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Nachbar baut auf Grundstücksgrenze NEU

10.9.2019 Thema abonnieren
 Von 
fb525262-55
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Nachbar baut auf Grundstücksgrenze NEU

Unser Nachbar hat sein altes Haus was an unserer Grundstücksgrenze/Hof stand , abgerissen und will nun ein neues Haus bauen.
Soweit so gut.
Allerdings ist unser Grundstück nun seit 2 Monaten um ca. 2m kleiner da dort nun ein Bauzaun steht wegen dem Schutz unseres Sohnes und unserem Hund damit diese nicht in die Baugrube stürzen.
Unser Grundstück ist nun von allen im Dorf einsehbar was uns sehr in unserer Privatsphäre stört.
Des weiteren bekommen sämtliche Dorfbewohner vor uns gesagt wann es weiter geht. Wir bekommen diese Infos immer erst 3 Tage vorher auf Nachfrage. Muss er uns das nicht mindestens 14 Tage vorher mitteilen. Wir haben weder was unterschrieben zum Bau noch sonstiges lediglich mündliche Absprachen was den bauzaun angeht . Inwiefern müssen wir mit diesen dürftigen Infos und Arbeitsweisen leben?

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Sir Berry
Status:
Senior-Partner
(6956 Beiträge, 2488x hilfreich)

Der Bauzaun wurde nach mündlicher Absprache mit euch auf eurem Grunsstück errichtet? Dann ist doch insoweit alles in Butter.
Ich erkenne aus Deinem Text jetzt nicht, dass der Nachbar gegen irgendwelche Absprachen verstößt.

Zitat (von fb525262-55):
Unser Grundstück ist nun von allen im Dorf einsehbar was uns sehr in unserer Privatsphäre stört.
Wenn der Sichtschutz durch das abgerissene Haus entfallen ist, wäre das unerheblich, denn der Nachbar kann auf seinem Grundstück werkeln wie er möchte, soweit dadurch keine Rechte verletzt werden.

Zitat (von fb525262-55):
Des weiteren bekommen sämtliche Dorfbewohner vor uns gesagt wann es weiter geht. Wir bekommen diese Infos immer erst 3 Tage vorher auf Nachfrage.
Ist doch nett, wenn er euch informiert
Ich denke er hat derzeit anderes im Kopf als solche Informationen.

Zitat (von fb525262-55):
Muss er uns das nicht mindestens 14 Tage vorher mitteilen.
Nö, nicht jeden Einzelschritt auf seinem Grund. Über den Beginn des Bauvorhabens wurdet ihr informiert, s. Zustimmung zum Bauzaun. Wenn der Nachbar allerdings auf euer Grundstück muss, sollte er das vorher mitteilen.

Berry

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(69641 Beiträge, 32088x hilfreich)

Zitat (von fb525262-55):
Unser Grundstück ist nun von allen im Dorf einsehbar

Warum? Weil das Haus weg ist? Das ist ja nur temporär, kommt ja wieder ein neues hin.
Es gibt Sichtschutzplanen für Bauzäune, die könnte man anbringen.



Zitat (von fb525262-55):
Muss er uns das nicht mindestens 14 Tage vorher mitteilen.

Nö, er muss euch genau 0,0 mitteilen wann er dort was macht, solange er hinter dem Bauzaun bleibt.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
eh1960
Status:
Student
(2073 Beiträge, 726x hilfreich)

Zitat:
Allerdings ist unser Grundstück nun seit 2 Monaten um ca. 2m kleiner da dort nun ein Bauzaun steht wegen dem Schutz unseres Sohnes und unserem Hund damit diese nicht in die Baugrube stürzen.

Zunächst mal:
Für Bau- oder Instandsetzungsarbeiten nötigenfalls auf das Grundstück des Nachbarn zurückzugreifen ist durch das "Hammerschlags- und Leiterrecht" gedeckt, das sich in den Nachbarschaftsgesetzen der Bundesländer findet.

Darunter fällt auch, wenn - soweit zulässig - bis auf die Grundstücksgrenze gebaut wird, daß der Nachbar für die Zeit der Bauarbeiten eine Einzäunung oder Absicherung auf seinem Grundstück errichten muss - z.B. damit niemand in einer Baugrube fallen kann.

Das Hammerschlags- und Leiterrecht ist "schonend" wahrzunehmen, was bedeutet, daß die Arbeiten zügig und ohne vermeidbare Verzögerungen durchgeführt werden müssen. Wenn zügiges Arbeiten aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, muss u.U. dann eben die Baustelle zurückgebaut werden, so daß die Beeinträchtigung des Nachbargrundstücks nicht fortdauert.

Das kommt immer auf die Umstände des konkreten Einzelfalles an. Für Beeinträchtigungen ist ggf. auch eine Entschädigung zu zahlen, so wie ja auch nach Abschluss der Arbeiten der bisherige Zustand beim Nachbarn wieder hergestellt werden muss.

Zitat:
Unser Grundstück ist nun von allen im Dorf einsehbar was uns sehr in unserer Privatsphäre stört.

Das muss ggf. hingenommen werden. Ggf. muss man einen Sichtschutz aufstellen.

Zitat:
Des weiteren bekommen sämtliche Dorfbewohner vor uns gesagt wann es weiter geht. Wir bekommen diese Infos immer erst 3 Tage vorher auf Nachfrage. Muss er uns das nicht mindestens 14 Tage vorher mitteilen.

Die Absicht, vom Hammerschlags- und Leierrecht Gebrauch zu machen, muss dem Nachbarn vor der Ausübung angezeigt werden. Die Anzeige hat je nach Bundesland zwischen zwei Wochen und einem Monat vorher zu erfolgen.

Nur: das ist erfolgt, wenn es am Anfang gemacht wird. Es gibt keinen Anspruch darauf, laufend über den Fortgang der Bauarbeiten informiert zu werden, jedenfalls nicht, solange der Baufortschritt nicht zu Änderungen der Nutzung des Nachbargrundstücks führt. Es gibt einen Anspruch darauf, informiert zu werden wie lange voraussichtlich die Arbeiten dauern werden, so daß der Nachbar sich darauf einstellen kann. Kommt es zu größeren Änderungen in der Zeitplanung, wird man beanspruchen können, auch darüber möglichst zeitnah informiert zu werden.

Zitat:
Wir haben weder was unterschrieben zum Bau noch sonstiges lediglich mündliche Absprachen was den bauzaun angeht . Inwiefern müssen wir mit diesen dürftigen Infos und Arbeitsweisen leben?

Ich sehe in der Beschreibung jetzt nicht unbedingt "dürftige Informationen". Mit den Bauarbeiten muss man leben, solange sie eben dauern - das können bei einer größeren Baustelle auch schon mal zwei oder drei Jahre sein.
Ein Knackpunkt sind eher vermeidbare Verzögerungen. Da liegt die Betonung aber auf "vermeidbar" - das Bauarbeiten länger dauern als geplant ist nicht immer vermeidbar.

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