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Stress mit Afghanischer Nachbarsfamilie

28.7.2004 Thema abonnieren
 Von 
SteMa
Status:
Schüler
(198 Beiträge, 15x hilfreich)
Stress mit Afghanischer Nachbarsfamilie

Guten Morgen allerseits.

Ich hoffe das mir auf diesem Wege jemand helfen kann.

Wir sind im Februar in ein 2 Familienhaus gezogen in dem über uns eine Afghanische Familie wohnt und unter uns eine kleine Fahrradfirma ist.

Der Vermieter ist ein guter Bekannter von uns aber irgendwie hift das alles nicht ganz weiter.

Zur Sache:

Als wir eingezogen sind hatte der Nachbar bei uns im Keller noch eine Palette mit ca 25. 50 Kilo Reissäcke bei uns liegen er hatte uns auch gefragt ob das ok ist und ich sagte im das er den Reis doch bitte bis März aus unserem Keller holen möchte. Da wir neu waren wollte ich auch nicht direkt druck machen oder unangenehm auffallen, aus märz wurde dann mitte Mai.

Diese Familie bunkert in unserem gemeinsamen Waschraum im Waschbecken Ihr Fleisch und auf dem Boden halt allerlei gerümpel so dass man sich beim waschen wenn man nicht aufpasst alle knochen brechen könnte und beschwert sich dann beim nachbarn, dass wir nicht wie vereinbart im mai den keller geputzt haben was aber seit dem wir dort wohnen ( Februar) noch nicht einmal passiert ist. jede Partei soll den Keller eigentlich Monatlich putzen.

Das ist eigentlich alles halb so wild die Leute hatten schon öfter besuch und dann wird in der wohnung über uns an guten tag auch schonmal mit 10 - 15 übernachten und gepoltert und getrampelt und da die immer an unserer Wohnung vorbei müßen und im trepenhaus auch nicht mal rücksichtnehmen wird halt schön laut die treppe hochgestiefelt und sich dabei wie auf dem marktplatz unterhalten.

Die Krönung war dann als ich mir den mann eines nachts um 2.30 gepackt habeund gefragt habe ob das nicht auch alles etwas leiser geht darauf hin seine antwort ab wann ab jetzt? es war montag nacht 2.30 *grrrrrrrrrr*

Ich denk bevor du dem was tust, mach schnell die tür zu. Wenn die Kinder dann mal nicht hören werden sie ausgesperrt und heulen dann im treppenhaus rum auch nachts.

An diesem WE war dann irgendwo eine hochzeit also wieder die totale belagerung bei uns und ungelogen am samstag ging es knapp 2 stunden das treppenhaus hoch und runter am stück es wurde sturmgeklingelt und als meine freundin zufällig in den keller musste sah sie dort auch fremde in unserem waschraum rumstöbern, als der nachbar dann auch runterkam und meine freundin ihn zur rede stellte wurde er noch frech und sagte was nachts ? ab 2 uhr ... ihr auch immer laut! hmm wir haben seitdem wir dort wohnen wenn es hochkommt 3 mal musik gehört.

Naja nach dieser auseinandersetzung wurde dann beim hoch und runter gehen auch immer aus versehen bei uns geklingelt an diesem abend ca 10 mal und gestern abend wieder das ewige hoch und runter gerenne.

Das diese leute kühlschränke usw neben dem haus lagern und Ihren auch mal gerne in unsere mülltonne bzw in unseren gelben sack stecken ist da eigentlich das kleinste problem.

Ich bin eigentlich ein sehr sehr ruhiger geduldiger mensch nur es ist mittlerweile soweit das ich mir überlege ob ich ned einfaach mal die tür aufmache und mich vergesse =)

Wer kann mir in meinem fall mal ein wirksames mittel oder nen ratgeben was ich in dem fall am besten machen kann, denn so kann es auf keinen fall weitergehen

gruss Stefan

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24 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Stoffelchen1973
Status:
Frischling
(49 Beiträge, 3x hilfreich)

Hallo Stefan,
ich war auch mal in der gleichen Lage wie Du.
Ab Punkt 22.00 Uhr begann das Leben im Haus....die arab. Mietpartei im Erdgeschoss
und die im 4ten waren irgendwie verwandt oder befreundet zumindest war es immer ein auf und ab im Hausflur, es wurden Versammlungen gehalten, fremde Leute (die anscheinend nicht lesen konnten, denn sie klingelten alle Nachbarn aus dem Bett...)
übernachteten - bis zu 15 Leute in einer
2-Raumwhg....naja, ich habe daraufhin die Vermieterin angeschrieben und ihr mitgeteilt, dass ich die Miete mindern werde (nach Absprache mit dem Mieterverein 10% NKM)
+ ich werde die Nebenkostenabrechnung nicht akzeptieren, da die Umlage auf qm lag und ich nicht für die "Gäste" anderer Mieter die Kosten tragen werde. Hat sie auch akzeptiert.

Aber es geht ja eigentlich nicht um die Miete etc. sonder darum in Ruhe wohnen zu können und nachts in Ruhe zu schlafen - es wird Dir nicht helfen mit diesen Leuten Streit anzufangen.
Unser Hausmeister hat auch die Polizei gerufen, als mal wieder der Bär tobte...
die Vermieterin hatte auch das Gespräch gesucht...aber nix half so richtig.

Entweder der Vermieter schafft es tatsächlich die Familie aus der Wohnung zu klagen - was nahezu unmöglich ist mit Kindern - oder
ihr zieht wieder aus. Und wenn ihr dann auszieht, wird eure Whg. sehr wahrscheinlich auch von einer afgh. Familie bezogen werden....

Ich bin nach 9 Mont. ausgezogen, da sich die Situation derart anspannte - einer der deutschen Nachbarn hat Kontak mit einer rechtsgerichteten Partei aufgenommen, die dann ständig irgendwelche anti-islamischen Flyer in unserem Haus verteilte um neue Mitglieder zu werben.... auf diesen ****** hatte ich echt keinen Bock.

Es tut mir sehr leid für euch, aber ihr solltet besser wieder umziehen.

Gruss,
Stoffelchen

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#2
 Von 
SteMa
Status:
Schüler
(198 Beiträge, 15x hilfreich)

Also das mit dem ausziehen ist ja das Problem,

ich kenn meinen Vermieter seit ich 9 bin =) wir haben im gleichen dorf gewohnt und ich habe es von hier aus zur arbeit mit dem rad 2 minuten ausziehen will ich eigedntlich auf keinen fall weil es ne echt super wohnung ist. nur so kann das auf keinen fall weitergehen =(

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#3
 Von 
Stoffelchen1973
Status:
Frischling
(49 Beiträge, 3x hilfreich)

Aber wenn Du mit deinem Vermieter so gut befreundet bist - warum hat er Dir denn nicht gesagt, wie es so um die Nachbarschaft steht..?! Wie gesagt, Du kannst es ja nochmal freundlich versuchen - lade die Familie doch zum Kaffe ein oder suche in jedem Fall das nette Gespräch. Konfrontieren ihn bloss nicht im Hausflur mit einem Wutausbruch (schon gar nicht, wenn andere arab. Männer dabei sind!!!).
Vielleicht könnt ihr ja die Whg. tauschen?
Dann hättet ihr nicht mehr das Getrampel über euch.... aber grossartig ändern werden sich die Nachbarn nicht. Da helfen auch keine Hausordnung, Polizei etc.
Ausserdem waren die Afghanis ja vor Euch in diesem Haus.... evtl. eine Räumungsklage kann nur der Vermieter durchsetzen, was sagt denn dein Freund dazu?

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#4
 Von 
shortie42
Status:
Beginner
(87 Beiträge, 43x hilfreich)
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#5
 Von 
SteMa
Status:
Schüler
(198 Beiträge, 15x hilfreich)

Ja der gute mann ist ja in urlaub und kommt am wochenende wieder und wir beide werden dann erstmal ein gespräch unter acht augen mit ihm und seiner frau führen denn so kann es nicht weitergehen er hat mir auch schon gesagt das ich mal ein paar sätze ( hausordung) verfassen soll und im keller aufhängen.

Naja ich glaube in den nächsten beiden wochen könnte man ja mal nen rachefeldzug starten =) weil ich hab ne ziemlich jute musikanlage und die nächsten beiden woichen urlaub löl

aber ich lass mir auf jeden fall ned mehr auf der nase rumtanzen denn das hab ich nun ganze 5 monate hinter mir.

Ich hab auch nen recht guten vordruck gefunden http://www.sgvd.de/Hausordnung.doc

kann mann denn einen mieter wirklich kündigen wenn er sich nicht an solch eine hausordnung hält?

Es sind ja ziemlich viele faktoren die werfen ihren ****** in unsere mülltonne benutzen unseren weichspüler der im keller offen steht legen ihren kram in den hausflur und haben draussen neben dem haus nen kleinen schrottplatz aufgemacht ( kühlschrank, spülmaschine usw) den ganzen kram wollten die ja für 3 moante in unseren keller stellen.

Naja wenn noch jemand irgendwelche gestzestexte hat oder hausordnungsvorlagen immer her damit.

Ach ja nochwas is es eigentlich richtig das der nachbar 4 mal im jahr solche feste feiern darf?

das sagte mir der vermieter nämlich?

gruss stefan

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#6
 Von 
Odil
Status:
Student
(2165 Beiträge, 788x hilfreich)

Hallo!

Dein Vermieter hat sicher Gründe genug den
Mietern kündigen zu können. Aber! wie hier auch schon gesagt wurde, es wird zu einer Räumungsklage kommen müssen, da sicher
nicht zu erwarten ist, dass die Mieter die
Kündigung akzeptieren -so wie die drauf sind!
( eine Räumungsklage ist für den Vermieter mit hohen Kosten verbunden)

Hausordnungen sind gut und schön, aber um die Leute dazu zu bringen, sich daran zu orientieren, braucht man leider -
in solchen Fällen - die Gerichte.

Der Vermieter sollte sich mit Dir und dem Mieter an einemn Tisch setzen. Dabei sollten schriftlich Regeln festgelegt werden.
Vielleicht hilfts?!
Ausziehen wäre sicher die nervenschonendste
Variante!
Gruß
odil


-- Editiert von odil am 29.07.2004 10:42:56

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#7
 Von 
shortie42
Status:
Beginner
(87 Beiträge, 43x hilfreich)

Hey Leute...
Weshalb gebt ihr meistens den Tipp auszuziehen? Sollen wir immer den Kürzeren ziehen? Wie weit ist es schon gekommen dass wir uns im eigenen Land den Gepflogenheiten und Wünsche unserer "Gäste" anpassen müssen? Wenn wir im Ausland leben müssen WIR uns dort auch anpassen, ansonsten gibt es große Probleme. Also wieso geht das hier in Deutschland nicht und wieso gilt das nicht für unsere "Gäste"?
Denkt mal drüber nach...

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#8
 Von 
guest123-211
Status:
Praktikant
(627 Beiträge, 81x hilfreich)

Weil niemand in der Nachbarschaft solcher Fremdenfeine wohnen möchte - und die anderen waren zuerst da: SIE sind zugezogen! Wer ist also hier der Neue?

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#9
 Von 
shortie42
Status:
Beginner
(87 Beiträge, 43x hilfreich)

Sorry....aber wer sich nicht den örtlichen Gegebenheiten und Nachbarn anpassen kann (Rücksichtnahme kann man auch von unseren "Gästen" verlangen!!!!) muss gehen.....
Ich finde es eine Unverschämtheit zu sagen das solche Leute mehr Rechte haben als wir in unserem eigenen Land. Wenn wir uns in deren Land nicht anpassen sitzen wir schneller im Bau als uns lieb ist....

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#10
 Von 
karamel
Status:
Lehrling
(1774 Beiträge, 279x hilfreich)

Hallo,

man sollte nicht immer gleich die Fremdenfeindlichkeitsfahne rausholen, wenn jemand den Eindruck äußert, dass Regeln nicht auch für ausländische Mitbürger gelten würden. Jeder, egal welcher Nationalität, sollte sich in einer Gemeinschaft so verhalten, dass sich keiner gestört fühlt und alle miteinander leben können.

Hier geht es ja in erster Linie darum, dass sich Nachbarn scheinbar unmöglich verhalten. Verstärkt wird dieses Empfinden natürlich noch durch die anderen GEwohnheiten und Toleranzgrenzen, die bei Angehörigen einer völlig anderen Kulturgemeinschaft ganz anders liegen können. Es ist nun mal so, dass in anderen Kulturen die Maßstäbe an Geselligkeit und Ruhebedürfnis anders sind. Was eine Kultur als normal empfindet, wird in einer anderen als Affront angesehen. Plattes Beispiel: Wenn ich in einem arabischen Land in Minirock und Spaghettiträgertop herumlaufe, muss ich auch damit rechnen, dort Unfrieden zu erzeugen.

Ich finde es also nicht falsch zu erwarten, dass ich mich woanders den dort herrschenden Gepflogenheiten ein wenig anpasse. Das gilt für den Bayern auf Besuch im Rheinland genauso wie für den Afghanen in Deutschland. Das bedeutet nicht, dass ich kein Recht auf meine Bräuche, Gewohnheiten und Eigenarten habe und diese nun unterdrücken soll, aber wenn ich will, dass ich so akzeptiert werde, wie ich nun mal bin, muss ich andererseits auch die herrschenden Regeln akzeptieren. Das Zauberwort heißt Toleranz, und die muss auf beiden Seiten vorhanden sein, sonst geht es nicht. Wenn ich nicht toleriere, dass es bestimmte Ruhezeiten gibt, die nun mal gesetzlich vorgeschrieben sind, muss ich auch damit rechnen, dass die von mir gestörten Leute sich dagegen wehren.

Man sollte sich also davon lösen, dass diese Problematik darauf zurückzuführen ist, dass die Nachbarn Afghanen sind. Sie benehmen sich, nach der Schilderung hier zumindest, teilweise unmöglich. Der kulturelle Unterschied verschärft die Situation nur noch. Teilweise verstehen sie wahrscheinlich auch gar nicht, warum manche ihrer Verhaltensweisen Stein des Anstoßes sind und fühlen sich daher zu Unrecht angegriffen.

Ich habe oft den Eindruck, dass viele Deutsche aufgrund ihrer Geschichte wahnsinnig Angst haben, als fremdenfeindlich zu gelten. Auch wenn es Rechtsradikalismus gibt und Menschen leider noch immer aufgrund von Hautfarbe und "andersartigem" Aussehen diskriminiert werden, glaube ich, dass das multikulturelle Miteinander in Deutschland sehr viel besser funktioniert als anderswo. Damit verdient das Land zwar keinen Heiligenschein, aber das latent schlechte Gewissen in unserer Gesellschaft ist übertrieben. Denn gerade das erzeugt bei so manchem den Eindruck, dass die "bei uns" geltenden Gesetze "nicht für Ausländer gelten". Und was das für einen Unfrieden erzeugt, ist hier ja gut zu beobachten.

Stefan kann ich nur raten, den Aspekt, dass es sich um eine afghanische Familie handelt, nicht mit in die Kritik einzubeziehen, sondern den Vermieter sachlich und höflich auf das grundsätzliche Verhalten der Familie anzusprechen und um Vermittlung zu bitten. Wenn dabei nix rauskommt, würde ich in den sauren Apfel beißen und mir eine andere Wohnung suchen. Das ist der Stress nicht wert, und das würdest du wohl auch dann tun, wenn die Familie sich genauso wie jetzt verhalten würde, aber eben deutscher Staatsangehörigkeit wäre.

@Amtsmeier: ich finde das Argument, die andere FAmilie sei zuerst da gewesen, etwas seltsam. Das entbindet sie doch nicht von der Hausordnung! Oder hat ein Mieter, der länger wo wohnt, plötzlich mehr Recht Krach zu machen als der Neuzugezogene???

Gruß karamel

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#11
 Von 
guest123-211
Status:
Praktikant
(627 Beiträge, 81x hilfreich)

karamel: ich meine die Äusserungen von shortie. Der hat eine so tolle Einstellung zu ausländischen Mitbürgern, dass ihn die Fliege an der Wand ärgert. Somit unterstelle ich da durchaus was, ja.

Nein, natürlich entbindet sie das nicht von der Hausordnung, in keinem Falle.
Aber ab und zu muss man auch herb formulieren, um die ganze Geschichte von auch einer anderen Richtung zu beleuchten.

Es hätte z.B. genügt, in der Überschrift einfach "Stress mit der Nachbarsfamilie" zu schreiben. Die Formulierung, wie sie jetzt dasteht, empfindet ich als Stimmungsmache.

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#12
 Von 
shortie42
Status:
Beginner
(87 Beiträge, 43x hilfreich)

Hey Amtsmeier....
Was wir hier im Hause mit unseren Nachbarn durchmachen wünsche ich Ihnen und meinem ärgsten Feind nicht.
Das man nicht alle ausländischen Mitbürger über einen Kamm scheren kann ist klar...aber das bei solchen Aktionen, die gegen uns gestartet werden, nur weil unsere nette ausländische Nachbarsfamilie keine deutschen Nachbarn neben sich wohnen haben will (wie sich jetzt herausgestellt hat) einem die Galle überläuft, ist doch wohl logisch.
Ic habe selbst hier zwei Anfragen gestellt und bin trotzdem nicht einen Schritt weiter gekommen. Aber eins ist klar: vertreiben lassen wir uns hier nicht. Wir werden alles daran setzen dass diese Familie aufgrund ihrer Aktionen gegen uns ausziehen muss.
Wenn man etwas "googelt" findet man genug Urteile, anchdem ein Vermieter gerichtlich gezwungen wurde, solchen Mietern zu kündigen.....

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#13
 Von 
SteMa
Status:
Schüler
(198 Beiträge, 15x hilfreich)

Moin zusammen,

ich wollte euch nur kurz mitteilen das unsere Leidenszeit vorbei ist=)

Unsere Nachbarn haben nach einer Nebenkostenerhöhung das mietverhältnis zum 1.3 gekündigt.

Zum 1.4 ziehen neue Nachbarn ein die auch in unserem Alter sind.

Das wollte ich euch nur kurz mitteilen =))

gruss stefan

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#14
 Von 
cheesa
Status:
Frischling
(36 Beiträge, 48x hilfreich)

Hallo SteMa und andere Leser in diesem Forum!

Auch wenn das Problem mittlerweile gelöst ist, hier noch ein paar Anmerkungen, denn zufälligerweise habe ich von der afghanischen Kultur ein wenig Ahnung.

Zunächst einmal finde auch ich es befremdlich, gleich alles auf die "afghanische", die "arabische" oder sonstwie "ausländische" Mentalität zu schieben, denn wenn man sich in diesem Forum mal durchklickt, kann man lesen, dass auch deutsche Nachbarn haarsträubenste Verhaltensweisen an den Tag legen. Mit anderen Worten: rücksichtslose Menschen ohne Manieren gibt es überall!

Zweitens haben Sie da eventuell genau diese Kategorie von Mitmenschen erwischt, denn auch wenn ich einige Vorkommnisse mit der Erklärung afghanischer Sitten verständlich machen könnte, kommen mir diese Leute, Ihre Ex-Nachbarn, mir ganz besonders ungehobelt vor. Aber, wie gesagt, so etwas gibt's auch bei Deutschen.

Drittens, nur so als Tip zum Umgang mit Afghanen und vermutlich auch anderen Menschen aus arabischen, asiatischen, afrikanischen Ländern oder sonstwoher:
Die Mehrzahl der mir bekannten Afghanen freut sich riesig, wenn Einheimische (hierzulande Deutsche) freundlich (!) auf sie zugehen und Anteil nehmen an ihrem Leben, denn es ist manchmal sehr schwer für sie, alle Lebensumstände, Sitten und Gebräuche hier zu verstehen, vor allem, wenn sie einfache, nicht so hochgebildete, zurückhaltende, schüchterne Menschen sind. Man kann aber durchaus davon ausgehen, dass sie KEINESFALLS unangenehm auffallen wollen (denn das gehört auch zu ihrer Kultur: alle sozialen Regeln genauestens zu beachten und den guten Ruf zu wahren). Viele wagen bei schlechter Behandlung keine Gegenwehr, um ja nicht irgendwie anzuecken. Meistens wagen sie es nicht einmal, von sich aus mit (den oft sehr unfreundlich wirkenden) Deutschen Kontakt aufzunehmen.
Wenn man eine Verhaltensweise nicht versteht, kann man doch freundlich nachfragen. Vor allem die Kinder sprechen in der Regel vorzüglich Deutsch und können im Notfall übersetzen. Sehr wahrscheinlich wird man dann recht bald zu einem der zahlreichen Familienfeste eingeladen und kann mehr über ihre Kultur erfahren. Da wird man dann feststellen können, wie viele Fettnäpfchen es gibt, in die man als Fremder tappen kann, und wie viel Verständnis einem von den anderen entgegengebracht wird - eine Erfahrung, die jedem gut tut, der sich gerne über andere, ihm unverständliche Sitten und Gebräuche ärgert!

Apropos Familienfeste: Diese sind fester Bestandteil afghanischen Familienlebens, gehören zum sozialen Regelwerk (dem man sich nicht einfach entziehen kann) und sind von großer Gastfreundlichkeit geprägt. Die Unterbringung der Gäste im Hotel ist beispielsweise undenkbar, wäre eine überaus peinliche Verhaltensweise, eine Schande. In irgendeiner Wohnung der Großfamilie und bei Freunden findet sich schon ein Plätzchen. Jeder Gast, der zusätzlich auftaucht, wird herzlich empfangen, Essen ist ganz sicher genug da und wird natürlich selber gekocht. Für Deutsche mag das stressig erscheinen, aber das vermeintliche Durcheinander wird fantastisch organisiert. In vielen Gemeinden gibt es einen Bürgersaal mit Küche, wo die Feste gefeiert werden können. Und die werden nach meiner Erfahrung blitzsauber hinterlassen!

In der Hoffnung, ein klitzekleines bisschen Verständnis und Nachdenklichkeit geweckt zu haben, wünscht Cheesa allerseits noch einen schönen Tag!

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#15
 Von 
Klagdichreich
Status:
Bachelor
(3121 Beiträge, 474x hilfreich)

Schöner Beitrag, cheesa. Ich denke auch, daß Interesse und Aufgeschlossenheit an der anderen Kultur eher auf fruchtbaren Boden stößt, als die Einstellung "Laßt mich in Ruhe und seid schön leise".
Obwohl auch diese Medaille zwei Seiten hat. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß es, wenn man auf andere Sitten und Bräuche einläßt, passieren kann, daß man von der Gastfreundschaft regelrecht überrumpelt wird und es schwer hat, sich dem wieder zu entziehen. So erging es mir mal mit Freunden polnischer Nationalität. Die haben sich auch so sehr gefreut, jemanden aus Deutschland kennenzulernen, daß ich mit Einladungen dermaßen überhäuft wurde, daß ich den Kontakt letztlich abbrach. Dadurch fühlten sie sich dann aber beleidigt.
Ich will damit sagen, daß der Verlust einer gesunden Distanz gegenüber Mitbewohnern mit solch unterschiedlichen kulturellen Prägungen die Sache kompliziert machen kann.


-----------------
"Kann es sein, daß Desinteresse und Dummheit sich die Hand geben?
Weiß ich nicht - ist mir auch egal"

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#16
 Von 
feenkind
Status:
Praktikant
(526 Beiträge, 204x hilfreich)

Aber entschuldige mal:

wenn jemand ungefragt meine Sachen benutzt, mich anschwärzt, nicht den Keller zu putzen (<- es selbst jedoch auch nicht tun), wenn ich in Familienfeiern ständig mit einbezogen werde (sei es durch Klingeln an meiner Tür, Lärm von oben - und das bis früh in den Morgen) fällt es mir auch sehr schwer, freundlich zu meinen Nachbarn zu sein.

Dabei mache ich keinen Unterschied, ob die Leute fremder Kultur oder gleicher Kultur sind...

-- Editiert von feenkind am 28.02.2005 14:54:11

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#17
 Von 
guest123-255
Status:
Praktikant
(807 Beiträge, 200x hilfreich)

endlich kann ich feenkind mal zustimmen ...

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#18
 Von 
feenkind
Status:
Praktikant
(526 Beiträge, 204x hilfreich)

;) Das wird noch was mit uns beiden... :)

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#19
 Von 
Klagdichreich
Status:
Bachelor
(3121 Beiträge, 474x hilfreich)

Heißt Euer Kind dann Feendozer?

-----------------
"Der Horizont mancher Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null. Und den nennen sie ihren Standpunkt"

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#20
 Von 
karamel
Status:
Lehrling
(1774 Beiträge, 279x hilfreich)

...oder Mankind :)

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#21
 Von 
feenkind
Status:
Praktikant
(526 Beiträge, 204x hilfreich)

*prust* ;) :) ;)

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#22
 Von 
Julla
Status:
Lehrling
(1747 Beiträge, 265x hilfreich)

*Feenman* wär auch noch ne Möglichkeit :) Als Pseudonym kann er/sie dann "Oberon" nehmen :)

lg
Julchen

-----------------
"... und Erstens komt es anders als man(n) Zweitens Drittens denkt "

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#23
 Von 
guest123-255
Status:
Praktikant
(807 Beiträge, 200x hilfreich)

hihi ... unglaublich wie lustig ihr doch sein könnt :) freut mich sehr :)

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#24
 Von 
Julla
Status:
Lehrling
(1747 Beiträge, 265x hilfreich)

Frei nach Roberto Blanco: "Ein bißchen Spass muss sein... " :)

lg
Julchen

-----------------
"... und Erstens komt es anders als man(n) Zweitens Drittens denkt "

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