beseitigung der aktuellen Mängel immer noch genug Probleme auftreten. Unser Nachbar, den sie auch schon einige Male angemault und dem sie mit der Polizei gedroht hat, hat ihr irgendwann gesagt, das soll sie ruhig tun, danach wars da vorbei.
Nur bei uns wird sie das Klopfen wohl nicht einfach einstellen. Mit ignorieren haben wir es bisher ja probiert.

Und natürlich ist nach 22 Ruhezeit, aber dass es mal ne Feier geben darf irgendwo in der Nachbarschaft, sollte doch drin sein, ist ja nicht so, als wäre hier jeden Tag Partyzeit. Wenn man wirklich so empfindlich ist, dass es einen stört, wenn 4 Häuser weiter jemand mit Freunden im Garten Fußball WM guckt oder dergleichen, dann sollte man sich vielleicht auch überlegen, ob so ein Neubaugebiet, wo in erster Linie junge Familien und Kinder wohnen, wirklich das richtige für einen ist.

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#9
 Von 
Anami
Status:
Weiser
(17166 Beiträge, 2764x hilfreich)

Zitat (von Leyja):
Beim Fußboden im Wohnzimmer würden wir gerne dann auch direkt eine Fußbodenheizung mit integrieren
Das gehört jetzt zwar nicht zu deiner eigentlichen Frage, aber das mit ner Fubo-Heizung lass dir von Experten erklären, wie und ob das wo geht...
Zitat (von Leyja):
Nur bei uns wird sie das Klopfen wohl nicht einfach einstellen
Dann gewöhnt ihr euch dran und ihr wird es irgendwann auch lästig.

Signatur:auch ich verweise auf § 675(2) BGB.
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#10
 Von 
AnwaltvomAnwalt
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Leyja):

Puh, das find ich schon etwas happig. .

Da ist nichts happig, sondern die Wahrheit. Außerdem sind eure Geldprobleme nicht die Probleme der Nachbarn.

-- Editiert von AnwaltvomAnwalt am 23.02.2021 17:15

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#11
 Von 
Leyja
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von AnwaltvomAnwalt):
Zitat (von Leyja):

Puh, das find ich schon etwas happig. .

Da ist nichts happig, sondern die Wahrheit. Außerdem sind eure Geldprobleme nicht die Probleme der Nachbarn.

-- Editiert von AnwaltvomAnwalt am 23.02.2021 17:15

Also nach der Argumentation ist es dann wohl am Ende doch das Problem der Nachbarn, denn ohne Geld keine Baumaßnahme möglich. Aber gut, mit dir muss ich da wohl nicht drüber diskutieren, du hast da scheinbar wenig Verständnis für.

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#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(86194 Beiträge, 34792x hilfreich)

Zitat (von Leyja):
Also nach der Argumentation

Vergiss den Troll und seine Ansichten ...



Zitat (von Leyja):
Aber gut, mit dir muss ich da wohl nicht drüber diskutieren,

Nö, einfach keine Zeit damit verschwenden.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#13
 Von 
AnwaltvomAnwalt
Status:
Frischling
(25 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Leyja):
Zitat (von AnwaltvomAnwalt):
Zitat (von Leyja):

Puh, das find ich schon etwas happig. .

Da ist nichts happig, sondern die Wahrheit. Außerdem sind eure Geldprobleme nicht die Probleme der Nachbarn.

-- Editiert von AnwaltvomAnwalt am 23.02.2021 17:15

Also nach der Argumentation ist es dann wohl am Ende doch das Problem der Nachbarn, denn ohne Geld keine Baumaßnahme möglich. Aber gut, mit dir muss ich da wohl nicht drüber diskutieren, du hast da scheinbar wenig Verständnis für.

Richtig, ich habe dafür kein Verständnis. Wer kein Geld hat, sollte kein Eigenheim kaufen.

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